Erfahrungen zu kleinen (diy) Loop-Switchern (spez. Schaltunterbrechungen, Loop-Trennung)

von Locki, 23.09.20.

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  1. Locki

    Locki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.20   #1
    Liebe alle,

    ich habe mir eine neue Box gekauft und diese gestern länger mit meiner alten Box verglichen. Dabei ist mir aufgefallen, dass mir der Sound meines Setups am besten gefällt, wenn ich direkt von der Gitarre in den Amp gehe. Ich benutze nur ein sehr minimales Effekt-Setup: Einen Boss TU-3 und 2-3 Booster, von denen ich aber im Grunde nur einen verwende, je nach Tagesform :) Nach ein bisschen rumprobieren habe ich herausgefunden, dass der TU-3 bzw. der eingebaute Buffer die Höhen gefühlt doch recht stark anhebt. Die zusätzlichen Höhen lassen sich am Amp und an der Gitarre leider nicht so in den Griff bekommen, dass ich damit zufrieden bin und der Buffer am TU-3 lässt sich leider auch nicht ausschalten. Mein Plan besteht nun darin, einen Switcher zu benutzen und den Tuner und den/die Booster in seperate Loops zu packen, um diese nur bei Bedarf in die Signalkette nehmen zu können. 2 oder 3 Loops sind hier locker ausreichend. Ich habe bereits ein bisschen nach passenden Geräten gesucht. Ich brauche keinen 8-fach Looper mit allem möglichen Firlefanz, diese Geräte haben zu viele Möglichkeiten, die ich nicht nutzen werde und sind mir für meine Anwendung zu teuer. Für kleineren Geräte ist die Auswahl leider recht begrenzt. Diy wäre für mich aber auch eine akzeptable Lösung. Jetzt habe ich ab und an gelesen, dass es bei bestimmten Geräten zu kurzen Aussetzern beim Schaltvorgang kommt und bei anderen Geräten wurde davon berichtet, dass die einzelnen Loops nicht vollständig aus dem Signalweg wegzubekommen seien. Beides sind für mich no-gos.
    Und an dieser Stelle kommt ihr ins Spiel: Habt ihr Erfahrungen zu kleinen Switchern (bis 3 Loops) bezüglich dem vollständigen Herausnehmen der Loops aus dem Signalweg und Unterbrechungen bei Schaltvorgängen? Ich habe z.B. den One Control Black Loop (https://www.thomann.de/de/one_control_black_loop_ab_switch.htm) im Blick, habe hier aber kaum Berichte dazu finden können. Und gibt es Erfahrungen zu diy-Geräten, z.B. von Musikding, auch zur Signaltreue?

    Schon einmal vielen Dank und viele Grüße
    Locki
     
  2. Dark

    Dark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.20   #2
    Ich habe den White Loop von One Control (schaltet zwischen A, B und off um). Das Teil ist so gut, dass ich es mir ein zweites mal gekauft habe.

    Einfaches Umschalten, bei mir ohne Schaltgeräusche und der Sound wird nicht beeinflusst. Also besser geht es nicht.
     
  3. InTune

    InTune Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.09.20   #3
    Wenn man etwas warten kann, findet man in den Kleinanzeigen immer mal wieder gebrauchte Looper/Switcher wie das G-Lab GSC für kleines Geld.
    DIY ist hier IMO so eine Sache. So ein Projekt ist von Haus aus eher Hardware intensiv (Schalter, Relais, Buchsen und Gehäuse sind spezifisch immer teurer als Widerstände, und Kondensatoren). Die Schalter und Relais müssen von hoher Qualität sein, wenn das langfristig Freude machen soll!

    Bei 2-3 Boostern und einem Tuner ist so ein Looper/Switcher schon viel Aufriss, der sich nur lohnt, wenn eines der Pedale wirklich alleine schon sehr der Sound verändert.
    Wenn die Buffer Wirkung des Tuners das alleinige Problem ist, könnte ein längeres (oder auch Spiral-) Kabel vor dem Tuner auch die Höhen (zufriedenstellend) dämpfen.

    Looper/Switcher, wie das GSC haben oft einen extra Tuner Ausgang, wo ein Signal zum Tuner abgezweigt wird. Volumenpedale können das zum Teil auch. Vielleicht ist das dann auch eine Lösung.
     
  4. Locki

    Locki Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.20   #4
    Danke für die Antworten! Das GSC-4 ist mir hier aber eigentlich schon zu groß.

    Die Idee mit dem Kabel werde ich mal austesten (ich habe hier noch ein längeres Kabel rumliegen), aber ich denke, dass ein Switcher hier schon die bessere Lösung ist. Ich fand die Beeinflussung durch den Tuner schon ziemlich stark und würde ihn lieber komplett rausnehmen können. Die Idee mit dem Tuner-Out könnte ich wahrscheinlich auch probehalber selbst realisieren. Ich habe hier noch einen Eigenbau-Booster rumfliegen, den ich nicht verwende. Da könnte ich eine zusätzliche Buchse ins Gehäuse bauen und dann zwischen zwei Ausgängen schalten.
     
  5. B.B

    B.B Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.09.20   #5
    Ich verstehe nicht ganz die notwendigkeit eines Loopers in deinem Fall.

    Wenn du der Meinung bist, dass du die durch den Buffer "nicht verlorenen" Höhen nicht auch am Amp wieder loswirst, dann würde ich mir einen Tuner out basteln, also das Signal für den Tuner irgendwo im Signalweg abzweigen, so dass er dann beim Tuner in eine Sackgasse führt.

    Wenn die 3 Booster True Bypass sind und du onehin Höhen loswerden willst, is imho eine Looperleisten hinfällig, es sei den du hast irgendein altes Pedal dabei, das ganz schlimm Sound klaut. In dem Fall kannst du Problemlos einen von Musikding nehmen und ein Tuner-out-kit mit dazu ordern.

    Von Lehle gibt es noch den Dual Sgos, mit 2 Loops und schaltbaren Buffer, das heißt du kansnt dir aussuchen ob du den Buffer haben willst oder nicht. Ist zwar sicherlich allerbeste Qualität aber halt nicht grade billig.

    Ich denke fast, du machst dir über "Signaltreue" da zu große Sorgen, wenn überhaupt hättest du es ja offenbar gerne mehr "lofi"...

    grüße B.B
     
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  6. Locki

    Locki Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.20   #6
    Na ja, der Looper kam mir in den Sinn, da ich den Booster nur für Soli zum Anfetten nehme. Sonst kann der, wie der Tuner auch, eigentlich raus aus dem Signalweg. Wenn ich mich da schon nach einem Gerät umschaue, dann dachte ich, denke ich das doch gleich mit.
    Mir ist bewusst, dass es sich anders lesen lässt und es hier verdammt viel Voodoo gibt, ich würde mich jetzt aber nicht als einen "Sound-Fetischisten" bezeichnen. Ob ein Pedal nun true bypass hat oder einen Buffer ist mir im Grunde egal, solange es klingt. Und beim TU-3 klingts halt leider nicht so, weil er mir zu prägnante Höhen hinzufügt, die ich am Amp und an der Gitarre nicht eingefangen bekomme.
    Ob man das jetzt LoFi nennt oder anders, die zusätzlichen Höhen stören mich halt einfach, da zu prägnant. Mir gefällt der Sound, den ich ohne den TU-3 habe, einfach besser. :)
    Ich bin hier einfach nur auf der Suche nach einer praktikablen Lösung. Und was die Signaltreue angeht: Ich will halt vermeiden, dass ich mir nachher eine Lösung anschaffe, die dann den Sound wieder in eine andere Richtung verbiegt und ich dann das eine "Problem" gegen ein neues eintausche, daher die Frage.
    Die Lehle-Geräte hatte ich auch schon mal angeschaut, die haben in der Tat saftige Preise...

    Grüße
    Locki
     
  7. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.20   #7
    Das ist rein technisch gesehen ein Trugschluss.

    Eigentlich muss es so rum heißen: Ich fahre ein Set-up, das mir relativ viel Höhen klaut (Vermutung: evtl auch durch True Bypass bei den Boostern), und der Buffer des TU-3 verhindert diesen Höhenverlust. Du willst also technisch gesehen einen "schlechteren" Sound (weil fehlender Höhenanteil) reproduzieren. "Eigentlich" muss dein Sound auch bei "Gitarre direkt in den Amp" dann deutlich höhenreicher sein als mit den Boostern im Signalweg. Wenn das nicht der Fall ist... bin ich irgendwie ratlos, was da in deiner Signalkette so alles passiert, geplant oder ungeplant...
     
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  8. Locki

    Locki Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.20   #8
    Nee, genau nicht. Ich hab verglichen die Gitarre direkt in den Amp, also Gitarre - Kabel - Amp mit der Gitarre über den Tuner in den Amp, also Gitarre - Kabel - Tuner - Kabel - Amp. Die Booster habe ich da weggelassen und es gibt einen hörbaren Unterschied in den Höhen. Kabel sind Sommer the spirit xxl. Und ich habe sicherlich 10 Minuten lang immer wieder hin und her gesteckt. Hat mich selbst gewundert, daher der ganze Aufriss. Wie gesagt, ob da jetzt ein true Bypass oder ein Buffer drin ist, ist mir im Grunde egal, solange es halt klingt. In dem Fall tut es dass leider nicht.
     
  9. B.B

    B.B Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.09.20   #9
    @DerZauberer hat natürlich recht, der Buffer sorgt nur dafür, dass du die höhen nicht verlierst, er fügt sie sogesehen nicht hinzu.

    Also, wenn du einen einzigen True-Bypass Booster in einen True-Bypass Loop packst, dann ändert das an der "Signaltreu" überhaupt garnichts. Das halte ich für Blödsinn. Bei mehreren Pedalen müsste man jetzt wissen was es jeweils ist.

    Bei 3 True Bypass Pedalen in Folge sehe ich auch überhaupt gar kein Problem.

    Wenn eines der Boost-Pedale selbst gebuffert ist, gewinnst du natürlich wieder Höhen hinzu, nämlich die Höhen, die sonst das Kabel zwischen diesem Booster und dem Amp abgedämpft hätte. Dann kanns natürlich noch sein, dass der Buffer in dem Boost-Pedal von schlechter Qualität ist. Das gilt es also in deiner Situation erstmal rauszufinden.

    Ansonsten einfach das Signal auf den Tuner splitten und alles ist gut, dann klaut dir das Kabel die Höhen, so wie du es gerne magst...


    grüße B.B.
     
  10. LehleSupport

    LehleSupport Produktspezialist "Lehle"

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    Erstellt: 24.09.20   #10
    Korrekturpost: du meinst vermutlich nicht den LEHLE DUAL SGoS, sondern wahrscheinlich den LEHLE D.LOOP SGoS:
    https://lehle.com/DE/Lehle-D.Loop-SGoS

    :)

    Beste Grüße
    Joki
     
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  11. Locki

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    Erstellt: 26.09.20   #11
    Gut, ich will mich hier jetzt nicht um die Funktionsweise eines Buffers streiten, mir fehlt dazu auch einfach die technische Grundlage. Ich kann hier nur das berichten, was ich höre, und das habe ich oben ja getan. Mir gefällt auf jeden Fall der Sound direkt in den Amp, also ohne Buffer und mit der Höhenbedämpfung des Kabels besser. Dass durch den Kabelweg die Höhen schon so stark bedämpft werden, wundert mich zwar ein bisschen (bei einem einzigen 6m Kabel), aber es wird sicherlich so stimmen. Spannenderweise hat der gesamte Signalweg ohne Tuner aber mit beiden Boostern und einem zweiten Kabel hier keine hörbaren Veränderungen bewirkt. Die beiden Booster sind einmal ein TC Electronic Spark Mini und ein Xotic EP-Booster. Bei letzterem bin ich davon ausgegangen, dass er einen Buffer hat, scheint laut der Xotic-Website aber nicht so zu sein. Der Spark hat einen True Bypass.

    Mir gehts ja in erster Linie um den Tuner, die Booster hätte ich dann der Einfachheit halber aber gleich mit in einen zweiten/dritten Loop gepackt.

    Das wird wahrscheinlich die einfachste Lösung sein, die ich hier realisieren kann.
     
  12. Minor Tom

    Minor Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.20   #12
    Vielleicht auch einfach mal nen anderen Tuner testen? Eventuell auch nen baugleichen, um auszuprobieren, ob bei deinem alles in Ordnung ist?
    Ein nicht ganz richtig funktionierendes Bauteil (oder eins mit falschem Wert) an der richtigen Stelle reicht aus, um einen Effekt wie von dir beobachtet zu verursachen.

    Es gibt (so viel ich weiß) auch Tuner, die man von buffered auf True-Bypass umstellen kann.

    Kann man sich ja eventuell bei nem Freund ausleihen oder bei einem Versender "probekaufen".
     
  13. B.B

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    Erstellt: 26.09.20   #13
    Ja, bloß wenn deine Booster onehin True Bypass sind, dann macht es das ganze ja eben nicht einfacher sondern nur unnötig komplizierter. Weil es ja völlig wumpe ist, ob das Pedal auf Bypass geht oder der Looper auf Bypass geht...

    Kannst du dir nicht einen Bypass Switcher/Loop von einem Kollegen ausleihen. Dann kannst du ganz genau feststellen, welches Pedal eine Klangveränderung bringt und welches nicht und danach richtest du dann deine Entscheidung. So mach ich das immer....

    grüße B.B.
     
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  14. Locki

    Locki Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.10.20   #14
    Also nach ein bisschen Umhören im Bekanntenkreis hat sich rausgestellt, dass keiner so einen Bypass-switch bzw. einen kleinen Looper hat. Allerdings habe ich nochmal den Korg Pitchblack vom Mitgitarristen getestet. Der machte einen etwas dumpferen Sound im Vergleich zur Gitarre direkt in den Amp. Ich muss auch gestehen, dass ich das gefühlte Plus an Höhen beim TU-3 bei diesem Test weniger schlimm fand, als bei der Session, wo es mir das erste Mal aufgefallen ist. Da war ich aber auch bereits eine Stunde am Spielen gewesen mit gleichem Setup. Wahrscheinlich irgendwie Tagesform oder ermüdete Ohren oder was auch immer.:o Ich werde das mal weiter beobachten und dann gegebenenfalls einen Bypass-Switch bauen, die Sachen dafür habe ich alle da.

    Soundmäßig klar. Aber ich hätte dann ein Schaltgerät, bei dem die Schalter dicht beieinander sind, so meine Überlegung dazu :)


    LG
    Locki
     
  15. Miss Topisto

    Miss Topisto Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.20   #15
    Bestimmt erhabene Geräte die deinen Anforderungen genügen sollten wären von Gigrig der Quartermaster, das ABYBABY oder auch das Remote Loopy. Ich persönlich finde diese Dinger qualitativ sehr gut und hatte in einem Setup Verwendung mit sehr gutem Resultat. Perfektes Schalten ohne Unterbrechung, null Nebengeräusche und mechanisch stabil.
     
mapping