Erster Auftritt unserer Band ... Und ich bin Solo-Gitarrist ...

Pete19
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Hallo,

also ich habe mit unserer Band in 2 Monaten einen Auftritt vor 150 Personen ... Es ist unserer erster Auftritt überhaupt. Die Sache ist, ich bin der Gitarrist, der die schwierigen Sachen spielt (schnelle Solos, Zwischenpassagen u.s.w.). Heute hatten wir im Proberaum Besuch von 5 mir fremden Personen, die zugehört haben ... Einfaches spielen.. Akkorde u.s.w. waren kein Problem für mich, da war ich auch nicht aufgeregt, aber als die Soli kamen hab' ich garnichts mehr hinbekommen... Dauernd aus dem Takt, X-Mal verspielt ... Alles wegen der Aufregung.

Jetzt wollte ich mal fragen, besonders gerichtet an die Gitarristen, die diese schwierigen Passagen spielen, wie ihr das in den Griff bekommen habt mit der Aufregung? Ich denke nichtmal, dass bei mir IN-UND-Auswendiglernen - so, dass das Solo ins Blut übergeht - funktionieren würde... Wegen der Aufregung würde ich es trotzdem verhauen, denke ich.

Und heute waren es nur 5 Leute ... Beim Auftritt 150 ... ... ...

Vielen Dank für alle Tips im Vorraus,

Pete
 
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halbe kiste bier im schädel hilft gegen aufregung, macht dat spiel nur nich sonderlich sicherer. aber weil man so besoffen is, is einem dat dann auch scheiß egal :D

nee, ma im ernst. ich hab keinen guten weg gegen aufregung gefunden, bis auf eine variante: so viel und oft live spielen wies geht. man wird immer lockerer
 
Live (und überhaupt) spiele ich keine Original-Soli sondern improvisiere. Wenn man da einmal die Linie verliert oder sich verspielt gehts einfach mit dem nächsten Lick weiter. Das solltest du aber nur machen wenn du ein Gefühl für Improvisation hast und die notwendigen Tonleitern gut beherrschst.
Ansonsten: Bei Aufregung nicht verkrampfen und einfachere Soli spielen.
 
Also - alles auswendig können is ganz wichtig! Du musst des alles runterspielen können, 10x hintereinander ohne Fehler - wenn du dann am Auftritt aufgeregt bist - das ist normal, bei mir war es dass dann alles beim 1. Lied verflogen ist - ich habe meine Soli etc. gespielt udn keine Fehler reingebracht - und das war mein 1. Auftritt (bin 16)
Ich habe auch die schwierigeren Parts gespielt aber es hat wunderbar geklappt - wichtig ist nur dass du dir siche rbist das du das kannst - wenn du dir denkst oh gott ich weiß nich ob ich ds hinbekomm, an der Stelle verspiel ich mich immer etc. dann kannst es vergessen...
 
Ja, ok, nen Kasten Bier :D Ich glaub da würd ich mich noch "n bisschen" öfter verspielen ;)
 
Heute hatten wir im Proberaum Besuch von 5 mir fremden Personen, die zugehört haben ... Einfaches spielen.. Akkorde u.s.w. waren kein Problem für mich, da war ich auch nicht aufgeregt, aber als die Soli kamen hab' ich garnichts mehr hinbekommen... Dauernd aus dem Takt, X-Mal verspielt ... Alles wegen der Aufregung.
Zunächst die schlechte Nachricht:
Lampenfieber ist eine unheilbare Künstlerkrankheit. :)

Nun die gute(n):
Einem guten Gitarristen fallen die eigenen Fehler noch auf. Dem Publikum jedoch oftmals gar nicht. Insbesondere wenn man improvisiert oder eigene Stücke spielt, kann das Publikum gar nicht wissen, was richtig und was falsch ist. Der (gute) Gitarrist ist hier also der einzige, der die Fehler überhaupt bemerkt (und sich darüber entsprechend ärgert).

Beim Nachspielen von Original-Solos ist das jedoch eine andere Sache: spielt man Stücke mit bekannten Solos nach (z.B. Pink Floyd "Another Brick in the Wall" etc.), dann werden Fehler leicht offensichtlich und die Blamage kann groß sein, wenn man daneben haut. Hier hilft wirklich nur üben bis zum Erbrechen, denn das Publikum kennt und erwartet jeden einzelnen Ton an der richtigen Stelle. Übung und Routine machen Dich mit der Zeit sicher.

Den Kasten Bier als Selbstbewusstseins-Hilfe möchte ich nicht schlecht reden, meiner Meinung nach gehört er jedoch ans Ende der Show - wenn die Band ein gelungenes Konzert feiert. Übrigens, eisernes Rock'n'Roll-Gesetz: den Kasten zahlt immer der, der die meisten Fehler gespielt hat... ;)
 
nunja keine ahnung ob das bei andern auch so ist. bei mir is bei meinen ersten 2-3 auftritten die aufregung immer nachm 1. song verflogen. mittlerweile bin ich nimmer aufgeregt, vor keinem konzert, außer wenn ich ne neue band hab und da das erste konzert spiel.

es is sehr wichtig, die schweren soli im schlaf zu können, sodass man sich eigentlich garnicht mehr drauf konzentriern braucht (so wird die mögliche fehlerquote schonmal sehr verringert). bei leuten, bei denen aufregung unweigerlich zu fehlern führt (mir z.b.), is das fast unabdingbar.

es is auch gut, wenn man schön improvisieren kann. kann einem auch bei nem verspieler des originalsolos den arsch vor der blamage retten :D. ich improvisiere daher auch bei 90% der soli teilweise (prägnante passagen lass ich im solo) oder ganz, sonst wäre jeder auftritt ne große blamage für mich :D
 
Ich hab nie Lampenfieber, bei keinem der bisherigen Gigs. So richtig große waren da zwar auch nicht dabei, aber die 2000 Leute Marke haben wir dann und wann schon mal geknackt. Wir haben einfach immer nur Bock.

Das ist ganz einfach die Routine... wenn du nie vor Leuten spielst, lernst du's nie. Mein Gitarrenlehrer hat mich damals schon immer zu langweiligen Klassenvorspielen, Orchesterproben und dergleichen geschickt, damit ich das lern..

Organisiert halt davor noch 1-2 bedeutungslose Auftritte bei Geburtstagen von Freunden. Ladet euch weiter Leute in den Proberaum ein usw... dann wird das schon.

Kein Stress! :)
 
Kann meinen Vorredner nur zustimmen, das Lampenfieber lässt sich nur durch Erfahrung wirksam in Schach halten.

Wobei das Gegenteil, also absolute Entspanntheit auch nicht die Lösung ist.
So ging es mir bei meinem letzten Auftritt ein bisschen. War ein Abiball einer anderen Schule. Da bin ich irgendwie extrem entspannt rangegangen und war dadurch nicht so aufmerksam, wie ich es vielleicht hätte sein sollen. Ging zum Glück nicht nur mir so und die TG-ler waren nicht musikalisch genug, um es zu merken (nichts gegen TG-ler ;-)).

Von daher ist eine gewisse Anspannung gar nicht schlecht.
Und du musst dir immer sagen: Ich mache hier etwas, was die wenigsten im Publikum auch könnten. Und die es können, sollten auch wissen, dass Fehler ganz normal sind.

Hab Spaß beim Spielen!
 
wenns kleine gigs sind unterhalt dich mit den leuten und so, mach dich locker und sitz bloß nicht in irgendner ecke und warte kniehibbelnd darauf das es losgeht............
1,2 bier vorm auftritt machen auch schon etw entspannterr aber nicht zu viel und gar nicht auf der bühne.!
 
immer dran denken:
99% der zuhörer sind keine musiker (und schon gar keine gitarristen!)
diese 99% nehmen sowieso nur 20% der musik wahr, weil mit anderem beschäftigt. die hörens meistens nicht, wenn man sich verspielt und wenn, haben sie es gleich wieder vergessen :)

der wichtigste tipp bisher: auswendig!! nie vom blatt spielen, ohnen blatt proben (geübt wird mit blatt, geprobt und gespielt ohne), das gibt sicherheit und sicherheit gibt selbstbewusstsein, selbstbewusstsein gibt feeling und feeling gibt (?) musik!

viel erfolg!
 
Ach und noch ein Tipp... stellt eine Schreibtischlampe im Proberaum in die Ecke und probt mal nur mit der an, keinem anderen Licht. Auf Bühnen ist's bisweilen dunkler, als man meint. Sollte man geübt haben. ;)
 
1-2 Bier vor dem Gig.
Ansonsten ist es so, dass es für mich schlimmer ist vor nur 5 Leuten zu spielen die genau hinhören und sehen umzu kritisieren, als wenn man vor 150 betrunkenen Leuten spielt, die halt nur Musik hören wollen.

Will sagen 150 sind weniger schlimm als es klingt :great:
 
hallo,
ich habs irgendwo an anderer Stelle schon mal geschrieben: Seit 1979 steh ich auf irgendwelchen Bühnen, Dorffest, Stadtfest, Honky Tonks, Open Airs, USA, habe hunderte von Konzerten gespielt und habe IMMER Lampenfieber.

Gott sei Dank. Das ist es nämlich, was für mich den Reiz ausmacht. Dieses Kribbeln, diese leichte Unsicherheit, obwohl man absolut routiniert ist.

Wenn ich irgendwann mal kein Lampenfieber mehr haben sollte, würde ich auf keine Bühne mehr gehen. ;)

Blues zum Gruß
Foxy
 
hallo pete19,

1.) spielen, spielen, spielen !

irgendwann kommt bestätigung und sicherheit (wenn du ein kleines bißchen gefühl für dieses instrument hast, und das scheint ja der fall zu sein, wenn du die sachen sonst einigermaßen hinkriegst).

mit dem gefühl von elementarer sicherheit ist lampenfieber ein angenehmer kribbel.

2.) bleib in kontakt mit deiner atmung !

wenn die bäckchen heiß werden und alles wie gelähmt erscheint, ist das ein ausdruck von zu flacher atmung (bedingt durch die angst zu versagen).

mit freundlichem groove hanno
 
dir muss mal jemand sagen: "Mensch kannst du geil spielen, und gibt mal ein bisschen Gas und zeig was du kannst!"
hat mir zumindest echt geholfen. Wenn man da steht wie ein begossener Pudel wird das nichts, du machst das aus Spass also hab Spass dabei!

Zum Thema Lampenfieber: Selbst Gitarristen wie Angus Young haben Lampenfieber, selbst wenn sie schon seit 30 Jahren jeden Tag (übertreib)auf der Bühne wahren :)
 
Du brauchst einfach mehr Selbstbewußtsein, dass kommt wenn man viel Auftritte spielt. Ich z.B. denke mir immer "Ich spiele besser Gitarre als die anderen Newcomer Band Gitarristen hier und hau die meisten Newcomer Band Gitarristen in die Pfanne " ! Ich meine das hört sich arrogant an und so weiter, aber im Endeffekt brauch man einen Grad an selbstbewußtsein an den man sich halten kann. Man muss einfach wissen ,dass man einfach nicht schlecht spielt, man muss die ERfahrung machen, dass man es besser kann als zumindest 50 % der anderen Bands und wenn nicht warum sollte man sich schämen, es gibt ja noch schlechtere Gitarristen in besser oder schlechteren bands. Ich habe jetzt nach einigen Gigs gemerkt, dass dich niemand nach deiner Spielleistung beeurteilt. Besonders nicht die, die keine Ahnung haben. Und wenn ich einen total langweilig spielenden Gitarristen seh, dann denke ich mir nicht das der scheisse ist, sondern dann dneke ich mir er spielt halt noch nicht so lange aber das wird schon noch. Ganz ehrlich niemand kritisiert eine newcomer band so dermaßen instrumental. Sei einfach selbstbewußt, und denk dir insgeheime auhc mal, dass du toll spielen kannst und viel besser als die meisten anderen die heute auftreten. Hört sich doof an, aber nur os wird man selbstbewußt. ICh z.B. habe einfach einen Grad erreicht, wo ich weiß, dass die LEute mich nicht als schlecht sehen werden oder als totaler noob. Du musst einfach im LAufe der auftritte sehen, dass dus halt ienfahc bringst. Und ich schätze dich mal als kein anfänger ein, ich schätze mal du bringst es auch, und wenn du es nicht so bringst, dann bist du immer och besser als der Meckerhannes in der ersten REihe der aber nur 4 Akkorde greifen kann. ;-)
 
Als einzelner Gitarrist spielen ist auch nicht schlimmer als mit einem zweiten dazu. Hab ich auch schon hinter mir, einmal sogar nurnoch mit Drummer dazu.
Im Endeffekt ist es immer das selbe, denn man ist nie ganz alleine da oben. Und die Sache mit der Nervosität hat sich auch beim schlimmsten Paniker nach maximal 2 Songs erledigt.
 
hey, im prinzip ist alles schon gesagt, aber ich möchte dir auch sagen, was ich darüber denke.
und zwar war es bei mir so, dass mich die songs in den letzten paar proben vorm 1. auftritt tierisch angekotzt haben.. grund? weil ich sie in- und auswendig hören und spielen konnte!
das ist aber das prinzip, wie ich finde.
denn wenn die songs dich im proberaum ankotzen, ist die euphorie auf der bühne gerade so groß, dass du voller elan und freude performen dich aber nicht verspielen kannst. glaub ich zumindest.
lange rede, kurzer sinn: mir hängen die songs kurz vorm gig ausm hals raus, auf der bühne aber macht das ganze wieder en heidenspaß. d.h. songs üben bis du soweit bist, dieselbigen mit sicherheit nicht mehr in den cd-player zu legen.
außerdem würde ich (wenns vom 'spannungsbogen' des gigs möglich is) 1 oder 2 einfachere songs am anfang des sets spielen. so kriegt man gefühl für die bühne und die aufregung unter kontrolle und muss sich erstmal weniger aufs spielen konzentrieren, da die songs ja sowieso 'einfacher' sind. verstehst du? :D
naja, hab aber auf jeden fall spaß bei der sache und find dich damit ab, dass jeder - wirklich jeder - lampenfieber hat! :great:

grüße, quark

ps: mich würd ein zusammenfassender post über eueren 1. gig und deine gefühle dabei wirklich interessieren ;)
 
hm...das klingt vielleicht bisschen komisch (weiß auch nicht ob das hilfreich ist) aber ich sehe das immer son bisschen wie einen krieg :rolleyes:
Ich stehe auf der bühne und spiele, und ich hab irgendwie immer das gefühl, dass die leute gegen mich sind bzw. gegen meine band. Und dass man ihnen ganz gewaltig in den arsch treten muss, damit sich das ändert.
Das liegt daran, dass ich immer unfassbar kritisch bin wenn andere musiker auf der bühne stehen, und ich jeden kleinsten scheiß bemerke und analysiere den irgendwer falsch macht.

Deshalb glaube ich immer, dass an mich der selbe anspruch gestellt wird , den ich auch an andere habe. Darum ärgere ich mich unfassbar über jeden kleinen patzer und wenn ein oder zwei grobe fehler auftreten bin ich echt stinksauer, und hab meist hinterher schechte laune.
Weil ich nämlich glaube dass ich mir selber nicht gerecht geworden bin, und dann ist mein selbstbewusstsein echt total im arsch. Es folgt ein besäufnis der übleren sorte. Übrigens auch wenns mal alles geklappt hat, um zu feiern :confused:

oh man, ich glaube es muss sich was ändern, ich bin echt zu verkrampft.
 

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