Fender Master-built Schock...

  • Ersteller OldRocker
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Eine PRS nimmst 5 und die sind praktisch ident, bei Fender und Gibson nimmst 5 und die klingen teils drastisch anders.
Beides kann beabsichtigt sein und hat seine Berechtigung. Aber das hier ...
was für ein Glücksgefühl ist es wenn die dann auch noch optisch und technisch nix hat.
... geht gar nicht in der Preislage. Eine Zehnerpotenz tiefer übrigens auch nicht.
 
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fernab des Perfektionismus und n gutes Stück vom klassischen Gitarrenbau entfernt - mechanisch viel eher Holz-Metall-Modellbau als Gitarrenbau.
Von Buddy Holly bis heute allerdings für ziemlich viel guten Sound verantwortlich.
Kann also alles nicht so falsch sein.
Eine Strat für 9000 Ocken ist allerdings zu dekadent.Aber wer es braucht?!
 
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Von Buddy Holly bis heute allerdings für ziemlich viel guten Sound verantwortlich.
Kann also alles nicht so falsch sein.
Eine Strat für 9000 Ocken ist allerdings zu dekadent.Aber wer es braucht?!
Nur zur Info, das Zitat ist nicht von mir !!
 
Bei den Amis sind gar nicht wenige die meinen, dass eine perfekte Paula nicht authentisch ist, dass dieser Findungprozess/Ärger viel von der Faszination Gibson und Fender ausmacht.
Eine PRS nimmst 5 und die sind praktisch ident, bei Fender und Gibson nimmst 5 und die klingen teils drastisch anders. So suchst du dir DEINE Gitarre raus und was für ein Glücksgefühl ist es wenn die dann auch noch optisch und technisch nix hat. Herrlich.
...von der (ehemaligen) Händler Seite aus deswegen auch meine Aussage:

Als Kunde hast du immer die Chance eine gute CS Fender oder Gibson zu bekommen - eigentlich brauchst du nur die Bereitschaft über (evtl.) längere Zeit in einem größeren Gebiet die diesbezüglich gut ausgestatteten Händler aufzusuchen.

Als Händler (vorallem als kleinerer) hast du dagegen das Problem - wenn du 5 solche Teile bestellst...wie viele sind dann richtig gut? Wenn es zwei sind und nur eine mies hast du schon Glück gehabt!

Noch ne Erfahrung: die Rede war von Zurückgeben...dahingehend habe ich bei F und auch bei G ganz schlechte Erfahrungen gemacht!
 
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Als Händler (vorallem als kleinerer) hast du dagegen das Problem - wenn du 5 solche Teile bestellst...wie viele sind dann richtig gut? Wenn es zwei sind und nur eine mies hast du schon Glück gehabt!
Und was passiert dann mit den miesen Stücken?
Hängen die rum bis sie modern?
 
Der Korpus sah aus wie einfach nach dem (Beige) Lackieren mit dem Sandstrahler und ner Hitzequelle abgeschrubbt und dann noch graue Wasserfarbe ins offene Holz reingedrückt.
Früher hatte man oft den originalen Lack noch mal überlackiert. Kann das sein, dass das eine Replica war? Was im original schon schlecht ist, wird auch nicht besser, wenn man es 1:1 nachbaut, obwohl man dazu sehr hohes handwerkliches Geschick braucht. Ist halt so, als wenn man ein Solo von Kurt Cobain nachspielt.


OK...was ich auch schon nach 2,5 Sekunden sah und sich beim Anspielen sehr negativ bemerkbar machte: die beiden E-Saiten liefen viel zu weit außen über den Hals...
Das ist bei allen Fender Strats so wegen des breiten Steges. Deswegen haben alle meine Strats einen Steg eines Drittanbieters mit weniger String spacing.

und die Bundstäbchen darunter waren von der Kante ab so weiträumig "verrundet", dass ich mich schon sehr konzentrieren musste um beim Greifen nicht sofort mit samt der Saite über die Griffbrettkante zu fallen - der Hals war für den Saitenverlauf locker mal 3-4 mm zu schmal, die Bundstäbchen an den Kanten dazu noch runtergeschliffen...
Die abgeschliffenen Bundstäbchen sind zwar nicht ganz original, aber gilt bei den meisten E-Gitarrenbauern als Qualitätsmerkmal. Leider funktioniert das bei den meisten Fender Strats nicht. Aber: Normalerweise müsste die Halsbreite genormt sein.

Ach ja, trotz recht hoher Saitenlage hat beim Solieren um die Oktave so gut wie alles gescheppert bis kurz vor dem Absterben des Tons...
Das hat nichts mit Verarbeitungsqualität zu tun, sondern das haben alle Strats mit einer extremen Griffbrettwölbung. Moderne Gitarren haben eine geringere Wölbung, so dass der gemeine Gitarrist immer etwas schockiert ist, wenn er ein echtes Vintage Instrument in den Händen hält. Das war damals eben so. Damals steckte der E-Gitarrenbau noch in den Kinderschuhen und Leo Fenders Ideen waren zwar genial, aber oft steigerungsfähig. Beispiel wäre der überlange Schaft bei den 70er Jahre Mechaniken. Günstige Fender Repliken einer 70er Strat haben Mechaniken mit kurzem Schaft, die Masterbuilt die mit langem Schaft... ist eigentlich total sinnfrei aus der Sicht des Gitarristen - aber original, und darauf kommt es an. Den abgeschliffenen Hals auf der Rückseite mag auch nicht jeder. Wer das nicht mag, sollte sich eine ungeagedte Gitarre kaufen.
 
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....
Moderne Gitarren haben eine geringere Wölbung, so dass der gemeine Gitarrist immer etwas schockiert ist, wenn er ein echtes Vintage Instrument in den Händen hält. Das war damals eben so. .....
Also, es gibt nun auf dem Markt genügend Fender Gitarren mit dem 7,25er Griffbrettradius. Und da muß garnix scheppern. Man kann auch locker die Seiten ziehen, auch in den oberen lagen ohne das der Ton abstirbt.
Es ist eher eine Feinarbeit der Justierung notwendig, dann klappt das auch mit dem Saitenziehen....

Ich habe eine Masterbuilt mit 7,25er Griffbrettradius und keine Probleme damit (siehe Video). Aber natürlich kann man damit eher keine ultraflache Flutschfinger-Metal-Saitenlage hinbekommen.
 
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Beispiel wäre der überlange Schaft bei den 70er Jahre Mechaniken. Günstige Fender Repliken einer 70er Strat haben Mechaniken mit kurzem Schaft, die Masterbuilt die mit langem Schaft... ist eigentlich total sinnfrei aus der Sicht des Gitarristen - aber original, und darauf kommt es an.
Nö, dem Fender Custom Shop kommt es darauf an, daß es genügend Leute gibt, die ihre "Vintage korrekten" Fantasieprodukte kaufen möchten.
Der Fender Custom Shop kümmert sich um marketing-technisch verwertbare, in den Ohren der Gitarrennerds wohlklingende Specs wie z.B., Nitro Lack!, abgespielt! (Relic), klanghafte Pickupbezeichnung welche ein Jahr oder äraspezifisches Klangbild verheißen sollen, round lam Rosewood Fretboard!, um "vintage korrekte" Spezifikationen. An anderer Stelle aber eher nicht.
Auch wenn der Name einer Gitarre, z.B. "1959 Stratocaster", etwas anderes vermuten lassen könnte, gibt es dann anstelle des korrekten 7.25" Besenstiel einen 9,5" oder gar compound Radius, in der Regel auch dickere/höhere Bünde, 5-weg anstelle von 3-weg Schalter, kommen da in einer "historisch korrekten Stratocaster" vor, weil es genügend Käufer so einfach besser finden.
Und wenn's mal quirky ist, wie bei der "Masterbuild" mit dem Schaft der 70s Tuner, beruft man sich halt einfach auf Vintage korrekt? Naja...
 
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*edit*
Stimmt so leider nicht.
Auf die Gefahr hin dass ich mich wiederhole, die Modelle werden von den Händlern konfiguriert und bestellt. Der Custom-Shop stellt nach meinem Wissen aus "eigenem Antrieb" erstmal relativ wenige Modelle her (ausser für Displays und Events wie die NAMM und andere Messen)
Der Custom Shop bietet "Basis"Modelle an. Diese können jedoch hinterher noch nahezu beliebig konfiguriert werden. Das Ganze kann man sich auch im Fender Custom-Shop Design Guide ansehen.
Das heisst auf Deutsch, der Händler kann zB eine auf dem Base-Model 1956 Stratocaster (59 gibt es zB nicht) basierende Gitarre mit 9.5 auf 12er Compound Radius und Edelstahl Jumbo Frets mit "rolled edges" bestellen. Klar gab es das damals nicht aber so what?

Unten ein Auszug aus einem Design Guide im Anhang. Wie man sehen kann ist das Base-Modell eher"Vintage-korrekt" konfiguriert, sogar mit 3-way switch (was heute wohl kein Kunde mehr wollte)

S3 - 1.jpeg
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
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Das hat nichts mit Verarbeitungsqualität zu tun, sondern das haben alle Strats mit einer extremen Griffbrettwölbung. Moderne Gitarren haben eine geringere Wölbung, so dass der gemeine Gitarrist immer etwas schockiert ist, wenn er ein echtes Vintage Instrument in den Händen hält.
...nix zu sehr durcheinanderwirbeln.
Ner einfach mit "normaler" Modulation gegriffenen Saite ist es vollkommen wurscht wieviel sich das Griffbrett wölbt.
 
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Gut gekontert! 🙃
Manche sind Teil einer Limited Edition Serie und andere halt mit 59er Halsprofil/Pickups usw.
Ich gehe aber davon aus, dass die Gitarren genauso auf einem der Grundmodelle basieren. Wie Thomann die nennt kann er sich ja aussuchen.
Der Bestellprozess wird bei allen gleich laufen. Basierend auf dem Design-Guide hat auch der Thomann sich seine Modelle gebastelt.
 
Grund: Vollzitat reduziert
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Und was passiert dann mit den miesen Stücken?
Hängen die rum bis sie modern?
...meiner Erfahrung nach teils teils.
Kann mich an ein paar Stücke erinnern die optisch eher unauffällig waren und klanglich so naja die wirklich ewig hingen bzw nicht verkauft wurden in der Zeit wo ich da war...vielleicht hängen die heute (knapp 10 Jahre später) teilweise immer noch da.
Andere die optisch beeindruckend waren gingen dann schon irgendwann, allerdings oft mit erheblichem Sonderpreis...aber lange nicht so schnell wie die guten.
 
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Die abgeschliffenen Bundstäbchen sind zwar nicht ganz original, aber gilt bei den meisten E-Gitarrenbauern als Qualitätsmerkmal. Leider funktioniert das bei den meisten Fender Strats nicht.

Hab ich noch nie gehört. Warum sollte das so sein?
 
Auf die Gefahr hin dass ich mich wiederhole, die Modelle werden von den Händlern konfiguriert und bestellt.
Richtig, ich habe hier einen Custom Shop Bass Ser.-Nr. 3/12. Das ist nicht normal. Allerdings darf man davon ausgehen, dass das eher die Ausnahme ist? Eigentlich müsste man an der Seriennummer erkennen können, ob es sich um einen Auftrag handelt oder um eine Serie.

Zum topic: Der Grund, warum das Instrument so schlecht war, könnte auch daran liegen, dass Fender meinen Informationen nach(?) ihre Instrumente nur grob voreingestellt nach Europa schickt. Sinn ist, dass sie 1. während des Flugs keinen Schaden erleiden und 2. müssten die Instrumente wegen der anderen Luftfeuchtigkeit hier eh neu eingestellt werden. Die Bespielbarkeit der Fender Custom Shop Instrumente hängt demnach von der Fähigkeit/Ahnung des Händlers ab.

Demgegenüber: Ich habe vier Kiesel Instrumente, direkt aus den USA importiert. Alle waren ab Werk perfekt eingestellt, ich musste nichts verändern. 3 Gitarren, 1 Bass.

Alle Kiesel Gitarren sind (konstruktionsbedingt) viel besser in der Bespielbarkeit und Verarbeitung - und sogar Preis - als die Fender Strats. Komischerweise spiele ich vorwiegend auf den Strats... man weiß es nicht, warum.

Bei den Bässen noch extremer: Ich habe zwei Fender Bässe aus Anfang 70er Jahre. Die Hälse sind abgerockt, fühlen sich dick und rund an, die Bundstäbchen weigern sich bespielt zu werden und die Lackierung fühlt sich ekelhaft an. Die Kopien von Fender Tony Franklin Bass sind deutlich hochwertiger verarbeitet. Bei dem einen 70er Jahre Bass ist die Halstasche falsch ausgefräßt, wonach der Steg an der total falschen Stelle sitzt. So etwas wurde früher verkauft und hat jetzt Sammlerwert. Als Fender Master Builder wüsste ich nicht, wie ich so etwas kopieren sollte.

Anders als Gitarristen nehmen Bassisten jeden 10tel Millimeter nicht so genau. Beide Instrumente sind (gut?) bespielbar und klingen, wenn denn ein fähiger Bassist sie selbst eingestellt hat, gut. Wenn ich mit so einem Bass bei einem Gig auftauche, bin ich überall willkommen und kann ziemlich sicher sein, dass weitere Gigs folgen. Mit dem Kiesel Bass hätte ich da meine Zweifel.

Hab ich noch nie gehört. Warum sollte das so sein?
Das ist ein Missverständnis. Ich meinte nicht "abgeschliffene Bünde" sondern die Abrundung an den Seiten, bezogen auf das topic.
 
Zuletzt bearbeitet:
das mit dem zu schmalen Hals/abgerundeten Kanten/abrutschen hab ich schon öfter gesehen/gehört.
Weiß leider nimmer wo, glaub in einem Session Video erwähnt es der Olli, bin nicht sicher, und in einem englischen Video.
Und jetzt hier zum dritten Mal. Scheint wohl was dran zu sein.
Bei dem einen 70er Jahre Bass ist die Halstasche falsch ausgefräßt, wonach der Steg an der total falschen Stelle sitzt. So etwas wurde früher verkauft und hat jetzt Sammlerwert. Als Fender Master Builder wüsste ich nicht, wie ich so etwas kopieren sollte.

Das hier ist angeblich die Jimi Hendrix Woodstock Strat, in der Ausstellung. Da wäre ich auch froh wenn der masterbuilder das nicht so genau nachbaut ^^

woodstock strat2.JPG

woodstock strat.JPG

Da liegt der Hals quasi weder links noch rechts richtig an.
 
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das mit dem zu schmalen Hals/abgerundeten Kanten/abrutschen hab ich schon öfter gesehen/gehört.
Weiß leider nimmer wo, glaub in einem Session Video erwähnt es der Olli, bin nicht sicher, und in einem englischen Video.
Und jetzt hier zum dritten Mal. Scheint wohl was dran zu sein.
In den großen USA Boards ist/war das schon immer wieder mal Thema.
Ich habe dort erst mal mitbekommen, daß dieses E-Saiten runterflutschen auch andere stört und nicht nur an meinem vermeintlichen Unvermögen liegt. Für dieses Problem gibt es Vintage 6 Schrauben Bridges, z.B. von Callaham, ABM, mit geringeren Stringspacing. Davor kann man aber noch schauen, ob man den Saitenverlauf über dem Griffbrett noch ein bisschen besser hinbekommt, indem man den Hals lockert und ausrichtet.
 
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Jup. Ist halt bissl schade wenn man sich dann nach 9000 Euro (oder 4000 für die normale CS) ausgeben noch ein anderes Tremolo reinhauen "muss", um normal spielen zu können. Aber ird evt Gewohnheit sein.
Ich rutsche aber schon auch gerne mal ab ^^
 
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....Das hier ist angeblich die Jimi Hendrix Woodstock Strat, in der Ausstellung. Da wäre ich auch froh wenn der masterbuilder das nicht so genau nachbaut...

....Da liegt der Hals quasi weder links noch rechts richtig an.
Sorry für ein klein wenig Offtopic: Und ich bin immer wieder fasziniert, wie unsere Helden auf dem damals billig zusammengeschraubten Kram so gut spielen konnten, das wir teilweise auf unseren, ein Vielfaches teueren Instrumenten immer noch von dieser Virtuosität träumen können 🤣
 
Grund: Vollzitat reduziert
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