Fender Stratocaster, aber keinen anständigen Sound! Woran liegt's?

Nun, ich würde bei einem klassischen Strat-Sound auch nicht direkt an Pink Floyd denken. Der Sound ist schon etwas speziell, wenn auch richtig, richtig gut! Da spielen schon relativ viele Effekte mit. Und wenn man jetzt das legendäre Solo von "Another Brick in the Wall" heran zieht... Die Studio-Variante soll ja immerhin mit einer Les Paul mit P90 direkt ins Pult eingespielt worden sein. Und Mike Oldfield ist auch nicht der typische Gitarrist, sondern auch schon etwas besonderes. Genauso Mark Knopfler, wo viel über die Anschlagstechnik her kommt.

Was natürlich immer hilft, ist ein Mitten-Booster, der ein mehr oder weniger die Bässe abschneidet und etwas die Mitten puscht. Bei Rocksounds sind doch sehr die Mitten im Spiel. Ein Tubescreamer hilft da schon, insbesondere wenn man ihn vor einem gerade noch cleanen Amp einsetzt.
 
laut Suchfunktion hat noch niemand in diesemThread das Thema "Saitenstärke" angesprochen.

Standardmäßig kommen wohl die meisten Strats mit 9er Saiten. Ich würde erstmal einer 10er Saitensatz draufziehen und hören, wie sich das klanglich auswirkt.
Bei meiner MiM-Strat war der Unterschied von 9er auf 10er-Saiten jedenfalls deutlich hörbar (besser, voller)! Mir kommt nichts dünneres mehr auf meine Strat :opa:
 
Eins vorweg, ich bin überhaupt kein Strat Fan. Hauptsächlich ist es dazu gekommen, weil ich einige Strats versucht habe und mit keiner so richtig zufrieden war. Die hier angesprochene Player Series hat dabei eher noch am schlechtesten abgeschnitten, ist ja eigentlich auch die unterste Preisklasse bei Fender. Den besten "Stratsound" hatte dabei die Squier Classic Vibe 70`s, gefolgt von der Haley Benton ST 62 ( die aber nicht gut verarbeitet war ) und die Fender gleichauf, für mich wie gesagt, allerdings den Knopfler Sound ( Sultans of Swing ) bekommen eigentlich alle so einigermaßen hin. Was Fender da so in den letzten Jahren im unteren Preisbereich ( so bis 1000 € ) raushaut geht gar nicht, das hat nix mehr mit den alten guten Fender Gitarren zu tun.
Hier liegt es mMn daran, dass wie schon so oft versucht und nie erreicht, ein guter Sound bei sehr niedriger Lautstärke aus einem Röhrenamp kommen soll. Single Coils und fetter Sound passt eben ohne " Nachhilfe " nicht so recht zusammen.
 
scnr:
Die hier angesprochene Player Series hat dabei eher noch am schlechtesten abgeschnitten, ist ja eigentlich auch die unterste Preisklasse bei Fender. Den besten "Stratsound" hatte dabei die Squier Classic Vibe 70`s, ...
wobei die Classic Vibe ja die noch unterstere Preisklasse von Fender darstellt.
a015.gif



Was Fender da so in den letzten Jahren im unteren Preisbereich ( so bis 1000 € ) raushaut geht gar nicht, das hat nix mehr mit den alten guten Fender Gitarren zu tun.
kein Wunder, da die gute alte Fender ja (in Relation) immer schon deutlich mehr gekostet hat... :opa:
 
Hm, ich habe die 70er Classice Vibe und die Player und wenn eine den typischen Stratsound von den beiden hat dann die Player ;) Die 70er hat einen viel zu aggressiven Sound für einen typischen Stratsound .....für angezerten Hendrix klasse, aber den weichen Klang hat die Player deutlich mehr ....
 
Den Sound in dem Video (zu Beginn die Strat) ist nicht schlecht. Hier ein anderes Beispiel
Cooler Sound in deinem Beispiel! Der Link, den ich geschickt habe, sollte eher eine Strat an einem Peavey Classic demonstrieren, um rauszufinden, ob es dir generell gefällt.


Wenn ich mit Verzerrung spiele, fehlt mir einerseits die Tiefe oder das Volumen
Das ist ein sehr guter Hinweis! Damit würde ich auch darauf tippen, dass hier einfach die Lautstärke fehlt. Laut meiner Erfahrung kreigt man auch (sehr) leise recht brauchbare cleane Sounds an einem Regenverstärker, aber wenn du Tiefe (bzw. diesen Basskick unten) und vor allem bei der Zerre haben willst, muss der Amp schon ziemlich aufgedreht sein. Und Power muss auch genug vorhanden sein: die 50 Watts des Peavey werden auf jedem Fall reichen, beim HT5 weiß ich nicht.

Zu diesem Punkt (Tiefe bzw. Volumen) würde ich folgendes vorschlagen:
  • Versuche einen Ort (Proberaum, Gartenanlage, Keller...) irgendwie zu finden, vielleicht über Freunde oder eine Anzeige, wo du so richtig aufdrehen kannst. Nimm die Strat und den Peavey und spiel mal ein Stündchen so richtig (gesund) laut. Vielleicht kannst du dich über Kleinanzeigen gegen einen Sixpack für eine Stunde irgendwo "einmieten" oder so. Manchmal trifft man auch so seine Band ;)
  • Hör dir sehr genau und bewusst paar deiner Lieblingssongs mit Zerre an. Worauf ich hinaus will ist: es ist oft erstaunlich, wie wenig Zerre die "Hard Rock" Songs tatsächlich haben. Ein guter Beispiel ist ACDC: meiner Erfahrung nach klingt es nach viel Verzerrung, ist aber nicht. Muss halt laut sein. Kurz gesagt, vielleicht kannst du Zuhause einen etwas besseren Klang durch weniger Zerre/Fuzz erzielen. Ist ein Versuch wert.

Am liebsten würde ich über einen Kopfhörer spielen
Das würde etwas helfen, aber den Druck (dieses Gefühl) wirst du damit wahrscheinlich nicht erzielen können. Aber probiere es mal aus. Ich könnte z.B den "Hotone Ampero" empfehlen, aber jeder andere MultiFX würde auch gehen, Mooer GE o.ä. z.B.

Gruß
P.
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muss ich da den Ton überhaupt erst anschalten? ..ist doch eine Squier :D
Strat ist Strat :biggrinB: Bei John Meyer wird eine Gurke auch nach Strat klingen :ROFLMAO:
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Ich würde erstmal einer 10er Saitensatz draufziehen und hören, wie sich das klanglich auswirkt.
Bei meiner MiM-Strat war der Unterschied von 9er auf 10er-Saiten jedenfalls deutlich hörbar (besser, voller)!
Das könnte stimmen, andererseits spielt ZZ Top 8er Saiten, soweit ich weiß: trotzdem ziemlich voller Sound. (Wollte es nur erwähnen. Möchte keine große Diskussion los treten)
 
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Das könnte stimmen, andererseits spielt ZZ Top 8er Saiten, soweit ich weiß: trotzdem ziemlich voller Sound. (Wollte es nur erwähnen. Möchte keine große Diskussion los treten)
So ist es.

Die Lautstärke am Amp ist natürlich sehr wichtig, jeder kennst es ja, das ab einer gewissen Lautstärke der "Punch" beginnt, vor allem bei clean Sound.

Das ist das, was der TE wohl auch beim leise spielen vermisst.
 
Also da sind ja eine Menge an super Tips schon zusammengekommen!
Vielleicht noch: Den Classic 50 hatte ich gegen Ende der 90er für eine Weile in Besitz. Ich erinnere mich, daß er einen ganz guten Clean und Bluesrocksound brachte, für zu Hause aber einfach viel zu laut war. Leise kam nix brauchbares und wenn man weiter aufgedreht hat und es angefangen hat zu klingen, klingelte es auch schon bald an der Türe...:) Außerdem war meiner nach heutigen Maßstäben eine ziemliche Rausch- und Knisterkiste.
 
Wenn Du am Liebsten mit Kopfhörer spielst um niemanden zu stören, wäre evtl. ein PODxt gut. Ich benutze den zuhause auch oft und gerne mit verschiedenen Gitarren. Für High Gain ist das nicht die beste Lösung, aber Clean, Crunch und für so Classic Rock Zeug finde ich den grandios. Und als Bohne findest Du die Dinger oft um 100€ im Netz.
 
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Also ich habe auch eine Strat, ab und zu spiele ich sie auch ,die Sounds von Floyd gefallen mir
auch. Jetzt zu deinem Problem , wie schon mal berichtet dein Equipment ist grundsätzlich gut.
Aber die Lautstärke des Amps , wenn du leise spielen willst /mußt gibt es die Möglichkeit einPowersoak
zu verwenden , manche Aps haben das auch eingebaut, habe selbst einen Engl Fireball 25, den spiele
ich zu Hause auf der 1Watt Einstellung, da gibt es schon einen sehr fülligen sound, von Engl gibt es auch noch den Ironball
den kannst du auch mit Kopfhörern spielen, gibt es als Head und als Combo. Dann gerade für Floydige
Sounds ist eigentlich ein Delay von Nöten, denn Gilmore hat ein riesen Arsenal von Effekten.
 
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Wenn Du viel über Kopfhörer spielen willst, dann würde ich, wie z.B. @OliverT schon vorgeschlagen hat, auf Modelling setzen.
Einen Röhrenverstärker über Kopfhörer gut klingen zu lassen, das geht auch, ist aber teuer. Z.B. mit dem Univeral Audio OX.

Beim Modelling hast Du verschiedenste Möglichkeiten, ich persönlich mag eher Modelling außerhalb des Rechners, das sich auch einfach
bedienen läßt. Daher ist mein Favorit im Moment das Strymon Iridium mit einem Overdrive davor.
Aber es gibt natürlich auch wesentlich vielseitigere Produkte mit Effekten und allem drum und dran.

Eines noch: Ich würde den Gitarrensound nicht nur nach dem Alleinespielen beurteilen, sondern auch mal was zu Backing Tracks aufnehmen.
Da kann ein schöner Alleine-Sound ganz schön untergehen.
 
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Mit üben üben üben hast Du natürlich auch Recht. Keine Frage. Ist aber sehr erschwerend, wenn der Sound nicht überzeugt (da reich schon ein Ton, den man auf der Gitarre anschlägt).
Ja, das kann ein Teufelskreis sein, liegt aber seltenst am Preis der Gitarre. Auch Deine Amps, insbesondere den Peavy, hätte ich da nicht im Verdacht. Kabel können zwar auch einen Einfluss auf den Klang haben, könnten den Ton aber auch nur dann komplett versauen, wenn sie defekt sind, z.B. einen hochohmigen Kurzschluss haben. Ich hatte so ein Problem bisher nur, wenn ich über Geräte mit zu schwachem Kopfhörerausgang gespielt habe, das hat manchmal echt keine Spaß gemacht. Aber was bleibt da also noch?

Da noch keiner gefragt hat:

1. Wie lange spielst Du schon?
2. Was spielst Du denn?
3. Bist Du Autodidakt oder hast/hattest Du einen Lehrer?
4. Kriegst Du Deinen Wunsch-Sound denn bei höherer Lautstärke hin?

Gruß,
glombi
 
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andererseits spielt ZZ Top 8er Saiten, soweit ich weiß: trotzdem ziemlich voller Sound.
Da stimme ich zu, allerdings hat Billy Gibbons auch eine Wand aus Magnatone-Amps/Boxen hinter sich :m_git1:
Ich meinte nur, ein Satz Saiten für 10,- € wäre einen Versuch wert. Wenn ich so sehe, was sonst alles an Hardware empfohlen wird... 💰💰💰🙈
 
- Peavey Classic 50 Röhrenverstärker (made in USA)

Ich habe letzten Januar ein Review zum 30 Watt Amp gemacht. In der Asien und USA Variante mit jeweils unterschiedlichen Speakern. Die Wirkung kann man da sehr gut erkennen - obwohl beide mit Strat eigentlich ne ziemlich gute Wahl sind!

https://www.musiker-board.de/threads/amp-peavey-classic-30-usa-china.703140/#post-8913383

Am liebsten würde ich über einen Kopfhörer spielen . Ich habe den AKG K271 MKII.

Boss Waza AIR ... Klingt wenigstens wie ein Verstärker im Raum klingen würde. Und die Sounds für Crunch und Rock finde ich sehr gelungen ...

Gruß
Martin
 
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Clean Sound ist bei beiden Amps mit etwas Reverb eigentlich in Ordnung. Bei zugeschaltener Verzerrung (mit Big Muff) empfinde ich den Sound eher 'schnorrend' (dumpf, nicht klar, seicht, ohne Tiefgang, ...) - da kann ich an den Rädchen drehen wie ich will.

Da sehe ich eine Hauptursache. Der Big Muff ist nun mal ein Spezialeffekt, mit dem du keinen (und schon gar nicht im Wohnzimmer) "klassischen" schönen, angezerrten Sound hinbekommen wirst. Dass früher Santana und Co. damit mal gespielt haben, nützt dir gar nix - die Herren haben den Muff über große Amps gespielt, die richtig laut in die Endstufensättigung aufgredreht waren.

Von einem Multieffektgeät rate ich dir auch erstmal ab, da kann man sich ohne klares Konzept schön in den Tiefen der Menüs verzetteln. Ergo: Besorg' dir einen "gutmütigen" Overdrive wie z.B. den Boss SD-1 o.ä.

( ab 3:20)

https://www.thomann.de/de/boss_sd1_...103975_0_7721c87c-df43-4bdb-8f3f-74d9a4f75552
 
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@dubbel irgendwie bist du heute mal wieder andauernd am kritisieren Anderer, die hier auch nur einen Tipp geben wollen. Meinst du nicht, das andere Leute eben auch andere Erfahrungen mit Strats oder deren Sounds machen oder gemacht haben? Und ich muss da schon @Software-Pirat recht geben, an den klassischen Strat-Sound denke ich bei Pink Floyd auch nicht unbedingt, bei Knopfler, Hank Marvin usw schon. Gilmour z.B. habe ich auch schon mit LP oder Tele spielen sehen und egal was, hört sich immer nach Gilmour an.
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@Hans_3 (y)(y)(y)
 
Ich bin ja echt erstaunt .
Da werden hier endlose Tips getauscht um Tonabnehmer und Lautsprecher zu tauschen, was für eine Erbsenzählerei , sorry , aber das ist für mein Empfinden seeeeehr schräg.
Und dürfte wohl garnicht weiter helfen .

Für mich ist ganz klar das der Amp alleine schon komplett überflüssig ist ,
das ist doch klassisch ein Thema für einen ordentlichen Erwachsenen Multi FX ,
und da gibt es eine ganze Menge Auswahl , notfalls einfach einen bestellen , testen, und wieder zurück schicken . Oder sehr zufrieden sein .

Und immer wieder diese Phobie vor den furchtbaren vielen Möglichkeiten , oh weiha .
Die Kisten haben hunderte Presets die man einfach so benutzen kann , ein konventionelles Setup hat vielleicht drei . Niemand mit den hier gefragten Ansprüchen muss ein Preset mit 138 Parametern von Scratch neu programmieren !,

Viel Erfolge !
 
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