Fender Stratocaster, aber keinen anständigen Sound! Woran liegt's?

Ukiwa
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Hallo zusammen

Ich brauche Eure Hilfe (oder gute Ratschläge), denn so langsam bin ich am verzweifeln.
Ich möchte einfach an meiner E-Gitarre einen einigermassen anständigen, professionellen Sound (in Richtung Classic Rock, wie z.B. Pink Floyd) haben.
Vorweg: Ich spiele ausschliesslich in meinem stillen Kämmerlein.

Bis vor kurzem hatte ich einen billigen Stratocaster-Nachbau, irgendein NoName-Produkt.
Natürlich war der Sound nicht überwältigend.

Dann habe ich mir vor wenigen Wochen eine Fender Player Series Strat gekauft. Ist zwar besser als der Nachbau, hatte mir aber dennoch etwas mehr erhofft.
Es sollte eine 'echte' Fender sein, keine Squier.
Nach etwas Recherche im Internet habe ich die Fender Pickups durch EMG SA Pickups ausgetauscht.
Auch nicht das 'Gelbe vom Ei'.

Ich bin frustriert, es klingt alles in meinen Ohren einfach nur billig.
Du fängst irgendwo mit einem schlechten Sound an, versuchst Dich mit verschiedenen Massnahmen zu verbessern und nach zehn Schritten stehst Du wieder dort, wo Du anfänglich mal warst.

Was ich sonst an Equipment benutze?
- Peavey Classic 50 Röhrenverstärker (made in USA)
- Blackstar HT 5 Top mit einer Blackstar HT-112 OC MkII Box
- Big Muff Pi V2 (RAM's Head, Original aus den 70ern, made in USA)
- TC-Electronic Mimiq Doubler

Bitte versteht mich nicht falsch.
Mir geht es eigentlich nicht darum, irgendeinen speziellen Sound (z.B. den von David Gilmore oder Mark Knopfler) zu erzielen.
Ich möchte einfach ein solide und professionell klingendes Fundament.

Einfach nur ärgerlich und f r u s t r i e r e n d !!!
Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, alles in die Tone zu kicken!
WO LIEGT DAS PROBLEM?
Ist es die Gitarre? Sind die Unterschiede tatsächlich so gross zu einer Fender Stratocaster für 5000 € made in USA?

Oder woran liegt's?

Die ultimative Schritt-für-Schritt-Anleitung zum besseren Sound gibt es sicherlich nicht, aber vielleicht habt ihr mir ein paar wertvolle Tipps.
Bin für jeden konstruktiven Ratschlag dankbar.
 
Eigenschaft
 
Der Gitarrensound von Pink Floyd oder Knopfler Platten ist der fertige Mix der Songs und nicht das, was live (oder im Studio) aus deren Gitarrenboxen rausgekommen ist.

Die Amps, Effekte und Boxen samt Speaker sind dabei allerdings auch sehr wichtig und haben einen massiven Anteil am Sound - nicht nur die verwendete Gitarre.

Meiner Erfahrung nach klingt der Blackstar HT-5 mit Single Coil Gitarren nicht so gut und der Cleansound ist generell nicht die Stärke dieses Amps.
Der Peavey Classic 50 müsste das allerdings mE schon recht ordentlich hinbekommen, das ist ein guter Amp!
Die Blackstar Box ist jetzt auch nicht so das Wahre, was den Speaker betrifft - vielleicht möchtest du dir da mal einen Speaker gönnen, der gut mit Clean und leicht angezerrten Sounds kann?
Ich würde dir da einen Celestion Creamback 65 ans Herz legen, der klingt auch leise schon richtig schön und den 50W Peavey kann er auch verkaften.

Ein Speakerwechsel wäre zumindest das Erste, was ich in deinem Fall unternehmen würde, um deutlich spürbar etwas am Sound zu ändern.

Die Raumakustik ist auch nicht zu vernachlässigen:
Hallt es?
Ist die Box hinten offen und steht möglicherweise zu nahe an der Wand, so dass es zu Phasenauslöschungen durch den reflektierten Schall kommt?
Wenn es zu dumpf klingt, ggf. Box schräg oder höher stellen - wenn es zu spitz klingt, Speaker lieber nicht auf Kopfhöhe.

Muffs und Fuzz Pedale finde ich auch immer schwierig - das ist in den allermeisten Fällen wirklich eine Gratwanderung zwischen klingt gut und klingt greislig. Ist aber jetzt nur meine persönliche Erfahrung.
Wenn du den Overdrive des Amps nicht nutzt, sondern lieber aus Pedalen holst, dann wäre vielleicht ein schönes Overdrive Pedal sinnvoll.
Bei Strats finde ich den Barber Small Fry oder Burn Unit sehr, sehr gut!
Aber auch ein Klon-Nachbau (das Original kostet bisschen viel) oder etwas "transparentes" wie z.B. ein DOD Looking Glass könnte dir gefallen.
Einen guten Tubescreamer würde ich als Strat Player auch unbedingt haben wollen, hier z.B. den Excalibur Tone Screamer oder MXR GT-OD (gibt es beide günstig gebraucht).

Ich würde jedenfalls erstmal an anderen Stellschrauben drehen als bei der Gitarre.
Falls du die Möglichkeit hast, kannst du natürlich auch einfach eine andere Gitarre an deinem Equipment testen und mal schauen, ob es damit deutlich besser klingt.
Ich wage es aber zu bezweifeln, nach dem, was du geschrieben hast.
 
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Hi @Ukiwa,

ich habe deine Amps live noch nie (zumindest nicht bewusst) gehört, deswegen ist meine Aussage mit etwas Vorsicht zu genießen, aber eine "Fender Strat an dem Peavey Classic 50" müsste clean einfach Amtlich klingen (mit einem großen A)! An dem Equipment selbst kann das also m.E. nicht liegen (vorausgesetzt es ist nicht kaputt). Andererseits sind Geschmäcke und Ohren unterschiedlich, das Problem ist also verständlich.

Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, alles in die Tone zu kicken!
Bitte nicht :)

Sind die Unterschiede tatsächlich so gross zu einer Fender Stratocaster für 5000 € made in USA?
Leider, mit großer Wahrscheinlichkeit, nicht.

Ich würde gern versuchen praktisch zu helfen und ich glaube viele würden sich da auch mit praktischen Vorschlägen beteiligen, deswegen:

es klingt alles in meinen Ohren einfach nur billig.
Magst du vielleicht etwas genauer beschreiben, was dir am dem aktuellen Sound nicht gefällt? Findest du den clean schlecht, oder die angezerrten Sounds? Was genau gefällt dir nicht? Z.B. klingt zu dünn? Zu wenig oder zu viel Bass?...

Sorry, falls das nicht sofort hilft, aber wir bleiben dran nach deiner Rückmeldung.

Gruß
P.
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P.S.
wie findest du den Sound?



Ich weiß, mit YouTube-Kompression ist das nicht dasselbe etc., aber trotzdem?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Pink Floyd denke ich ja auch an Hall und Delay. Ich weiß nicht, ob deine Amps einen Hall haben, weil ich sie nicht kenne. Ein Delay wäre ein Must-Have für mich, noch vor dem Big Muff...
 
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Eine Player Strat über einen Classic 50... Geiles Team! Habe ich auch oft gespielt, diese Kombi. Die EMGs sind auch klasse, die originalen aber ebenfalls.

Dass es einfach nicht klingt, hat ggf damit zu tun, dass du Sounds im Kopf hast, die sich nicht treffen können. Platte vs eigene Wohnung und ggf auch Knopfler's Finger vs deine Finger.
 
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Moin

was @Myxin und @guitar-slinger sagen kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Ich habe erst immer über einen (viel gelobten) Boss Katana gespielt und war nicht so zufrieden.
Dann bin ich auf PlugIns umgestiegen und habe auch mal Recorden ausprobiert.
Das war die erste große Verwunderung.

Zum einem "fehlen" die ganzen Nebengeräusche die man so in der Umwelt hat, inkl. das Angschlagen der Saiten.
Und dann "hört man anders" wenn man im Nachhinein die Aufnahe anhört als wenn man "live" zum BackingTrack spielt.
Wenn man jetzt noch im Nachgang die Regler etwas verdreht und Hall, Lautsärke usw. anpasst, kommen da Dinge raus die ich als Noob nie für möglich gehalten hätte.
 
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"Stilles Kämmerlein", bedeutet, du willst/kannst nicht so recht die Anps aufdrehen. Viele Amps klingen erst ab einer gewissen Lautstärke gut, liegtes womöglich daran?
 
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Viele Amps klingen erst ab einer gewissen Lautstärke gut,
das war auch mein erster Gedanke.

und zweitens: wie klingt deine Gitarre denn? genauer: hast du eine Aufnahme / einen sound file davon?
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich war der Sound nicht überwältigend.
..och, so natürlich muss das nicht sein ... die habe ich neulich als Zugabe zu einem Kauf bekommen und war zuhause absolut baff, wie "straty" die kann ...
Salvarez ET 5000.jpg

Ist es die Gitarre? Sind die Unterschiede tatsächlich so gross zu einer Fender Stratocaster für 5000 € made in USA?

nö, wenn du nicht wirklich Pech gehabt hast und eine Nullnummer gegriffen hast, müsste Punkt 1 deiner Liste und dein Ohr kombiniert mit der richtigen Einstellungen reichen. Wie das konkret abläuft, und was dich überhaupt an deinen Soundprodukten stört, ist nicht anhand der von dir genannten Fakten zu entscheiden ...

Es sollte eine 'echte' Fender sein, keine Squier.
sehe ich anders, aber nun ...

Nach etwas Recherche im Internet habe ich die Fender Pickups durch EMG SA Pickups ausgetauscht.
..ist eine Speziallösung, die, wenn man damit umgehen kann, durchaus brauchbare Ergebnisse erzielen kann. Aber durchaus keine Bedingung für
ein solide und professionell klingendes Fundament.

Du wirst dich wohl einfach mal mit der Klangregelung deines Verstärkers beschäftigen müssen ...
 
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So ist es. Einfach einstöpseln und es klingt direkt perfekt klappt nur sehr selten.
 
@Ukiwa
Coverst Du Lieder von Gilmore oder Knopfler, sprich kannst Du das richtig nachspielen?
Wählst Du auch die richtige Pickup Schaltung?

Denn ich habe eine Player Strat und der Sound ist einwandfrei für z.B. Sultans of Swing
(Also an der Gitarre liegt das schonmal nicht)

@Myxin hat oben interessante Punkte angesprochen die mich zu der Überlegung bringen, ob ein Modeling eventuell sogar das bessere für Dich wäre, da Du dann den mit dem Micro abgenommenen Klang/Sound hast!
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.... professionellen Sound (in Richtung Classic Rock, wie z.B. Pink Floyd) haben..... Vorweg: Ich spiele ausschliesslich in meinem stillen Kämmerlein.

.....Mir geht es eigentlich nicht darum, irgendeinen speziellen Sound (z.B. den von David Gilmore oder Mark Knopfler) zu erzielen.
Ich möchte einfach ein solide und professionell klingendes Fundament........
Kauf Dir den Helix und ich schicke Dir dann die Soundfiles ;)
 
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Ein Speakerwechsel wäre zumindest das Erste, was ich in deinem Fall unternehmen würde, um deutlich spürbar etwas am Sound zu ändern.
... du hast aber schon gelesen, dass da noch ein Peavey rumsteht? Das "erste" war schon ein Tausch, und, ich mutmaße mal bösartig, auch "dein erstes" wird nicht greifen, weil es vielleicht schlicht an Kenntnissen und Erfahrung bei den Einstellungen des vorhandenen Equipments fehlt.

ob ein Modeling eventuell sogar das bessere für Dich wäre
.. ich gebe zu bedenken: wer mit einem "echten" Verstärker nicht umgehen kann (meine bissige Analyse, zugegeben ...), wird auch auf dessen Nachbildung im Dunkeln tappen ...
 
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... deshalb habe ich ja geschrieben ich schicke ihm die Soundfiles ;) Denn wenn er eine Player Strat hat wie ich und das gleiche Soundfile dann ist es 100% das gleiche ;)

Ansonsten hats Du natürlich recht, oder gehen wir einen Schritt weiter, mit dem Helix einen ordentlichen Sound zu generieren ist schwieriger als am Amp selbst zu drehen ;)
 
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Ich würde in folgender Reihenfolge vorgehen:

1. Wo wird die Saite angeschlagen (wie nah am Steg) und wie wird sie angeschlagen (also mit welchem Pick, wie hart, welche Neigung des Picks)?
2. Welcher Tonabnehmer mit welcher Einstellung wird verwendet?

Dadurch, dass viele Pink Floyd Sachen mit nicht so sehr hohem Gain gespielt werden (jedenfalls mache ich das so), beeinflusst die Art und Weise, wie die Gitarre gespielt wird, massiv den Sound. Ich würde gerne ein Video sehen, wie Du die Gitarre spielst und wie es ohne Amp klingt.
 
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Also, wenn es dir irgendwie möglich ist, kannst du eventuell ein file hier reinstellen ? Auch wenn du noch so viele Antworten bekommst, unterm Strich hilft dir das wenig ohne ein Hörbeispiel.
Ehrlich gesagt ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit dem Peavey und einer Strat aus der Player Serie keinen vernünftigen "Stratsound" hinbekommen soll. Sogar manche Squier kann positiv überraschen, habe ich selbst schon erlebt und gehört.
 
...WO LIEGT DAS PROBLEM? ... Ist es die Gitarre? ... Oder woran liegt's?...

Tja... Da spielen zuviele Faktoren eine Rolle. Man müsste Dich hören und sehen, wie Du spielst, dann kann man vielleicht hören und sehen und schrauben. Geht das? Wohnst Du in der Nähe Ländleshauptstadt? Kann man sich mal treffen und sich was vorspielen?

Was die Gitarre + Amp angeht, vielleicht nur mal soviel: daran kann es wahrscheinlich nicht liegen. Weil Du die Herrschaften erwähnst, sonst würde ich das jetzt hier nie schreiben: Man sagte mir schon nach, ich würde wie Knopfler spielen. Ein andermal hieß es, ich würde wie Clapton spielen. Dann wieder, wie Gilmour, wenn ich z.B. das Solo von "Comfortably Numb" spiele... Ich bin immer ziemlich verwundert und überrascht, wenn man mir sowas sagt, da ich mich noch nie an diesen Leuten bewusst orientiert habe. Offenbar hören das die verschiedenen Zuhörer aber ganz anders. Einmal sprach mich einer aus dem Publikum in einer Gigpause an: "Hör' mal Wunderkind, kann ich mal auf Deiner Gitarre spielen??!"

Ich zum Beispiel spiele in den letzten zwölf, vierzehn Jahren Classic-MIM-Strats mit allen möglichen Pickups drin. Immer nur als "ich selbst mit meinem Sound". OK, inzwischen sind es insgesamt mehr als 40 Jahre auf der E-Gitarre... Vielleicht bist Du ja zu sehr auf irgendwelcher S
uche nach irgendwem, nach Idolen, am Herumschrauben an Sounds, hast zuwenig oder nichts von "Dir selbst" dabei oder fehlende Technik oder zuviele eigene Zweifel?

Vermutlich fehlt Dir Feedback, wenn Du schreibst, dass Du nur im stillen Kämmerlein spielst? Wie lange spielst Du schon? Fülst Du Dich bestätigt oder ermutigt, hat man Dich auf Fehler hingewiesen? Oder bist Du "einfach nur frustriert" und schiebst das alles auf's Equipment (ich weiß, das passiert so schnell und es ist so verdammt schwer, darüber hinwegzukommen - wenn ja, dann nur Mut - spielen, spielen und nochmals spielen!!!).

:great:
 
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Erst einmal herzlichen Dank für Euer Feedback. Wirklich sehr interessant.

Ich versuche mal, zusammengefasst Antworten auf Eure Fragen zu geben:
  • "Stilles Kämmerlein": Richtig, ich kann den Amp nicht so aufdrehen, wie ich es gerne wöllte (bin verheiratet :cool: ). Den Peavey Classic 50 habe ich schon länger, allerdings ist der a) zu laut und b) hat er kein Kopfhörerausgang (wichtig aus erstgenannten Gründen). Daher habe ich mit den Blackstar mit 5 Watt gekauft (die Leistung ist absolut ausreichend; aber ist kein Peavey).
  • Der Blackstar (Röhre) steht seit einigen Tagen etwa 60 cm erhöht frei im Raum (also Box erhöht und darauf der Top); ich hatte ihn zuvor an der Wand stehen.
  • Am liebsten würde ich über einen Kopfhörer spielen . Ich habe den AKG K271 MKII.
  • Clean Sound: Ist eigentlich nicht schlecht. Beim Peavey besser als beim Blackstar.
  • Beide Amps (Peavey und Blackstar) verfügen über Reverb.
  • Momentan bevorzuge ich den Blackstar, weil der Peavey schon im Ansatz zu laut ist. OK, vielleicht müsste ich mal den Sound mit den etwas 'aufgedrehten' Peavey testen. Vielleicht liegt es ja tatsächlich daran, dass mit leisen Tönen einfach nichts Anständiges rauszuholen ist. Dann wäre die Frage, wie bekomme ich auch bei moderater Lautstärke bzw. Kopfhörer einen brauchbaren Sound hin.
  • Pink Floyd oder Dire Straits waren natürlich nur Sound-Beispiele. Im Allgemeinen könnte man vielleicht sagen: Ein Clean Sound mit leichter Verzerrung.
  • Der Raum ist etwa 12 qm gross und hallt nicht.
  • @pat875a5 : Den Sound in dem Video (zu Beginn die Strat) ist nicht schlecht. Hier ein anderes Beispiel, das ich kürzlich bei YouTube gefunden habe. In diesem Video () spielt Mike Oldfield bei 1:50 Shadow on the Wall an. Absolut cooler Sound - schön klar, aber dennoch fett mit sattem Bass. Aber das auch nur als Beispiel.
  • Wenn ich mit Verzerrung spiele, fehlt mir einerseits die Tiefe oder das Volumen (wobei ich nicht Lautstärke meine). Ja, möglicherweise eignet sich der Big Muff da weniger (aber mit diesem Original aus den 70ern haben ja auch Grössen wie Gilmore oder Santana gespielt). Aber vielleicht liegt es auch tatsächlich an der Lautstärke und dass ich quasi mit angezogener Handbremse Wunder erwarte.
  • Tja, wie beschreibt man den aktuellen Sound am besten. Wie gesagt, der Clean Sound ist bei beiden Amps mit etwas Reverb eigentlich in Ordnung. Bei zugeschaltener Verzerrung (mit Big Muff) empfinde ich den Sound eher 'schnorrend' (dumpf, nicht klar, seicht, ohne Tiefgang, ...) - da kann ich an den Rädchen drehen wie ich will. Ein Empfinden ist leider nur sehr beschränkt in Worte zu fassen. Eine Aufnahme habe ich leider keine
  • @frankpaush Was ist das denn für eine und was muss man kaufen, um so etwas als Zugabe zu bekommen :).
 
Hallo Zusammen,

Dave Gilmour benutzt live EMG SA Singlecoils in seiner Strat, was vermutlich an der Brummfreiheit der Pickups liegt - EMGs sind ja ziemlich immun gegen die Einstreuungen der Lichtanlage. Vermutlich spielt er im Studio aber passive Singlecoils.
Über den Sound von EMGs kann man geteilter Meinung sein - für mich klingen sie zu glatt und steril. Als Lukather-Fan hatte ich selbst mal eine Music Man Luke, da waren zwei SL57 Singlecoils drin, kenne auch die Music Man Luke II mit den SLV Pickups und in meiner Superstrat hatte ich zwei SLV-X Singlecoils. Nach kurzer Zeit habe ich sie ausgebaut und verkauft.
Ein Kumpel von mir ist großer Knopfler-Fan und ließ sich von einem Gitarrenbauer die Pensa Mk-I nachbauen, wo am Hals und in der Mitte zwei EMG SA werkeln. Die klingen in meinen Ohren genauso steril.
Aber alles Geschmackssache! (Den Satz verwende ich immer wieder mal pro forma, damit man nicht von irgendwelchen Produkt-Fans verbal in der Luft zerrissen wird)

Mit deinem Peavey Classic50 Combo wirst Du im stillen Kämmerlein nur schwer einen amtlichen Gitarrensound erreichen können, da meiner Meinung nach Lautstärke an sich ein wesentlicher Bestandteil von einem guten Sound ist; also die Röhren müssen glühen und die Speaker richtig arbeiten! Da bekommt man auch genügend Feedback vom Amp, für einen lebendigen Sound.

Was Pickups betrifft, kann Dir die California Legend '69er von Dead end Pickups empfehlen, ich habe einen Satz selbst in meiner Strat. Sie haben relativ wenig Output, klingen aber super-ausgewogen - also kein Eierschneider am Steg und am Hals nicht muffig.

Ach ja, weil Du schreibst, Du möchtest einen "Cleansound mit leichter Verzerrung" - und dafür muß die Endstufe arbeiten. Zur Not verwendet man einen guten Powersoak...


Viele Grüße,
Bowhunter
 
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@Stratspieler Danke für Dein Feedback, habe es erst gesehen, nachdem ich meine letzte Antwort abgesendet hatte.
Tja, interessanter Gedanke. Schon möglich; ich will das alles gar nicht ausschliessen. Sicherlich wäre es mal interessant, sich selbst aufzunehmen und das Ergebnis dann (möglichst objektiv und unvoreingenommen) anzuhören.
Mit üben üben üben hast Du natürlich auch Recht. Keine Frage. Ist aber sehr erschwerend, wenn der Sound nicht überzeugt (da reich schon ein Ton, den man auf der Gitarre anschlägt).
 
  • @frankpaush Was ist das denn für eine und was muss man kaufen, um so etwas als Zugabe zu bekommen :).
... eine koreanische Strat-Kopie, Sperrholz, Ende 70er/Anfang 80er, also nichts, was man freiwillig mit spitzen Fingern anfassen würde so rein theoretisch :D (das "Hauptangebot" war vermutlich in den Augen vieler auch nicht besser, eine Klira SM aus den Mitt-70ern :D ) Worum es mir eigentlich ging: wer Strat spielen kann, muss keine Fender-Strat haben, um so zu klingen, wie man das von Strats erwartet. Eine Strat ist im Kern definiert durch Mensur und bestimmte Pickup-Positionen. Deshalb gibt es vermutlich auch so viele Kopien. Und deshalb klingen davon auch sehr viele stratig :D

Kopfhörer und Peavey dürfte eher schwierig werden, aber hast du schon mal über Powersoaks nachgedacht? Da einen zu finden, der den Grundcharakter kompromisslos erhält ist zwar schwierig (manche sagen gar: unmöglich), aber wenn es dir gelingen sollte, aus dem Peavey in irgendeiner Lautstärke deinen Wunschsound zu kriegen, ist das vielleicht eine Überlegung wert ...
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Über den Sound von EMGs kann man geteilter Meinung sein - für mich klingen sie zu glatt und steril.
.. ohne da zu tief eintauchen zu wollen: die SA sind eigentlich vom Sound her schon sehr "gut", reagieren aber dynamisch völlig anders als passive Strat-pickups, was geradebei Soundvorstellungen an der Crunch-Grenze sehr viel mehr Feingefühl erfordert als bei passiven Pcikups, da der dynamische Spielraum einfach enger ist bei EMGs. Das bedeutet, die Anschlagshand muss sich verhalten wie im dynamischen Spielzeugland :D

Meta-OT. schon lustig, was für Tipps hier immer so eingehen, der Klingone sieht alles als Bedrohung, der Android als technisches Rätsel, die Betazoide als psychologisches Problem, der Vulkanier als logische Aufgabe ...
 
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