Finde nichts zur "Hohner Erica"

unsuwe
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Liebe Gemeinde,

habe das Forum KOMPLETT durchgeforstet.
Die Forenbeiträge, über die Suchfunktion, Ryker´s Links, usw.!
Außer ein paar allg. Hinweise zur Existens von "diatonischen" oder "Knopfinstrumenten", habe ich leider nichts zur
HOHNER ERICA gefunden.
Bin absoluter Anfänger und würde gerne mehr erfahren zum: Lernen, Noten (kaufen!), Tipps, Tricks, usw.
Habe auch Stunden des "googlens" verbracht!
Trotzdem nichts gescheites!
Was mache ich falsch?
Wo finde ich was?
Wo ist die "ERICA-GEMEINDE"??

Vielen Dank für Eure Unterstützung:great:
 
Eigenschaft
 
Hallo,

so sehr viel gibt es zu diesem Instrument auch nicht zu sagen. Es handelt sich um ein diatonisches Akkordeon in der Hohner-spezifischen Club-Griffweise. Es ist zweichörig und besitzt 21 Melodietasten, 4 Hilfstasten und 8 Bässe. Es wurde zuerst vor dem Krieg 1934 bis 1936, aber auch in den Nachkriegsjahren in mehreren Baulosen von 1955 bis 1995 produziert. Die früheste Erica, die ich gefunden habe, erscheint im Katalog von 1934 zum Preis von 63 Reichsmark.

Aber warum ausgerechnet Club-Griffweise lernen? Ich glaube nicht, dass man da heutzutage noch viel damit anfängt. Es gibt hierzu eine spezielle "Notenschrift", mit der man sonst auch nicht mehr viel anfängt. Die Zeit der Club-Instrumente ist definitiv vorbei. Wenn Diatonisch, dann m.E. höchstens noch Steirische oder Wiener Instrumente. Besonders in der südamerikanischen Musik (auch in den Sümpfen von Louisiana) sind die letzteren wieder schwer im Kommen.

Einen Lehrer wird man wohl kaum noch finden. Noten gibt's vielleicht noch bei der Jetelina.

Gruß Claus
 
Uups,

erst einmal VIELEN DANK für die Informationen.
Sieht ja nich´ so doll aus.
Habe das Instrument geschenkt bekommen und hoffte nun den Einstieg in die Welt der "Quetschkommoden" zu finden.
Vielleicht sollte ich die "Erica" verkaufen und mir statt dessen etwas "gängigeres" zulegen.
Handlich sollte sie sein und leicht zu lernen.
Mal sehen
 
Hallo unsuwe,

herzlich willkommen im Board. Die Hohner Erica mit c in der Mitte ist ein wechseltöniges, diatonisches Instrument mit zwei Reihen im Diskant und meistens 8 Bassknöpfen (ich habe bei Ebay auch schon Modelle mit 12 Bassknöpfen gesehen). Die Hohner Erika mit k in der Mitte ist eine sogenannte Clubharmonika mit zusatzlichen Halbtönen in der dritten Reihe und wurde vor dem Krieg gebaut. Beide Instrumente können in zwei Tonarten gespielt werden wobei die gebräuchlichste Kombination C - F ist. Für diatonische - wechseltönige Instrumente gibt es keine Noten, weil diese Harmonikas in den unterschiedlichsten Tonarten hergestellt werden und man für jede Gruppe extra Noten schreiben müsste. Diese Instrumente, zu dehnen ich auch die Steirische Harmonika zähle, werden entweder nach Gehör oder nach einer sogenannten Griffschrift gespielt. Allerdings muss man noch zwischen Instrumenten mit und ohne Gleichton unterscheiden. Die Erica hat keinen Gleiton in der zweiten Reihe und zählt zu den Wiener Harmonikas, was wichtig ist wenn Du nach Griffschrift "Noten" suchst. Du kannst für das Instrument auch keine Schule für z.B. eine Steirische benutzen weil diese ab der zweiten Reihe ebenso wie die Clubharmonikas einen Gleichton haben (klingt auf Zug und Druck gleich). Es gibt aber auch für die zweireihige und dreireihige Wiener Harmonika Schulen mit Griffschrift z.B. "Neue Schule für die zweireihige Handharmonika" vom Hohner Verlag Mainz. Ich habe vor zwei Jahren auch mit einer Erica angefangen nach Gehör zu spielen, bin aber dann auf chromatisches Knopfakkordeon umgestiegen. Bei YouTube findest Du unter dem Stichwort "Hohner Erica" eine Menge Videos mit diesem Instrument.
Gruß, Didilu
 
Lieber Didilu,

auch an Dich ein herzliches DANKESCHÖN.
Immer mehr erhärtet sich mir der Verdacht einen recht "unbequemen" Weg zum ersten selbst gespielten Liedchen gewählt zu haben.
Aber dem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich erst einmal nicht ins Maul.
Schade, dass sich hier noch kein "Enthusiast" dieses Instrumentes gefunden hat.
Mal schaun!
 
Die Hohner Erica mit c in der Mitte ist ein wechseltöniges, diatonisches Instrument mit zwei Reihen im Diskant und meistens 8 Bassknöpfen (ich habe bei Ebay auch schon Modelle mit 12 Bassknöpfen gesehen). Die Hohner Erika mit k in der Mitte ist eine sogenannte Clubharmonika mit zusatzlichen Halbtönen in der dritten Reihe und wurde vor dem Krieg gebaut.
Gruß, Didilu

Hallo Didilu,

das ist so nicht ganz richtig. Hohner hat es mit dem "c" oder "k" nicht so genau genommen. Wenn man in der "Fausel-Liste" nachschaut, so meint man, dass das "k" Vorkrieg bedeutet, stimmt aber nicht. Das hat man munter durcheinandergewürfelt. Ich habe sogar bei zwei Katalogen von 1936 einmal "c" und einmal "k" gefunden. Der Buchstabe sagt also nichts über die Bauperiode aus.

Ansonsten ist alles völlig richtig, was Du sagst.

Gruß Claus
 
Ich oute mich als Hohner Erica (Ex-)Spieler :)

Man kann damit schon Musik machen, aber ...
z.B. http://www.youtube.com/watch?v=wa7YHC1nKCk

... das Spielen macht erst auf einem besseren instrument
wie z.b Hohner Merlin mehr Spaß, weil die Tasten einfach annehmer sind.

Das Repertoire stammt naturgemüß aus Europa westlich von Deutschland, wo die diatonische Handharmonika weitverbreitet ist. Es gibt auch einige sehr brauchbare Lehrbücher von Yann Dour
und von Norbert Pignol & Stephane Milleret ( http://www.youtube.com/watch?v=mGPTV2xaFRk )

Spitzeninstrumente (durchwegs >1500 Euro) gibts von
Castagnari http://www.castagnari.com/
Saltarelle http://www.saltarelle.com/
Beltuna http://www.beltuna.com/de/diatonico.html
Bompezzo http://www.bompezzo.com/
usw.

Videos auf youtube: http://www.youtube.com/results?search_query=accordeon+diatonique

Ich spiel selbst mittlerweile ein Instrument von Bompezzo :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann damit schon Musik machen, aber ...:eek:

Dieses "aber" macht mich dann doch schon stutzig.:confused:
Habe mir 2 Lehrbücher besorgt:
1. das von Yann Dour, "diatonisches Akkordeon":great:
2. Schittenhelms´s, "Neue Schule für die zweireihige Handharmonika":bad:
Werde "einfach" mal anfangen.
Nehme die Herausforderung an und berichte wie es mir so ergangen ist!!!
So!!!
Verzweifeln kann man dann ja immer noch!!:D
Danke Euch allen für die Beiträge:)
Gruß
Uwe
 
Man kann damit schon Musik machen, aber ...:eek:

Ich kenn niemanden von den guten Handharmonikas-Spielern in Europa, der auf einer Hohner Erica spielt,
sondern fast immer ist es ein Instrument von Castagnari oder Saltarelle

Ich würd mal eben das Yann Dour Lehrbuch durcharbeiten und dir einen Lehrer suchen bzw an einem
Wochenendseminar für diatonisches Akkordeon teilnehmen (Burg Fürsteneck, Agatharied, Blankenheim .. usw..)
Übersicht über diese Kurse: http://bordun.de/

Video (nicht von mir, von anderem Teilnehmer) von einem kleinen Diat. Akkordeon Wochenende, bei dem ich letztes
Wochenende dabei war: http://www.youtube.com/watch?v=NllYQWAtOBE

Michael

Es gibt zahlreiche Internetseiten, wo man sich Tabulaturen für die 2-reihige Handharmonika (in G/C) - alles mit der Hohner Erica spielbar - herunterladen kann:

http://www.diatojo.com/tablatures/
http://pagesperso-orange.fr/diato-amateurs/tablates.htm
http://www.diatonia.net/home.html
http://folkadanse.free.fr/repertoi.php?tri=Date&sens=DESC
http://diouflo.com/francais/debutants_diato.html
http://site.voila.fr/chapelotte/musiques.htm

Du wirst merken, daß das diatonische Akkordeon eng
mit traditionellen westeuropäischen Tänzen verknüpft ist.

Es ist mehr ein "Musikanteninstrument" als ein "Musikerinstrument" - soll jetzt nicht abwertend gemeint sein,
sondern bezieht sich eher auf das damit gespielte Repertoire.

Wenn ich mal mit einem chromatischen Akkordeon anfange, dann wird es vorrausichtlich ein B-Griff Knopfakkordeon
weil ich 1. die Knöpferln schon gewohnt bin und ich 2. meine Schrammelharmonika (B-Griff Diskant und wechseltöniger Bass) dann auch spielen kann.

Besonders in der südamerikanischen Musik (auch in den Sümpfen von Louisiana) sind die letzteren wieder schwer im Kommen.

Dort spielt man eher die Einreihigen ...
http://www.youtube.com/watch?v=b8NBOPWECOg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
WOW!!!!!
Das sind mal gute Links!!!
Jawoll!
Sowas habe ich gesucht!!
Jetzt gehe ich ran und kann "malen nach Zahlen", bzw.
"musizieren nach Zahlen"!!!
Nicht die "eleganteste" Art, aber die Möglichkeit schon bald mit einem Liedchen aufwarten zu können.
Vielen, vielen Dank M.A.!!!
 
Falls dir das westeuropäische Repertoire zu fad wird, gibts immer noch das (Süd)italienische :)
http://www.youtube.com/watch?v=XIH6-VeGZ7o
http://www.youtube.com/watch?v=jDMhFTiBpC0

Ein paar passable Handharmonikaspieler auf youtube:

http://www.youtube.com/user/diatonik46
http://www.youtube.com/user/Doizieux
http://www.youtube.com/user/grrregzzz
http://www.youtube.com/user/flo29870

Folgender ist interessant, weil er eine große Vielfalt an Handarmonikas herzeigt:
Er ist ein Akkordeonfachmann, der mind. 50 Handharmonkas sein Eigen nennt
http://www.youtube.com/user/Jananderss

Lass dich von den dreireihigen Harmonikas nicht irritieren,
das sind einfach Erweiterungen einer 2 Reihigen mit einer Halbtonreihe
oder einer 3. Reihe im Quintabstand und paar zusätzlichen Bässen.

Bekannte Spieler:
Philippe Plard: http://www.youtube.com/watch?v=oOHukmUo85A
Marinette Bonnert und Pere Romani: http://www.youtube.com/user/pereromani
Yann Dour: http://www.youtube.com/watch?v=UycNzteSR6o http://www.youtube.com/watch?v=HxWRy6Wn5rw
Stéphane Milleret und Norbert Pignol: http://www.youtube.com/watch?v=mGPTV2xaFRk

Dann gibts in Irland auch ähnliche Akkordeons, allerdings sind die zwei Reihen
einen Halbton auseinander und die Bassbelegung ist etwas anders
Ist quasi ein mehr oder weniger anderes Instrument, genannt "Irish Button Box":
Zwei recht bekannte Spieler:
John Whelan: http://www.youtube.com/watch?v=S_Va0ojp-Dk
Tony MacMahon: http://www.youtube.com/watch?v=P26i_g_RjE4

LG, Michael
 
"Gehen Sie ins Forum!! Da werden Sie geholfen!!"
Wenn ich bedenke, dass ich wie wild gesucht und nur kleckerweise Informationen gefunden habe und was sich jetzt für ein "Füllhorn " auftut.
TOLL!
Macht Mut und hat mein Interesse in das Instrument bestärkt!
Die Videos zeigen was möglich ist! (und das ist ne´ Menge)
Die Tabulaturen ermöglichen ein "Nachspielen". (zumindest den Versuch :D )
Jetzt hoffe ich noch den ein oder anderen Kölner, mit Infos zu kölschem Liedgut in Verbindung mit diesem Instrument zu finden.
Besonderen Dank, noch einmal an Dich Michael!!! :great: Super!!!
So und jetzt geh´ ich üben!!! ;)
 
Hallo Uwe,

die Erica (mit C !) war meine erste Diatonische. Eigentlich spiele ich (Piano-)Akkordeon und hatte mit die Erica gekauft, um meine Balgtechnik bei der Chromatischen zu verbessern. Das hat sich dann auch bewährt.
Zum Einstieg ist das Instrument vollkommen OK. Die neueren Baureihen leiden natürlich alle an dem Qualitätsproblem, das Hohner heute hat - zumindest im unteren Preissegment.

Mach also erst mal mit dem Instrument weiter. Das ist schon OK. Und an kölschen Liedern gibt es eine ganze Menge, die auf einer Diatonischen zumindest gut begleitet werden können. Alles, was so in Richtung Krätzjer geht - so was wie "He deiht et wieh und do deit et wieh" von den Bläck Fööss begleitest Du vermutlich aus dem Stand. Einfach probieren.

Sachen mit wilden Akkordwechseln und chromatischer Melodieführung, da sehe ich als Akkordeonist keinen Grund, die auf einer Diatonischen zu spielen. Dennoch Respekt den Leuten, die das können.

Ich finde auch, eine Diatonische soll wie eine Dieatonische klingen. Eher nach Kirmes als nach Konzertsaal. Insofern erschließt sich mir - ganz am Rande - der Sinn einer Club Morino mit Cassotto auch nicht ganz, aber OK.

Ich hatte allerdings immer ein Problem mit dem fehlenden Gleichton. Mein zweites Instrument war aus Klingenthal - mit Gleichton. Das war für mich ein Durchbruch.

Richtig toll wurde es, als ich mir eine Steirische gekauft hatte. Die habe ich inzwischen wieder abgegeben.

Heute ärgere ich mich, denn auch als Akkordeonist macht Diatonische Spaß. Bin daher wieder auf der Suche . . .

Alaaf

Horst
http://www.schaeng-bum.de.vu
 
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Alaaf und DANKE, Horst

wieder einer der mir Mut macht.:great:
Jetzt steht´s fest: Ich bleibe bei "Erica"
Jetzt, wo der große Trubel vorbei ist (Alaaf und tätä) werde ich mich der Muse widmen.
Werde mich als erstes mal auf den Knöpfen "orientieren".
Habe mir auch schon die ein oder andere Tabulatur runtergeladen.
Hoffe ja, dass ich tatsächlich eine C/F Erica habe.
Die Tonart ist auf der Harmonika nicht zu finden. (Habe das Instrument gründlichst abgesucht, á la CSI))
Auch da wo sie stehen soll (linke Seite, Lederriemen, eingraviert) NIX.:gruebel:
 
Hoffe ja, dass ich tatsächlich eine C/F Erica habe.
Die Tonart ist auf der Harmonika nicht zu finden. (Habe das Instrument gründlichst abgesucht, á la CSI))
Auch da wo sie stehen soll (linke Seite, Lederriemen, eingraviert) NIX.:gruebel:
Drück einfach mal mehrere Tasten in der ersten Reihe und guck, was für ein Akkord da auf Zudruck klingt (Vergleich mit einem anderen Instrument).
 
Hoffe ja, dass ich tatsächlich eine C/F Erica habe.
Die Tonart ist auf der Harmonika nicht zu finden. (Habe das Instrument gründlichst abgesucht, á la CSI))
Auch da wo sie stehen soll (linke Seite, Lederriemen, eingraviert) NIX.:gruebel:

Meinst du C/F oder G/C .. die Tabulaturen sind meist alle für G/C ... was ja eigentlich ja egal ist, die Melodie stimmt trotzdem, nur ist sie halt transponiert.

Die Tonartgravierung sieht bei meiner Erica so aus:
 
Muss zugeben, habe mich auf das Gehäuse und weniger auf den Lederriemen konzentriert.:rolleyes:
Da muss ich noch mal gucken!
Guter Tipp!!!!:great:
 
Noch eine Frage zu den "Diatonischen":
Wenn ich hingehe und mir selbst die Melodie "ersuche" (durch versuchen rausfinde), wie notiere ich mir das??
Gibt es eine einfache "Schreibweise" für diat. Melodien???
zB. bestimmte Tasten Nr. und Zeichen für Druck oder Zug!?
 

Ist alles für die Steirische Harmonika bzw Clubhamionika - beide mit Gleichton
aber nicht für die Handharmonika ohne Gleichton und Zusatztontreihe
Es kann sein, daß manche Stücke, die den Gleichton nur auf Druck und nur auf zwei Reihen gespielt werden
auf der Handharmonika spielbar sind.
 

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