Floyed Rose Tremolo verstimmt sich

von HACECO, 14.10.06.

  1. HACECO

    HACECO Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.12.05
    Zuletzt hier:
    15.06.12
    Beiträge:
    39
    Ort:
    Gau-Algesheim
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 14.10.06   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe mir kürzlich eine neue Gitarre gekauft... Meine erst mit FR-Tremmolo. Habe auch schon das ganze Board durchforstet bezüglich einstellen und Saiten aufziehen...

    Meine dicke E-Saite und A-Saite verstimmen sich sehr leicht. Mit der Feinstimmung bin ich ganz unten angelangt. Das heisst ich kann nicht mehr nachstimmen - habe ich ja auch in einen halben Stunde mind. 5 machen müssen... Zwar nur um ca. einen halben Ton - aber man hört es.. Die Schrauben an dem Tremmolo und am Hals hab ich richtig festgezogen... Die Saiten habe ich nach dem Aufziehen auch "gedehnt + ausgeschrabbelt" :) Wie stimmt ihr euere Gitarre eigentlich immer hinten über die Feder vom Tremmolo mit einem Holzklotz oder gibt es da noch ne andere MÖglichkeit... Wenn ich sie ganz normal stimmen möchte, verstimmt sie sich spätestens nach der ´4. Saite erneut...

    Kann mir jemand von Euch weiterhelfen.. Vielen Dank im voraus..

    Keep on Rockin'

    Gruß HACECO
     
  2. -do_john_86-

    -do_john_86- HCA Gitarren Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.01.04
    Zuletzt hier:
    16.05.15
    Beiträge:
    2.878
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    7.863
    Erstellt: 14.10.06   #2
    Hallo,

    das ist doch völlig normal. Ein freischwebendes Tremolo (eigentlich heißt es Vibrato) - egal ob FloydRose oder Edge - ist in beide Richtungen (positiv, sowie negativ) in vollem Umfang dynamisch. Die Saiten haben zwar alle eigene Mechaniken an der Seite des Kopfes, jedoch hängen sie am anderen Ende alle an dem gemeinsamen Vibrato. Das bedeutet, wenn Du bei den unteren Saiten angekommen bist und die Spannung erhöhst, verringert sich die Spannung der bereits gestimmten Saiten erneut und daher ist die Stimmung im Eimer - völlig normal.

    Wenn Du die Saiten einzeln wechselst und nicht alle auf einmal, kannst Du nach jedem Aufziehen diese stimmen ohne, dass sich die anderen wieder verstimmen. Machst Du jedoch einen kompletten Wechsel und entfernst alle 6 Saiten auf einen Schlag, kann man sich nur langsam an die richtige Stimmung herantasten.
    Bei FloydRose braucht man bei einem kompletten Wechsel in der Regel zwischen 3-6 komplette Stimmduchrgänge, immer beim dicken E angefangen bis runter zum dünnen E. Das ist stark von der Saitenstärke und von der FR-Modell (Original oder Kopie) abhängig.

    Durch Übung kann man mit der Zeit auch schneller ans Ziel kommen, in dem man die oberen Saiten immer einen Tick höher stimmt, als es die korrekte Stimmung vorgibt. Wenn man bei der letzten angekommen ist, haben sich die oberen Saiten dann einigermaßen eingependelt.

    Wie gesagt: Völlig normal. Mehrere Stimmdurchgänge sind üblich bei einem Komplettwechsel. Und die Feinstimmer solltest Du vor dem Stimmen auf Mittelposition bringen. Die sind nur für Korrekturen (Feinstimmer) gedacht und nicht für das eigentliche Stimmen.

    Den Klemmsattel/Locking-Nut brauchst Du auch garnicht irre fest zudrehen, da es nur die Saiten unnötig beschädigt und belastet. Handfest reicht normal völlig aus.

    mfg. Jens
     
  3. S.Tscharles

    S.Tscharles Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    18.04.04
    Zuletzt hier:
    22.08.13
    Beiträge:
    1.406
    Zustimmungen:
    103
    Kekse:
    3.443
    Erstellt: 15.10.06   #3
    und als Zusatz:
    Wenn Du bei den hohen Saiten mit dem Stimmen anfängst (also von e1 nach E6) kommst Du möglicherweise schneller zum Ziel, als wenn Du mit den Bass-Saiten anfängst. Das wirkt übrigens auch bei "non-Tremolo"-Gitarren Wunder. Wenn´s gar nicht klappen sollte, kann man auch versuchen, erstmal über die D- und G-Saite Zug auf das Tremolosystem zu bringen, bevor man die anderen Saiten stimmt.
    Und was die Schrauben für den "Locking-Nut" angeht: um die Saiten würde ich mir weniger Sorgen machen. Schlimmer sind die Riefen, die diese bei zu festem Anziehen der Schrauben im Lauf der Jahre in die dazugehörenden Plättchen machen, die dann irgendwann dazu führen, daß die Saiten nicht mehr richtig arretiert werden können, und das ganze System dann unbrauchbar machen, weil keine Stimmstabilität mehr erreicht werden kann.
     
  4. HACECO

    HACECO Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.12.05
    Zuletzt hier:
    15.06.12
    Beiträge:
    39
    Ort:
    Gau-Algesheim
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 15.10.06   #4
    Danke Euch schon mal im Voraus.... Ihr habt mir sehr geholfen... :D

    Aber warum verstimmt sie sich so oft wärend dem spielen oder nur beim rumstehen???
    Gibt es dafür eine Erklärung.. :o

    Gruß HACECO
     
  5. -do_john_86-

    -do_john_86- HCA Gitarren Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    17.01.04
    Zuletzt hier:
    16.05.15
    Beiträge:
    2.878
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    7.863
    Erstellt: 15.10.06   #5
    Dafür gibt es mehrere Erklärungen:

    -Temperaturschwankungen bei Dir im Raum.
    -Schlechte FR(-Kopie?) mit mangelnder Stimmstabilität.
    -Die Saiten wurden am Anfang nicht kräftig genug gebendet und sind daher in keiner fixen Position.

    @S.Tscharles
    Je nachdem was man für eine Saitenstärke hat, hat man ja auch einen dementsprechenden Federzug am Vibrato eingestellt. Ich persönlich würde einen Bogen darum machen, bei einem FR mit dem kleinen E anzufangen, da können sich Saiten verabschieden - fixed bridge oder string through body - Konstruktionen stehen auf einem ganz anderen Blatt.

    Ich meine...ein Stimmdurchgang dauert keine 60 Sekunden. Und wenn man schon meint, ein FR zu brauchen, sollte es einem das Wert sein und nicht unnötig etwas riskieren.

    Das Locking-Nut wirkt bei zu festem Anziehen wie eine kantige Zange und kann besonderst die Roundwounded-Saiten beschädigen.

    mfg. Jens
     
  6. tobbe

    tobbe Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.04.05
    Zuletzt hier:
    15.03.16
    Beiträge:
    314
    Zustimmungen:
    22
    Kekse:
    567
    Erstellt: 16.10.06   #6
    wenn alles richtig in der Schwebe ist, die Feinstimmer noch Toleranz haben und alles festgezogen ist, sollte das Gerät irgendwann stimmstabil bleiben, sonst stimmt was nicht.

    Kann es sein, das die Böckchen des Klemmblocks Kerben bekommen haben, so dass die Saiten darunter durchrutschen?
     
  7. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    09.01.06
    Zuletzt hier:
    4.12.16
    Beiträge:
    12.017
    Ort:
    Dessau-Roßlau
    Zustimmungen:
    2.229
    Kekse:
    61.328
    Erstellt: 16.10.06   #7
    Ist auch meine Erfahrung:

    Wenn Du einmal ein gesundes Verhältnis von Federspannung zum Gegenzug durch die Saiten (Achtung beim Wechsel der Saitenstärke !) gefunden hast, brauchst Du in der Regel nur noch das "Feintuning".

    Ausnahme ist Transport im Winter bzw. bei großen Temperaturunterschieden zu Hause / Transport / Proberaum.

    Sonst ist irgendwas nicht so ganz austariert.

    x-Riff
     
Die Seite wird geladen...

mapping