Spielt hier sonst noch jemand Gitarre mit seinen Fractal über eine Bassbox?
Hatte es schon lange im Hinterkopf, dachte aber, dass es nur eine weitere der vielen Varianten wäre, wie man so Gitarre spielen kann aber heute kam ich dazu es ein paar Stunden zu testen. Ich muss sagen, dass ich noch nie so zufrieden war mit meinem Modelersound!!! Das Modeling war für mich nie das Problem aber bei der Wiedergabe im Raum bin ich dann doch immer wieder auf meinen Röhrenamp mit angeschlossener 112er zurückgekehrt,. weil einfach nix über eine Gitarrenbox im Raum geht, zumindest für mich.
Bisher habe ich den FM3 über meine Neumann-Studiomonitore gespielt oder über eine
Yamaha* DBR10 PA-Box. Klingt beides gut aber mich stellt das dennoch nicht ganz zufrieden und so bin ich meist nach einer Weile immer wieder zu meinen Amp/Box-Lösungen zurückgekehrt. Ich hatte auch den FM3 in den FX-Loop meines
Engl* Morse 20 mit angeschlossener V30-Box, klang mehr und gefälliger nach Girarrenbox eben, aber natürlich drückt dann der V30 jedem Sound des FM3 seinen Stempel drauf. Irgendwie hat das für mich auch nicht so richtig Sinn gemacht.
Heute bin ich vom FM3 mit Line-Signal rausgegangen und damit in den Aux-In meines Eich T500 Basshead. An diesem hängt meine Markbass MB58R 121 P 8 Ohm 112er Bassbox. Sowas hier:
Click. Ich bin echt Baff von diesem Test, ich hatte noch nie so einen Sound
und Spielgefühlt mit meinem FM3. Jedes Werkpreset klingt logisch und differenziert auch wenn ich nicht jedes Preset mag, jede Nuance beim ändern der Einstellungen ist sofort differenziert hörbar und dennoch klingt alles "etwas abgerundet" wie sonst von einer Gitarrenbox gewöhnt. Das hatte ich wirklich nicht erwartet. Sehr auffällig war auch, dass ich damit an allen Einstellungen im FM3 rumschrauben kann und sofort nach Gehör entscheiden kann was mir ab besten gefällt. Bisher war es eher das Gefühl mehr Wissen zu benötigen um an den richtigen Knöpfen zu drehen.
Ich habe nach dem Test dann wieder über dem Röhenamp und Box gespielt und ja, es spürt sich noch eine ganz kleine Spur direkter an aber zum erstem Mal habe ich gedacht, dass das vernachlässigbar wäre. Prägend für diesen kleinen Unterschied ist vielleicht auch der V30 in meiner Gitarrenbox (an dem ich gewöhnt bin) und die aufgeräumteren Frequenzen der Gitarrenbox. Ich bin dann zurückgekehrt zu meinem FM3, habe statt Legacy eine V30-IR eingestellt und wegen der Bassbox etwas mehr Basscut draufgegeben und schon hatte war das für mich einen optimalen Sound.
Dieser "Test" fand bei mir zuhause statt bei etwas gehobener Zimmerlautstärke. Geil ist aber auch, dass man hier die Lautstärke skalieren kann, ohne Einbußen.
Ich fand diese Schaumstoff-Markbass-Boxen schon für den Bass sehr geil. Für mich hat die o.g. mit dem 12er sehr gut gepasst und ich kann vom Proberaum bestätigen, dass sie auch mit einer lauten Rockband mithalten kann. Zuhause kommt sie auch leise sehr gut und ich könnte mir auch gut vorstellen, diese Setup für Gitarre und FM3 auch für laute Umgebungen zu verwenden (ohne es bisher getestet zu haben).
Wie das mit anderen, Bassboxen klingen würde, kann ich nicht sagen, wie gesagt, für die Markbassbox habe ich andere stehen gelassen. Auch ist das Gewicht mit 13 Kg richtig geil und je nach Modell geht es auch runter bis 10 Kg, wenn man will. Natürlich muss man keinen Eich T500 Amp hierfür verwenden, jede Endstufe oder Pedal-Poweramp würde auch gehen.
Na ja, ich will hier nicht klugscheißen aber ich wollt euch diese persönliche Erfahrung nicht vorenthalten. Ich lasse das erstmal sacken und fragen mich dennoch "Warum sagt das einem keiner?"
