Frage an die Downtuning-Fraktion

von AlX, 03.01.06.

  1. AlX

    AlX Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.08.05
    Zuletzt hier:
    14.11.16
    Beiträge:
    1.013
    Ort:
    Beyenburg
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    841
    Erstellt: 03.01.06   #1
    Mahlzeit,

    ich hab mir vor einiger Zeit die 88-Euro-SG von Thomann geholt, und bin damit eigentlich sehr zufrieden, gerade wenn man den Preis bedenkt. Ich wollte sie eigentlich als Bastelspielzeug haben, und so habe ich alte Ibanez-Infinity-Humbucker (Bridge ca. 15 KOhm) eingebaut sowie dicke Saiten aufgezogen und sie auf H gestimmt.

    Spielt sich gut, sehr fett und böse, allerdings ist das bei runtergestimmten Klampfen ja immer so'ne Frage mit dem Amp bzw. dem Sound, da wird es schnell matschig. Ich habe die Gitarre nun sowohl zu Hause am V-Amp als auch im Proberaum am Crate gehört, und selber festgestellt, wie schnell man mit diesem Setup ohne einschneidendes EQing (Mitten nicht höher als 1/4) nur noch Matsch aus den Boxen bekommt.

    Daher meine Frage an alle die regulär tiefer gestimmte Gitarren verwenden, wie kümmert ihr euch um euren Sound? Verwendet ihr EQ-Treter vor euren Amps?

    Und sollte ich vielleicht für einen transparenteren Sound die INFs-Pickups in der SG wieder ausbauen und gegen die ursprünglichen (imho sehr passablen) PAF-Typen austauschen? Bzw. wieviel Output ist für derart tiefe Tunings noch sinnvoll?
     
  2. camparijari

    camparijari Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.10.04
    Zuletzt hier:
    12.05.16
    Beiträge:
    554
    Ort:
    Greifswald / Hamburg
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    40
    Erstellt: 03.01.06   #2
    Also ich hab bei meinem POd immer zwei gleiche Presets aber mit Eq jeweils angepasst an mein Standard und an mein Dropped Bb Tuning. Ich habe beim Downtuning immer wesentlich weniger Gain, weniger Bass. Mitten tu ich öfter noch einw enig mehr dazu es matsch wirklich weniger.
    Dazu hab ich den Presence REgler noch etwas weiter aufgedreht was aber auch daran liegt das meine Ems's halt anders klingen als die DiMarzio, hat also weniger mit dem Tuning zu tun.
     
  3. Damage Control

    Damage Control Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.12.05
    Zuletzt hier:
    6.12.16
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 03.01.06   #3
    Beim herunterstimmen auf H können die meisten Tonabnehmer die tiefen Frequenzen nicht definiert genug wiedergeben, das Resultat ist Matsch. Bei Drop-D-Tunig geht´s noch einigermaßen, aber C oder gar H ist schon ziemlich tief. Sollten die Tips von"gabber-gandalf" nichts bringen, könntest Du den Bridge-Pickup gegen einen speziellen, für Dropped-Tunings ausgestatteten Tonabnehmer austauschen.
    Da gibt es einen guten von Dimarzio, ich glaube das Modell ist DP 207. Der bringt die Bässe gut und definiert rüber und wird auch mit viel Gain fertig. Der Preis liegt bei ca 85 €.
     
  4. AlX

    AlX Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.08.05
    Zuletzt hier:
    14.11.16
    Beiträge:
    1.013
    Ort:
    Beyenburg
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    841
    Erstellt: 11.01.06   #4
    Danke für die Antworten,

    aber gibt es nicht noch weitere Meinungen? Was habt ihr alle so für Pickups in euren runtergestimmten Klampfen?
     
  5. derYosh

    derYosh Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.08.03
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    1.089
    Ort:
    Neuwied
    Zustimmungen:
    6
    Kekse:
    843
    Erstellt: 11.01.06   #5
    Ich spiele hauptsächlich zwei Gitarren. Eine Ibanez RG (mit DiMarzio ToneZone) und eine Schecter 006 (Duncan Jeff Beck).
    Die Gitarren sind beide auf D gestimmt (nicht Dropped, sondern alle Saiten einen ganzen Ton "down getunt"). Für fettes Rhythmusspiel wird die Schecter hin und wieder auf Drop-C gestimmt. Tiefere Stimmungen sollte man weder dem Duncan JB noch dem ToneZone zutrauen, aber generell werden beide Gitarren mit diesen Stimmungen gut fertig.

    Meine persönlichen Tipps um "Matsch" bei tiefen Stimmungen zu kompensieren, sind (die Rede ist ausschließlich von HiGain-Sound) ==>
    1. dicke Saiten spielen! (das fällt wohl noch unter die Geschmackssache, aber ab D abwärts sollte man sich wirklich Gedanken machen)
    2. etwas weniger Gain und demnach...
    3. den Anschlag anpassen. Härter Anschlagen!
    4. logisch: weniger Bass!
    5. ein wenig mehr Presence könnte es sein.
    Meiner Meinung nach sollte das Hauptaugenmerk auf dem Anpassen des eigenen Spiels liegen.

    Wenn man sich im vorhinein sicher ist, das man klanglich in tiefere Gefilde vorstoßen möchte, sollte man die Investitionen in Ausrüstung ebenfalls anpassen; besonders Tonabnehmer (z.B. DiMarzo DropSonic) und Gitarre (Bariton? Seven-String?)! Allerdings bekommt man mit einigen Kniffen fast jeden Verstärker "downtuning-fähig" (Stichwort: parametrischer Equalizer).

    Das ist jetzt natürlich nicht das Evangelium; es sind lediglich eigene Erfahrungen, die mir geholfen haben dieses Problem in den Griff zu bekommen. (Der Satz klingt wie aus 'ner Selbsthilfegruppe)
    gruß
    -yosh
     
  6. AlX

    AlX Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.08.05
    Zuletzt hier:
    14.11.16
    Beiträge:
    1.013
    Ort:
    Beyenburg
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    841
    Erstellt: 11.01.06   #6
    Nen graphischen EQ habe ich bereits mal davorgeschaltet, sowie mit verschiedenen Amp-Settings experimentiert. Aber am Ende scheint es immer wieder an den Tonabnehmern zu liegen. Die Saiten sind mit 14-60er-Stärke schon recht dick.
     
  7. derYosh

    derYosh Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.08.03
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    1.089
    Ort:
    Neuwied
    Zustimmungen:
    6
    Kekse:
    843
    Erstellt: 11.01.06   #7
    :great:

    Natürlich ist es letztendlich selbstredend, dass die Tonabnehmer mehr oder weniger das wichtigste Glied in der Kette sind wenn es um matsch- und wummerfreien Zerrsound bei Drop-Tunings geht.
    Ich muss allerdings sagen das man hier nicht den Fehler machen sollte und outputstarke PickUps mit "speziell dafür angefertigten" PickUps verwechselt.

    PS: Das es auch mit "normalen" Tonabenhmern super klingen kann, beweist der LiveSound einiger Bands, die ich im Laufe der Zeit gesehen habe (allerdings auch diverse Studioproduktionen), aber mit den Mitteln, die einem Ottonormal-Gitarristen zur Verfügung stehen, bzw. einem Gitarristen, der den bestmöglichen Sound aus einem möglichst einfachen Signalweg herausholen will, sollte man sowieso an keiner Ecke sparen und seien es "nur" die Kabel. Da muss man halt mal in Kleinkram wie Tonabnehmer oder Röhren investieren.
    Man muss halt wissen was man will und demnach muss man auch seine Ausrüstung ausrichten.
    gruß
    -yosh

    Arg Offtopic (aber ich habe grade nix zu tun :p ): Ist ein komischer Themawechsel, aber wer klug ist wird die nicht vorhandene Überleitung selbst dazudichten können. Ich wette, das in diesem Board von 100 Leuten, die einen Line6 Vetta haben wollen nichtmal fünf davon ihn richtig ausnutzen könnten geschweige denn alle Features nützlich einsetzen könnten. Im Ampforum wird zum Beispiel immer nach Amps gefragt, die am besten die komplette Bandbreite adecken sollen, aber wenn sich diese Leute mal Gedanken machen würden, läge ein einfacherer Amp viel Näher, weil man eben NUR Blues oder NUR Metal spielt. Wie ich zum Beispiel. Ich weiß: Ich brauche kein Crunch und auch kein SuperMegaSparkleClean. Ich bin Metalhead, der verzerrt spielt und selten eine kleine Cleaneinlage einwirft. Effekte?? Vielleicht etwas Phaser und Reverb; ganz selten Delay oder Wah. Nach diesen Gesichtspunkten wird die Ausrüstung ausgerichtet. Ganz einfach.
    Ich kann mir dieses Offtopic-Geschwafel nach einem normalen Posting einfach nicht abgewönnen :o
     
  8. Ettin

    Ettin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.08.05
    Zuletzt hier:
    27.10.10
    Beiträge:
    260
    Ort:
    Dortmund, NRW
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    52
    Erstellt: 11.01.06   #8
    Passt vielleicht nicht gaaaanz dazu, aber ich habe mir einen DiMarzio X2N bestellt, der ja eher aggressiv, bissig und Höhenreich ist.
    Wäre es also für mich eher unratsam, auf C zu stimmen? Weil ich bin mir noch nicht genau sicher, was für ein Tuning ich nun benutzen will...
    Oder würde das nicht eine sooo große Rolle spielen???
     
  9. derYosh

    derYosh Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.08.03
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    1.089
    Ort:
    Neuwied
    Zustimmungen:
    6
    Kekse:
    843
    Erstellt: 11.01.06   #9
    ICH (du nicht unbedingt auch) bin der Meinung, das HiGain-Humbucker bis C runter ziemlich tolerant sind. Solange man das Erschlaffen der Saiten durch eine längere Mensur (Bariton) oder dickere Saiten kompensiert (7-String) ist es nicht tragisch.
    Info: Wenn ich meine Technik ganz normal beibehalte, fängt der Duncan JB bei einem 11er Satz Saiten ab C abwärts heftig an zu matschen.
    gruß
    -yosh

    PS: war ich überhaupt angesprochen? :rolleyes:
     
  10. Ettin

    Ettin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.08.05
    Zuletzt hier:
    27.10.10
    Beiträge:
    260
    Ort:
    Dortmund, NRW
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    52
    Erstellt: 11.01.06   #10
    Ging an alle :)
    Vielen dank, ich hatte dabei auch an 12er oder 13er Saiten gedacht. Ich werds dann bei Gelegenheit ausprobieren! Thx
     
  11. AlX

    AlX Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.08.05
    Zuletzt hier:
    14.11.16
    Beiträge:
    1.013
    Ort:
    Beyenburg
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    841
    Erstellt: 11.01.06   #11
    Wo ich mir deine Sig so angucke frage ich mich, ob du damit auch aktive EMGs gemeint hast. Die unterscheiden sich ja doch schon etwas von der klassischen Bauweise bzw. z.b. dem X2N. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die deshalb Downtunings um einiges besser wegstecken.


    (Allerdings ist mir meine RG in ihrem momentanen Killersetup einfach zu schade, um 14-60er auf b daran auszuprobieren, hmpf. Und neue EMGs wollte ich eigentlich nicht mehr holen, obwohl ich nicht unzufrieden bin mit den Dingern. Vielleicht sollte ich einfach die INFs meiner SG gegen die EMGs meiner RG tauschen... aber das ist mir vorerst zu viel Tamtam.)
     
  12. Ettin

    Ettin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.08.05
    Zuletzt hier:
    27.10.10
    Beiträge:
    260
    Ort:
    Dortmund, NRW
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    52
    Erstellt: 11.01.06   #12
    Ne EMGs meinte ich nicht. Unglaublich aber wahr, ich bin BCR-Spieler und finde den Klang von EMGs nicht grade so atemberaubend :eek::D

    Zumindest nicht die, die ich bisher Testen konnte (81/81, 81/85, HZs)

    Edit: Boah bin ich fertig, hab grade mit derYosh PMs ausgetauscht, weil ich übersehen habe, dass AlX den Post hiervor gemacht hat und nicht derYosh. Dachte schon, es will sich mit mir streiten wegen dem Post hiernach und.... ach egal :p
     
  13. derYosh

    derYosh Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.08.03
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    1.089
    Ort:
    Neuwied
    Zustimmungen:
    6
    Kekse:
    843
    Erstellt: 11.01.06   #13
    ... und mit fachkundigem Blick darüberfliegst, wirst du merken das es so etwas wie einen "Quad Rektum Fire" gar nicht gibt, 666 Whammys glatt übertrieben sind und und und ==> Die Signatur ist nur ein bisschen Provokation. Equipment steht das wo es hingehört: im Profil!!
    gruß
    -yosh
     
  14. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.07.04
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    1.906
    Ort:
    Irgendwo im Nirgendwo
    Zustimmungen:
    156
    Kekse:
    6.402
    Erstellt: 12.01.06   #14
    Also bei mir lag es fast ausschließlich an den verwendeten Saiten. Sowohl mit EMGs als auch mit Seymours habe ich keine Probleme mit Matsch im Sound.
    Für mich persönlich haben sich 10-52 Saiten (Ernie Ball - Skinny Top, Heavy Bottom) als idealer Mittelweg herausgestellt wenn ich sowohl Standard als auch dropped Tunings spiele.
    Ansonsten habe ich auch nicht viel an den Sounds machen müssen was nicht schon gesagt wurde. Etwas weniger Gain, etwas weniger Bässe und etwas Fingerspitzengefühl beim Anschlag ist alles was ich dafür gebraucht hab.
     
  15. AlX

    AlX Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.08.05
    Zuletzt hier:
    14.11.16
    Beiträge:
    1.013
    Ort:
    Beyenburg
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    841
    Erstellt: 12.01.06   #15
    Tut mir Leid für die Verwirrung, ich war zu faul zum quoten. :D

    Mich hat's diese Nacht geritten und ich hab die dicken Humbucker aus meiner Gitarre ausgebaut, und wieder die PAF-Typen zum Test eingesetzt. Wie erwartet etwas weniger Matsch und "luftiger", dafür fehlt bei den Dingern einfach der stramme Durchzug. Vielleicht doch EMGs?

    Klar muss man die Anschlagtechnik variieren, aber das ist nicht weiter tragisch, zumal ich sowas momentan nur zum Aufnehmen und Üben im Sitzen spiele.
    Saiten verwende ich die 60er aus dem GHS Zakk Wylde-Satz + 5 Saiten aus meinem Lieblingssatz Everly Electric Rockers 11-48.
    Wahrscheinlich ist es auch die kurze Mensur einer SG, die da ihren Teil zum Matsch beiträgt.
     
  16. M-Deth

    M-Deth Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.09.04
    Zuletzt hier:
    18.06.07
    Beiträge:
    136
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 12.01.06   #16
    Also ick hab nen EMG 81, spiele auf H und benutze 56-13 Saiten. Allerdings hab ick vor dem Verstärker noch nen Boss GX-700 19" zugeschaltet, wo man die verschiedensten Parameter noch alle fein säuberlich verändern kann. Mit Matschsound hab ich dadurch wenig Probleme. Mir is jedoch aufgefallen, daß allein die Saiten schon heftige Unterschiede machen können. So finde ich, daß die D'Addarios knackiger klingen als Dean Markleys. Werde demnächst wohl auch mal den Test machen und von Nickelwound auf Steelwound umsteigen. Mal sehen was es bringt.
     
Die Seite wird geladen...

mapping