Frage zu den Modi

von strep-it-us, 06.06.05.

  1. strep-it-us

    strep-it-us Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.05   #1
    Ich habe eine kurze Frage zu den Modi, und zwar:
    Wenn ich jetzt zum Beispiel auf C improvisiere, kann ich folgende Skalen benutzen:
    C-Lydisch, D-Dorisch, E-Phrygisch, F-Lydisch, G-Mixolydisch, A-Äolisch, und H-Lokrisch
    Oder hab ich da was ganz falsch verstanden???
     
  2. macsniper

    macsniper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.05   #2
    im endeffekt sind das alles die töne der C-Dur Tonleiter, die ganzen Skalen kannste alle verwenden aber die Töne sind halt immer dieselben, nur der Ausgangston ist anders. Kannst natürlich auch auf C Mixolydisch improvisieren die Frage ist obs zur Musik passt :)
     
  3. uruz

    uruz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.05   #3
    oh man ich versteh kein wort. wo kann man sich sowas selbst anlesen?
     
  4. Martin Dillinger

    Martin Dillinger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.05   #4
    Hi,

    Diese Tonleitern sind in der Tonlage: C-Dur
    Da C-Dur die Paralleltonart zu A-Moll ist.. kannst du diese ganzen Tonleitern auf A-Moll Improvisieren..

    PS: Natürlich kannst du alle diese Tonleiter umtransponieren auf alle Tonlagen :great:

    Mfg
    Martin
     
  5. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 06.06.05   #5
    Tonmaterial von C-Dur - gespielt über Akkord - ergibt:

    über C/Cmaj7: "normales" Dur (ionisch); abweichende "Tension-Note": keine
    über Am/Am7: "normales" Moll (rein; äolisch); keine Tension-Note

    über F/Fmaj7: lydisch; abweichend zu F-Dur: Tension-Note H (bei F-Dur stände hier ein B)
    über G/G7(9) : mixolydisch; Tension-Note: F (reines G-Dur häte hier ein F#)

    über Dm/Dm 7: dorisch; Tension-Note: H
    über Em/Em7: phrygisch; Tension Note: F

    über E(Dur): spanisch-phrygisch. Tension-Notes: C, D, F, G

    über Hm7/b5: lokrisch. Tension-Note: C
     
  6. strep-it-us

    strep-it-us Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #6
    Hey Danke, ok, und wenn ich jetzt mit Cm7 zum Beispiel anfange, dann ist es C-Äolisch D-lokrisch, usw, oder? Jetzt habe ich das kapiert....
    Das wird ein Spaß wenn ich erst meinen sixstring hab....
     
  7. Zack ab!

    Zack ab! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #7
    Also am besten ist's, man schaut sich mal die Reihenfolge der Modi an.

    Für C-Dur (also Ionisch):

    1. Ionisch
    2. Dorisch
    3. Phrygisch
    4. Lydisch
    5. Mixolydisch
    6. Äolisch
    und
    7. Lokrisch.

    Die Reihenfolge zeigt, auf welcher Stufe man welchen Mode spielt.
    So ist die erste Stufe die Ionische C-Skala.
    Die 2 wäre dann die dorische D-Skala und immer so weiter.

    Ist ein Stück in A-Moll,also äolisch geschrieben, dann rückt Äolisch an die erste Stelle, lokrisch an die 2te und Ionisch dann logischerweise an die Dritte und soweiter.

    Wenn du nun also solierst, dann mach dir immer klar in welcher Tonart das Stück geschrieben ist, und in welcher Stufe du dich gerade befindest, um den richtigen Mode zu spielen.
     
  8. sTyleFree

    sTyleFree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.10   #8
    Also sind die verschiedenen Modi im Endeffekt nichts anderes, als meine "gewohnte" Moll/Dur-Tonleiter, die ich einfach nur bei dem jeweiligen unterliegenden Grundton anfange?

    Ich hatte mir durch die Kirchen-Modi eigentlich Variation davon erhofft, anstatt stets auf der Tonart festgenagelt zu spielen. Falscher Ansatz? :|
     
  9. OliBasser

    OliBasser Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.10   #9
    Zur ersten Frage: Vereinfacht ausgedrückt, ja. Darin liegt der ganze Zauber;)

    Zur zweiten: Insofern richtig, als dass sie sich eigenen, um in einer modalen Nummer (Bsp. Impressions, Maiden Voyage, So What etc.) das Tonmaterial zu ändern (natürlich immer mit dem "richtigen" Ohr, was passt und was nicht), um so einen weiteren Gestaltungsparameter zu haben. Außerdem ist die Kenntnis der Modi auch bei akkordgebundener Improvisation von Nutzen, da so Akkorde "zusammengefasst" und einer Haupttonart zugeordnet werden können (Bsp. eine II-V-Verbindung).

    Hoffe weitergeholfen zu haben.


    Edit: Mir fällt gerade auf, dass die Erwähnung modaler Jazznummern hier etwas unglücklich gewählt ist, da sie ja, wie der Name schon sagt, an einen Modi gebunden sind. Sinnvoller wäre hier sicherlich schlicht Bezug zu nehmen auf längere Passagen, die nur mit einer Harmonie unterlegt sind.
     
  10. NoUseFor

    NoUseFor Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.10   #10
    Haunschild: Die Neue Harmonielehre zum Beispiel!
     
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