Frage zu Kreuz-/B-Tonarten

von -=Carlos=-, 28.05.07.

  1. -=Carlos=-

    -=Carlos=- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.07   #1
    Hallo,

    ich hab mal eine Frage zur Bildung von Tonleitern. Eigentlich spiele ich Gitarre, und auf der Gitarre kenne ich auch die Patterns für die verschiedenen Tonleitern und -arten, aber ich möchte mich nun wirklich mal mit dem theoretischen Hintergrund außeinandersetzen, und beschäftige mich gerade damit, wie Tonleitern überhaupt gebildet werden.

    Eigentlich ist das ja ganz leicht, einfach nur durch Aufeinanderschichtung der entsprechenden Ganz- und Halbtonschritte. Allerdings ist mir folgendes aufgefallen:

    Bei einigen Tonleitern erreicht man dies durch # vor den Noten, bei anderen durch b vor den Noten.

    Ich bin sicher, dass es da ein System gibt, und habe auch schon ein bisschen was erkannt, aber so richtig sicher bin ich mir noch nicht.

    Deshalb meine Frage:
    Bei welchen Tonarten passe ich die Ganz-/Halbtonschritte mit # an, bei welchen mit b?

    Kann man also allgemein sagen (z.B.): In allen Tonleitern, deren Grundton ein Ganzton ist (C, D, E, F...) und alle Tonleitern, deren Grundton schon als A#, C# etc. steht, werden nur # verwendet, und in alle Tonleitern, deren Grundton ein Ab, Gb, B etc. ist, werden nur b verwendet, oder wie?

    Genau dafür bräuchte ich nämlich mal ne Regel.

    Vielen Dank,

    Carlos.
     
  2. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.05.07   #2
    Es verhält sich etwas anders: Die #-Tonarten und die b-Tonarten werden nach dem Quintenzirkel gebildet:
    Gehst du vom Ton C aus eine Quinte nach oben, folgt G-Dur mit einem #, danach wieder eine Quinte ist D-Dur mit 2 #.
    Umgekehrt ist es von C aus eine Quinte nach unten, folgt F-Dur mit einem b, danach wieder eine Quinte abwärts ist B-Dur mit 2 b usw.

    Hier hast du einen guten Überblick, auch für Moll:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Quintenzirkel

    Beste Grüße
    Effjott
     
  3. -=Carlos=-

    -=Carlos=- Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.07   #3
    Das heißt, in allen Durtonleitern und in allen Molltonleitern, deren Grundtöne auf der rechten Seite des Qunitenzirkels stehen, werden # verwendet ("Kreuztonarten").

    In allen Durtonleitern und allen Molltonleitern, die auf der linken Seite des Quintenzirkels stehen, werden b verwendet ("B-Tonarten").

    Korrekt?
     
  4. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.05.07   #4
    Jau, so ist es. Wenn du von C-Dur und a-Moll als parallele Molltonart ohne Vorzeichen ausgehst und Quinten nach unten(links) legst , kommst du zu den b-Tonarten und nach oben (rechts rum) eben zu den #-Tonarten.
     
  5. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 28.05.07   #5
    Falls du wissen willst, wie du dir das selber herleiten kannst...

    Wenn du den Aufbau einerTonleiter kennst, kannst du dir auch die Töne ableiten. Eine heptatonische Tonleiter verwendet alle 7 Stammnoten. (a b c d e f und g). Vom Grundton der Tonleiter ausgehend paßt du jetzt immer den nächsten Stammton entsprechend dem Aufbau der Tonleiter an. Dabei ergeben sich die Vorzeichen von selbst.

    Beispiel Eb-Dur (^ kennzeichnet Halbtonschritte):
    Code:
    Stammnoten:   E ^ F   G   A   B ^ C   D   E
    
    Eb-Dur        Eb  F   G ^ Ab  Bb  C   D ^ Eb
    Gruß
     
  6. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 28.05.07   #6
    Von der mitte des quintenzirkels sind die anderen vorzeichen "sparsam", stell dir den friedhof von kreuzen vor bei "Dis-Dur/alias Es-Dur", andersrum wieviel "b" hätte "Fes-Dur/alias E-Dur"? Bei Fis-Dur/alias Ges-Dur kommen wir um die 6 nicht herum.
    Waren nicht ganz dumm, unsere vorfahren.
     
  7. röllmöps  1

    röllmöps 1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.07   #7
    Hier 2 Merksätze.

    Dur-Tonleitern mit b-Vorzeichen Fritz Bringt ESther AStern DES GESandten.

    Dur-Tonleitern mit #-Vorzeichen: Geh Du Alter Esel Hol Fische.

    Die fett gedrukcten Buchstaben sind jeweils die Grundtöne. Die Anzahl der Vorzeichen ergibt daraus, an wievielter Stelle der Ton im Merksatz kommt.
    A-Dur hat dann zum Beispiel drei Kreuze und F 6. Und B hat 2 b's und Es-Dur 3.

    Die jeweilige Molltonleiter erschließt sich, wenn du 3 Halbtöne tiefer gehst.

    Ich finds komisch, dass noch niemand genannt hat, weil, wie ich finde, es so viel einfacher ist als mit dem Quintenzirkel.
     
  8. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 29.05.07   #8
    Höchstwahrscheinlich deswegen, weil es nicht gefragt war. Die Frage war "Bei welchen Tonarten passe ich die Ganz-/Halbtonschritte mit # an, bei welchen mit b?". Dabei helfen die Merksätze nix.

    Harald
     
  9. röllmöps  1

    röllmöps 1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.07   #9
    Korrektur: Wenn gefragt ist, bei welchen Tonarten die Haltonschirtte mit #-Vorzeichen, bei welchen mit b-Vorzeichen angeglichen werden(was bedeutet, welche Tonlarten #-, welche b-Vorzeichen haben), dann kann man diese Merksätze sehrwohl einstezen, weil sie genau dazu da sind.
    Und besonders dann, wenn man den Quintenzirkel verwenden kann, sind die Merksätze auch anwendbar.
     
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