Frage zu Studiengängen

von NuRadic, 21.05.04.

  1. NuRadic

    NuRadic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.04   #1
    Hi Leute,

    also ich bin jetzt mit dem Abi so gut wie durch, muss zwar noch ein Jahr Zivi machen, aber danach hat mich der Ernst des Lebens sag ich mal.
    Da ich aber wenigstens mein Hobby mit einfließen lassen will, bräuchte ich mal ein paar Infos bzgl. PA und Selbstbau.

    So wie ich das bisher verstanden habe, wäre ein Studium zum Tontechniker/Tonmeister nicht verkehrt, wenn man in die Richtung Bühnenbeschallung und optimaler Mischpulteinstellung gehen wollte, oder? Ich hatte überlegt, das mit einem Elektronikstudium zu koppeln, sodass ich z.B. mal Boxen und oder PA-Anlagen selber bauen und mit einer eigenen Firma (oder in einer Firma) vermarkten könnte.

    Ist sowas überhaupt sinnvoll, oder gibt es da noch komplett andere Studiengänge, oder muss man das alles überhaupt studieren?

    Fragen über Fragen, ich hoffe mir kann jemand helfen. :o

    MfG NuRadic
     
  2. Helmut

    Helmut HCA-Laser HCA

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    Erstellt: 25.05.04   #2
    viel Antworten hast Du ja bisjetzt nicht bekommen und meine ist auch nur allgmeiner Natur.
    Allerdings gibt es einen Kollegen im Forum (UlfTh), der soweit ich weiss, gerade Toningenieur studiert. Vielleicht kann er Dir ein paar Tips geben.

    So jetzt zu meiner Meinung. Ich halte es für sinnig ein mögliches Studium mit einer Fachrichtung, die Deine Hobbyinteressen (Tontechnik) berücksichtigt, auszuwählen.
    Ein Elektronikstudium ist natürlich auch ein etwas ordentliches, behandelt aber nicht so dediziert die Beschallungsthematik. Ähnlich dürfte dies beim Nachrichtenstudium sein. Das habe ich mal studiert (ist aber schon 25 Jahre her) und behandelte damals durchaus interessante Themen wie Verstärker, Frequenzen, Frequenzgang, Frequenzweichen bzw. Filter, etc.. Damals wurde noch sehr viel Analogtechnik unterrichtet. Heute dürfte das Studium mehr digitale Übertragungs-, Vermittlung- oder Accesstechnologien behandeln.

    Wenn Du irgendwann vielleicht selbst PA's bauen willst, denke ich, ist als Voraussetzung das tontechnische Studium eine gute Voraussetzung. Ich glaube, dass heute weniger Hard-und Software selbst entwickelt wird (das Rad muss nicht von jedem neu erfunden werden) und die Kunst mehr darin besteht, die richtigen Komponenten zu finden, diese zusammen zustellen und entsprechend gut abzustimmen.
    Vielleicht liege ich auch mit meiner Einschätzung bezgl. der Hard/Softwareentwicklung falsch, dann bleibt trotzdem nach einem Tontechnikstudium Dein Wissen in diesem Fachgebiet. Mehr als ein Fachwissen und evtl. die Fähigkeit Dich selbstständig in ein neues Thema einarbeiten zu können hast Du nach keinem Studium.

    Wenn ich auf meine mittlerweile 25 Berufsjahre zurückschaue, so kann ich sagen, dass ich nur ca. 20% meines im Studium erworbenes Wissen in meinen ersten Jobs brauchen konnte und bis heute ständig neu dazulernen musste. In etwa habe ich dreimal einen "neuen Beruf" erlernen müssen, obwohl ich immer in der Nachrichtentechnikbranche geblieben bin.

    Deine Frage muss man das alles überhaupt studieren, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Es gibt heute bereits einen Lehrberuf des Veranstaltungstechnikers; unser PA-Verleiher bildet junge Menschen dazu aus. Darüberhinaus gibt es auch noch den Bühnenmeister. Ich denke da lernt man auch einiges im Bereich PA und Beschallung. Wenn Du Dich aber wirklich mal selbstständig machen willst und PA's bauen willst oder in einer Firma vermarkten willst, ist ein Studium die bessere Voraussetzung.
    Um praktische Efahrungen schon während eines Studiums zu sammeln ist die Mitarbeit bei einem PA-Verleiher sicherlich sinnvoll.

    Ich hoffe ich hab Dich nicht nur verwirrt.

    Gruss Helmut
     
  3. Tallica0815

    Tallica0815 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.04   #3
    Habe mich dahingehend auch informiert. Staatlich sind solche Dinge kaum zu studieren. Erstens sind die Studiengänge überlaufen, zweitens die Technik veraltet. Die meiner Meinung nach beste Möglichkeit ist die Privatschule sae (www.sae.edu). Dort kommt man ohen perfekte Englischkenntnisse allerdings nur bis zum Bachelor. Wenn man einen Master möchte, dann muss man nach England oder Australien gehen.
     
  4. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History HCA

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    Erstellt: 02.06.04   #4
    Also ich sehe das Problem bei staatlichen Studiengängen nicht bei veralteter Technik oder sonem Käse (überlaufen können "die" Studiengänge gar nicht sein, da es gar keine gibt), sondern dass es einfach gar keinen Studiengang gibt der den heutigen Bedürfnissen eines Toningeniuers wie er in 90% aller Fälle gebraucht wird gibt. Es gibt keinen Toning-Studiengang, nur Tonmeister und z.B. Bild- und Tontechnik an der FH Düsseldorf. Tontechniker schon gar nicht, dass ist kein anerkannter Berufstitel, so kann sicher jeder "Depp" schimpfen.

    Tonmeister ist zu Klassik-lastig und du must 2 Instrumente spielen können, und zwar richtig können. Schön und gut, aber nicht meine Welt (Klassik, das mit den Instrumenten hätte mit Übung evtl. hingehauen).

    Über die SAE hab ich schon vieles gehört, leider meist negativer Art. Zum einen is das ne Privatschule, d.h. es kostet ne Stange Geld (14000 Mark damals für Toning) und es ist nicht anerkannt. Aufgrund nur einer SAE-Ausbildung würde einen angeblich so gut wie keiner anstellen. D.h. man muss sich auch noch nebenher beschäftigen und das wichtigste selber drauf schaffen - da kann man das auch gleich sein lassen.

    Bei google gibts noch mehr:
    http://www.google.de/search?q=sae++toning&ie=UTF-8&hl=de&meta=

    Mein SAE-Fazit: lohnt nicht als Berufseinstieg.

    Ne andere Möglichkeit ist die SfT, Schule für Tontechnik. Kostet aber auch nicht wenig.

    Früher gabs wohl auch an der Schule für Rundfunktechnik Nürnberg noch ne Ausbildung, die bieten aber mittlerweile nur noch Einzelkurse an.


    Richtung PA bzw. Veranstaltungstechnik gibt es leider studiumsmäßig auch nur wenig. Zum einen Theater- und Verastaltungstechnik in Berlin, und zum anderen Veranstaltungs- und Produktionstechnik (BA) in Karlsruhe.
    Ersteres ist allerdings mit NC (und nach Berlin wollte ich z.B. nicht unbedingt), letzteres ist zu neu als dass sich Firmen dafür wirklich interessieren würden, zudem haben sie eigentlich keinen Bedarf weil die Meister in Veranstaltungstechnik einsetzen.

    Bleibt also höchstens die Ausbildung. Die is zwar auch überlaufen, aber wer will der findet auch was.

    Die war mir allerdings erstmal mit zuwenig guten Aussichten und auch zuwenig Aufstiegschancen.


    Ich studiere deshalb momentan Elektro- und Informationstechnik (wurde umbenannt von E-Technik) und schau mal was sich dann so tut.

    Ich muss mich da nochmal schlau machen, evlt. kann man da dann den Meister in Veranstaltungstechnik "drauf machen". Ich glaube dazu brauchst du dann 6 Jahre Berufserfahrung.

    Wobei nur die wenigstens "Veranstaltungstechniker", also die die bei solchen Firmen arbeiten auch das wirklich gelernt haben. Viele sind Querseinteiger bzw. haben etwas anderes gelernt und Tontechnik war eben ihr Hobby.
     
  5. Tallica0815

    Tallica0815 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.04   #5
    ist so nicht ganz Richtig.... Studiengänge gibt es mehrere die in diese Richtugn gehen, aber da die meißten irgendwas mit dem Zauberwort "Medien" im Namen haben, sidn sie wirklich überlaufen. Ein bekannter von mir mit einem 2,1er NC wollte irgendwas in die Richtung studieren, den genauen Namen weiß ich allerdings nicht mehr "technisches Mediendesign" oder sowas. Da hat er 13 Semester Wartezeit angeboten bekommen.

    Was stimtm ist, das Tonmeister wirklich, wenn man in diese Richtugn gehen will uninteressant ist.

    Die SAE wird allerdings von der Wirtschaft eher positiv aufgenommen. Nicht staatlich ist übrigens nur der Abschluss, denn man nach 1nem Jahr erhält. Der Bachelor ist weltweit anerkannt. Der Master natürlich auch.
     
  6. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.04   #6
    dein Bekannter hat einen NC? Wie viele Studenten sind denn bei ihm eingeschrieben? :p
     
  7. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History HCA

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    Erstellt: 03.06.04   #7
    Ja, stimmt, es gibt viele Medien-Studiengänge. Ich hab mir da viele auf dem Papier angeschaut, aber es hat mir keiner wirklich zugesagt. Mir war es immer zu wenig Ton-speziefisch bzw. zu weit entfernt von dem was ich machen wollen würde.

    Und das Problem ist auch, dass diese Studiengänge alle neu sind, und jeder ist anders. D.h. hier war mir die Zukunftssicherheit auch nicht genug gegeben und die Studiengänge zu beschränkt, bzw. gibt es noch kein konkretes Berufsbild dafür.

    Ich hab zumindest bisher noch nichts passendes gefunden.


    Hier sind uns die Amis mal voraus. www.fullsail.com
    Zwar auch privat und nicht ganz billig, aber das is wenigstens nah an der Praxis für den Beruf.
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.06.04   #8
  9. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 31.07.04   #9
    Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur absolut empfehlen E-Technik zu studieren, wenn man das drauf hat!!! DAmit hat man alle Chancen. Unterwegs kann mna jederzeit tontechnische und medietechnische Disziplinen hinzunehmen. Allerdings ist es in beiden Fachrichtungen und auch beruflich derzeit sehr eng und es wird- bis Du fertig bist - noch drastischer werden. Ich selber bin E-TEchnik-Ing mit Zusatzkenntissen und Ausbildung in Audiotechnik und Tontechnik, arbeite aber immer weniger im Bereich Ton oder Audioelektronik. Das meiste was ich mache, ist Industrieelektronik! Da gibt es noch was zu verdienen. Tontechnik ist mau :(

    Jobsituation in der Ton und Medienlandschaft
     
  10. Tobeman

    Tobeman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.06   #10
    Hm. Alles was ich bis jetzt zur Tontechnik gelesen habe, war "irgendwie" Bockmist. Es scheint sehr schwer zu sein, damit ordentliches Geld zu verdienen. Eine staatlich anerkannte Ausbildung gibt es auch net...klingt wirklich vage. Mein ehemaliger Schlagzeuglehrer hat die SAE in Berlin besucht und bekommt nur Gelgenheitsjobs, der Rest von den Eltern. Und das kann es nicht sein, wenn man mit über 30 Lenze noch zu seinen Eltern läuft.
    Gute Aussichten gibt es im Bereich des Veranstaltungsmanagements. Neulich stand ein Bericht hier bei uns in der Zeitung, dass das eine wachsende Branche ist. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass man nicht nur Rock-Konzerte organisiert, sondern Messen klar macht, auf denen sich beispielsweise ThyssenKrupp, DaimlerChrysler etc. vorstellen. Und es hat wenig mit einem 8h-Job zu tun...überhaupt sollten kaufmännsiche Kenntnisse da sein, wenn man in die Branche einsteigen will, denn es wird knapp und kühl abgerechnet. Wer da nicht mithalten kann, fliegt sehr schnell wieder raus.
     
  11. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.06   #11
    Da kann ich (auch Dipl. Ing.(FH) E-Technik) nur voll zustimmen:great:

    Wenn man es packt, dann auf jeden Fall Elektrotechnik studieren, und wenn man es sich richtig geben will, dann Nachrichtentechnik / Hochfrequenztechnik.
    Da lernt man die kompletten Grundlagen (Fourier, Frequenzspektren, Modulation etc.) die bei 10 GHz genauso gelten wie in der Tontechnik! Die Physik zum Thema Boxenbau kannst du dir mit dem mathematischen Hintergrund locker selbst aneignen und einen Verstärker zu designen ist dann auch kein Problem.

    Der größte Vorteil:
    Elektrotechnik ist momentan der Beruf, in dem am meisten qualifizierte Leute fehlen. Und da sich zu wenig Studenten einschreiben, wird angenommen, dass in ein paar Jahren ca. 100.000 E-Technik Ingenieure fehlen. Schon heute hat man unter den Studiengängen damit die höchsten Einstiegsgehälter!
    Also wenn du später Tontechnik machen willst, hast du alle Grundlagen die du brauchst um das in kürzester Zeit zu lernen und richtig gut zu werden da du genau weist was da passiert. Falls es da mau aussieht hast du beste Aussichten am Arbeitsmarkt, so gut wie in keinem anderen Fach!

    Übrigens, wenn du näher an der Praxis bleiben willst, studier an einer Fachhochschule. Man hat festgestellt, dass FH Studenten in der Elektrotechnik bei Arbeitgebern inzwischen fast beliebter sind (außer in der Forschung) und auch nach ca. 5 Jahren ihre Uni Kollegen im Gehalt oft überholt haben. Im FH Studium studiert man in kleineren Gruppen, hat mehr Praktika, eine bessere Betreuung und weniger Theorie. Sehr empfehlenswert:great:
     
  12. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.01.06   #12
    Ich hab es in einem anderem Topc schon mal geschrieben.

    Die Berufsakademie Karlsruhe bietet einen Studiengang an, der vielleicht etwas für dich wäre:

    www.ba-karlsruhe.de
    www.vt-ba.de
     
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