Frage zum Widerstand von Singlecoils

von skaguitar, 17.11.08.

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  1. skaguitar

    skaguitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.08   #1
    Hallo liebe DIY-Gemeinde.
    Ich hätte da mal eine Frage zum Widerstand von Singlecoils.
    Ich bin nämlich gerade dabei meine Musima Leadstar aus den 70ern neu rundzuerneuern und wollte in dem Zuge auch gleich eine neue Schaltung löten. Jetzt hab ich mal aus Jux die singlecoils durchgemessen und mir ist aufgefallen, dass der Widerstand aller drei im durchschnitt bei etwa 4,6kohm liegt.
    Müssten sich Neck, Middle und Bridge PU nicht eigentlich unterscheiden? Oder ist das nur bei humbuckern der Fall?

    THX im Voraus
     
  2. Bast E

    Bast E Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.08   #2
    Gude,

    Was deine Frage angeht, muss man wohl mit Jein antworten ;)
    Im "Normalfall" sind die Widerstandswerte unterschiedlich, stimmt. Das gilt für Humbucker und Singlecoils. Am Hals sind die Werte meistens geringer als am Steg. Hat sich so eingebürgert, aber es gibt da keine feststehenden Regeln. Mache Gitarristen bevorzugen ja auch nen Humbucker am Hals und nen Singlecoil am Steg, was für die Widerstandswerte das genaue gegenteil bedeuteten könnte, nämlich der höhere wert am Hals. Wie meistens zählt da eigentlich nur der eigene Geschmack....

    Cheers,

    Bast E
     
  3. skaguitar

    skaguitar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.08   #3
    Alles klar, Dankeschön
    Ich dacht schon da hat einer was verbastelt...
     
  4. cikl

    cikl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.08   #4
    Nö, früher gab es oft noch nicht unterschiedliche PUs für Hals- und Brückenposition. Wenn dir der Klang in allen Positionen gefällt und du bei gutklingendem Abstand der PUs von den Saiten keine sehr störenden Lautstärkeunterschiede hast, gibt es keinen Grund daran was zu ändern.
     
  5. Joa

    Joa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.08   #5
    Ein PU mit gleichem Output klingt am Steg einfach dünner, weil die Saiten dort erheblich weniger in Bewegung kommen. Der PU am Steg wird deshalb auch näher an die Saiten gebracht, um das auszugleichen. Bei dem relativ niedrigen Wert ist der Cleansound umso besser.

    Joachim
     
  6. band-olero

    band-olero Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.08   #6
    Stimmt.
    Üblich ist es es, aber kein Muss.
    Beim Redhouse-Strat-Set von Leosounds hat der Hals-PU z.B. mehr "Umdrehungen" als der in der Mitte.
    Erlaubt ist was gefällt und gut klingt.

    B.
     
  7. skaguitar

    skaguitar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.08   #7
    Ja der Sound von den Teilen ist auch echt super. Hat mich eben nur ein bisschen gewundert die Sache mit dem Widerstand... ich unternehme an dem Teil gerade meine ersten gehversuche im löten :D Das sieht vielleicht aus^^:eek:
     
  8. LoneLobo

    LoneLobo Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.11.08   #8
    Hintergrund:

    Die Amplitude der Saiten ist an der Halsposition größer als am Steg, damit natürlich auch die Geschwindigkeit der Saiten und damit wiederrum die durch sie induzierte Spannung.

    Will man dem Entgegenwirken, verbaut man am Hals Tonabnehmer die weniger Output haben als die am Steg, dadurch gleicht man das wieder aus und beide sind gleich laut.

    Da Outputstärke aber vom Magnetfeld abhängt und der ohmsche Widerstand der Windungen damit nicht wirklich was zu tun hat (sondern bestenfalls als sehr grober Richtwert gelten kann), braucht man sich auf sowas nicht verlassen oder großartig Wert drauf legen.

    -> Wenns passt, passts. Egal was das Multimeter vorm großen omega für ne Zahl anzeigt.
     
  9. skaguitar

    skaguitar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.08   #9
    Alles klar,
    wieder was gelernt (So ähnlich hab ich mir das auch gedacht...)
    Nochmal ne Frage dazu. Inner "normalen" Strat-Schaltung ist ein 22 nF Kondensator verbaut. macht es einen Unterschied, ob ich da einen Folien oder Keramikkondensator verbaue?
     
  10. LoneLobo

    LoneLobo Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.11.08   #10
    Wenn du wegen dem verfickten, IMMER zu lauten Gras draussen im Garten nicht einschlafen kannst, sollteste die beiden mal gegeneinander testen, japp ;)

    Die unterschiedlichen Bauformen bei Kondensatoren kommen eher daher dass man nicht oder nur schwerlich das gesamte Spektrum an Kapazitäten herbringt.
    0.1 pikofarad werden mit einem Doppelschichtkondensator "relativ schwer", wohingegen 2000 Farad mit ner Elektrolyt (ElKo)-Bauform nicht nur fast unmöglich sondern nebenher auch noch lebensgefährlich wären ;D
    Andersrum dagegen funktioniert das - 2000 Farad mit nem Doppelschichtkondensator sind kein Ding.

    Im Zweifelsfall nimmst echt ma beide Bauformen und testest. Wirst nichts hören, aber dann hast du die Erfahrung wenigstens selbst gemacht :D

    Kosten ja nix die Teile.
     
  11. skaguitar

    skaguitar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.08   #11
    Ja das Gras is schon ziemlich nervig... ;)

    Okay dann mach ich eben enemenemu. ich hab beide Bauformen hier...
    Danke für die Hilfe.
     
  12. DerOnkel

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    Erstellt: 21.11.08   #12
    Ja, das ist ein Unterschied, da keramische Kondensatoren ein nichtlineares Verhalten aufweisen. Sie machen also eine gewisse Verzerrung. Im Hinblick auf die "reine" Lehre sollte man also keine Ceramics einsetzen!

    Gleichwohl hat Fender in einigen Strats solche Kondensatoren eingesetzt. Ob das dann ein Teil des geheimnisvollen Sound ist, kann man ja ausprobieren.

    Merke: Erlaubt ist, was gefällt!

    Ulf
     
  13. Sele

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    Erstellt: 21.11.08   #13
    So ganz stimmt das nicht:
    Sowohl das Magnetfeld vom Permanentmagneten als auch die Windungszahl der Spule ist für die ind. Spannung verantwortlich. Deswegen kann man nicht einfach behaupten, dass die Wicklung absolut gar keinen Einfluss auf die Ausgangsspannung hat.

    Grüße
     
  14. ziggypop

    ziggypop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.08   #14
    Haarspalterei...Schon die Magneten der PUs sind stark nichtlinear, da macht der Keramik-Kondensator nichts mehr aus. Aber wer Purist verwendet ja auch keine gewachsten PUs und dergleichen - soll angeblich auch Höhen klauen:screwy:
     
  15. LoneLobo

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    Erstellt: 21.11.08   #15
    Sag ich auch nirgendwo, der Satz ist durchaus bewusst so formuliert.
    Dass die Spulenwicklung klar nen Unterschied macht steht komplett ausser Frage.
    Aber an der Information "8kOhm" siehst du nicht ob da 12.000 Wicklungen mit 1mm querschnitt auf der Spule sitzen oder 3.000 mit 0,12mm Querschnitt.
    Von Materialunterschieden und spezifischen Widerständen mal ganz zu schweigen.

    Und genau deshalb sagte ich, dass (zitat) "der ohmsche Widerstand der Windungen damit nicht wirklich was zu tun hat".
     
  16. DerOnkel

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    Erstellt: 22.11.08   #16
    Dazu sind zwei Dinge zu bemerken:

    1. ist das nicht Haarspalterei, sondern meßtechnisch nachweisbar. Darüberhinaus war die Frage ja, ob es einen Unterschied ausmacht. Und da lautet die Antwort ganz klar ja.
    2. Wo ist denn bitte ein Magnet eine Tonabnehmers nichtlinear?

    Ulf
     
  17. ziggypop

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    Erstellt: 29.11.08   #17
    Der Effekt heisst Hysterese des magn. Kernmaterials. Nur Luftspulen, also Spulen ohne zusätzlichen Magnetkern sind linear. Leider wären die Luftspulen, die man für eine vergleichbare Ausgangsspannung bräuchte, zu gross. Ausserdem würden diese Spulen von Haus aus auch kein Magnetfeld haben, was ihren Einsatzt in der E-Gitarre damit schon unpraktikabel macht (Es sei denn, man würde die Saiten magnetisieren)...
     
  18. DerOnkel

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    Erstellt: 29.11.08   #18
    Richtig, aber die Magnetisierung des Magneten oder des Kernes verändert sich im Betrieb leider nicht! Diese Nichtlinearität kommt also nicht zur Wirkung.

    Ulf
     
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