Fragen zu Gesangsunterricht/ausbildung

von Fiona=), 15.10.08.

  1. Fiona=)

    Fiona=) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.08   #1
    Hey Leute !!!
    Ich hab mich jetzt mal im Internet über Gesangslehrer und sowas in meiner Stadt erkundigt:)
    Und wollte mal Fragen wie das so mit nur ein paar gesangs stunden oder einer richtigen Gesangsausbildung ist ??? Ich habe auch mit meinen Eltern darüber geredet und die kennen sich damit auch nicht so richtig aus wollen aber wenn sie das schon bezahlen dass das vernünftig wird und das ich richtig eine Gesangsausbildung bekomme :confused:

    HILFE:confused::D....Was is denn genau eine Gesangsausbildung und würden normale gesangstunden auch reichen und was ist genau der unterschied zwischen pop und klassischen gesangsstunden ???

    Ich hoffe das sind jetz nicht zu blöde Fragen :D
    Danke schonmal im Vorraus :)


    Lieebe Grüße
     
  2. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 15.10.08   #2
    Hallo Fiona !

    Im Prinzip darf Hinz und Kunz sich Gesangslehrer nennen, denn es ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Deshalb sollte man sich unbedingt nach der Qualifikation des Lehrers erkundigen. Allerdings garantiert Dir ein Hochschulabschluss in Gesangspädagogik noch lange nicht, dass Du einen guten oder für Dich passenden Lehrer gefunden hast.

    Eine richtige Gesangsausbildung dauert Jahre und kann auch privat stattfinden; sinnvoller ist aber eine Ausbildung an einer Musikhochschule o.ä., wenn man sich wirklich entschieden hat, sie zu machen.

    Ich nehme an, Du wirst jetzt erstmal die Basics lernen, dazu reichen private Gesangsstunden völlig aus und nach einger Zeit kannst Du entscheiden, ob, wie und wo Du weitermachst.
    Klassik und Pop unterscheiden sich schon nach wenigen Stunden ganz gravierend. Bei den Frauen wird im klassischen Gesang z.B. die Kopfstimme zuerst aufgebaut bzw. mit der Kopfstimme begonnen; im Popgesang ist es umgekehrt, da wird zuerst die tiefe Lage aufgebaut und von dort aus schließt man die Höhe auf.
    Ausserdem werden u.a. andere Resonanzen genutzt. Der Stimmkang ist ein ganz anderer, und das angestrebte Klangideal lässt einem kaum stimmliche Freiheiten.
    Wer klassisch singen will, braucht unbedingt eine gute und fundierte Ausbildung - im Popgesang ist sie nicht unbedingt nötig, auch weil man einen viel größeren individuellen Freiraum hat.
    schöne Grüße
    Bell
     
  3. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.10.08   #3
    Irgendwie - ne, nicht immer. Haengt wohl auch mit vom Lehrer ab. Und vielleicht auch vom Schueler. Bei mir jedenfalls wurde/wird von unten her aufgebaut.
     
  4. cyril

    cyril Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.08   #4
    Wo wohnst du denn? Stadt oder Region
    Vielleicht kann dir jemand hier im Forum seinen GL empfehlen.
     
  5. Fiona=)

    Fiona=) Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.08   #5
    Ich wohne in einer kleinen Stadt neben Duisburg !
    Und ich wollte noch fragen ..meistens muss man j aauch etwas vorsingen damit der Lehrer einen ersten Eindruck bekommt.Was eignet sich da am besten ???

    Liebe Grüße
     
  6. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.10.08   #6
    Wenn Du noch sehr am Anfang bist, wollen die meisten Lehrer eigentlich kein Stück hören. Die bekommen über Übungen die sie Dir vorsingen viel schneller und besser einen Eindruck von Deiner Stimme.
     
  7. holyman

    holyman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.08   #7
    Ich würde das pragmatisch sehen: Eine Ausbildung hat ein fixes Ziel. Wenn du Friseur werden willst, machst du eine Ausbildung. Wenn du Berufssänger werden willst eben auch. Tatsächlich wird dich aber bei einer Audition niemand nach einem Diplom fragen. Du gibst einfach dein Bestes und entweder es reicht oder nicht.

    Zum Thema Pop/Klassik (auch pragmatisch): Es gibt hörbare Unterschiede. Was dir lieber ist, kannst nur du -und mußt du auch- selbst entscheiden.

    Wenn dich deine Eltern finanziell unterstützen würden, frage auf jeden Fall auch an den Konservatorien/Musical-Schulen in deiner Umgebung. Dort hilft man dir sicher gerne und berät dich, was deine Möglichkeiten nach der Schule sind (Gelegenheit der "offenen Türe" wahrnehmen!). Und sprich dort auch mit Schülern über Erfahrungen etc...
    Sei bei deiner Wahl aber entschlossen! Ich habe z.B. auch 3 Jahre verloren, weil ich falsch angefangen habe (von Pop zu Klassik gewechselt).
     
  8. erdbeer-shisha

    erdbeer-shisha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.08   #8
    Hallo,

    für mich hört sich dein Post so an, als ob du es sehr ernst meinst. Du sprichst, obwohl du noch garnicht mit Unterricht angefangen hast, von Ausbildung und so weiter. Ich würde das alles, speziell in der Anfangsphase, nicht so verkrampft halten.
    Der Gesangsunterricht ist am Anfang noch eher eine Spielwiese, als ein Trainingsprogramm, dass du durchgehst: Du fängst an deine Stimme kennenzulernen, du fängst an, Anweisungen, die ein Lehrer dir gibt, praktisch umzusetzen (man sollte diese Fähigkeit nicht unterschätzen, sowohl Lehrer als auch Schüler haben einen Part am Lernprozess, man sollte das nicht allein auf den Lehrer reduzieren), du musst dich erst einmal mit deiner Lehrerin vertraut machen.

    Dann durchläuft man die Phase, ob man nach dieser Spielwiesen-Zeit weitermacht: Hab ich das Zeug, beruflich etwas aus meinem Gesang zu machen, oder semi-professionell zu arbeiten? Wie sieht überhaupt meine Einstellung bezüglich so einer Option aus? Oder habe ich möglicherweise garkein Bock mehr auf Gesangsunterricht, weil es jetzt erst richtig schwer wird und man sich ins Zeug legen muss, auch mit der nötigen Disziplin?
    Die "Ausbildung" als solche fängt für mich an, wenn man den Entschluss gefasst hat, aus seinem Hobby einen Beruf zu machen: Eine mögliche Option ist da zum Beispiel das Gesangsstudium. "Das" ist meiner Meinung nach "Ausbildung".

    Deshalb, mach dir nicht allzu viel Stress und sieh es jetzt erstmal locker. Es könnte ja die Möglichkeit bestehen, dass nach ein paar Gesangsstunden wieder Schluss ist, wer weiss das schon so genau...;)

    Prinzipiell, und da gebe ich den anderen recht, ist es aber wichtig, einen kompetenten Lehrer zu haben, auch schon in der Anfangsphase und damit meine ich nicht nur eine technische Kompetenz, sondern auch, zumindest in der Anfangsphase sehr wichtig, finde ich, eine pädagogische Kompetenz. Und ein gewisses Feeling, eine Sensibilität gegenüber seinen Schülern, damit diese sich möglichst schnell öffnen und erste Erfolge erzielt werden können.

    Wenn diese drei Punkte, also a) technische Kompetenz, b) pädagogische Kompetenz und c) ein umgänglicher und guter Charakter, mit dem DU klarkommst, erfüllt sind, dann...bist du am Ziel =)

    Ich wünsche dir alles Gute bei dieser Suche und rate dir...lieber länger einen passenden Gesangslehrer suchen, als eine miserable Ausbildung bei einem unpassenden Lehrer beginnen.

    Claudia
     
  9. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 19.10.08   #9
    Hallo !
    Claudia hat da was Wichtiges angesprochen mit dem gegenseitigen Lernprozess bei Schüler und Lehrer. Es gibt im Gesang eben nicht DEN Königsweg, der für alle gilt. Aber wir alle singen mit dem Körper, nur ist es oftmals schwierig zu beschreiben, was physisch beim Singen mit einem passiert, weil das individuelle Erleben so unterschiedlich ist und der eine X versteht, obwohl der andere Y meint.
    Ich habe z.B. früher ewig lange an meiner Stütze herumgemurkst - und immer wenn ich dachte: jetzt habe ich sie endlich gefunden, weil es sich körperlich auch durchaus richtig anfühlte - ein paar Wochen oder Monate später stellte sich dann doch heraus, dass es das nicht sein konnte. Es waren aber individuelle Probleme, die nicht bei jedem auftreten - zu harte Stimm-Einsätze, Belten bis in hohe Lagen, was ich anfangs mit Stützen verwechselte - und alle theoretischen Erklärungen brachten mich kein Stück weiter. Ich sang ja nicht schlecht, meine Stimme war kräftig und intonationssicher - aber irgendwas machte ich falsch.
    Erst als ich begann, meinen Gesangslehrern ein Feedback zu geben, wie sich bestimmte Töne etc. physisch anfühlen, wo ich sie spüre und was ich spüre, und sich daraus ein Austausch über diese Empfindungen entwickelte, öffnete sich eine Tür und es machte irgendwann "klick".
    Das war besonders mit einer Lehrerin genial - und die hat mir irgendwann auch gesagt, sie lerne durch ihre Schüler immer wieder Neues dazu und werfe auch ihre Vorstellungen immer wieder über Bord...
    Solch eine Offenheit finde ich bei einem Gesangslehrer sehr wichtig !
    Der perfekten Stütze und überhaupt dem schönen Gesang werde ich trotzdem mein Leben lang nachspüren ;)
    schöne Grüße
    Bell
     
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