Fragen zum Soli-spiel und Pentatonik

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Hallo zusammen.

Ich hab da mal zwei fragen. Ich hoffe mir kann da einer helfen.
Ich hab die Suchfunktion zwar genutzt aber leider nicht ganz gefunden was ich suche.

Die erste Frage ist:

Wie schafft ihr es beim Soli spielen das die anderen Saiten die ihr vorher angeschlagen habt nicht mehr weiterklinge? Irgendwie ist da immer ein unangenehmes restklingen der Saiten vorhanden. Wenn ich von der tiefen zur hohen Saite spiele geht das halbwegs wenn ich mit dem Handballen nach unten nachrutsche aber wie mach ich das wenn ich von der hohen zur tiefen Saite spiele?
Gibt's da eine ganz andere Technik oder benutzt ihr da ein Noisegate?

Die 2.:

Ich versuche die letzte Zeit bei MTV oder VIVA zu den Liedern Pentatoniken zu spielen.
Jetzt ist mir aber aufgefallen. Ich kann versuchen bei was für einem Lied ich will die Dur Pentatonik zu spielen aber die passt eigentlich nie. Es passt überall nur die Moll Pentatonik oder die Blues Tonleiter. Bild ich mir das jetzt nur ein oder ist das wirklich so?
Wann passt denn die Dur Pentatonik bei Pop oder Rock-liedern?

Jetzt nicht wundern warum ich so blöde Fragen stell. Ich spiel noch nicht ganz so lange :D


Vielen Dank im vorraus

Martin
 
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Hallo,

Zu ersterer Frage:
Es ist mehr eine Frage der Routine...Man kann das nur schlecht mit Worten vermitteln...Zum einen arbeitet die Anschlagshand mit beim dämpfen, zum anderen bewegt sich ja auch die Greifhand und dementsprechend versucht man auch dort zu dämpfen. Irgendwann hat man die Bewegungsroutine und Lockerheit, dann klappt das von allein.

Zum zweiten Thema:

Dur ist für uns Gitarristen oft etwas umständlich und sperrig. Fast alle Klassiker beruhen auf der Moll-Tonleiter, mal als Pentatonik, mal etwas erweitert. Dur geht natürlich auch entsprechend. Da mußt Du Dir dann die entsprechende Dur-Tonart suchen und los gehts. Versuch aber nicht nur im Griff-Schema zu bleiben. Experimentier mal rum und erarbeite Dir die passenden Töne mit dem Gehör. Das schult die Flexibilität und das Gehör.

Nicht entmutigen Lassen! Sowas braucht immer etwas Zeit, wird dann aber umso besser...

Viele Grüße Micha
 
Wie schafft ihr es beim Soli spielen das die anderen Saiten die ihr vorher angeschlagen habt nicht mehr weiterklinge?

Sauber und genau spielen, langsam beginnen, durch regelmäßiges Üben (und die Nerven behalten) wirst Du das lernen.

Ich versuche die letzte Zeit bei MTV oder VIVA zu den Liedern Pentatoniken zu spielen.
Jetzt ist mir aber aufgefallen. Ich kann versuchen bei was für einem Lied ich will die Dur Pentatonik zu spielen aber die passt eigentlich nie. Es passt überall nur die Moll Pentatonik oder die Blues Tonleiter. Bild ich mir das jetzt nur ein oder ist das wirklich so?
Wann passt denn die Dur Pentatonik bei Pop oder Rock-liedern?

Ich geh mal davon aus, dass es Dir aufstoßen würde, wenn Du eine Moll über eine Durtonart spielen würdest!

Jede Moll-Penta ist gleichzeitig auch die Dur-Penta der parallelen Dur-Tonleiter. (Wenn Du also meinst, nur Moll zu spielen, vermute ich mal, dass Du sehr wohl Dur spielst. Es aber nicht bemerkst, weil Du das gelernte Moll-Griffbild (Pattern) der parallelen Dur spielst.) Hab ich recht? :D

Beispiel:
C-Dur Penta: C - D - E - G - A - C
Am-Penta: A - C - D - E - G - A

Wie Du siehst, sind es dieselben Töne!!

Jetzt kommt es noch darauf an, in welcher Lage auf dem Griffbrett Du die Tonleiter spielst, dadurch ergeben sich unterschiedliche Griffbilder (Pattern).

Bei der Standardpenta bekommst Du fünf unterschiedliche Griffbilder. Details findest Du unter anderem auch unter dem Link zur Impro in meiner Signatur.
 
Ok, dann üb ich mal weiter :)

Mir ist schon klar das Dur und Moll Pentatonik gleich sind nur um ein Pattern verschoben.
Ich spiel vor allen Dingen erst mal die erste Position der Moll Pentatonik bzw die fünfte der Dur Pentatonik.
Ich muss zugeben ich kenn die Tonart der Stücke nicht die ich da mitspiele.:D Ich probier dann halt so lange bis ich die sie gefunden hab aber ich weiss wo der Grundton der Pentatonik jeweils bei Dur und Moll liegt und mir kommt es eigentlich immer so vor als würd ich moll spielen. Bei dem besagten Pattern liegt doch der Grundton auf der hohen E Saite bei Moll auf dem ersten Finger und bei Dur auf den vierten oder irr ich mich da?:gruebel:
 
Bei dem besagten Pattern liegt doch der Grundton auf der hohen E Saite bei Moll auf dem ersten Finger und bei Dur auf den vierten oder irr ich mich da?

Passt. Damit hast Du auch die Tonart schon fast bestimmt. Zeigefinger-Moll :D oder Kleinerfinger-Dur :D!
 
Ok, dann lieg ich damit ja schonmal richtig :)

Jetzt noch was anderes.
Was macht denn eine Accordmelodie zu moll oder dur? Das sind doch die Töne die in den Accorden vorkommen oder nicht.
Jetzt hab ich aber gelesen das Powechords kein dur oder moll sind sondern neutral weil die Terz fehlt.
Das müsste doch heissen das ich dur- sowie mollpentatoniken gleichermassen dazu spielen können müsste, oder?


Gruss Martin
 
Was macht denn eine Accordmelodie zu moll oder dur? Das sind doch die Töne die in den Accorden vorkommen oder nicht.
Jetzt hab ich aber gelesen das Powechords kein dur oder moll sind sondern neutral weil die Terz fehlt.
Das müsste doch heissen das ich dur- sowie mollpentatoniken gleichermassen dazu spielen können müsste, oder?

Die Powerchords sind in dem Sinne keine Dreiklänge, stimmt schon^^. Trotzdem liegt den jeweiligen Grundtönen der Akkorde eine bestimme Funktionsstufe innerhalb der Tonart des Stückes zugrunde. Wenn man zB die Powerchord-Folge A5 F5 G5 A5 hat, so kann man daraus eine typische a-moll Progression ableiten, bei der das F die kleine Sexte und das G die kleine Septime zur Tonika A darstellt.

Wenn man die Akkorde zu Dreiklängen erweitert, wäre das zB statt A5 F5 G5 A5 ---> a-moll F-Dur G-Dur a-moll. Hierzu muss man wie du schon sagtest die bei Powerchords fehlende Terz hinzufügen.

Bei einigen Akkordfolgen, die ausschließlich aus Powerchords bestehen, kann man in der Tat mit verschiedenen (Pentatonik)-Tonleitern darüberspielen. Beispielsweise die von eben A5 F5 G5 A5. Typischerweise benutzt man hier die a-moll Pentatonik, weil die Akkordfolge stark dazu neigt, dass man die Note A als Tonika ansieht, da die Progression aufgrund ihrer Reihenfolge der Akkorde zu dieser Note stark "hinzieht". Man kann aber auch versuchen, eine F-Dur-Tonleiter darüber zu spielen, nur so als Idee, da G und A die Sekunde bzw. Dur-Terz von F wären. Klingt wahrscheinlich eher etwas seltsam, aber diese Diskussion überlasse ich mal den Kirchen-Modi Fachleuten :D

Also nochmal zusammengefasst:
Auch Powerchord-Akkordfolgen liegt eine Dur- oder Molltonleiter zugrunde, auch wenn diesen Zweiklängen die Terz fehlt.
Anders ist das Ganze z.B. beim Blues. Hier improvisiert man oft bei einer Dur-Akkordfolge eine Moll-Tonleiter darüber, um das "Blues-Feeling" hervorzuheben, obwohl hier die Moll- und Dur-Terz sowie die kleine und große Sexte "aneinanderknallen". Aber Blues hat ja bekanntermaßen weniger mit Theorie zu tun ;)

Kannst ja mal ein Beispiel posten, die Leute hier können dir sicher erklären, was man über die jeweilige Akkordfolge alles drüberspielen kann^^

Hoffe ich konnte helfen^^
LG
Esp-hansi
 
Hallo!

Ich ich glaub ich habs halbwegs kapiert.
Also nicht der Ton macht die Musik sondern die Ton- äh Accordfolge :D

Bin auch mittlerweile der Meinung ab und an mal Dur Pentatonik gespielt zu haben;)
Hab mal etwas genauer auf den Grundton geachtet.


Gruß Martin
 
Die Akkordfolge ist die Begleitung zum Gespielten, mehr nicht. Du kannst dieselbe Akkordfolge, wie in meinem Beispiel beschrieben, in verschiedenen Tonarten deuten^^.

Auch mal "in Dur denken" was ja grade bei theorielosen Taugenichtsen wie Gitarristen der Fall ist, (*duck*:D) ist hilfreich. Schreib dir doch mal zB die Dur-Grundtöne in den 5 Pentatonik-Griffbildern raus ist doch ein prima Anfang. Ansonsten noch ein Tipp von mir: Einfach drauflosspielen, mehr als schief kann es nicht werden und wenn dir jemand doof kommt einfach mal sagen in welcher komplexen Verbindung dein gerade Gespieltes allerhöchstwahrscheinlich zum Rest des Liedes steht :D

LG
Esp-hansi
 
Sauber und genau spielen, langsam beginnen, durch regelmäßiges Üben (und die Nerven behalten) wirst Du das lernen.

Schon, aber es gibt tatsächlich eine Technik, über die man sich zumindest mal Gedanken machen sollte, auch wenn es mit der Zeit von selbst besser wird.

An der Greifhand sollte man seinen Zeigefinger barréeartig über die hohen Saiten legen, so dass er Saiten, die nicht klingen sollen, abdämpft. Wenn ich also z.B. ein E auf der A-Saite spiele, lege ich den Zeigefinger flach übers Griffbrett, so dass er locker auf den höheren Saiten liegt und diese damit abdämpft. Mit der Spitze des Zeigefingers kann man zusätzlich noch die tiefe E-Saite dämpfen (das klappt mal mehr, mal weniger).

Ganz interessantes Video zum Thema Abdämpfen: http://www.guitarsolos.tv/lesson-of-the-week-muting.html
 
@ schindlerw

ja ,das kann einen Deprimieren wenn man sieht wie die spielen weil man genau weiss das man das nie hin bekommt aber auf der anderen Seite find ich das auch wieder gut weil man sich sicher sein kann das man nie wirklich Perfekt wird und immer was dazu lernen kann. Das wird nie langweilig ;)

@RuntimeException

Die Seite kannte ich noch gar net. Ist ganz gut gemacht. Da hab ich ja noch ein paar Sachen zum üben.



MfG
Martin
 

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