Funk Mikrofon? Entscheidende Unterschiede!

von DrLaber, 11.07.04.

  1. DrLaber

    DrLaber Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.04   #1
    Wir (band) wollen uns ein Funkmikro kaufen.
    Nur stellt sich hier wieder mal die Frage, WELCHES?? :confused:

    Hab mal einen Blick zu Thomann und Musikservice riskiert!
    da gibt es ja in der Preisspanne von 100€ bis 800€ alles.

    hat da wer erfahrung damit?

    gruß und danke :great:
    rudi
     
  2. MIG

    MIG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.04   #2
    Hallo Rudi!

    Du bist schon witzig...

    Warum wohl gibts eine solche Preisspanne? Weil die Anwender ganz unterschiedliche Anforderungen haben.

    Gib mal genauere Angaben über eure Vorstellungen, dann bekommt ihr sicher auch eine hilfreichere Antwort, als ich sie dir auf Basis deiner bisherigen Frage geben kann. ;)

    Gruß,
    Michael
     
  3. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 12.07.04   #3
    Zunächst mal ist der eingesetzte Mikrofonkopf entscheidend - genauso wie bei einem Drahtmikro. Da gibts ebenfalls Spannen von 60 Euro (z.B. Beyerdynamic TGX-58) bis 600 Euro (Neuman KM105).

    Dann ist die Technologie des Funksystems entscheidend:
    Non-Diversity: eine Antenne - ein Empfänger
    Diversity: zwei Antennen - ein Empfänger
    True-Diversity: zwei Antennen - zwei Empfänger
    das ist entscheidend für die sogenannten "Drop-Outs" sprich: die Häufigkeit der Funklöcher am Abend.

    Dann gibt es Systeme die übermitteln z.B. auch die Restspielzeit der eingesetzten Batterien/Akkus. Auch das macht ein System teurer.
    Weiterhin gibt es Systeme mit festgelegten, nicht veränderbaren Frequenzen - die sind etwas günstiger. Kommt aber nur in Frage, wenn nur 1 oder 2 Funksysteme zum Einsatz kommen.
    Dann gibts Systeme mit von Hand einstellbaren Frequenzen und es gibt Systeme, welche sich die freien Frequenzen selbst suchen. Diese Systeme sind in der Regel auch erweiterbar mit externen Antennen, so dass z.B. bei mehreren Systemen nur ein externes Antennenpaar eingesetzt werden muss,
    oder dass für mehrere Empfänger nur ein gemeinsames Netzteil verwendet werden muss. Diese Systeme sind dann die HighEnd-Teile.

    Soweit so klar? Wenn du noch Fragen hast einfach nochmal reinstellen...
     
  4. DrLaber

    DrLaber Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.04   #4
  5. Harry

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    Erstellt: 12.07.04   #5
    ein TrueDiversity-System für 179 Euro? Das klingt unglaublich. Zuschlagen!
    Allerdings kannst du hier nur 1 Funksystem einsetzen und (wie beschrieben) nur für dynamische Mikrofone
     
  6. DrLaber

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    Erstellt: 12.07.04   #6
    soviel ich weiss ist das pg58 ja ein dynamisches mikro. :great:
    aber was heist nur ein funksystem eisetzen?
    wenn ich noch einen gitarrenfunk will funktioniert das dann nicht?
     
  7. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 13.07.04   #7
    Ich kenn mich bei den Shure-Mikros nicht so 100% aus - so weit ich informiert bin ist das PG58 dynamisch, ja.
    Wenn ich das Funksystem richtig verstehe ist es eines mit einer festen Frequenz - und du kannst dann kein zweites System betreiben, da alle auf derselben Frequenz arbeiten.
    Es sei denn es wäre möglich, die Systeme mit unterschiedlicher Frequenz zu bestellen, was ich aber nicht glaube. Oder du benutztst ein zweites System eines anderen Herstellers, welches auf einer anderen Frequenz arbeitet. Bitte informiere dich direkt bei Thomann.
     
  8. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

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    Erstellt: 13.07.04   #8
    Ja, das PG58 ist ein dynamisches Mikrofon - funktioniert also mit dem PlugOn Transmitter.

    Ich kann das von Harry nochmals unterstriechen. Es ist nicht möglich mehre Funkmikros auf der gleichen Frequenz zu betreiben. Deshalb bieten die Hersteller entweder Systeme mit einstellbaren Frequenzen, bzw. bei Systemen mit fester Frequenz mit unterschiedlichen Frequenzen an.

    Aber man kann auch nicht beliebige Frequenzen miteinander kombinieren. Deshalb sollte man bei der Anschaffung eines Funkmikros gleich mit betrachten, was in Zukunft noch alles angeschafft werden soll. Wenn beispielsweise dieses t.bone System nur in eine Frequenz erhältlich ist, so kann bei der Anschaffung weiterer Funken (anderer Hersteller) dies zu Problemen führen.

    Was allerdings problemlos realisierbar ist, für weitere Systeme dann in Richtung UHF zu gehen. Generell stören sich VHF und UHF Systeme nicht.

    Zum Klang an sich kann ich nichts zu dem t.bone System sagen ...

    Besten Gruß
     
  9. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History HCA

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    Erstellt: 13.07.04   #9
    Von dem t.bone Aufstecksender gibt's auch eine zweikanalige Version (298 €).

    Das t.bone Teil (= Zeck = Amptec = xyz; alles baugleich von Maintronic) funzt schon. Aber das PG 58 ist nun auch nicht das tollste Mikro, bei den Systemen ab 200 € ist eine vergleichbare bzw. bessere Kaspel drin, also lohnt das meiner Meinung nach nicht.
    In Zeiten wo UHF extremst erschwinglich ist würde ich keine VHF-Systeme mehr kaufen. Zum einen sind UHF meist neuer und somit auch besser (das Aufsteck-Teil gab's von Zeck schon vor 6-8 Jahren), zum anderen gibt es bei UHF freie Frequenzen, die zudem auch dafür reserviert sind (VHF musst du anmelden und auch regelmäßig Gebühr zahlen, auf Grund von Versäumnissen der Ex-Post wird das gerne mal übersehen...).

    Für unter 250 € bekommt man bei fast jedem Hersteller ein UHF-System mit wählbaren Frequenzen (meist 16 Stück) inkl. Handsender mit Beyer TG-X 58/SM 58 ähnlicher Kapsel.


    Das kommt jetzt auf den Einsatz an. Wird das System wöchentlich, evtl. mehrmals, benutzt lohnt sich ein teueres System (500 - 800 €). Bei nur einmal im Monat und auch nur für euch selbst, reicht ein einfacheres (<300€).

    Bedenke auch die Batterien bzw. Akkus, von Fischer-Amps gibt es gute Systemlösungen mit Akku + Ladegerät.
     
  10. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

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    Erstellt: 13.07.04   #10
    Zum Thema Anmeldung:
    Eigentlich müsste in Deutschland jedes Funkmikro angemeldet werden. Dabei gilt eigentlich, dass im Freqeunzbereich 798 - 814 MHz dies problemlos ist. Eine Lizent gild dann deutschlandweit ein Jahr.
    Andere Frequenzen (also auch VHF) gibt es normalerweise nur als Kurzzulassung.

    Detaillierte Infos gibt es bei der Regulierungsbehörde:
    regtp

    Gruß
     
  11. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History HCA

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    Erstellt: 13.07.04   #11
    Genau.

    "Freie" Frequenzbereiche sind:

    "863 - 865 MHz
    Dieser Frequenzbereich ist der Allgemeinheit u.a. zur Nutzung durch drahtlose Mikrofone zugeteilt.
    Den Text der Allgemeinzuteilung finden Sie im Amtsblatt 25/2003, Verfügung Nr. 68. (PDF, 8 KB)"

    und

    "433,05 - 434,79 MHz
    Dieser Frequenzbereich ist der Allgemeinheit u.a. zur Nutzung durch Funkanwendungen geringer Reichweite zugeteilt. Darunter fallen auch drahtlose Mikrofone.
    Den Text der Allgemeinzuteilung finden Sie im Amtsblatt 25/2003, Verfügung Nr. 71. (PDF, 14 KB)"


    D.h. allerdings dass sich dort alle möglichen Anlagen von Babyfon über Garagentüröffner bis Funk-TV Übertragung tummeln.

    http://www.regtp.de/schriften/02222/01/index.html
     
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