funkiger/grooviger werden. Aber wie?

von Wonderbird m.e, 30.07.08.

  1. Wonderbird m.e

    Wonderbird m.e Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #1
    Hallo,

    Ich werde vermutlich demnächst (zumindest beim lernen neuer Songs) eine musikalische Umorientierung unternehmen.
    Mir wird das Grundtöne spielen beim Punk einfach zu un-füllend. Natürlich habe ich auch eine klare Vorstellung, in welche Richtung ich mich hin bewegen möchte.

    Bin zwar glücklich bei und mit meiner Punk band aber trotzdem will ich doch dann zumindest Zuhause was anderes üben und können;)

    Es wird halt definitiv in die Richtung Funk/Jazz gehen.
    Hier ein Beispiel:

    http://www.youtube.com/watch?v=0yZhKwOoIww&feature=related

    Ungefähr auf diesem Niveau möchte ich Bass spielen können.
    Und zwar nicht von der Fähigkeit, denn das Level für die Lines besitze ich schon.
    Aber mir fehlt halt die Grooveness, solche Basslines selber zu erschaffen^^
    Ich denke, Ihr versteht was ich meine. Nur ich weiß halt überhaupt nicht, wo ich da so wirklich anfangen soll?

    Möglicherweise wisst ihr da mehr;)

    Danke

    WB
     
  2. Thumbrest

    Thumbrest Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #2
    ich beantworte das mal allgemein auf jegliche musikrichtung bezogen...

    zur kreativität:

    hör soviel von der mukke wie du bekommen kannst um ein gespühr für die rythmen und die grooves und lines zu bekommen und hör speziell auf das zusammenspiel von bass und drums... fang auf jeden fall an die licks nachzuspielen... gerade bassisten bedienen sich oft der selben schemen btw. muster wenn es um fills und läufe geht ausserdem hat jeder musikstil bestimmte eigenheiten btw merkmal die man oft in verschiedenen songs wiederfindet - wenn du die schemen durchschaut hast ist es ein leichtes diese zu variiern und in deine eigenen basslinien zu bauen...


    zum groove selbst

    was mir sehr geholfen hat meinen groove zu finden war das verwenden eines drumcomputers btw von drum samples...

    ne gute möglichkeit beides zu kombinieren ist in meinen augen guitar pro - einfach die basspur ausschalten und versuchen seine eigenen linien zu den songs zu machen...
     
  3. Gast 239971

    Gast 239971 Inaktiv

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    Erstellt: 30.07.08   #3
    Kann ich nur bestätigen! Eine gute Band um Inspiration zu finden ist zB Funkedelic; da sind schöne Bassläufe dabei. Was auch immer cool kommt ist im Lied zwischen Slappen und Fingeranschlag zu wechseln.
     
  4. K-Bal

    K-Bal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #4
    Leider arbeitet Guitar Pro nicht so genau wie ein Drumcomputer, es gibt da immer wieder Temposchwankungen um die 1 bis 2 beats. Klingt unspektakulär aber als "Groover" arbeitet man im Milisekundenbereich und da macht sich das bemerkbar. Außerdem neigt man damit dazu, seine Fehler nicht wahrzunehmen, weil der Song unbeeindruckt von eigenen Unsauberheiten weitergeht. Dennoch ne super Hilfe zum komponieren und lernen von Songs. Mein Tipp: wer mit Guitar Pro übt sollte immer die Bassspur ausschalten.

    Das beste ist wohl mit Musikern zu spielen, die wesentlich besser sind als man selbst. Das pusht einen unglaublich und im Gegensatz zu Guitar Pro machen sie sich darauf aufmerksam, wenn du "treibst" oder zu sehr "layed back" spielst. Nun hat man aber nicht immer seine Mitmusiker spielbereit und Guitar Pro ist für perfekten Groove zu ungenau. Also schnappt man sich das gute alte Metronom/DrumPC und spielt dazu. Das hat genau zwei Vorteile:

    1. Die Dinger sind bis auf die Mikrosekunde genau,
    2. Du hörst genau was du spielst.

    Für richtigen Groove musst du auch psychologisch ein bisschen anders heran gehen. Der Groove entsteht nur durch den Rythmus, welche Noten du über diesen spielst ist mehr oder weniger irrelevant, deshalb kannst du am Anfang oder solltest vlt sogar nur Grundtöne und/oder Deadnotes spielen. Im Grunde ist das nix anderes als Imitation eines Schlagzeugs . Noch stärkerer Bezug zum Schlagzeug entsteht beim Slappen:

    1. Du hast einen viel perkussiveren Klang.
    2. Du imitierst Bassdrum (=Slap) und Snare (=Pop)

    Das ist natürlich nicht immer so, aber es ist gut sich das am Anfang vorzustellen.

    Weiterhin kriegst du, wie schon gesagt, ein gutes Gefühl für Groove, wenn du viel groovige Musik hörst. Da kann man guten Gewissens jegliche Musik von folgenden Bassisten zu zählen: Jaco Pastorius, Victor Wooten, James Jamerson, Marcus Miller, etc...

    Ich hoffe ich konnte helfen ;)

    Viele Grüße
    Marius
     
  5. Spieleinlied

    Spieleinlied Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #5
    Francis Rocco Prestia ist z.B. ein gutes Beispiel für groovigen Fingerstyle wenn man es nicht so hat mit dem slappen.(so wie ich :D) http://de.youtube.com/watch?v=X6x--c9SZak
    Greifen tut er praktisch nur mit zwei Fingern mit den anderen dämpft er das macht auch einen schönen perkussiven Klang, ist mir persönlich zuviel Griffbrettgerutsche.
     
  6. Wonderbird m.e

    Wonderbird m.e Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.08   #6
    Danke erstmal für die ganzen antworten, die mir alle weitergeholfen haben und auch weiterhin weiterhelfen;)

    Ist ja praktisch neuland für mich...

    Ich denke für diesen zweck werde ich mir dann mal nen Drumcomputer anschaffen müssen!

    Vielleicht gelten andere Regeln beim grooven wenn man mit nem Plek spielt und praktisch 0 Slap-Anteile reinbringt?

    Ich kanns zwar, aber ich wollt gern bei 0 anfangen;)
     
  7. FO ArmyMan

    FO ArmyMan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.08   #7
    Ich würd die empfehlen mit Finger zu spielen. Das gibt imho 1. nen satteren dickeren groovesound 2. sind deadnotes einfacher zu spielen, und die sind das A und O beim grooven. Slappen braucht man nicht unbedingt zum grooven. Es ist halt nur relativ einfach das grooven durch slappen hinzubekommen, finde ich. aber fingerplay geht auch gut, hol dir ein drumcomputer (ein metronom tuts bei mir auch) dann denke dir eine schöne linie aus bzw. spiel einfach ins blaue, bis du eine linie findest, die dir gefällt. Die kannst du dann im spiel weiter groovig ausbaun.

    Edit: Du solltest natürlich schon die Tonleitern können, damit du einen notenvorrat hast, damit du dich ganz aufs grooven konzentrieren kannst.
     
  8. sickranium

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    Erstellt: 01.08.08   #8
    Ich will ja nicht meckern, aber wenn wir über den Millisekunden-Bereich reden, sind andere Musiker imho ungenauer als Guitar Pro....

    grühs
    Sick
     
  9. K-Bal

    K-Bal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.08   #9
    Jo technisch gesehen ist das richtig, der Unterschied besteht darin, dass dein Spiel das Spiel der anderen beeinflusst. Wenn ich also zu sehr treibe werden meine Mitmusiker darauf reagieren. Guitar Pro ist von sowas total unbeeindruckt, selbst wenn du überhaupt nichts hinkriegst dudelt es unbeeindruckt vor sich hin mit all seinen kleinen Temposchwankungen. Diese Inkonsistenz färbt dann irgendwann auf einen selbst ab (eigene Erfahrung).

    Es kommt halt auch immer drauf an mit wem man spielt ;) Die frisch gegründete Schülerband ist meistens nicht der richtige Kontext.

    Gruß Marius
     
  10. soerenDirt

    soerenDirt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.08   #10
    :) es sei denn es sind irgendwelche krassen japaner oder chinesen (so ne youtubeVirtuosen)

    ich muss zugeben, dass ich gar nicht wusste das guitarPro solche probleme mit dem tempo hat. kann ich ja von glück reden, dass ich damit nicht übe...

    @wonderbird
    du kannst den groove sehr gut unterstützen/aufbauen wenn du dich an die mikrotime hälst und nicht immer auf direkt auf der 1 od. 2 od. 3 od. od. od. da bist, sondern die noten vorziehst und nen bissel später da bist. wenn du weißst was ich meine.
    und dann schau dir an wie der song aufgebaut ist. such dir "lücken", also parts in den kaum jemand spielt und setzt da ein zwei noten zwischen. so kannst du die lines zusammenhalten, alles einwenig interessanter gestalten, und das stück rollt.

    kommt aber auch immer auf das stück an- pass nicht immer. aber wenn´s passt dann richtig!
     
  11. luckyluke

    luckyluke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.08   #11
    auch mal nix spielen, sprich pausen in der basslinie lassen die leute hüpfen ;)
     
  12. Apfelsaft

    Apfelsaft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.08   #12
  13. FO ArmyMan

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    Erstellt: 19.08.08   #13
    Ausnahmen gibt es doch immer ;)
    Ich meine nur, dass zb. Deadnotes mit Fingern imho besser klingen und viel funkiger rüberkommen. Mit Plek klingt alles etwas höhenreicher und imho blechern ;)
     
  14. JoNi22

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    Erstellt: 19.08.08   #14
    immer diese vorurteile gegen pleks... :D ;)

    ich denke, dass der bassist und sein können/feeling über funkiger und besser klingen entscheiden ;)
     
  15. FO ArmyMan

    FO ArmyMan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.08   #15
    das ist natürlich richtig. aber der sound muss ja auch irgendwo stimmen und da find ich Pleks eher ungeeignet. ;)
     
  16. C???nd

    C???nd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.08   #16
    find ich ehrlichgesagt nicht. natürlich klingts anders, aber genauso entscheidend ist da auch die saitenwahl, z.B. Flatwounds + Plec klingt imo ziemlich geil und das auch noch palm mutet. ausserdem haben genug bassisten gezeigt, dass mit plec zu spielen genauso funky sein kann: Average White Band - Cut the Cake

    ausserdem ist das doch einfach ne geschmacksfrage, ob eine diskussion darüber sinn macht, sei dahingestellt :rolleyes:
     
  17. sanderdrummer

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    Erstellt: 20.08.08   #17
    Ich bin eigentlich auch mehr für Finger.
    Pleks Grooven höchstens dann mehr wenn man U2 Achtelt xD

    Zum Thema kann ich den Song empfehlen.

    Voyager

    Damit kann man gut sein Timing auf die Probe stellen und flinke Finger gibts auch noch.
    Lässt sich auch gut Slappen der Groove und macht Spass ohne Ende :)

    Travelling Without Moving von Jamiroquai wirkt auch Wunder.
     
  18. Apfelsaft

    Apfelsaft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.08   #18
    In diesem Fall halte ich die Diskussion durchaus für sinnvoll, da es - so weit ich es verstanden habe - nicht darum geht, ob Pleck allgemein schlechter klingt, sondern darum, ob Plecks für Groove-betonte Musikrichtungen wie Funk ungeeignet sind.

    Und da bin ich der Meinung, dass der Verweis auf das Pizzicato-Spiel vom Wesentlichen ablenkt, nämlich dem Spiel mit dem Rhythmus. Gerade Groove halte ich für unabhängig von bestimmten Sounds - Es kommt darauf an, was der Anwender mit seinem Sound macht. Wenn jemand gern Pick spielt und den Sound mag, sollte er das imo beibehalten, da kann man genauso mit dem Sinn für den richtigen Zeitpunkt zum Spielen der Noten die Party-Peoplez zum Hüpfen bringen.

    Der Wechsel zu den Fingern führt nicht zum funky Groove, sondern ein tieferes Verständnis von Time und musikalischer Interaktion im Funk. Und das haben wir sowieso nicht, weil wir weiß sind:D

    Ne, im Ernst: Wie schon andere gesagt haben, muss man viel hören, nachspielen (unbedingt selber raushören) und wirklich zuhören, wie die Musiker miteinander interagieren. Und das über Bass und Drums hinaus. Auch ein probates Mittel, um den Rhythmus besser zu fühlen: Mitklatschen. Wie soll man erst mit dem Bass grooven, wenn man es (noch) nicht mal mit den Händen kann?

    Wenn gar nix klappt: Bleibt beim Metal;) Klingt wie ein dummer Kommentar, ist es vielleicht auch, aber nicht Jeder kann Funk spielen. Bootsy Collins wird auch keinen Grindcore machen können und wenn er noch so geil funkt....

    Wie immer gilt: Alles ohne Gewähr. Ich tue nur meine Meinung kund und erhebe keinen Anspruch auf salomonische Weisheit;)
     
  19. C???nd

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    Erstellt: 21.08.08   #19
    Genau!
    Und findest du nicht, dass das einfach ne geschmacksfrage ist? groove hat ja nun wirklich nichts mit finger / plec-spiel zu tun, sondern ob man das timing drauf hat. natürlich gibt es mehr funk-bassisten, die mit fingern spielen, heisst das auch gleich, dass sie deswegen mehr grooven? Ich wage das zu bezweifeln...:rolleyes:
     
  20. FO ArmyMan

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    Erstellt: 21.08.08   #20
    Ich finde aber, dass man mit 3-4 Fingern viel mehr Kontrolle über die Saiten hat. Das lässt ein genaueres Timing zu.
     
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