Furch/Stanford und die Qual der Wahl

von muemmel_0811, 03.02.07.

  1. muemmel_0811

    muemmel_0811 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.07   #1
    Hi zusammen,

    ich hatte ja schon mal in der Plauderecke 'nen Thread aufgemacht, in dem es darum ging, ob ich mir 'ne neue Gitarre gönnen soll oder nicht - wen's interessiert: guckst Du hier: https://www.musiker-board.de/vb/plauderecke/180966-neue-gitarre-soll-ich-oder-soll-ich-nicht.html

    Nun ja, dann war ich heut im music shop in München und dem Verkäufer einfach mal eine Preisobergrenze von 800,- genannt. Daraufhin hat er mir u.a. eine Blueridge BR 240, eine Furch D-20 (849,- und angeblich eine Sonderedition für den Laden) und eine Stanford Superstage (allerdings 1200,-) hingestellt. Nach dem ersten Probedurchlauf war dann zum einen klar, dass diese Teile deutlich besser klingen als mein gutes altes Stück und zum anderen, dass die Blueridge nicht so mein Geschmack ist, da sie mir einfach zu weich klingt und ich jetzt endlich mal weiß (hatte vorher einfach keinen Vergleich), dass mir der brillantere Sound deutlich besser gefällt.

    So, nun saß ich da und hatte diese beiden Furch- bzw. Stanford-Modelle vor mir und bin jetzt einfach ratlos...
    Die Furch hat irgendwas klanglich an sich, was mich sehr fasziniert hat, ich aber leider nicht in Worte fassen kann (vielleicht liegt's auch an der Zederndecke?). Sie klang für mich sehr ausgewogen, sehr brillant in den Höhen und kräftig in den Bässen und trotzdem sind die Mitten nicht untergegangen. Rundherum einfach ein klasse Sound!
    Die Bespielbarkeit ist einfach top. Bauform ist eine Dreadnought.
    Die einzigen beiden Mäkel, die ich an diesem guten Stück gefunden hab ist zum einen die Optik und zum anderen der Vergleichssound der Stanford. Zur Optik: an sich find ich pures Holz schon schick, aber irgendwie wirkt diese Gitarre mehr wie vom Flohmarkt, als nach einem Neu-Instrument. Bis auf die schicke Kopfplatte hab ich an ihr nichts optisch reizvolles gefunden - gut, ist halt einfach Geschmackssache, dass ich ein bisserl mehr auf Verzierung steh ;)

    Die Stanford hat, was Höhen und Tiefen angeht noch ein dutterl mehr an Brillanz bzw. Kraft als die Furch, wofür aber die Mitten nicht ganz so ausgeprägt sind. Der Gesamtsound ist nach Aussage des Verkäufers und meines Freundes (er hat das musikalisch deutlich bessere Gehör von uns beiden) auch noch etwas umfassender oder besser gesagt raumfüllender, als bei der Furch. Das blöde daran ist einfach nur, ich hab nach 2 Stunden einfach keinen Unterschied mehr hören können :o bzw. ist es draußen auch so laut geworden, dass vieles einfach untergegangen ist. Den vehementen? Klangunterschied muss ich dann wirklich nochmals prüfen.
    Die Bespielbarkeit auch hier einfach super. Bauform dürfte eine Jumbo (oder ähnliches) gewesen sein. Optisch find ich sie einfach nur traumhauft schön - die hatten sie dort in einem Rot-Ton, der einfach sensationell gut aussieht.
    An diesem Modell der Haken: der Preis. Ich bin mir noch nicht so wirklich sicher, ob ich wirklich 1200,- für eine Gitarre ausgeben will oder anders gesagt: sind mir das dutterl mehr an Klang und die Optik der Stanford wirklich 350,- EUR wert?

    Ach ja, beide sind mit Cut und Tonabnehmer ausgestattet, wobei mir der Tonabnehmer nicht annähernd so wichtig ist (deshalb auch noch nicht getestet), wie der Cut - ich fühl mich einfach mit der Freiheit da unten wohler.

    Und nun sitz ich da und weiß nicht was ich tun soll...
    Eins ist klar, ich werd jetzt erstmal ein bisserl Zeit vergehen lassen, bevor ich das nächste Mal in den Laden geh um beide nochmals zu testen. Wenn möglich werd ich auch mal 'nen Experten hinschicken, der sich die beiden Teile mal genauer anschauen soll.

    Ihr fragt Euch jetzt sicherlich, was Ihr jetzt für mich nach diesem Roman noch tun könnt?
    Ganz einfach, kennt einer von Euch eine oder beide Modelle und mag mir vielleicht einfach auch mal seine Erfahrungen/Eindrücke schreiben oder aber ein ganz anderes Modell in dieser Preisklasse empfehlen, dass es sich lohnen würde noch anzuspielen - was ich bevorzuge wisst ihr ja jetzt.
     
  2. gitarre-Heilbronn

    gitarre-Heilbronn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.07   #2
    Hi
    mit ner Furch liegst du richtig, probier aber spasshalber auch mal ne Lakewood....:great:
     
  3. chewingum

    chewingum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.07   #3
    Hallo Muemmel!

    Ich stand bzw. stehe immer noch vor ziemlich dem gleichen Problem wie du :)
    Ich war auch im MusicShop und hab die Furch D20 und diverse Blueridges angespielt und stehe nun auch vor der Qual der Wahl.... (zumindest bis ich das Geld zusammen hab ^^)
    Wobei ich auch sagen muss, dass die Furch etwas voller und "runder" als die ein bisschen mehr Vintage-orientierten Blueridges klang und mir die Furch dadurch insgesamt etwas besser gefallen hat. Mal nebenbei -auch wenn du meintest es spiele für dich keine Rolle-: Der B-Band Pickup in der Furch ist wirklich klasse! Der Flohmarktlook wie du es beschreibst stört mich persönlich übrigens nicht so, allerdings habe ich die Stanford Superstage auch nicht angespielt.
    Im allgemeinen bekommen Furch/Stanford (übrigens eine Firma) durchweg sehr positive Kritiken.

    Nimm beim nächsten mal am besten einen erfahrenen Akustikspieler mit und berate dich mit ihm ob er die 350 Euro mehr zahlen würde, oder so...

    Ich glaub ich hab dir jetzt auch nich großartig weitergeholfen :D :o

    P.S: Warst du zufällig am Dante-Gymi?

    Grüße,
    chewingum
     
  4. muemmel_0811

    muemmel_0811 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.07   #4
    'ne Lakewood wär schon was (konnte schon mal die meines Lehrers testen), aber da geht's dann preislich schon wirklich in Regionen, die ich einfach nicht mehr bereit bin zu zahlen - bin ja nur Feierabend-Gitarristin

    Schön, dass es nicht nur mir so geht :p
    Das mit der Kohle ist glücklicherweise kein Problem - gut, ich muss mich auch erst an den Gedanken gewöhnen evtl. 1200,- EUR auszugeben, an Stelle der angestrebten 800,-, aber es bringt mich glücklicherweise nicht um :)

    Hast Du die Blueridge mal direkt vor oder nach der Furch gespielt? Mich hat's fast vom Stuhl gehauen, als ich diesen Klangunterschied hörte.


    Das ist ja schon mal gut zu wissen - Danke!

    Lass Dir beim nächsten mal die Stanford einfach mal zeigen und wenn der Verkäufer nicht selbst damit rausrückt, dann frag ihn noch nach den 3 anderen möglichen Farbvarianten - die hängen da nämlich alle rum. Also ich muss schon sagen: die Stanford in Rot ist optisch ein wirkliches Highlight :great:

    Tja, das ist so eine Sache. So wie ich meinen Experten (der selbstverständlich noch befragt wird) einschätze, lässt der sich manchmal auch etwas von der Optik ablenken... und so wie ich ihn bisher erlebt hab, dürfte sein Geschmack wohl auch eher auf die Stanford fallen...

    Doch, hast Du - ich weiß jetzt schon immerhin, dass der verbaute Tonabnehmer was taugt :D

    Nee - meine Schulzeit ist auch schon etwas her...
     
  5. muemmel_0811

    muemmel_0811 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.07   #5
    die Stanford :D

    Hab jetzt noch mal beide miteinander verglichen und muss sagen, dass mir die Stanford dann doch mehr zugesagt hat, als die Furch.
    Außerdem hatte ich den Eindruck, dass sich die Stanford, die ich jetzt gekauft hab (gleiches Modell, wie beim letzten mal, aber eben eine andere Gitarre), etwas besser bespielen lässt, als die Furch - weiß nicht warum und wieso, denn Hals und Griffbrett sind bei beiden gleich, aber ist halt so.
     
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