Gallien Krueger MB 150 III vs Glockenklang Passenger Combo

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Mannigfalter
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Hallo,

vorweg, ich spiele weder professionell noch besonders intensiv Bass, jedoch möchte ich mir einen mehr oder weniger "endgültigen" Verstärker zulegen, ich bin nicht der Typ, der sich ständig was neues kauft.
Da die Zeit der schweren Rockmusik für mich ziemlich vorbei ist, brauche ich keine großen Türme und Topteil/Box - Kombinationen, es soll ein Combo sein,
mit dem in Jazz-Sessions, Fusion, oder auch mal in "normalen" Bands (Top 40, Blasmusik, whatever) gespielt und ausgeholfen werden kann.
Viel Wert lege ich dabei auf Qualität, hinsichtlich der Haltbarkeit und hinsichtlich des Sounds, es soll möglichst "kultiviert" und unverstellt, hochwertig klingen.

In die nähere Auswahl sind dabei der altbekannte Micro Bass 150 von Gallien Krueger mit evtl. Zusatzbox und der Glockenklang Passenger Combo gekommen (ich kenne zwar andere Marken namentlich, hatte aber bisher außer Hartke und GK nix unter den Fingern). Den GK habe ich vor einigen Tagen antesten können, das gefiel mir sehr gut, einfach angenehm, Glockenklang kenne ich bisher mehr vom Sagen als vom Hören.
Meine Fragen sind nun:
Kann man die Verstärker einigermaßen miteinander vergleichen - zumindest wenn man den GK mit zusätzlicher Box betreibt? Der Glockenklang kostet damit mind. 500,- mehr.
- Gibt es dafür mehr Lautstärke-/Volumenreserven? Mit Sicherheit, wenn man noch eine weitere Box anschließen würde.
- Sind die Sounds, das Wiedergabeverhalten überhaupt vergleichbar oder von einer komplett unterschiedlichen Philosophie?
- Ist der GK nicht doch eher was für Kontrabaß und reinen Jazz? Fand ihn zwar super, hab aber ohne Bandkontext getestet und bin daher diesbezüglich etwas unsicher.

Vielleicht hat/hatte ja jemand ähnliche "Sorgen". ;)
Danke schonmal!
 
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Hi!

Ich bin den anderen Weg gegangen.
Von Marschall-Combo (allerdings riesengroße und schwere 4x10) zu Topteil mit 2 verschiedenen Light Boxen - alles von Glockenklang (SoulII, Double-Light 23kg, Duo-Light-Neo 15kg).

Ich denke für Kneipen-Gigs und kleine Besetzungen sind beide erwähnten Combos eine sehr gute Wahl, aber schnell mal lautstärkemäßig ausgereizt.
Für größere Sachen sind auf jedenfall Zusatzboxen und PA ratsam.
Sind beides sehr universelle Kisten, super für Kontrabass, Jazz, Fusion, Konzerte, Proben, mit Zusatzbox evtl auch für die Rockband - hier aber begrenzt durch die Verstärkerleistung.
Leistungsmäßig ist der cleane Passenger etwas im Vorteil. Sound ist Geschmackssache und sollte unbedingt in einem größeren Musikhaus getestet werden.
Glockenklang kannte ich auch nur vom Forum. Als ich das erste Mal einen Live gehört habe, wusste ich das im ersten Moment nicht und war nur begeistert.
Als ich dann das Glock-Logo sah, musste ich das selbst mal testen, nur wo?
Bei mir wars Thomann, da gibts bestimmt nen Musikladen in der Nähe und auch mal 100km oder mehr können sich lohnen, denn es soll ja was Endgültiges sein.
Beim Test war ich dann ebenso begeistert, wie später in der Band - bis auf den Preis.
Wie es der Zufall will, lief mir ne Woche später ein gebrauchter Soul vors Auge und kurz drauf ne Double-Light und ich bin glücklich.

Ich würde trotzdem zu Top und Box(en) raten. Hier bekommt man mehr fürs Geld und ist flexibler.
Alternativ ist der Gebrauchmarkt zu empfehlen.
 
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Hallo Mannigfaltiger,

bei Deinen Qualitätsansprüchen und in Deinem Budgetrahmen würde ich Dir unbedingt raten, auch die folgenden beiden Kandidaten einem Test zu unterziehen:

- MESA Boogie Carbine M3 112 (Combo mit 1*12) - http://www.mesaboogie.com/Product_Info/Bass_Amps/carbine/M3/M3Carbine.html
Ich besitze den großen Bruder, M6 als 2*12 Combo (umwerfendes Teil) und habe den Kleinen M3 ein paarmal angespielt. Unglaublich, was da rauskommt! Macht, Druck, Durchsichtigkeit, Tone! Aber bei Bedarf auch Rotz und Mittenschub. Hätte ich nicht schon den M6 gehabt (für mich persönlich der ultimative Bassamp), hätte ich nochmal intensiv über den M3 nachgedacht.

- TecAmp Puma 212 Combo - http://www.tecamp.de/index.php?id=141 (gibt's auch als 1*12 Combo - http://www.tecamp.de/index.php?id=139)
Vergleichbar überragende Qualität, federleicht (22 kg), bassstark, supertransportabel (Rollen und ausfahrbarer Haltebügel) - mit dem Regler "Taste" stufenlos zwischen modern/clean und vintage/kuschelig abstimmbar.

Viele Grüße & viel Spass auf der Suche!
Jo
 
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das ist mein thema :) - ich stand vor 4 jahren genau da wo du jetzt stehst... ich habe mich letztendlich für den passenger + zusatzbox entschieden -> review gibts hier:

https://www.musiker-board.de/review...combo-glockenklang-space-box.html#post2826417

zu deinen fragen:

Gibt es dafür mehr Lautstärke-/Volumenreserven?

nicht wirklich! der leistungsunterschied ist marginal, du hast lediglich durch die zusatzbox mehr abstrahlungsfläche -> für laute geschichten ist es allerdings immernoch zu leise und für leise bis moderate geschichten langt die combo alleine aus (rückwirkend hätte es auch die 4ohm variante als standalone getan)

Sind die Sounds, das Wiedergabeverhalten überhaupt vergleichbar oder von einer komplett unterschiedlichen Philosophie?

kann ich nichts zu sagen, da ich den GK nicht kenne -> ich hatte allerdings lange den 700RB der ging vom sound in eine ähnliche richtung wie der passenger....

letztendlich bin ich mit dem passenger allerdings nicht glücklich geworden -> zum üben zuviel power (klar leise geht immer, aber so ein 12er braucht dann schon etwas kraft um auf touren zu kommen) und für alles andere irgendwie zu wenig - ich war bei lauten sachen irgendwie immer kurz vorm clipping...
 
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Hallo,

erstmal vielen Dank für die interessanten Antworten!
Ich bin natürlich jetzt verwirrter als vorher ;-) . Ein Glockenklang-Fan, ein Ex-Glockenklang-Fan, Alternativvorschläge....
Ich werde dieses Jahr wahrscheinlich zur Musikmesse fahren und mir da noch mal so einiges anhören bzw. anspielen.
@ Thumbrest: Hast Du den Passenger dann wieder verkauft, falls ja, was spielst Du jetzt?
 
Versprich dir nicht zuviel vom Antesten auf der Musikmesse! Es ist immer laut und immer voll, man hört kaum was.
Zum Testen ist nen großer Laden besser. Weiß ja nicht wo du herkommst, aber in Köln gibts nen ganzen Haufen Glockenklang. Siehe Hintergrund.
attachment.php

Ganz davon ab lohnt sich der Besuch der Messe natürlich :D
 
@ Thumbrest: Hast Du den Passenger dann wieder verkauft, falls ja, was spielst Du jetzt?

ja, habe das ganze stack wieder verkauft - obwohl ich mit der zusatzbox, bzw beiden boxen eigentlich sehr zufrieden war... zuhause spiele ich einen ebs classic session 60, der hat einen super sound und eignet sich auch bestens als monitor, ansonsten bin ich momentan bandlos und brauche auch nicht mehr :) - wenns mal wieder in richtung band gehen sollte wirds auch mit sicherheit was von ebs werden...

ums anspielen wirst du denke ich nicht herumkommen, obwohl man ja bei den großen musikhäusern 30 tage money back hat -> also order einfach beide, teste sie im bandeinsatz und schick den verlierer zurück....
 
@ Bottrock: Ja, werd u.U. an einem "Händlertag" reinkommen, evtl. isses da etwas leiser. Und nach zehn Jahren lohnt ein Besuch allemal wieder.
@Thumbrest: Ja, der Versandhandel bietet diese Möglichkeit, wurde ja hier schon öfters diskutiert, inwiefern das Ausnutzen "in Ordnung" ist. Bei einer solchen Investition
ist es wohl schon sinnvoll und angebracht, wenn man schon online bestellt und anderweitig nicht/sehr schlecht getestet werden kann. Kommt Zeit kommt Rat, evtl.
kann ich ja im Franfurter Raum dann mal bei einem Geschäft vorbeischaun.

Ach ja, muss ja erst noch einen Bass kaufen, die Reihenfolge wäre wohl doch erst Instrument, dann Verstärkung... :)
 
session in frankfurt müsste die sogar beide im laden stehen haben, bzw. holen die das einem auch ausm lager - hab meinen passenger damals auch da gekauft (da wars noch der schmidt)....

beim instrumentenkauf ist es zwar wichtig erstmal im laden anzutesten nur sagt das im endeffekt rein garnichts über das eigentliche einsatzgebiet aus - ich hatte schon zig bässe in der hand die alleine gespielt super klangen, sich im bandeinsatz aber überhaupt nicht durchgesetzt haben... von daher finde ich diese vorgehensweise sogar notwendig und es wurde mir auch mehrfach von händlern nahegelegt den bass doch auch unbedingt mal mit meiner band zu testen... dass noch kein musikhaus auf die idee gekommen ist eine art proberaum einzurichten in dem man mit der ganzen band testen kann.... gut amps und drums wechsel wären utopisch aber einfach 2 gitarrenamps einen bassamp, ein simples drumset und evtl. noch ne kleine pa in nen schalldichtenraum gestellt und fertig - so würde ich jedenfalls gerne bässe testen....
 
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Wenn Du nach Frankfurt fährst, vergiss den Maruszczyk Stand nicht!!!!!!!!!!!

Abgesehen von den Bässen könnte Dich evtl. der Barabass Amp http://public-peace.de/index.php?option=com_content&view=article&id=50&Itemid=64 interessieren, denn er dürfte genau deine Anforderungen erfüllen.
Das Gehäuse kannst Du dir auch in der gewünschten Farbe lackieren lassen. Bass und Amp in der gleichen Farbe etc. sind kein Problem ...

Den MESA und TecAmp Vorschlägen würde ich mich ebenfalls anschließen ...
Wenn Du merkst, dass Glockenklang dein Ding ist, wird es keinen anderen Amp geben (vielleicht noch Genz Benz Shuttle Combo?). Für diese Amps ist man aber gemacht, oder ist es eben nicht. Sie sind mMn "hochqualitative Individualisten", die auch ein entsprechendes Gegenüber wollen.

Gruß
Andreas
 
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@Cadfael:
Wenn Du merkst, dass Glockenklang dein Ding ist, wird es keinen anderen Amp geben (vielleicht noch Genz Benz Shuttle Combo?). Für diese Amps ist man aber gemacht, oder ist es eben nicht. Sie sind mMn "hochqualitative Individualisten", die auch ein entsprechendes Gegenüber wollen.
Danke, gut zu wissen und ich ahne auch bereits, dass eine so "übergenaue" Wiedergabe auch problematisch sein könnte....

@thumbrest: Ja, das wäre natürlich eine Idealsituation zum Testen. Bei mir ist die Situation aber eher so, dass ich hier und da mal aushelfe bzw. dabei bin, und das so unregelmäßig und ungeprobt, dass ich gar keine Tests unter "Bandbedingungen" machen könnte. Auch nicht ganz so entscheidend, es ist aber sicher viel besser, zuhause in Ruhe die Kandidaten mal auszuprobieren, im Musikgeschäft/Messe ist diese einfach nicht so gegeben.
 
Du hast es erfasst! :D

Ich bin Roland Fan, habe Roland D-BASS und Roland CUBE 100 BASS ...
Der CUBE dürften Dir zu "spielerisch" sein und den D-BASS gibt's nur noch gebraucht. Falls der CB-120XL gerade im Laden steht, würde ich ihn ruhig antesten. Was Qualität und Langlebigkeit angeht steht Roland auch weit oben. Der D-BASS hat in Sachen Rauschabstand noch mal weit die Nase vorne. Ich hätte auch das Geld für einen Glockenklang +++ gehabt; habe aber meine persönliche Lösung gefunden.

Für Dich würde ich zum testen Glockenklang, TecAmp, MESA oder Maruszczyk vorschlagen ...
GK will ich aber nicht ganz ausschließen. Spielt aber (auch leistungsmäßig) in einer aneren Liga ...

Gruß
Andreas
 
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