[GB] Modern Vintage T-Style (Custom Body & Neck Shape)

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Mahlzeit,

nun da sich das Projekt dem Ende nähert möchte ich dem Boad (auch wenn es schon bebilderte Beiträge hier gibt) den Bauverlauf nicht vorenthalten. Eins vorab ... die Gitarre entstammt nur meiner Idee ... durchführende Kraft bin aber nicht ich, sondern Murle1 aka Rainer Buschmann Custom :)

Der Entwuf ist schon alt und stammt schätzungsweise aus 2006 und wurde (so glaube ich) 2007 das erste mal hier in einer andere Form als Junior Abwandelung mit einem P90 Coil hier veröffentlicht. In der Veröffentlichung ging es darum, eine Musiker Board Gitarre zu kreieren, die dann in Kleinstserie aufgelegt wir .... tja ... zu viele Köche haben wohl damals den Brei verdorben, so ist es leider nie dazu gekommen. Meine Idee hat überlebt ... und bald ist hier das Ergebnis zu sehen :)

13. Juni 2013

Erster Mailkontakt mit Rainer. Ich habe Ihm aufgrund einer PM hier im Forum meine Ideen geschildert und promt hat er meinen allerersten Sketch von der Gitarre erhalten. Dieser Entwurf ist noch einer der ersten. Hier zu sehen noch mit einem speziell geformten F-Hole, da ich damals eigentlich eine Semi-Akustische Gitarre haben wollte. Natürlich auch mit QM-Decke in einer Transparent-Roten Lackierung.

Modern Vintage Hybrid.jpg

18. Juni 2013

Hier gab es schon die ersten hochauflösenden Sketches anhand denen mal den Bau schon hätte beginnen können. Zu der Zeit war ich mir in Sachen Farbwahl noch unschlüssig. Daher gab es später verschiedenen Entwürfe ... und auch einen Formvergleich zu einer Original Fender Telecaster ...

ModernVintage Body und Neck.jpg ModernVintage Tele Formvergeich.jpg

ModernVintage LightTransBlack Burst.jpg ModernVintage Morning Glow Burst.jpg ModernVintage TransRed over Quilt Maple.jpg ModernVintage Violett TransBlack Burst.jpg

20. Juni 2013

Hier wurden zwei 1:1 Ausdrucke in die Post gebracht, damit der Rainer schon mal beginnen konnte und was auch somit quasi als Auftragserteilung verstanden werden durfte.

IMAG1551.jpg

21. Juni 2013

Prompt folgte der Fragebogen zum Bau einer E-Gitarre und auch ein Angebot was ich nicht ausschlagen konnte, obgleich ich eigentlich einen weniger auffälliges Holz haben wollte ;)
Auch mit ein Grund was folgendes: Leider konnt der Rainer bei seinem befreundeten Schreiner auf Grund eines Brandes nichts mehr anfertigen. Dies hätte eine längere Wartezeit für mich bedeutet oder einen Hals aus Göldo whatever Fertigung. Ich wollte aber einen vom Rainer haben :)

IMG_3007.jpg IMG_3008.jpg IMG_3009.jpg

So viel fürs Erste ... Weitere Infos und Bilder folgen natürlich ;)
 
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Der Hals sieht mal richtig lecker aus! ;) Ich bin gespannt! :)
 
Kante

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Hm - also die "Haifisch Kopfplatte" kann man ja noch akzeptieren, aber dass der Body oben im 90° Winkel auf den Hals zuläuft,
ist für mein ästhetisches Empfinden ein absolutes No-Go.
 
Ruhr2010

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Auch das hat ein Vorbild in der Natur, den Beluga. Ich finde finde es hübsch. Und nun? ;)
 
Kante

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Nur weil es ein Vorbild in der Natur findet, muss es doch nicht schön sein, oder? :(:confused:
Sonst wäre auch das eine schöne Vorlage :p

Aber wie ich schon anmerkte - ist ja nur meine persönliche Meinung
 
Bully51

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Den oberen Cutaway zu schließen (den "Beluga-Schädel"), bringt Nachteile beim Spiel in oberen Lagen. Also ich würds lassen ..
 
j.konetzki

j.konetzki

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Schönen Sonntag alle zusammen :)

... und danke schon mal für Eure Beteiligung. Es ist schön zu sehen das dieses (eigentlich alte) Projekt ein paar Anhänger gefunden hat und auch den Raum zur Diskussion bietet :)

Geschmack ist immer eine Frage die polarisiert und letztendlich ist es natürlich schön Eure 2 Cents zu lesen. Es ist mir schon klar, dass das Design nicht jedermanns Sache ist ... Es ist ja auch MEINE Gitarre und normale Teles gibts huntertausende ... ich habe aber eine Einzigartige ;) ... Nehmt es mir bitte nicht übel wenn ich auf Geschmacks- oder Ästhetik-Apostel nicht reagiere und ausschließlich den Fertigungsprozess hier dokumentiere ;)

25. Juni 2013

Erste Detailfragen werden geklärt. Unter anderem auch die Frage zur Bridge. Mein Favorit war der folgende ...

t_abrdg6b.jpg

26. Juni 2013

Zwischenbericht zum Korpus. Das Holz hatte er bereits an Lager und es muste nur zugesägt werden. Es handelt sich um einen sehr leichten 2-Teilen Korpus aus Sumpfensche mit einer sehr angenehmen Maserung. Im Zuge dessen wurde auch schon der Hals auf das Paddle angezeichnet. Weitere Arbeiten konnten zu dem Zeitpunk allerdings noch nicht am Hals gemacht werden.

IMG_3012.jpg IMG_3014.jpg IMG_3019.jpg

28. Juni 2013

Nun ist auch der Hals ausgeschnitten und es stellt sich schon die Frage bez. der zu verwendenden Dots

IMG_3027.jpg IMG_3028.jpg

29. Juni 2013

Zu dieser Frage war ich mir doch recht unschlüssig ... daher gab es als Entscheidungshilfe ein paar Bilder :) ... Die Entscheidung fiel dann zu Gunsten der schwarzen Dots. Ich hatte mal eine Lite Ash Tele (Bekanntermaßen auch mit Birdseye Maple und mit Abalone Dots) ... das hat mich nur nicht so ganz überzeugt!

IMG_3029.jpg IMG_3031.jpg

15. Juli 2013

Nach einer dann etwas längeren Wartezeit wurde auch der Korpus zurechtgeschnitten und auf meinen Wunsch nebst Fräsung für die Halstasche auch schon die Fräsung für den Neck Pickup vorgenommen. Die Form der Fräsung sieht was seltsam aus ... Das hat seinen Grund weil ich gerne flexibel sein mag und auch einen Fullsize Humbucker an den Hals setzten möchte wenn mir danach ist.

IMG_3062.jpg IMG_3063.jpg

So viel für Heute ... bald geht es sicher weiter mit dem Baubericht :D
 
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Hallo, hast du dir schon mal überlegt das Pickguard noch ein bisschen zu verändern? Auf diesem Bild Anhang anzeigen 299626 sieht der Body nämlich gut aus, aber mit dem Pickguard sieht es unstimmig aus, wäre vielleicht schöner, wenn es schmäler wäre.

Wie du sagst ist es deine Gitarre und die muss dir gefallen, aber vielleicht können ein paar Meinungen von anderen trotzdem helfen.
 
j.konetzki

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Also ... die Sache ist die ... Morgen werde ich die fertige Gitarre bereits in meinen Händen halten. Für Usertips jedweder Art ist in Sachen dieser Gitarre leider zu spät! Wie schon erwähnt: Das was Ihr seht ist der dokumentierte Entstehungsprozess. So und nicht anders wollte ich den Bau meiner ersten auf den Leib geschneiderten Lady durchziehen. Sorry, wenn ich Euch da nicht mit einbezogen habe! :(

Wir sind aktuell erst Mitte Juli ... da kommt also noch einiges an Info und Bildern ;) ... last euch überraschen was alles so passiert ist und welcher Weg eingeschlagen worden ist :)
 
j.konetzki

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26. Juli 2013

Bildernachschub mit eingesetzem Hals und E-Plate und Bridge mit vormontiertem Pickup. PG bereits angeliefert ... fehlt aber noch auf den Bildern. Der Body ist nun auch schon fertig geschliffen, Ecken abgerundet etc. Es sieht nun schon mehr nach Gitarre aus :)

IMG_3113.jpg IMG_3115.jpg IMG_3116.jpg

08. August 2013

Nach längerer Bilderlosen Zeit ... viel gab es so nicht zu berichten ... gab es leider einen kleinen Rückschlag. Der Body war bereits beim Lackierer und wir waren voller Hoffnung das wir noch pünktlich zu meinem Geburtstg fertig würden. Dann kam jedoch die Nachricht, dass leider vergessen worden ist den Belly Cut anzufertigen. Sehe ich dem Rainer auch nicht nach ... wir hatten zu der Zeit fiese Temperaturen, und wer Rainer kennt, der weiß dass er direkt unterm Dach arbeitet. Das hält auch die coolste Sau nicht aus! Dazu noch der Terminstress ... und da ist es halt passiert ... Im Grunde genommen nicht dramatisches ... es hat uns nur schwer in der Zeitplanung zurück geworfen. So wurde der Body nachdem er bereits gebeizt worden ist mit Belly Cute versehen und wieder zurück zu Benthaus geschickt. Dies bedeutete aber leider, dass ich mich noch länger gedulden muss, da Benthaus sich bis zum 01.09 in die Betriebsferien begab ...

IMG_3131.jpg IMG_3132.jpg

11. September 2013

Das lange Warten hat sich gelohnt! Der fertig lackierte Body ist nun wieder zurück und wartet nach einer weiteren Trockungsphase auf seinen Zusammenbau. Der Lack war doch noch sehr empfindlich zu dem Zeitpunkt. Verwirklicht werden sollte eigentlich mein allererster "LightTransBlack" Entwurf. Leider ist es aber nicht wirklich möglich Sumpfesche ohne Flecken so dezent zu beizen. Daher sagt mir Rainer vorab schon, dass ich mich auf ein dunkleres Schwarz einrichten muss ... gesagt getan, so war ich auch nicht verwunder als der Body nun tatsächlich so dunkel wurde. Rainer war mehr unzufrieden und bat mir an den Body noch mal abzuschleifen um Ihn neu lackieren zu lassen ... Gibt's keinen Grund zu ... das Dingen ist Top lackiert so wie es ist! :great: ... Bevor ich die Bilder gesehen habe war ich mir auch was unsicher ... Gibt das was mit den sehr dünnen Burst, oder sieht das Käse aus? Aber der Gedanke war verschwendete Zeit! Rainer weiß schon, wem er seine Schätzchen zum veredeln gibt :)

IMG_3187.jpg IMG_3188.jpg
 
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Ich finde Sumpfesche sowohl klanglich als auch optisch immer eine gute Wahl! :) Das dezente Burst sieht gut aus! :great:
 
j.konetzki

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Ja genau ... das war dann auch der erste Rat vom Rainer an dem wir auch gleich festgehalten haben :great:

Leider gibt es eine schlechte Nachricht bez. der Verbringung ... die Gitarre wurde dann wohl doch nicht über das Wochenende transportiert. So muss ich dann Morgen oder eventuell am Mittwoch darauf hoffen das die Gitarre ankommt :( ... aber watt willst'de maache? Jetzt habe ich mich so lange gedultet ... da schaffe ich auch noch ein zwei Tage mehr ;)

Ach so ... eine Anmerkung habe ich doch noch bez. der Ästhetik: Optische Schlüssigkeit steht hier im Verhältnis zu Komfort und Ergonomie. Da es wie gesagt primär ein Arbeitstier sein soll - was auch den Bühneneinsatz nicht scheuen soll - lagen meine Kriterien eher beim zweiteren. So erhält der Hals die max. mögliche konnektierte Fläche zur Halstasche in Anbetracht des üppig ausgeschnittenen unteren Horns ohne vorher in einen Cutout zu gehen. Ich verspreche mir davon etwas mehr Steifigkeit und einen schnellere Ansprache, was ja für eine Tele absolut nicht falsch ist :D

Grundsätzlich gibt es zum allgemeinen Design eigentlich mehr Parallelen zur Les Paul. Wir haben einen großen runden Arsch (aber platter als bei einer Les Paul) mit deutlich schmalerer Taillie als bei der Tele und auch einen zarteren Vorbau. Es ist immer noch vorwiegend Tele, aber deutlich eleganter und zarter ... Also kein grobes Brett wie wir es eigentlich gewöhnt sind. Die trotzdem naheliegendes Ähnlichkeit zu Telecaster liegt daran, das die Linienführung der original Tele Tallie fast exakt erhalten geblieben ist, aber sich zum Hals hin verjüngt, was auch für mich den Sinn in einer Gewichtsreduzierung hat ;)

Anhang anzeigen 299475

Wem das nicht passt ... die Idee der Modern Vintage T-Style grundsätzlich cool findet ... kein Thema, durch einen minimale Anpassung lässt sich dies korrigieren ohne nennenswert das grundsätzliche Design zu "verunstalten" ;)
 
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CrazyKangaroo

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In einem bestimmten Thread geistern übrigens schon Bilder der fertigen Gitarre rum ;) (ich verrate aber nicht wo, soll ja spannend bleiben)

Schönes Konzept, mir gefällt die Form richtig gut.
 
j.konetzki

j.konetzki

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Psssssttttt ... ist doch geheim :D
 
j.konetzki

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So kommen wir doch schon früher als gedacht zum Ende des Bauberichtes ... ging doch was schneller als ich gedacht hätte, hätte mir wohl mehr Ziet lassen sollen ;) ... Es waren bislang 134 Mails mit dem Rainer bezüglich diesem Projekt ... ein zwei weitere werden sicher noch folgen ...

11. September 2013

Am gleichten Tag folgen später am Abend noch die Bilder mit angelegten Hardware Teilen. Ich musste mich ja noch u. a. für eine Controlplate entscheiden. Eigentlich wollte ich einen mit zurück gesetztem Vol. Poti ... Rainer hatte aber noch eine weitere bestellt mit angewinkeltem 3-Way Switch für einen Strat ähnlichere Bedienung ... die ist es dann auch schlussendlich geworden :)

Häussel Pickups waren seine erste Empfehlung vom Rainer, ich war jedoch auch geneigt "meine" MGH Black Hornets zu wählen ... grundsätzlich war ich was das anging offen; preislich hat der Matze vom Trashcontainer dann alles gegeben! So habe ich mich dann auch "für die Sichere Sache" entschieden. Zum einen da ich die BH Coils a) schon Live spiele und b) auch an deren Entwicklung so ein wenig mit schuld bin (da hängt auch ein wenig Herzblut dran!). Den Pickup gibt es schon seit einigen Jahren ... offiziell (im neuen Shop) seit Februar 2012. Nachdem ich 2007 meinen erstes Custom Pickup Set beim Matze in Auftrag gegeben habe aus dem dann später in der dritten Generation das Black Hornets Set entstanden ist, habe ich selbst erst in diesem Jahr meine Live Klampfen damit nachgerüstet.

IMG_3189.jpg IMG_3190.jpg IMG_3191.jpg IMG_3192.jpg

13. September 2013

Nun war es soweit ... Meine Modern Vintage war schon mal bereit um final abgelichtet zu werden, obgleich noch am Abend und am Folgetag noch kleinste Nachbearbeitungen durchgeführt worden sind. Noch ist die Gitarre in einem DHL Auto ... aber um den frühen Nachmittag sollte sie ankomen. Die finalen Specs im Detail kenn ich noch nicht, aber hier schon mal grob was erkennbar ist, bzw. was ich in Auftrag gegeben habe:

Anhang anzeigen 299912 Anhang anzeigen 299913 IMG_3195.jpg Anhang anzeigen 299915 Anhang anzeigen 299916 Anhang anzeigen 299917 IMG_3199.jpg

Die Form oder Typ: Tele-ähnlich (Custom Shape nach Vorgabe)
Korpusholz: Sumpfesche
Halsmaterial: grobes Vogelaugenahorn
Griffbrett: Ahorn VAA
Kopfplattenform: Tele-ähnlich (Custom Shape nach Vorgabe)
Anzahl der Tonabnehmer: Zwei
Hersteller der Tonabnehmer: MGH Black Hornets
PU's: Klingen-HB im SC Format
Routing: Elektrik mit Schlagbrett
Bridge: Feste Modernstyle T-Style Brücke von Gotoh
Hardware: Chrome
Mechaniken: Kluson Backlock Tuner mit ovalen Flügeln
Vorgesehene Saitenstärke: Elixir Medium Satz 0.011 - 0.049 (Nanoweb-Beschichtung)
Halsprofil und Griffbrettradius: kräftiges Halsprofil mit 10er Radius
Edelholzdecke: Nein
Elektrikbesonderheiten: HB Splitfunktion mit BassCut
Sonstige Absprachen: Meine Initialen oder mein zartes Alter :) als Einlage auf Griffbrett oder Kopfplatte ... wurde aber nicht verwirklicht!
 
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Sashman

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Erftstadt
Ein absolut schickes Gerät !!!:hail:

Gruß
Sash
 
j.konetzki

j.konetzki

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Sie hat sich ganz gut eingelebt und verträgt sich auch prächtig mit der bereits anwesenden Damenschaft an Gitarren :D

Nun nach ein paar Wochen der zweisamkeit mein ...

REVIEW

Features: T-Style Gitarre mit leichtem, zweiteiligen und fein gemasertem Sumpfeschenkorpus und einem groben Vogelaugen Ahornhals mit aufgeleimten feineren Ahorn Vogelaugen Griffbrett. Korpusform und Halsplattenform nach Vorgabe von mir. Bestückt mit zwei splitbaren Black Hornets Klingenhumbuckern von MGH und eine für Tele übliche 3-Way Verschaltung. Modern Gotoh Bridge mit 6 Einzelreitern, Kluson Back Lock Tuner und eine Mensur von 648 mm.

Eine Besonderheit ist die Halsverschraubung. Rainer hat das so erklärt. Normalerweise ist die Halsbefestigung mit Platte ein Kompromiss aus Ausrichtung und Fixage. Hier wurde das in einem System miteinander verbunden. Unter der Platte sind zwei enge Bohrungen mit versenkten Halspitten für die Ausrichtung des Halses und die Halsplatte selber sorgt für einen gleichmäßig verteilten Anzug des Halses.

Sound-Qualität:
Das war für mich maßgeblich der Grund es mal mit einer auf den Leib geschneiderten Gitarre zu versuchen. Normalerweise bin ich es so gewohnt, dass eine Gitarre trocken entweder gut resoniert und klingt oder eben stumpf und leblos klingt. Die, die eher stumpf klingen Gitarren mal außen vor … Entweder klingen sie dann warm, mittig ausgeglichen oder hell perkussiv. Bei der RBC ist es so, dass sie durch die Bank in allen Frequenzen sehr laut klingt und merklich in der Hand schwingt und resoniert. Diese Beobachtung führt sich verstärkt fort. Wirklich ein Traum :)

Typisch nach Tele klingt sie nicht, aber das war auch nicht Ziel der Arbeit. Sie ist eine moderne Interpretation einer der ältesten Solidbody Gitarren überhaupt und dient für mich als Allzweckwaffe live, sowie auch im Studio als auch unseren Proben. Die Pickups sind mit knapp über 12 kOhm kräftig aber nicht zu heiß. Sie haben mehr Pfund in der Basswidergabe und auch eine angenehme Portion Höhen. Gesplittet spritzig, frisch, direkt und im Humming-Modus hätten sie auch Potential für härteres Zeug. Sehr erfreulich ist, dass die Pickups selbst gesplittet kaum anfällig sind für Störsignale oder das sie anfangen zu fiepen oder zu koppeln. Das erweitert mein Potential an Solosounds enorm!

Von der Mächtigkeit im Sound kann sie es schon mit einer Paula aufnehmen. Selbst in der Bridge sehr breit und tragend mit langem Sustain. Thick’N’Sweet am Hals. Nicht ganz so attackreich wie ich es von meinen Tele Gitarren sonst gewohnt bin. Durch die längere Mensur und damit höhere Tension aber eher mein Favorit als eine handelsübliche Les Paul.

Zuverlässigkeit / Haltbarkeit: Dazu kann ich noch nichts sagen. Die Proben sowie diverse Jamsessions in meinem Recording-Zimmer hat sie problemlos überstanden. Alles Weitere wird die Zukunft ergeben … Grundsätzlich macht sie einen soliden Eindruck. Vermutlich werden mich auf den anstehen Gigs keine Überraschungen erwarten.

Benutzerfreundlichkeit: Tja, was soll man zu einer Gitarre sagen, wo die Form - und damit auch gewisser Weise das Handling - doch durch mich wurde. Das gute Stück wiegt gute 3,5 Kilo, wobei sehr dicke Hals unverhältnismäßig mehr Gewicht mitbringt als es sonst der Korpus tun würde. Entgegen der Befürchtung vom Rainer kann ich aber nicht bestätigen, dass die Gitarre kopflastig ist. Das auch selbst nicht mit einem dünneren Nylon Gurt! Der Belly Cut ist angekündigt nicht so üppig ausgefallen wie beispielsweise bei meinem Rockinger Body… ist aber vollkommen ausreichend.

Der Hals ist schon abartig fett und für mich bislang das der fetteste den ich jemals gespielt habe. Wirklich erstaunlich dabei ist, dass der Hals trotzdem sehr angenehm in der Hand liegt und dabei auch noch gut zu bespielen ist. Grundsätzlich absolut kein Problem ... Nur fühlen sich nun alle anderen Hälse was dünn an :) Ich werde den RBC Hals noch eine Weile spielen um mich dann hoffentlich bald zu entscheiden ob er so bleibt oder ob er doch etwas dünner gemacht werden soll.

Die Gitarre ist insgesamt etwas länger ausgefallen als eine typische Tele oder eine Strat. Sie passt aber in alle meine Koffer, bis auf den Fender Formkoffer. Hätte ich das obere Horn etwas anders geformt würde sie sogar hier anstandslos hineinpassen. Das kann man ganz gut auf meinen Vergleichssketch sehen …

Die Aufmachung und Positionierung ist original Telecster. Die Control Plate ist allerdings etwas anders. Der 3-Way Switch ist stratlike ergonomischen angewinkelt montiert und das Volume Poti ist etwas nach hinten versetzt. Eine für mich wirklich sehr sinnvolle Modifikation … auch für jedwede andere Art von Tele oder T-Style Gitarre!

Gekauft bei: Direkt bei Rainer Buschmann als Custom Order nach eigener Vorlage. Bauzeit ca. 3 Monate. Wäre das Problem bei der Lackierung nicht gewesen wäre sie sicher auch früher fertig gewesen.

Preis: Komplett inkl. Beratung, reger Mail- und Telefonkontakt, der Gitarre selbst und den Versandkosten lag der KVA bei unter 950,- EUR … und dabei ist es auch geblieben.

Gesamtbewertung: Als Besitzer über Pro und Contra zu berichten ist nicht ganz das was ich erreichen kann und auch möchte. Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem Instrument und lege es - insofern ich Zeit finde zum Spielen nur schwerlich aus der Hand - aber zum Schluss noch mal ein zwei Punkte die man meiner Meinung nach hätte anders/besser machen können:

- Trussrod an der Halsinnenseite zum Korpus:

Meiner Meinung nach ist das die zwar optisch schönere Variante nichts davon sehen zu können, da ein Instrument ja irgendwann auch mal sein Setup erhalten hat und dann auch nichts mehr eingestellt werden muss. Nur war es angesichts der sechs Halsschrauben jedes Mal ein Vergnügen den Halsstab auch nur um ein paar Grad zu drehen um die perfekte Saitenlage zu erreichen. Gut nun ist es erledigt und somit rückt das Thema zum Zugang des Trussrod für mich wahrscheinlich bald schon in den Hintergrund

- Bohrungen der Saitenführungshülsen:


Auf den ersten Blick alles akkurat und gut gefertigt, aber die Bohrungen sind nicht ganz exakt in einer Linie. Kein Mangel, zumal sie auch auf der Korpusrückseite verbaut sind … aber es ist ein kleines Detail, was nicht ganz exakt gefertigt wurde.

- Elektronik:

Jo, keine Ahnung was hier passiert ist? Den Klingenhumbuckern wurden 250er Potis spendiert. Grundsätzlich nicht falsch … aber eventuell fragt man beim Kunden mal nach was er favorisiert ;)

Zu allem Überfluss gab es noch zwei Fehler in der Verlötung … auch nichts dramatisches, da die Verschaltung grundsätzlich funktioniert hat. Nur hat sich ein Beinchen des parallel eingelöteten Kondensators gelöst und die Erdungen der Splitsignale liefen ins Leere und nicht auf Masse wie es gehört. Somit ist auch der marginale Klangunterschied zu erklären den Du bei Testspielen beobachtet hast Rainer … kein Ding, das kann uns allen mal passieren ;-)

PS: Aktuell sind wir noch schwer in den Vorbereitungen für unser 10 Jahre Jubilar Konzert … so wie ich Zeit finde werde ich mal ein paar Soundschnipsel anfertigen :)
 
j.konetzki

j.konetzki

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OK FUCK! :D ... ich muss hier an der Stelle meine Beobachtung noch mal betonen! Die Gitarre ist trocken arschlaut. So laut, dass mein Frauchen die Gitarre trocken gespielt in der Wohnküche durch den Flur und durch eine geschlossenen Türe bis ins Bad (Sie lag gerade in der Wanne) hat spielen hören ... wäre nicht aufgefallen wenn ich nicht versichert hätte noch den Rest wegzuspülen bis sie fertig ist mit Schaumieren ...

Danke lieber Rainer ... so habe ich mal schlank den

zonk.gif

für Heute Abend kassiert :redface:
 
murle1

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Hallo Jens,
die Sache mit dem Halsstabzugang mache ich mit Absicht NICHT am Übergang zur Kopfplatte. Einmal weil es dort das Material schwächt, wo es bei einem Sturz am meisten belastet wird. Und es gibt Aussagen von älteren, altgedienten Gitarrenbauern, die glaubhaft versichern, das so eingelegte Stäbe dann dort nicht ausreichend arbeiten.
Das Problem mit den Saitenführungshülsen habe ich leider immer noch nicht im Griff, trotz aller Versuche mit Schablonen usw. Da es wirklich Handarbeit ist, also mit einer Standbohrmaschine gebohrt, verlaufen immer mehr oder weniger die Bohrungen...Egal mit welchen Bohrern und welcher Drehzahl gearbeitet wird. Bei der Arbeit bekomme ich jedesmal Horror. Ich arbeite schon von beiden Seiten - aber dennoch...
Bei den Potis habe ich mich auf meine Erfahrung verlassen, die sich allerdings auf andere PU's bezieht, wo ich mit den 250ern gute Ergebnisse und einen langsameren Regelweg bekomme.
 
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j.konetzki

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Hi Rainer,

dem stimme ich zu! Effektiv ist der 2 Wege Halsstab dort sehr ... Frage ist nur ob es das Maß an Effektivität wirklich braucht? Meine Framus hat beispielsweise auch einen 2-Wege Trussrod, aber den Zugang am Headstock ... nicht so effektiv, korrekt, aber es ist ja nicht so als das man den Hals überhapt nicht einstellen könnte?

Bez. eines Sturzes bin ich persönlich vorbelastet! Bei meiner Ibanez Supetstrat hat sich bedingt durch einen unglücklichen Sturz das Griffbrett zum Headstock abgelöst und sorgte für mächtig Trouble. Auf den ersten Blick nicht erkennbar, aber beim Spielen war es vor allem klanglich schon eine Erfahrung der besonderen Art :) Die Gitarre hatte den Halsstabzugang an der Kopfplatte. Einen Defekt durch den Sturz gab es dort aber nicht ... Nun da seither auch einige Jahre vergangen sind zähle ich mich mittlerweile selbst zu den achtsamen Usern :redface:

Ich meine der Großteil der Seriengefertigten Gitarren werden mit Trussrod Zugang am Headstock verbaut. Ich vermute mal das ist konstruktionstechnisch am einfachsten und für die User auch am Ergonomischten? Aber es ist doch eigentlich gerade für einen Gitarrenbauen das Ziel eine besondere Alternative zu fertigen die über das konstruktionsmerkmal zu Korpus hin verfügt, aber trotzdem den ergonomischen Zugang ermöglicht? Warmoth machts vor ... bzw. auch interessant finde ich die Alternative von David Fletcher mit dem Zugang über eine Aussparung im Griffbrett.

Also nicht falsch verstehen ... ich bin da pragmatisch und komme so wie es ist bestens klar! Mein Rockinger Hals ist ebenso gefertigt und der gehört zu meinen Lieblingen! :)

In der Sache der Saitenführungshülsen hatte ich mich auch schon früher mal schau gemacht ... und im Grund genomen wiederholst Du auch nur das was mir von anderer Seite auch schon berichtet wurde. Einen Tip habe ich leider nicht für Dich ... Sorry! Aber ... grundsätzlich ist das ja kein Mangel der die Gitarre beeinflusst! Wenn man es positiv sieht - was man auch sollte! - ist es der Charme der von Hand gebauten Gitarre der hier durchblitzt ;)

Was die Potis angeht ist das wie gesagt grundsätzlich nicht falsch! Die Gitarre hatte auch so Ihren Charme ... nur war das tonal nicht ganz das was ich persönlich brauche. Ich denke als alten Hasen im Gitarrenbauergeschäft erzähle ich Dir nichts neues was das Maß an Höhen angeht, die durch kleinere 250er Potis beschnitten werden. Interessant finde ich persönlich die Meinungen mancher User die sogar auf 1MOhm potis gehen um den Regelweg so unbeeinflusst zu belassen als möglich um das nahezu volle Maß an Höhen nutzen zu können.

Zu sagen Singel Coils = 250re und Hubucker = 500er finde ich grundsätzlich ok ... aber im Detail nicht richtig. Beispielsweise meine ersten Black Hornets klingenhumbucker (die allererste Beta Serie) habe ich nur mit 250er Potis gespielt! ;)
 

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