Generalbassnotation - AAAARGH, hilfe!

von ESPschredder, 15.11.06.

  1. ESPschredder

    ESPschredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.11.06   #1
    Guten Abend!

    Ich verstehe im Moment irgendwie grad nichts mehr..
    Ich schreibe morgen einen kleinen Test in Musik über die Barockzeit.

    Wir sollen da ua. auch eine Generalbass-Partitur ergänzen.
    Doch irgendwie komme ich damit noch nicht so richtig klar,
    jeder aus meiner Klasse sagt etwas anderes..

    Ich habe mal einen Takt von einem Übungszettel fotografiert und angehängt.

    Kann bitte jemand bestätigen, dass die zugehörige Notation für die dritte, eingekreiste Viertelnote "b3 #5" lautet?

    Ich gehe von C# dur aus, also C# F G#.
    Notiert ist C# E A. Und bei den Intervallen zu C# komm ich da halt auf ne kleine Terz und ne übermäßige Quinte (=kleine Sexte, oder?)

    Welche Varianten (Umkehrungen??), wenn überhaupt, wären noch denkbar?

    Lange Rede, kurzer Sinn - das wars auch schon, mehr möchte ich nicht wissen :o

    Gruß,
    Paul
     

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  2. cordesavide

    cordesavide Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.11.06   #2
    Da ich am Konservatorium seit kurzer Zeit das Ergänzungsfach Generalbass belege, versuche ich mal dir zu helfen:

    Ich glaube du denkst etwas zu kompliziert: Der Akkord den du eingeringelt hast ist einfach A-Dur mit der Terz im Bass d.h. in der ersten Umkehrung d.h. man bezeichnet ihn als Sextakkord. Die Generalbass-Bezifferung ist deswegen einfach nur "6".

    Bei den anderen drei Akkorden sollte überhaupt keine Bezifferung notwendig sein, weil es alles grundständige Akkord sind.

    Hoffe das hilft dir weiter.
     
  3. ESPschredder

    ESPschredder Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.11.06   #3
    Uaaargh ...

    Erstmal vielen Dank für deine Antwort!!

    Aber wie komm ich denn da drauf?
    Ich denke man geht immer vom tiefsten Ton aus und vergleicht dann die Intervalle zum normalen Dur-Akkord des Basstons..
    Woran sehe ich, dass der Akkord eine Umkehrung ist?
    Das Notensystem macht mich wahnsinnig..

    Ich habe eben 3 Stunden lang (kein Witz!) über ICQ mit einem Klassenkameraden
    über diesen einen Akkord debattiert!

    Oh mann ...............................
    Ich Versteh es einfach nicht :(

    Wäre meine Überlegung in einer Klausur (hier nur ein Test) falsch, obwohl zu kompliziert gedacht?

    Gruß,
    Paul
     
  4. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.11.06   #4
    Die Umkehrung siehst du am Basston, bzw. am tiefsten Ton.

    Wenn im Bass der Grundton steht, dann ist das die Grundstellung.
    Wenn im Bass die Terz steht, dann hast du den Sextakkord. (1.Umkehrung)
    Und wenn im Bass die Quinte steht, dann hast du einen Quartsextakkord ;) (2.Umkehrung)

    Dabei ist es für die Stellung (Umkehrungen) unwichtig, wie die Noten im Violinschlüssel stehen ;)

    edit: demnach ist der eingekreiste Akkord ein einfacher A Dur in erster Umkehrung (weil das C# im Bass steht)
    D.h. also: A Dur Sechstakkord :)

    edit: Oh seh grad, dass das schon jemand geschrieben hat.
    Aber um nochmal auf deine andere Frage einzugehen. Der Basston ist NICHT grundsätzlich der Grundton des Akkords. Du musst am besten dir erstmal alle Töne in den Kopf rufen, die in dem Akkord vorkommen und guckst dann halt welche Töne die kleine oder große Terz als Intervall haben. Und dann schichtest du diese einfach nur noch und hast deinen Akkord.
    Und der Bass gibt dann wie gesagt die Stellung an ;)
     
  5. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.06   #5
    man muss den akkord dann aber gar nicht in der stellung spielen, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich glaube man muss von dem Notierten TOn nur die bezifferten intevalle spielen, und kann die Töne, die rauskommen, dann beliebig, nach den satzregeln setzen, mit ausnahme, dass der notierte Basston auch der tiefste bleibt.
    bin mir aber nicht 100%ig sicher
     
  6. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.06   #6
    Versteh ich das richtig?:
    Wolltest du damit sagen, dass man die, durch den Akkord vorgegebenen, Töne(in diesem Fall ja A-C#-E), abgesehen von dem Basston, beliebig hin und herschieben kann, wie man will und es trotzdem der gleiche Akkord bleibt?

    Auf die Stellung hat dies tatsächlich keine Auswirkung, es ändert sich halt nur die Lage des Akkordes.
     
  7. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.06   #7
    man kann hier z.b. wo das c# im bass ist anstelle das a über das e zu packen, auch das e über da a packen mein ich. Es gibt viele Möglichkeiten, je nach dem wie die Stimmführung es erfordert. Das war ja das was improvisiert werden musste.
    Ich habe mal ein paar Möglichkeiten angehängt wie man ein c# mit einer 6 drunter spielen kann.
     

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  8. Konstantin

    Konstantin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.06   #8
    Ach du meinst, wenn mehrere Stimmen im Bass stehen? Da es ja auf die tiefste Note ankommt ist es für die Akkordstellung(Umkehrungen) egal was darüber passiert. Hauptsache der unterste Ton bleibt ein C# ;)
    Es ändert sich halt nur die Lage. Wenn das A oben steht, hast du halt Oktavlage, wenn das C# der höchste Ton ist es Terzlage und bei einem E als Sopran ist es die Quintlage...

    Aber an der Stellung ändert sich bei all den Akkorden in deinem Anhang nichts ;)
     
  9. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 16.11.06   #9
    Behalten wir im auge, dass der generalbass eine kurzschrift für eine halb-improvisatorische begleitung ist, ausgeführt von einem tasteninstrument und einem bass-instrument ( kontrabass, violoncello, fagott). Man spielt den bass der komposition mit der linken, die füllstimmen entsprechend der bezifferung mit der rechten hand, wobei der phantasie (mit durchgängen und wechselnoten) keine grenzen gesetzt sind. Gezählt wird immer von unten nach oben, vom aktuellen basston, 3/5 (grundton im bass) ist quasi selbstverständlich und wird weggelassen, 6 ist ein sextakkord, eigentlich "terz-sext-akkord" (terz im bass), 4/6 ist ein quartsextakkord (quinte im bass), um bei den einfachsten akkord-umkehrungen zu bleiben. Aber auf diese weise kann man auch die kompliziertesten akkorde, vorhalte usw. beziffern, bei reicherer harmonisierung wird es dann aber unübersichtlich, und später hat man diese praxis aufgegeben und auch die begleitung ausnotiert.
    Ein sept-akkord hat natürlich 3 umkehrungen, terz im bass (3/5/6) , quinte im bass (3/4/6), septime im bass (2/4/6), kurz "sekund-akkord".
    Letzte klarheit beseitigt? Ist bei tasteninstrumenten leichter zu sehen und zu "begreifen" als auf einer gitarre, war auch eine mehr praktische als theoretische angelegenheit.
     
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