Generell Fragen zu Boxen

von schlafohr, 16.07.07.

  1. schlafohr

    schlafohr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.07   #1
    Hey,

    Ich würde gern wissen, ob man (jetzt ganz formal ohne die Box mit Top anzuspielen) alleine von den Specs schon sehen kann was man sich kauft. Also inwieweit das jetzt nun eine High End Box ist oder der letzte Müll.
    Ich hab hier schon einiges über Wirkungsgrad gelesen, doch nicht wirklich was gefunden, wo aufgeführt wird welcher Bereich den empfehlenswert/gut ist. Außerdem würde mich interessieren, was man noch beim Boxen vom Blatt gelesen kann, um schon vor dem Kauf zu beurteilen, ob es tendentiell etwas für mich wäre.
     
  2. RAUTI

    RAUTI Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.07.07   #2
    Nein, im Prinzip geht das nicht. Selbst wenn man ein paar Herstellern gleiche Speaker geben würde, kämen immer noch unterschiedliche Boxen dabei raus!
     
  3. beatbasser

    beatbasser Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.07   #3
    ich denke auch nicht, dass man das tun sollte, schon allein, weil kein hersteller schreiben wird:
    "beschonders besch***en klingende box mit null bass und druck"

    gerade schriftlich wird so viel beschönigt, dass du gar nicht die möglichkeit hast, zu entscheiden, was von alle dem stimmt und aus den specs allein kann man sich bei weitem keine aussage über den klang erlauben
     
  4. RAUTI

    RAUTI Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.07.07   #4
    Ich glaube eher, dass schlafohr Angaben gesucht hat, wie "Beschleunigung von 0 auf 100" oder "Wendekreis" - die eine brauchbare Aussage über den Einsatzbereich abliefern. Aber selbst mit Definitionen für diese Einsatzbereiche: Für Jazzer, für Rocker, für Ar... versteht doch jeder was anderes unter "Rocksound". Bei Fahrzeugen ist der Arbeitsbereich meisten klaren zuzuordnen (keine offene Pritsche für Sportwagen, keine seitlichen Schiebetüren für Cabrios, keine 5-sec-Sprints für LKWs....), bei elektroakustischen Wandlern gibt es das nur sehr, sehr grob: 18" sind fast immer eher für Bass, 1" meist nur Hochton. Und die anderen üblichen Angaben beziehen sich auch fast ausschließlich auf Impedanz und Belastbarkeit. Weitere technische Angaben, die dem Fachmann Informationen über das Impulsverhalten beispielweise geben könnten, dürfte 99,9% aller potentiellen Kunden nur verunsichern ("Nee, sowas kaufe ich nicht - nachher geht da was kaputt, wenn die Apparate sowas brauchen!").
    @schlafohr: Du bist im Besitz der wesentlichen Instrumente, um die Qualität von Boxen zu beurteilen. Deine Augen und Hände helfen Dir bei der Beurteilung der Verarbeitungsqualität. Deine Ohren (sofern sie nicht gerade schlafen....) können ein sehr kritisches Instrument zur Beurteilung der akustischen Eigenschaften sein! Alle Tipps, Kaufempfehlungen etc., die Du über Lautsprecher hörst oder liest, sind nur Indizien und Hinweise, denen Du selbst nachgehen musst. Eine Box, die als superclean beschrieben wird, ist für dreckigen Rocksound meist eher ungeeignet. Aber dennoch könnte Dein persönlicher Geschmack Dich zu einem anderen Urteil bringen. Check it out....
     
  5. schlafohr

    schlafohr Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.07   #5
    Ich lese hier immer wieder etwas von Wirkungsgrad bzw "da der Wirkungsgrad der Boxe so und so ist wird die Leistung des Topteils besser weitergegeben" u.s.w.. Ich hatte mir gedacht, dass das ein Indiz für gute Qualität sei, weil man ja die Leistung seines Verstärkers entsprechend weitergegeben haben will (mmh hoffentlich versteht das jemand ;)!).
    Ich habe mich gefragt, ob es noch mehr solche "Indizien" für Boxen besserer Qualität gibt.

    Das war so der Kern meiner Frage.
     
  6. RAUTI

    RAUTI Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.07.07   #6
    Der Wirkungsgrad ist auch ein Wert, der etwas mit Qualität zu tun hat, aber nicht zwingend mit Wiedergabequalität, sondern mit der Effizienz, mit der Leistung in Schalldruck umgewandelt wird. Je geringer der Wirkungsgrad, desto verfressener ist ein Lautsprecher. Aber ein Wirkungsgrad, der nur in einem relativ begrenzten Frequenzbereich hoch ist, deutet auf massive Verfärbungen hin. Ein Beispiel für einen wirklich miserabel klingenden Lautsprecher, der aber saulaut ist, wäre z.B. ein Megaphon. Neben dem Frequenzgang spielt der Klirrfaktor eine Rolle, der ein Maß für die Verzerrungen ist, die der Lautsprecher fabriziert. Aber dieser Klirr existiert zudem noch in verschiedenen Modi. Phasengeschwindigkeiten, Partialschwingungen der Membran usw. sind alles Faktoren, die über die Qualität von Lautsprechern mitentscheiden. Nichts davon wird ein Boxenhersteller veröffentlichen, weil es kaum jemand verstehen und interpretieren kann. Es gibt spezifische Parameter, die helfen, Gehäuse an Speaker anzupassen (Thiele-Small-Parameter, kurz TSP). Aber inwieweit diese Parameter in einem Gehäuse unbekannter Bauart den Sound beeinflussen, lässt sich sowieso kaum sagen.
     
  7. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.07.07   #7
    RAUTI spricht es ganz richtig an, es gäbe schon eine ganze Fülle von Daten, die man messen und veroffentlichen könnte.
    Das wird aber bei Instrumentenboxen so gut wie nie getan.
    Die Gründe dafür sind vielfältig:
    Zum einen sind es wie gesagt Instrumentenboxen und damit auch zuständig für eine gewisse Klangfärbung, je nach Geschmack. Da hat ja jeder seine individuellen Ansprüche, wie soll man da Daten allgemein deuten?
    Der eine wird eine Box lieben, die starke Verzerrungen aufweist, der andere andere wird sich mit Grausen abwenden.
    Ein anderer Grund ist der, dass die Hersteller die Daten wohl nicht so genau angeben wollen, weil sonst so manche legendäre Box auf dem Papier ganz schön alt aussehen könnte. Daten können manchmal sehr ernüchternd sein, und in diesem Bereich preist man seine Produkte nunmal lieber mit blumigen Beschreibungen an, als mit nüchternen Daten. Das funktioniert einfach besser, weil der allgemeine Musiker mit den Daten, meist in Diagrammen angegeben, eh nichts anfangen kann.

    Veröffentlicht werden diese Daten teils im Hifibereich, noch eher im PA-Bereich und meist im Studiobereich. Da kann man auch genau sagen, ob diese Daten die Box als gut oder schlecht darstehen lassen.
    Aber bei Instrumentenboxen ist das nunmal nicht so einfach möglich. Beispiel Ampeg 810, die Box geht messtechnisch nicht sehr teif, ich glaube 70Hz bei -3dB, und dennoch ist sie legendär, und kaum einer, der sie spielt, beschwert sich über fehlenden Bass. Und das, ob wohl für einen Fünfsaiter eigentlich eine ganze Oktave nach unten fehlt.

    Die angegeben Daten sind meist eh nicht so aussagekräftig, weil sie nicht in Diagrammform sind. Was nützt mir die Wirkungsgradangabe ohne Frequenzdiagramm, dann kann der angegebene Wirkungsgrad auch bei einer Frequenz sein, die völlig uninteressant ist.
    Ebenso ist die Frequenzangabe ohne Tolleranz (Beispiel -3dB) und ohne Diagramm nicht so aussagekräftig.

    Das Frequenzgandiagramm wäre schon eine interessante Information, um eine erste Beurteilung vorzunehmen. Aber auch eine Box mit theoretisch wunderbaren Daten kann in deinen Ohren schlecht klingen.
    Das ist alles so subjektiv, da helfen Daten leider recht wenig. Nur das Ohr, wie schon gesagt, kann da wirklich helfen.
     
  8. jonesy-TA

    jonesy-TA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #8
    Also, hier steht schon mal ne menge drin...
    https://www.musiker-board.de/vb/verstaerker-boxen/190626-sound-boxen.html

    Im Prinzip zum THema qualität: in der Regel (es gibt durchaus ausnahmen) kann man davon ausgehen, das die Qualität einer box auch mit der Preislage zunimmt, auch wenn das jetzt blöd klingt - es ist einfach so...Aber eine gute Verarbeitung, Hochwertige Speaker, ein guter Wirkungsgrad etc sagen einfach noch nichts über den kLang an sich aus - deshalb schließ ich mich meinen vorrednern an - hören hilft.....
     
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