Gesangsmelodien

von Ribushi, 08.06.10.

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  1. Ribushi

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    Erstellt: 08.06.10   #1
    Hallo,
    ich schreibe nun schon seit geraumer Zeit Rock-Songs, wobei ich mich aber eher auf den instrumentalen Teil beschränke (aber keine Instrumentallieder). In meinen Songs kommen auch durchaus Melodien vor, und ich würd auch gerne Text darauf bringen, das Problem ist, dass die Melodien immer gesungen nicht wirkich 'natürlich' klingen. Ich durchschaue einfach nicht, wovon die 'Singbarkeit' einer Melodie abhängt. Kann mir da jemand was zu sagen?^^

    MfG
    Ribushi
     
  2. Query

    Query Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.10   #2
    Vielleicht sind deine Melodien zu kompliziert? Gesangslinien in der Rockmusik sind häufig (jaja, nicht immer, schon klar) so, dass sie auf einem Instrument nachgespielt fast schon langweilig sein könnten. Mehrmals hintereinander derselbe Ton oder häufig kleine Intervalle, und dafür eher rhythmische Varianten, um auf den Text einzugehen. und auch mal lange Töne einbauen ist wichtig
    Aber viel pauschaler fällt mir da nix ein zu antworten.
    Vorschlag: Schreib schonmal einen Teil des Textes und improvisiere den dann über den Akkorden, dann kommt automatisch was singbares bei raus.
    Oder aber du könntest mit der Gesangsmelodie anfangen und dann erst die Akkorde zu suchen. Dabei immer auch singen und gucken obs gut ist. So entstehen glaub ich meist die besten Melodien. Auf dem anderen Weg entstehen andererseits vielleicht die hipperen Changes.
     
  3. HaraldS

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    Erstellt: 09.06.10   #3
    Gute Gesangsmelodien sind so gebaut, daß sie die Dramaturgie des Textes und der Harmonik mitmachen (und gute Harmonieverläufe so, daß sie die Dramaturgie der Melodie und des Textes mitmachen ;)). Also ist die Melodik nur ein Teil eines Gesamtkonzepts zu einem Thema, und Text, Harmonik und Melodik sind nur konkrete Ausführungen dieses Gesamtkonzepts.

    Eine Melodie hat einen unterschiedlichen Spannungsgrad, anhängig von der Stufe zum gerade klingenden Akkord. Wenn du einen Text immer auf Grundtönen eines Akkords vertonst klingt es monotoner und vorhersehbarer, als wenn du zwischen Grundton und Terz wechselst. Oder nimm die Quinte dazu, die hat wieder einen anderen Spannungsgrad. Der nächste Schritt wären Durchgangstöne, die Grundton, Terz und Quinte verbinden.

    Schaffe rhythmische Variation durch unterschiedliche Tondauern und beleuchte einzelne Textstellen dadurch unterschiedlich. Schreibe melodische Spannungsbögen, sodaß die Hoch- und Tiefpunkte der Melodie besonderes Gewicht bekommen, z.B. daß der Hochpunkt einer Phrase die Septime eines Akkords ist, o.ä. .

    Harald