Gibson Les Paul Classic UserThread

  • Ersteller Ersteller tschortschii
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  • #21
Hallo zusammen, ich habe mir am Wochenende auch mal eine Les Paul Classic in Ebony gekauft. Ist meine erste Gibson und irgendwie....ich habe Fragen :ROFLMAO: Ich hoffe ihr könnt mir helfen...

1. Die Volume Knobs, irgendwie hab ich das Gefühl es gibt kein Feintuning....Lautstärke bleibt gleich von 10-2 und dann ist sie aus. Also nicht so ein sanftes Fading wie ich mir das vorgestellt habe. Liegt das an dem PCB Board oder ist das so gewollt?
2. Das ist keine Frage aber...nie wieder Nitrolack... Darf man das Ding auch anfassen und spielen oder soll man das nur angucken...selten so was empfindliches gesehen...
3. Die guten 61er Burstbucker....das Werkssetup ist ja dermaßen Hot, das klingt auf den tiefen Saiten sowas von Matschig, hab mal Neck und Bridge eine umdrehung runter gedreht...jetzt geht es einigermaßen, aber diesen super Gibson Sound wie in den Videos auf Youtube und wie man es kennt etc bekomme ich aus dem Ding einfach nicht raus....Im Grunde klingt sie sogar ähnlich wie meine alte Ibanez RG und das kann ja irgendwie nicht sein....habt ihr Tips bzgl. der Pickup Höhe? Wie habt ihr sie eingestellt? An den Amps liegt es meiner Meinung nach nicht, ich hab nen Marshall DSL und nen Boss Katana MK2... Das Thema macht mich wirklich irre.

Freu mich auf Eure Tips :)
Hi, was für eine LP Classic hast du denn? Eine aktuelle? Mit den 61er BB bin ich nicht wirklich vertraut - aber sollten die output-mäßig nicht in etwa so in der Riege wie 57er Classics liegen?
Bei meiner Classic waren damals die sehr heißen und mumpfigen Keramik-PUs verbaut. Habe auf S&D umgerüsted und danach war es ein klanglich eine ganz andere Welt.
 

  • #22
Ne die 61er haben Alnico 5 Magneten und die 57 haben Alnico 2… die sind schon gewaltig unterschiedlich und reagieren echt massiv auf kleinste Änderungen… echt schwierig da den Sweetspot zu finden…Ist eine Brand Neue Classic, 2 Wochen alt
 
  • #23
Da hier schon einige schöne und auch rare Classics aufgetaucht sind, stelle ich hier auch noch mal meine Gibson Pickup-Testgitarre vor, die ebenfalls eine Classic ist, wenn auch nicht fertiggestellt (Finish, Les Paul-Decal), weil sie von Gibson zur Testgitarre umgebaut wurde:

yx.JPG
yx1.JPG

30 Sekunden später:
yx2.JPG


Dass es eine Classic und keine Standard ist, sieht man nur an den grünlichen Inlays, Auf weitere Details verzichte ich hier, die Gitarre hat ja ihren eigenen Thread.
 
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  • #24
Hallo,

kann mir evtl. jemand sagen, warum im Cutaway der Gibson Les Paul (ich vermute, dass ist nicht nur bei der Classic so) ein anders Holz zwischen Body und Binding eingefügt ist?
Das ist auf dem Foto im roten Oval zu sehen. Meine Tokai Paula hat das nicht, oder zumindest sehr unauffällig.

Gruß
Carsten
IMG_7410.jpg
 
  • #25
zwischen Body und Binding
Ich würde sagen, das ist das Maple Top und das Binding geht nicht ganz drüber. Zwischen Body und Binding etwas einzufügen, wäre recht schwierig, da das Binding ja aufgeleimt wird und nur sehr schmal ist.
 
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  • #26
Genauso ist es. Man sieht wegen der Wölbung etwas vom Maple Top. Die meisten Les Paul Fans mögen es genau so. Die Alternative ist, dass das Binding an der Stelle breiter wird. Manche machen das. "Historisch korrekt" ist es wie hier gezeigt.
 
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  • #27
Vielen Dank an KickStartMyHeart und Stefan5 für die Erklärung. Echt erhellend für mich!
 
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  • #28
Gerne - und nicht dafür! 😉
 
  • #29
Hallo ihr „Classic LP Kenner“

Ich habe die Classic von einem Freund gespielt, finde die Axt gut und mir sagt auch das Halsprofil zu, dass nicht zu dick ist.
Nun such ich für mich ebenfalls eine LP Classic!

Helft mir doch bitte bei der Suche!

Sind die Hälse im Profil alle gleich?
Gibts Unterschiede in den Baujahren?
Auf was muss ich achten?
Was sollte man max ausgeben?

Danke euch
 
  • #30
Wir können natürlich keine Les Paul Classic zu Dir nachhause tragen, die Dir dann auch passt und gefällt ;)

Sind die Hälse im Profil alle gleich?
Da niemand von uns alle Hälse aller Les Paul Classics kennen kann, ist die Frage doch nicht zu beantworten ;) Wenn wir jetzt "ja" sagen würden und Du dann ein Exemplar mit einem abweichenden Halsprofil bekämst, was wäre dann? Haben wir dann gelogen?

Gibts Unterschiede in den Baujahren?
Es gibt Unterschiede zwischen einzelnen Exemplaren, egal wann gebaut. Gitarren bestehen aus Naturmaterialien und kommen nicht aus dem 3D-Drucker.

Auf was muss ich achten?
Dass die Gitarre, die Du kaufst oder behältst Dir passt und gefällt.

Was sollte man max ausgeben?
Da es auch unter den Les Paul Classics unterschiedliche Varianten und vor allem Exemplare gibt, lässt sich das, was Du maximal ausgeben solltest, doch nicht sagen. Zudem sind die Märkte weltweit verschieden (was, wenn Du Dein vermeintliches optimales Exemplar in England oder Japan findest?) und wie sich der Markt insgesamt entwickelt kann man nicht vorhersehen. Zur Zeit verlangen die Verkäufer immer höhere Mondpreise und kaufen die "Interessenten" immer weniger. Wir wissen auch nicht, ob Du z.B. nur selbst antestbare/abholbare Exemplare suchen willst, oder ob Du auch ungetestet mit Versand kaufen würdest. Es gibt also viel mehr Optionen, als hier auch nur ansatzweise abzuarbeiten wären. Man kann nicht einfach eine Enzyklopädie zum Markt selbst eines einzelnen Gitarrenmodells schreiben.

Du musst halt selbst mal auf den einschlägigen Plattformen (ebay, kleinanzeigen, Reverb, ...) die Angebote verfolgen und vergleichen und schauen, was wie schnell scheinbar verkauft wurde/wird. Da wirst Du dann auch sehen, welche Optiken, Zustände und Ausstattungen (zu welchen Preisen) angeboten werden.

Ein Gitarrenkauf ist nicht vergleichbar mit dem Kauf einer konkreten Küchenmaschine, weil es bei Gitarren (selbst desselben Modells) viel zu viele Unterschiede und Möglichkeiten gibt: Farbe, Maserung, Abnutzung/Gebrauchsspuren. Zwei identische fehlerfreie Küchenmaschinen werden identische Nutzungsergebnisse liefern, was aber bei Gitarren nicht der Fall ist. Und, was Du suchst bis dahin, was für Dich gerade noch i.O. wäre, kannst doch nur Du selbst feststellen!

Also, mach Dich auf, nach Gitarren zu suchen, die in Dein Schema fallen. Wenn Du dann auf ein Exemplar stößt, dass Dich interessiert und zu dem Du konkrete Fragen hast, die auch von einem Dritten tatsächlich beantwortbar sind (!), dann kannst Du das gerne posten und wir werden uns nach Kräften und Kenntnissen an einer Klärung beteiligen.

Gute Jagd :prost:
 
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  • #31
Ich ergänze mal:

1.
Manchmal helfen Bezeichnungen bei der Vorauswahl, bei Gibson speziell, wenn die Gitarre mit 50s oder 60s - Neck verkauft wird (also offiziell, der Verkäufer kann viel behaupten^^).
Mal KI dazu:


    • 50s Neck: Kräftig, rund und füllend. Misst ca. 22,1 mm am 1. Bund und 24,6 mm am 12. Bund. Bietet viel Holz in der Hand.
    • 60s Neck: Sehr flach und schlank (Slim Taper). Misst ca. 20,8 mm am 1. Bund und 23,4 mm am 12. Bund. Erleichtert schnelles Greifen. [1, 2]
  • Spielgefühl:
    • 50s: Wird oft von Spielern bevorzugt, die fest zupacken und einen traditionellen, satten Halt suchen.
    • 60s: Fühlt sich für Umsteiger von modernen Gitarren (z. B. Fender) oft vertrauter an und gilt als komfortabel für flinke Läufe


Daher würde ich bei dir eher dazu raten, eine mit 60ies Neck zu suchen.

2.
Fall bloß nicht auf diese schwachsinnigen "Good-Wood-Behauptungen" herein.
Immer wieder versuchen Verkäufer, ihr Modell damit anzupreisen, dass ihr Modell aus einem Jahrgang stammt, in dem angeblich gute Tonhölzer verbaut wurden und das die deshalb besonders gesucht seien.
Wie @soundmunich bereits zutreffend postete: Selbst 2 direkt hintereinander gebaute Instrumente können komplett unterschiedlich klingen. Wie soll dann eine Klangcharakteristik für eine ganzes Jahr, in dem Hunderttausende gebaut wurden, erstellbar sein?
Das ist sinnloses Werbegedöns.

3.
In Anlehnung an Harry Potter und die aktuelle Cupra-Werbung^^: Die Gitarre findet ihren Spieler.
Du musst sie in die Hand nehmen und spielen, dann merkst du ganz schnell, ob die gerade für dich genau so passt.
Ich würde lieber etwas länger suchen und dann das optimale Instrument kaufen, als irgendwo 100 € zu sparen und dann einen Kompromiss einzugehen.

Viel Erfolg bei der Suche!
 
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  • #32
Gibts Unterschiede in den Baujahren?

Aus der Reihe bei den Classics fallen eigentlich nur die 2015er Modelle:

In diesem Jahrgang hat Gibson alle Griffbretter von 42mm Breite am Sattel auf 46mm erhöht, was bei den Spielern nicht gut ankam.
Des Weiteren wurde in diesem Jahrgang das Steg Tone Poti gegen einen Miniswitch getauscht, der einen (ich glaube) 6dB Boost ermöglicht.

Sind die Hälse im Profil alle gleich?

Es ist ein Merkmal der Les Paul Classic Modelle, dass sie ein 60ies Slim Taper Halsprofil haben.





Einen weiteren Überblick kannst Du Dir im Gibson Legacy Archive verschaffen.
Hier listet Gibson alle Modelle zwischen 2015 und 2019 auf, und das war auch die Zeit, in der die Les Paul Classic Modelle hergestellt wurden.

Wenn es Dir aber nur um das 60er Halsprofil an sich geht, das haben auch alle Standards aus der Zeit.
Die Traditionals aus dieser Herstellungsperiode heißen so, weil sie das dickere 50ies Halsprofil haben.

Ebenfalls enpfehlenswert aus dieser Zeit sind die Modelle "Signature T", die ebenfalls das 60ies Slim Taper Profil haben. Die bieten meiner Meinung nach das beste Preis/Leitungsverhältnis für alle Gibson Modelle aus dieser Schaffenszeit. Die sind quasi eine minimal abgespeckte Standard zum deutlich günsigeren Preis.

Hier habe ich mal grob gegenübergestellt, was diese unterschiedlichen Modellbezeichnungen eigentlich bedeuten.
Vielleicht hilft Dir das ja auch was zur Orientierung, welches Modell Dir zusagt.
 
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  • #33
Es ist ein Merkmal der Les Paul Classic Modelle, dass sie ein 60ies Slim Taper Halsprofil haben.
Vorsicht! Es gibt auch Ausnahmen: um 2011/2012 gab es bei der Les Paul Classic die Option von 50's oder 60's Neck bei ansonsten gleichen Specs und Finishes.
 
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  • #34
*Unnötiges Bezugszitat entfernt*

Hallo zusammen,
Ich habe mich schlussendlich nun für eine Maybach Lester mit Slim Taper entschieden. Das Instrument hat sofort gepasst und gefallen. Ich denke: eine gute Wahl
 
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