Gibt es heute noch gute und interessante Bands für Gitarristen ??

von LPGoldTop, 27.10.05.

  1. LPGoldTop

    LPGoldTop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #1
    Wenn man sich heutzutage als Gitarrist so in der Musiklandschaft umschaut, muss man wohl eher die Nase rümpfen. Wo sind wirklich gute Bands zu finden, die nicht zusammengecastet wurden oder auf Zielgruppen zugeschnitten sind um der Plattenfirma den Geldbeutel zu füllen.

    Früher gab es Bands wie Led Zeppelin, AC-DC, Kiss, The Rolling Stones, Beatles u.v.m, die zu wahren Legenden wurden. Jimi Hendrix sollte hier natürlich auch erwähnt sein. Die heutigen Gitarristen fühlen sich meist durch die Bands und Musiker der " Vergangenheit " inspiriert.

    Ein User hier am Board hat kürzlich einen wahren Satz geschrieben.

    Zitat : "Gitarristen leben musikalisch gesehen in der Vergangenheit."

    Das trifft es genau auf den Punkt, wie ich meine !!!

    Warum gibt es solche Bands heute nicht mehr. Hat überhaupt noch eine Band oder ein Musiker heutzutage das Zeug dazu, zur Legende zu werden ???

    Sicher gibt es Bands und Musiker wie Metallica, Joe Satriani etc....
    Aber das ist in meinen Augen irgendwie nicht vergleichbar mit den früheren Grössen !!!

    So what`s going on ..... :screwy:

    Warum sind heutzutage gute Bands so rar geworden ???
     
  2. Mountain_King

    Mountain_King Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #2
    Immer diese früher war alles besser Typen.
    Wenn man sich nur im Mainstream Bereich umschaut, ist es klar, dass man nichts findet.
    Ob dus magst oder nicht ist eine andere Frage, aber im Metal Bereich z.B. tut sich seit 1970 permanent was und das ist durchaus eine interessante Musik für Gitarristen.
    Man muss nur etwas über seinen Tellerrand blicken und die Augen aufmachen...

    Musikalisch gesehen würd ich z.B. AC/DC und Kiss als sehr sehr simpel bewerten. Es kommt immer drauf an, wie man "gut" definiert.
     
  3. Cypher

    Cypher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #3
    es gibt auch heute noch sehr viele künstler die es früher schon gab, z.b. haben steve vai, malmsteen, petrucci und viele andere neue platten herausgebracht...

    es ist nunmal so das die zeit des stadionrocks vorbei ist, revolutionär waren acdc und co gitarrentechnisch auch nicht.....

    das meiste auf dem gitarrensektor (was auch immer noch nicht) wurde nunmal schon populär gemacht, man fragt sich, ob überhaupt nochmal ein gitarrenheld kommt der die szene umkrempelt...
     
  4. LPGoldTop

    LPGoldTop Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #4
    Ich hab ja nicht auf die Qualität der Bands oder Musiker von damals gezielt sondern eher deren damaligen Einfluss und Karma, was Sie sich teilweise bis heute bewahrt haben.
    Sicher gibt es heute immernoch sehr viele gute Bands und Gitarristen, keine Frage ! Wie gesagt, muss man nur mal über den Tellerrand hinaus schauen. Aber diese haben halt heutzutage einfach nicht mehr den Einfluss auf die Musikwelt, wie die damaligen Bands, was ich persönlich schade finde.

    Und noch mal zum Mountain King, ohne hier unhöflich zu werden : Findest Du Deine Ansage von Wegen " immer diese früher war alles besser Typen " nicht ein wenig arrogant ? Sowas kann ich echt nicht leiden.
    Ich bin erst 30 und habe ja nicht behauptet sondern nur festgestellt, oder ?! Für mich ist an meiner Aussage durchaus was dran. Und ich habe von Bands bzw. Musikern gesprochen, die heute als Legenden bezeichnet werden.
    Ich kann mir nicht vorstellen, das in 20 bis 30 Jahren irgend jemand ne Band aus dem Jahr 2005 ( nur als Beispiel ) eine Legende nennt.
     
  5. dunkelelf

    dunkelelf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #5
    Richtig. Ich habe immer noch die Bravohits NR. 6 im Ohr (muss so 94-95 rum gewesen sein). Da ist keine Band mehr am Leben, ausser Hosen und Ärzte...

    Ich denke die Zeit ist vorbei. Richtig gute Musiker, die alles Umkrempeln und zu Helden werden, kommen nie so weit raus, das sie den Status erreichen werden, weil ein großteil der Menschheit das nicht will.
    Ausserdem gibt es nicht mehr soviel neues zu entdecken. AC/DC und LED Zeppelin haben den Weg des Heavy geebnet, doch welchen weg sollen die Jungs heute ebnen?

    Selbst vermeintlich neue Stile (NU-Metal) gabs in den 80ern schon lange nur unter anderen bezeichnungen (erst HardCore dann Cross Over).

    Neuere Idole gibt es schon (Zakk Wylde, Petrucci, Satriani, Vai, Morse). Würde auch gerne noch Slash hier hinzufügen, aber dann lebe ich schon wieder in der Vergangenheit.

    Die Gitarre erreicht jetzt langsam den Status, den das Klavier vor 100 Jahren erreichte. Die absolute Vollkommenheit, die Perfektion. Am Klavier ist nichts neues Mehr machbar. Das Instrument ist ausgereift und ausgereizt. Bei der Gitarre ist zwar nochh was möglich,a ber nicht mehr viel.

    Im übrigen rede ich hier immer vom Rockbereich. Was die Popmusik angeht (und da schiebe ich eiskalt Tokio Hotel, Linkin Park, Vanilla Ninja und Limp Bizkit mit rein) ist meiner meinung nach Hopfen und Malz verloren. "Ich bin ein Hit ich brauch nur 3 Minuten" :D
    Aber die Menschen wollen das so. Tumbes gesäusel zum entspannen ohne Musik zu Leben.

    Schade eigentlich.
     
  6. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #6
    Da fallen mir jetzt spontan 500 Bands ein, die NICHT zusammengecastet sind und die Musik spielen, die sie spielen wollen. Wenn es dann auf eine Zielgruppe passt, dann ist das eben so. Na und?

    Da wird dann immer vorausgesetzt, das diese Bands natürlich nicht dazu dienten, ihren Bossen die Kohle für einen neuen Pool zu sichern. Ich bin mir ziemlich sicher, das auch diese Bands auf ihre jeweiligen Zielgruppen geachtet haben, weil Geld verdienen wollten die wohl auch.

    Traurig genug, das gilt aber wohl nur für Rockgitarristen, die immer noch nach den neuen Led Zeppelin suchen. Die Musik ist ein paar Kilometer vorangekommen und Innovationen finden jetzt anders und woanders statt.

    Weil es bald 2006 ist und nicht mehr 1960 oder 1970. Und in 10 Jahren sind Musiker zur Legende geworden, von denen es jetzt noch keiner denkt.

    Weil viele Leute nur ihre Musik sehen und auf den einbeinigen Messias mit der Querflöte warten.

    Das tust du aber anscheinend nicht, mit deinem Tellerrand. Es gibt inzwischen so viele Spielarten der harten und nicht so harten Musik und jede bringt Legenden hervor, die für ihre Richtung stilprägend sind oder waren. Es gibt nicht mehr "den Rock", das ist vorbei.

    Bravo Hits?? Ohne Worte.
    Aber: Sind Take That nicht eine kleine Legende? Immerhin die Grandfathers of Boy Group. Sowas wird immer vergessen, weil ihr die Musik einfach nicht leiden könnt, also wird jedem Musiker der Legendenstatus von vornherein aberkannt.

    Genau. Aber woher willst du heute schon wissen, das nichts mehr entdeckt werden kann. Techno hielt 1960 auch keiner für möglich, ebensowenig wie Grindcore.
     
  7. asphoenix

    asphoenix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #7
    Alos irgendwie kann ich hier beise Seiten (oh mal ohne a:D) verstehen.
    Aber ich glaub schon das es irgenswann mal wieder eine Metal-band nach zielich weit oben schafft. Mit Musik is das wie mit Klamotten die trends kommen immer wieder. Dauert halt!

    Und was Große Musiker angeht. Von denen gibts nun wirklich viele.
    Klar die sind nicht dauernd auf MTV oder so, aber nur zum Beispiel:
    Bei uns hier in Göttingen sitz manchmal son Typ in der Fußgängerzone und geht auf seiner Akustik-klampfe ab. Bleib ich gern stehen. Der Typ hats drauf. (klar is kein Vai oder Satriani),aber das beispiel gefällt mir halt:D. Also Augen auf!

    Mfg
    der Feuervogel
     
  8. LPGoldTop

    LPGoldTop Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #8
    @ Oldboy :
    Naja, diese Ansichten muss ich nicht gerade teilen und habe auch nicht wirklich lust, Alles einzeln zu kommentieren. :rolleyes:

    @ Alle ;) : Nur merke ich wieder mal, wie Aussagen völlig überbewertet und gepusht werden und jeder unbedingt seine Meinung durchsetzen will. Manchmal glaube ich, dass die Leute es falsch verstehen wollen, nur damit sie sich aufregen können. Klar...:screwy:

    Und tut doch bitte nicht immer so, als würdet nur Ihr gute Bands und Gitarristen kennen. Auch ich renne nicht mit geschlossenen Augen & natürlich Ohren durch die Welt und habe den Tellerrand längst hinter mir gelassen, gerade weil ich immer auf der Suche nach Neuem bin. Ich orientiere mich sicher nicht am Mainstream.
    Zugegeben : Früher war das eher nicht so, da war ich recht eingefahren. Seit einigen Jahren ist das anders, zum Glück !

    Aber es ist lustig anzuschauen, wie Leute auf einen Thread antworten bei dem ich wusste, das sich Einige über meine Aussagen gerne aufregen wollen.
    Ganz unvermittelt bin ich ja auch nicht auf das Thema gekommen, weil wir kürzlich bei einer Probe genau darüber diskutiert haben und wir da auf ein heisses Thema gestossen sind. Jeder hatte eine andere Meinung, sehr interessant ! Aber da kann man sich praktisch doof diskutieren, auf einen gemeinsamen Nenner kommt man doch eh nie !

    Aber wo kämen wir hin, wenn jeder Mensch gleich denken würde ? Wäre ja langweilig. Aber mann kann auch mal akzeptieren, dass Andere vielleicht anders denken. Ich mag halt diesen abfälligen Ton Mancher nicht !
    Ich respektiere ja eure Meinung auch, heisse sie lediglich nicht als die Meine.
     
  9. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #9
    Musst du ebensowenig wie ich deine ;)
    These -> Antithese, Provokation -> Reaktion, so ist das nun mal,
    wenn man etwas zur Diskussion stellt.

    Hat keiner, aber man sollte auch nicht so tun, als wäre mit Led Zeppelin alles vorbei oder AC/DC eine gute Band wäre.

    Ja, echt total witzig, irgendwie, du. Von Aufregen WOLLEN kann aber keine Rede sein,
    ich denke, du interpretierst da zuviel rein. Das Thema ist zwar interessant, aber
    nicht so wichtig, das es den Puls zum Rasen bringt.

    So ist das mit der freien Meinung.
     
  10. LPGoldTop

    LPGoldTop Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #10
    Naja, irgendwie geht mir das Oberlehrer Getue etwas auf die Nerven.
    Nun gut, ich lasse Dir die Freude ! Und wer hier hineninterpretiert steht auch noch offen.Pseudo Intellektuelles Gerede kommt bei mir nicht so gut an. Oldboy = Weise ?! :screwy: Deine Meinung = Gesetz ? :confused:
    Bevor das hier ausartet ziehe ich mich mal zurück ....
     
  11. Gibsones335

    Gibsones335 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #11
    Natürlich kann man beide Seiten verstehen. Aber in gewisser Hinsicht muss ich LPGoldTop schon recht geben.
    Frag Leute die keine Ahnung haben nach Angus Young -> "ahja, das is der von AC/DC..."
    oder nach Slash -> " das war doch GnR...", die beiden kennt ja nun wirklich jeder. Und beide sins damals richtig berühmt geworden, frag mich nicht warum.
    Frag die gleichen Leute nach Satriani, Vai, Petrucci oder sogar Hammet, die meisten wissen eben nicht wer das ist.
    Es könnte natürlich wegen den Medien sein, die natürlich auf fast alles einen Einfluss haben. Früher wurden diese Gruppen eben viel öfter im Radio und TV laufen gelassen, heute wird man eben mit meist schlechter Musik beschallt, aber wenn die Leute es so wollen...
     
  12. DrahtEsel

    DrahtEsel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #12
    @LPGoldTop
    Ich weiss nicht genau, ob ich dich richtig verstanden habe, aber vielleicht bist Du auf der Suche nach z.B. sowas hier... klick?
    Oder jenes...klack?
     
  13. Mige

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    Erstellt: 27.10.05   #13
    Sehe ich auch so, Tendenzen in diese Richtung sind da.

    Ich glaube aber auch, dass die hohe Erwartungshaltung dazu beiträgt, dass wir in der Musik immer wieder auf "altes Material" zurückschauen. Diese Beobachtung mache ich bei mir immer wieder aufs Neue.

    Wer einmal ein gutes Album, oder einen klasse Song gemacht hat, von dem wird nachher ein mindestens ebenbürtigers Nachfolger erwartet. Und noch viel krasser ist es bei neuen Bands. Die werden mit den Wegbereitern des jeweiligen Genres verglichen und teilweise an denen gemessen.

    Es gibt aber noch weitere Gründe, weshalb man früher schlecht mit heute vergleichen kann. Die Anzahl der bekannten Bands war früher einfach kleiner, weil die ganze MI-Industrie noch nicht so weit war. Ausserdem hören heute wahrscheinlich auch mehr Menschen Musik, weil es auch mehr Vertriebskanäle und eine grössere Auswahl an Abspielgeräten gibt.

    Schlussendlich ist man heute als Band eine von vielen und hat es unendlich viel schwieriger sich von der Konkurrenz abzuheben und sich einen Namen zu machen. Geschweige denn, zu einer Legende zu werden.
     
  14. Farbenfinsternis

    Farbenfinsternis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #14
    tja Mige was soll man dazu noch sagen , gutes schlusswort *g*
     
  15. chapter-Stevie

    chapter-Stevie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #15
    Hmmm,
    es war früher auch eine wirklich andere Zeit (booooaaaahhh, ist das ein Scheiß-Kommentar!!!)

    Wenn Du aber mal so Leute, wie Gallagher, Clapton, Frampton, Knopfler ... anschaust, die auch mal 15 Minuten-Stücke gespielt haben, und sich mit Ihrem Instrument verwirklicht haben, würden die (wie sie's auch in Ihren Höhe-Zeiten hatten) Jungs heutzutage nicht sonderlich reich und brühmt werden. Peter Frampton hat damals sogar aus Geldnot seine LesPaul (die mit den 3 HBs) vertickern müssen.
    Die Liste der genialen Bands "von damals" ist sicher lang, aber wir reden hier ja auch über einen langen Zeitraum.
    Heutzutage gibt's auch geniale Bands, die (wie damals auch) einfach neues ausprobieren und somit diese alteingesessenen Ansichten revolutionieren.
    Man nehme nur Tom Morello, Adam Jones, Dimebag Darrell (R.I.P.), Vai, John Frusciante, Petrucci, Satriani ....... , die alle noch aktiv sind. Dann kommt schon die Einscht, daß es durch aus noch heute echte "Guitar-Heroes" gibt. Auch die alten "Veteranen" sind noch aktiv.

    Also, es gibt wirklich noch genügend Gitarreros, die's voll drauf haben.
    Ich will nun jetzt wirklich nicht den Thread damit vollknallen, sämtliche Namen aufzuzählen.

    Aber, das ist - so scheiße es sich anhört - MusikGeschäft. Da machen Leute Kohlen mit.
    Ich find's auch schade, daß es da wirklich nur um Geld geht, aber es ist halt so.
    Das ist auch der Grund, warum so ein SchniSchnaSchnappi wochenlang auf Platz Eins der Charts war, während Bands wie U2 weit dahinter lagen.
    Es wird gemacht, was sich auch gut verkauft.
    Um fette Kohlen zu verdienen, musst Du Musik machen, die möglichst viele Leute kaufen.
    Wenn wenig verkauft wird, kommste nicht groß in die Öffentlichkeit.
    Abe dennoch findet man wirklich gute und begnadete Musiker, die machen, was ihnen gefällt, und manchmal haben sie auch Erfolg damit....
    Aber im Allgemeinen wirst Du öfters so Namen, wie LinkinPark, TokioHotel, .... in den Charts und in der Öffentlichkeit sehen, als Namen wie Vai, Satriani,......
    Und ich stelle jetzt mal die Behauptung auf, daß dieser T-H-GitarrenTräger wohl auch den Boden unter Steve Vai's Füssen küssen würde, wenn er ihn einmal treffen könnte und eine Gitarrenstunde mit ihm haben dürfte......

    Sooooo, jetzt isset aber wirklich genug!!!!

    S.
     
  16. LostLover

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    Erstellt: 27.10.05   #16
    Die "klassische" Rockmusik ist ca. 1980 mit dem Aufkommen von Punk, Poser-Metal und vor allem: MTV!! beerdigt worden.

    Is nu mal so. Siehe meine Sig...:D

    Es gibt ein paar, ganz wenige Traditionsbewahrer (Lenny Kravitz, Gov't Mule, z.B.). Es gibt eine ultra-öde, engstirnige Metal-Szene, die immer die gleichen Klischees der späten siebziger durchkaut: "wir sind aufgeregt und böse und haben dicke Eier und können ganz viele Noten in ganz kurzer Zeit spielen". Es gibt ein paar unerträglich abgefahrene Virtuosen-Wichtigtuer: Perücki, Schrai und Sabatini oder wie die heissen.

    Die letzten, auf breiter Front (!) erfolgreichen und stilbildenden "Legenden", die mit Gitarren gearbeitet haben, sind m. E. Oasis und Nirvana gewesen. Aber auch die haben sich reichlich bei früheren Generationen bedient.

    Es gibt auch aktuell gute Gitarrenbands: Franz Ferdinand, The Hives, Green Day, The White Stripes.....da kommen Anregungen aus der Ecke Arrangement, Rhythmusarbeit, Songwriting: nicht "virtuos", aber spannend und verdammt unterhaltsam.

    Elvis 1. LP ist vor fast genau einem halben Jahrhundert veröffentlicht worden. Nach so langer Zeit ist klar, dass nicht mehr viel "neues" passieren kann: die Masse sind Neuinterpretationen vorhandener Stile. Es geht auch gar nicht anders. Weil "Kreativität" im Kern genau so funktioniert: Vorhandene Ideen werden miteinander kombiniert und manchmal funktioniert das und manchmal nicht. Mit ein bisschen Kenntnis der Rockgeschichte kann man das dann wieder auseinanderdröseln.

    Auch Led Zep, AC/DC, Beatles, Stones und all die anderen genannten haben doch bei heute immer noch nachvollziehbaren Vorbildern geklaut wie die Raben. Die komplexeren Komponisten (Beatles, Led Zep) haben bei besonders vielne und sehr unterschiedlichen Vorbildern geklaut, das macht sie so unverwechselbar. Momentan ist der Pool, aus dem man sich bedient eben 60's und Punk - und da ist das Gitarrensolo halt nicht wichtig. Und die Bands klingen, weil der Pool klein ist, recht ähnlich. Erst recht gilt das für die gesamte Metal-Inzucht-Szene, die man aus fünf Bands der frühen siebziger ableiten kann: Sabbath, Purple, Kiss, AC/DC, Zeppelin und aus die Maus.

    Leute wie Miles Davis oder Jimi Hendrix, die Stile aus dem Nichts erschaffen und damit auch noch eine relativ (!) breite Masse ansprechen.... sowas gibt's in jedem Jahrhundert vielleicht 2 oder 3 mal.......
     
  17. Buddy Holly

    Buddy Holly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #17
    Die letzte "Legende" hat sich vor 11 Jahren die Birne weg geschossen. :(

    Aber keine Sorge, soweit ich das erkennen kann, gibt es einen sich immer wiederholenden 10 bis 15 Jahre Zyklus

    Beispiel:
    zweite Hälfte der 50er (Rock n Roll: Elvis, Chuck Berry, Buddy Holly, Jerry Lee Lewis)
    zweite Hälfte der 60er (Hard Rock: Hendrix, Led Zeppelin, Rolling Stones)
    zweite Hälfte der 70er (Punk: Sex Pistols, The Clash)
    zweite Hälfte der 80er (Grunge: Soundgarden, Pixies, Sonic Youth, Nirvana)
    erste Hälfte unseres Jahrzehnts (Recycling-Rock: The Strokes, The White Stripes, The Hives, The Vines, The Libertines )

    Somit kann man in 5-10 Jahren mit was neuem rechnen. ;)
     
  18. Little_Raven

    Little_Raven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #18
    Ich teile mit LPGoldTop genau einen Punkt. Dieses bzw. so ein Thema ist überbewertet.

    Um es wirklich mal auf den Punkt zu bringen:

    Person A: "Ich finde 90% der Gitarristen im Forum sehr merkwürdig."
    Person B: "So sind 90% der Gitarristen!"

    Ich finde, dass dies hier wieder ziehmlich gut zu sehen ist.
    Immer geht es um dieses Bild des Supergitarristen, der auf der Bühne ein 30 minütiges Solo nach dem anderen abzieht um dann einigermaßen beruhigt schlafen gehen zu können.

    Wo soll nun das Problem sein, sich einen Gitarristen als Vorbild zu nehmen, oder sich gar von einem dieser Art inspririeren zu lassen, der genau das nicht macht?

    Dazu kommt noch, dass so gut wie alle Gitarristen unterbewertet sind, die
    A: In einer moderneren Band spielen
    B: Nicht Tod sind
    C: Pop spielen
     
  19. Mige

    Mige Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.05   #19
    Das hoffe ich nicht! ;)

    Gerade hat Lostlover einen sehr interessanten Beitrag geschrieben.

    Ich glaube zwar nicht, dass in der heutigen Zeit viel Platz für zeitlose Musik ist, aber langweilig ist es zum Glück noch lange nicht.

    Gerade in den letzten paar Jahren habe ich immer wieder Sachen von "grossen" Namen gehört, die mich echt positiv überrascht haben. Als Beispiele seien Deep Purple (Bananas), Mark Knopfler (Sailing to philadelphia), Krokus (Rock the block) oder AC/DC (Stiff upper lip) erwähnt.
     
  20. B?la B?

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    Erstellt: 27.10.05   #20
    Schade finde ich es auch. Denke aber mal das liegt daran, das dies die ersten Bands waren die es nach alle torbulenzen wie 1. und 2. Weltkrieg gab. Was war davor? Davor hat man hier noch nichts von E-Gitarre Sounds gehört, vielleicht vereinzelte primitive Sachen.
    Nach dem 2. Weltkrieg beganen doch Legened wie z.b. The Beatles oder Rollingstones, dann Scorpions, Led Zepplin, Black Sabbath, Deep Purple etc etc... Ihr kennt sie.
    Vorher gab es solche Bands nicht, zumindest nichts in Deutschland. Diese Bands haben alles geprägt, und von dieser Musik wurden/werden heute zu tage andere Musiker inspiriert. Heute kann man Metal in 100.000 und noch mehr Genren unterteilen, ist gibt so viel, alles ist vielseitiger, was nicht nachteilig ist, nur hat jeder "Gruppe" seine eigenen "Helden". Die Trve Metler z.b. Manowar, die Nu Metler Slipkont, die Speed/Power Metler Blind Guardian etc etc etc.... So viel Genre gab es z.b. vor Anno 1976 nicht.
     
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