Gitarre mit Klavier stimmen?

von CantStop, 17.11.08.

  1. CantStop

    CantStop Guest

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    Erstellt: 17.11.08   #1
    Morgen werd ich mir meine Gitarre holen ;) Endlich... War ein langer Weg bis hier, viele Gitarristen, die ich kenne, wollten mit die A-Gitarre ausreden und mich zu 'ner E-Gitarre überreden, aber dazu fehlt das Geld und ich mag Akustische lieber und so ^^ Naja.
    Nun, meine Frage: Ist es möglich, die Gitarre mit Hilfe eines Klaviers zu stimmen, geht das und wenn ja, wie? ^^ Einfach die passendste Oktave wählen und drauflosschrauben? :D Oder ist es sinnvoller, als Anfänger ein Stimmgerät zu kaufen?
    Liebe Grüsse
     
  2. Absint

    Absint Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.08   #2
    So schwer ist das nicht mit Klavier, musst halt nur hören, ob's stimmt, wenn's stimmt.

    Drücke auf die Taste der Klaviatur, die der Note entspricht, auf die du deine Gitarrensaite stimmen willst, stimme die Saite (immer von unten nach oben stimmen. Ist der Ton also zu hoch, erst wieder ein Stück runterstimmen und dann wieder langsam sich von unten dem richtigen Ton nähern) anhand dieses Tons. Du wirst erkennen, wann der Ton stimmt. Wenn er nah dran ist, aber noch nicht exakt stimmt, dann hörst du ein Schwingen der beiden Töne, je länger die Schwingungen, desto näher bist du dran, hören die Schwingungen ganz auf, hast du den richtigen Ton.

    Ein Stimmgerät ist nichtsdestotrotz praktischer, schließlich hat man unterwegs, oder im Proberaum oder aufm Gig nicht immer ein Klavier in der Tasche, zumal Klaviere im Livebetrieb eher schlecht an einen Tuner-Out angeschlossen werden können. Die reagieren zwar schneller als normale Stimmgeräte, aber dafür ist das Display miserabel. Natürlich bieten Klaviere auch ein mehr an Funktion, die ein Tuner nicht zwangsläufig integriert hat, aber in Zusammenhang mit einer Gitarre sind diese Funktionen eher zu vernachlässigen, da sie auch ein Mehr an Personal fordern.
     
  3. darknezzz

    darknezzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.08   #3
    Es ist möglich, eine Gitarre mit einem Referenzton vom Klavier zu stimmen.

    Grundsätzlich kann man beim Stimmen der Gitarre zwei Arten unterscheiden, würde ich sagen:

    Einmal das gewöhnliche anspielen und vergleichen.
    Dabei bedient man sich des Umstandes, dass der 5. Bund einer Saite mit der Leersaite darüber übereinstimmt, abgesehen von der G Saite, bei der es der 4. Bund ist.
    Also:
    Tiefe E Saite im 5. Bund= A Saite leer
    A Site im 5. Bund = D Saite leer
    D Saite im 5. Bund = G Saite leer
    G Saite im 4. Bund = H Saite leer
    H Saite im 5. Bund= E Saite leer
    Außerdem gibt es noch Enstprechungen von gegriffenen Tönen, die man ggf. ausnutzen kann (etwa für alternative Stimmungen), aber darüber wirst du mit der Zeit selbst stolpern

    Zum Zweiten gibt es das Stimmen per Flageolett. Du legst die Fingerkuppe in bestimmten Bünden (für's Stimmen relevant sind vorallem 5. 7. und evtl. 12. Bund) über das Bundstäbchen, drückst die Saite aber nicht runter. Angespielt wird dann irgendwo zwischen dem Schallloch und dem Steg; den Finger nach dem Anspielen heben. Es entsteht ein sehr heller Klang, der "reiner" klingt, als eine Saite, die man auf die gewohnte Art anspielt, weil die Saite derart gedämpft wird, dass in erster Linie die Obertöne hörbar sind. (das ist auch physikalische erklärbar, bei Interesse ausführlicher bei der Informationsquelle deines Vertraunes nachzulesen ;) )

    Hier bei gilt(immer mit Flageolett):
    5. Bund = 7. Bund eine Saite drüber (zB. 5. Bund tiefe E Saite = 7. Bund A-Saite) außer bei G & H, mal wieder.
    Darüber hinaus:
    7. Bund tiefe E Saite = leere H-Saite oder 12. Bund
    7. Bund A Saite= leere, hohe E-Saite. oder 12. Bund

    Der Vorteil bei dieser Art zu stimmen ist, dass - meiner Meinung nach - die Schwebungen (das "Wackeln" der Töne, das man zum Stimmen benutzt) besser hörbar sind, aber diese Methode ist auch nicht ganz einfach.

    Für beide Methoden suchst du dir einen Referenzton von Außen und stimmst die Saiten dann untereinander. Sei es nun von einem Klavier, einer Flöte, einer anderen Gitarre, einer Stimmgabel oder was auch immer.
    Alternativ kannst du dir mit Audacity zB. eine 440 Hz (=Kammerton a) Sinus Schwingung erzeugen, die du zum Stimmen verwendest.

    Statt eine Saite nach einer Referenz und alle anderen dann abhängig davon zu stimmen (Fehler pflanzen sich fort, und so ;) ), kannst du dir auch denselben Ton auf allen Saiten suchen, und die Gitarre danach stimmen.
    Bei A zB.
    Tiefe E Saite 5 oder 17. Bund
    A Saite leer oder 12. Bund
    D Saite im 7. Bund oder 12 höher.
    G Saite. im 2. oder 14. Bund.
    H Saite im 10.
    Hohe E Saite im 5. oder 12 höher,

    Das sieht jetzt so viel aus.
    Wollte dich eigentlich nicht erschlagen, nur mal ein paar Möglichkeiten aufzeigen. Denke für den Anfang ist es am sinnvollsten, die Saiten normal gegriffen untereinander zu stimmen und die anderen Sachen dann später mal auszuprobieren. Du spielst also auf deinem Klavier etwa ein A. stimmst die leere A Saite danach. Dann entsprechend die beiden drüber und drunter. die G Saite stimmst du mit der D Saite im 5. Bund usw.

    Sind natürlich auch Mischformen möglich. Jeder Ton taucht in den unterschiedlichsten Positionen mehrfach auf (normal gespielt und per Flageolett) und dem entsprechend gibt es unzählige Möglichkeiten, korrespondierende Töne (resp. ihre Oktaven) zu finden, die aufeinander abgestimmt werden können. Musst einfach schauen, was für dich gut funktioniert.

    Stimmgerät - ich weiß nicht. Meine Gitarre hat eins drin, das ist zB. ganz praktisch, wenn man rasch die Stimmung wechseln will, nur so zum ausprobieren. Aber so ganz traue ich dem Teil nicht ;)
     
  4. Absint

    Absint Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.08   #4
    Mit integrierten Stimmgeräten ist das auch so eine Sache, ich persönlich habe noch kein System gefunden, das an ein normales externes Stimmgerät herankommt. Ich persönlich benutze den Korg Metrotuner, mit integriertem Metronom. Das reagiert schnell und ist ziemlich exakt.
     
  5. Akquarius

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    Erstellt: 18.11.08   #5
    ist denn gewährleistet, dass das klavier sauber gestimmt ist?
     
  6. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 18.11.08   #6
    stimmgerät ist besser.

    man muss erstmal hören können, ob die töne gleich sind. das ist nämlich für einen anfänger gar nicht so einfach.

    ein stimmgerät stimmt da anfangs viel präziser.

    auch stimmen nach flageolett-tönen.. hey erstmal nen ordentlich lauten sauberen flageolett rausholen können.
    für den anfang würd ich nicht auf ein stimmgerät verzichten. sind irgendwo auch später immer noch unverzichtbar.
    ich hab mitlerweile 2, und das obwohl ich primär nach ner stimmgabel stimme
     
  7. Backstein123

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    Erstellt: 18.11.08   #7
    Also sicherst du dich 3mal ab??:D
    Klar kan man auch nach nem Klavier stimmen... aber des hören ist übungs sache.
    Aber ich denk wer en Paar Jährchen am Klavier gesessen hat wir des schon können oder?
     
  8. Disgracer

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    Erstellt: 18.11.08   #8
    3 mal?

    also wenn manns genau nimmt... ich hab auch noch stimmpfeifen und nen e-piano und nen pc. (mit dem kann ich sogar tatsächlich per mikrofon stimmen)

    ähm. ne also die stimmgeräte liegen in meinen beiden cases (ein akustisch, eins für e-gitarre). zuhause (wo ich alleine spiele) stimm ich eben per gabel, oder auch mal einfach so auf die e-saite.

    ansonsten merk ich bei meinen schülern, dass die teilweise nichtmal in der lage sind mit nem stimmgerät zu stimmen, oder es zu merken, wenn sich die gitarre dann beim spielen verstimmt.

    von daher bin ich immer skeptisch, wenn man anfängern den tipp gibt nach gehör zu stimmen..
     
  9. darknezzz

    darknezzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.08   #9
    Bei sowas hab ich immer das Gefühl, dass man versucht anderen scheinbare Barrieren aus dem Weg zuräumen, um den Einstieg möglichst leicht zugestalten, um sie ja bei der Stange zu halten.

    Gitarrenbücher werben mit "garantiert ohne Noten", in anderen Bereichen des Forums erwähnen Leute, dass sie zwar seit geraumer Zeit Unterricht haben, aber mit Musiktheorie nur soweit wie es gerade nötig war in Berührung kamen, und für's leidige Stimmen gibt's ja Geräte.

    Etwas unaktraktivere Aspekte werden möglichst weit nachhinten verschoben, damit die Schüler mit der Zeit hoffentlich genug Spaß gefunden haben, der dann so gerade über diese ekligen Sachen hinweghilft.

    Ich weiß nicht, ob der Ansatz so super ist...

    Wenn man gleich von Beginn langsam einsteigt, hat man mehr davon, finde ich.
    Dann versucht man halt einfach vor jeder Stunde nach dem Gehör zu stimmen und lässt fremd (Lehrer oder Gerät) korrigieren. Wenn man das so nach und nach lernt, ist das meiner Meinung nach "reibungsloser", als wenn man sich nach 3 Jahren dann hinsetzt und es sich mühsam erarbeiten muss, weil man sich immer gedrückt hat, aber nicht mehr drum herum kommt.
     
  10. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 18.11.08   #10
    gut, wird jetzt etwas offtopic, aber weil es so ne interessante diskussion ist:

    ich kann das nachvollziehen, was du sagst über barrieren wegräumen etc, denke aber, dass man da noch ein paar dinge mit einfließen lassen muss:
    ein vernünftiges gehör bildet sich nicht von heut auf morgen. das muss vernünftig trainiert werden. wenn jetzt ein "anfänger" beginnt direkt nach dem gehör zu stimmen, wird das zumeist schiefgehen, und im schlimmsten fall wird er sich an was falsches gewöhnen.
    ich hab auch erst nach einigen jahren gelernt ohne stimmgerät zu stimmen. aber ich war zu der zeit auch schon soweit, dass ich gemerkt hab, wenn meine gitarre verstimmt war.

    die sache mit den noten ist eine andere: heutzutage muss man nicht zwingend noten lesen können. man kriegt fast alle tabulaturen im netz, kann sich auf youtube den rhythmus raushören etc. die möglichkeiten zu lernen sind ganz anders.
    soweit es auf die technische seite geht. sobald man richtung harmonielehre und funktionales verständnis der musik geht, wird man ohne noten aber recht schnell scheitern.
    daher kommt es auf die ansprüche an, die jeder einzelne hat.
    der typ, der nur mal nen paar akkorde auf ner party schrammeln will braucht keine noten lesen können. derjenige der in seiner band irgendwelche stücke covert muss auch nicht zwingend noten lesen können.
    für leute, die aber vllt mal mehr mit musik machen wollen als nur gitarre spielen. vllt ein zweites instrument, oder wenn man mal in die klassischere richtung gehen möchte oder verstehen möchte wieso ein stück an einer stelle so spannend wird, der ist gut damit beraten noten lesen zu lernen.
    meine schüler lernen übrigens alle nach noten zu spielen. ich empfinde das für eine musikalische ausbildung an einer musikschule für essentiell.
     
  11. Backstein123

    Backstein123 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.11.08   #11
    Seh ich auch so... bestes beispiel... mein Cousin klimpert nun zeit ca. 1 Jahr daheim rum. Alles ohne lehrer, und nur für sich. Letztens war der bei mir, nimmt sich meine Klampfe in die hand und will mir zeigen was er neues kann und ich verzieh das gesicht... ihm ist nicht aufgefallen das die klampfe übelst verstimmt war!
    Besseres (und lustigeres:D) beispiel, er war letztens wieder hier, schnappt sich wieder meine klampfe schmettert en paar Akkorde und fragt mich dann ob ich die ganzen Bass saiten irgendwie Gedropt habe... ich wäre fast vor lachen gestorben als ich mein Pleck aus den Saiten gezogen hab.:p
    :great: hab ich auch eingesehen... aber mittlerweile überleg ich mir doch wirklich fast nur noch nach noten zu spielen, aber man muß ja nicht übertreiben:D
     
  12. darknezzz

    darknezzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.08   #12
    Ich bekenne mich schuldig :/ Aber möchte gerne noch was dazu sagen.

    Du sagst auf der einen Seite, dass sich ein Gehör nicht von heute auf morgen bildet, auf der anderen sprichst du davon, dass man mit dem Stimmen per Gehör nicht gleich anfangen soll.
    Ich bin nicht ganz sicher, ob du meinst, dass man die komplette Gehörbildung verschieben soll, und auf eine "passive Gewöhnung", die sich beim spielen einstellt, setzen soll, oder aber ob man mit Gehörbildung gleich beginnen, und das Stimmen mittels Gehör nur verschieben soll.

    Ich denke, dass der zweite Ansatz - wenn einer von diesen beiden - der bessere ist, weil hier die Gehörbildung zumindest kontrolliert abläuft, im anderen Fall hofft man einfach, dass irgendwas hängen bleibt, was aber nicht überprüft wird (zumindest nicht direkt).
    Insgesamt denke ich aber eigentlich, dass man gleich anfangen sollte das Gehör zu trainieren, und sich eben ggf. kontrollieren lässt. Ich kann es nicht belegen, denke aber, dass man sich bei der Gehörbildung (anders als zB. bei der Handhaltung oder so) keine "bleibenden Schäden" einhandeln kann, man also nichts wirklich falsch machen kann. Aus diesen Gründen würde ich auch Anfängern weiterhin das Stimmen nach dem Gehör nahelegen - ggf. mit dem Hinweis auf Selbst- (Gerät) oder Fremdkontrolle.

    Das mit den Noten lasse ich mal so stehen. (Hab nur den ersten Satz zitiert, damit du weißt, auf welchen Absatz ich mich bezieh)
    Ich gebe zu, dass ich da ein Thema ausgebuddelt habe, das schon sehr viel diskutiert wurde. Ich wollte damit eigentlich viel mehr eine Art Entwicklung/Einstellung oder wie man's nennen will, illustrieren, die ich nicht so günstig finde. Wenn man hier durch's Forum blättert oder auch sonst wo schaut, sieht sehr man oft, dass eine gewisse Haltung vorherrscht, die alle Dinge für jeden ohne viel Mühe zugänglich erscheinen lässt. Es gibt für alles irgendwelche Anleitungen und die Hemmschwelle nach Sachen wie "wie schreibe ich einen Liedtext?" zu fragen ist sehr niedrig.
    Natürlich kann man Techniken und Herangehensweisen vermitteln, Leuten den Einstieg etwas erleichtern, aber ich finde - so elitär und altmodisch das klingen mag - dass, wenn man irgendetwas gerne möchte, man das meiste selbst schafft, wenn man sich damit hinreichend befasst. Und deshalb denke ich, dass es eben beim Gitarren spielen lernen - um den Bogen nach diesem etwas ausgeuferten Exkurs wieder zu schließen - nicht vorteilhaft ist, alles was irgendwie abschrecken könnte wegzuretuschieren resp. auf später zu verschieben.

    Hoffe, dass klar geworden ist, aus welchen Gründen ich meine Empfehlung ausgesprochen habe (auch wenn's evtl. etwas umfangreicher war, als nötig).
     
  13. Akquarius

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    Erstellt: 25.11.08   #13
    o.t.: manchmal stößt man beim durchlesen aller threads im a-gitarrenforum auf posts, die nur zu deutlich machen, dass man bei unterschiedlicher meinung trotzdem fair bleiben kann.

    so auch hier. ein großes lob an die beteiligten!
     
  14. Disgracer

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    Erstellt: 25.11.08   #14
    wir sind eigentlich gar nicht unterschiedlicher meinung. jeden falls nicht im großen und ganzen (ich kann nur einfach manchmal nicht richtig lesen..) :-)

    unterstreiche ich eigentlich vollkommen. ich bezog mich (in meinem letzten post) eigentlich hier auf dieses konkrete beispiel wo jemand ANSTATT eines stimmgerätes die gitarre nach einem klavier (also über das gehör) stimmen wollte. da fehlt dann nämlich einfach die kontrolle ob es richtig ist oder nicht.
    dass jemand das von anfang an richtig kann bezweifle ich. und wenn man etwas jahrelang falsch macht denke ich schon, dass sich da falsche sachen einprägen.
    muss gestehen, dass ich deinen satz ("dann versucht man halt einfach vor jeder Stunde nach dem Gehör zu stimmen und lässt fremd (Lehrer oder Gerät) korrigieren") etwas überlesen hatte.
    ich denke, dass das durchaus eine möglichkeit ist mit gehörbildung anzufangen!
    eine andere ist es zunächst passiv die menschen (ich rede hier bei meinen schülern von kindern, bei denen man auch teilweise noch rücksicht auf motorische fähigkeiten nehmen muss, die können einfach einiges noch nicht, weil sie einfach noch wachsen müssen ;-))
    an den richtigen klang zu gewöhnen, und dann irgendwann zu sagen: "hey, jetzt mach doch mal nach gehör." also bei mir hat das gut geklappt.


    auch dies ist eine meinung mit der ich persönlich (!) vollkommen konform gehe.
    (im übrigen ist das erste ein satz den man sich übers bett nageln kann)
    ich hatte nahezu die gesamte zeit in der ich gitarre spiele selbst unterricht, musste mir aber trotzdem alles irgendwo selbst erarbeiten.
    der lehrer erfüllt in meinen augen folgende zwei funktionen:
    1) kontrolle und korrektur dessen was der schüler in der zwischenzeit gelernt hat
    2) eine didaktisch sinnvolle herangehensweise aufstellen.
    letzteres soll nicht heißen, dass alles schwierige aufgeschoben wird, sondern dass es mehr sinn macht dinge stück für stück zu lernen und nicht gleich mit dem kopf durch die wand.
    ich persönlich finde notenlesen auch essentiell wichtig, wenn man sich ernsthaft mit musik beschäftigen möchte.

    aber andersrum akzeptiere ich auch andere meinungen.
    ich kenne z.B. eine kindergärtnerin, die zum zwecke des singens mit ihren kindern ein paar grundakkorde spielen lernen wollte. aus welchem grund sollte sie noten lesen lernen..?
    es kommt eben immer auf die anforderungen und ansprüche an.
     
  15. don pepe

    don pepe Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.08   #15
    Sorry, aber ich habe die nachfolgenden Posts nicht mehr lesen können :p
    Mein Tipp: Es ist auf jeden Fall günstiger ein StimmGerät zu erwerben als ein Klavier.
    Das SchlüsselLoch A ist auf dem KlaBier der sogenannte KammerTon A. Findest Du auf Deiner Klampfe als zweite Saite von oben leer angeschlagen. Nur so zum Spass ;)
    Gruss
     
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