Gitarren klingen im Mix hohl/räumlich

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Hey!
Danke euch erstmal für die bisherige Hilfe! Das Forum ist echt gold wert! :)

Ich habe nun allerdings ein Problem mit meinem Gitarrensound und ich weiß noch nicht so recht wie ich es umgehen soll.

Ich habe insgesamt 4 High Gain Gitarrenspuren über Guitar Rig in Garage Band aufgenommen (zwei Rhytmus und zwei Lead). Nun habe ich allerdings das Problem, dass eine Spur noch recht direkt und breit klingt, der Sound aber bei jeder zusätzlichen Spur irgendwie hohler/räumlicher wird. Mir fällt es schwer das genaue Soundbild zu beschreiben aber vielleicht erkennt ja jemand mein Problem wieder. Ansonsten kann ich natürlich auch mal ein Sample hochladen. Mit Panning habe ich es bereits probiert aber das hat leider keinen wirklichen Einfluss darauf.

Danke!
 
Eigenschaft
 
mach die Rhythmusspuren mal hart links und hart rechts, Lead entweder mittig oder genauso, und lad ein Beispiel hoch. Kann man so nich sagen
 
Alles klar!

Ich hab hier nun mal zwei Beispiele:

- Beispiel 1 ist das programmierte Schlagzeug mit 1 Rhythmusgitarre, die im Panorama genau mittig liegt:


- Beispiel 2 ist das programmierte Schlagzeug mit 2 Rhytmus- und 2 Leadgitarren. Die Rhytmusgitarren sind hart links und rechts und die beiden Leadgitarren je auf 3 bzw. 9 Uhr:


In den EQ Einstellungen habe ich bei den Gitarren lediglich die Höhen und Bässe etwas rausgenommen.

Ich hoffe der Unterschied wird nun deutlich :)
 
Es feht halt noch der Bass - ohne Bass kein Spass (wie schon die alten Griechen wussten)
 
ja und die Snare fehlt auch. Ingesamt sind die Gitarren etwas zu laut und mittig( nicht im Sinne vom Panorama sondern vom Frequenzgang). Guitar Rig ist zwar nicht mein favorisiertes Plugin für Gitarre, aber man kann damit durchaus hörbare Ergebnisse erzielen. Und du solltest dir beim Programmieren von Drums direkt abgewöhnen, alles genau auf die Zählzeiten mit immer derselben Velocity zu programmieren. Das klingt einfach total künstlich.
 
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Hallo,

ich habe gerade auch mal kurz reingehört und ich würde sagen: die Gitarren verhalten sich ganz "normal" ;-)
4 High-Gain-Gitarren übereinander neigen schnell dazu, diffuser und unschärfer zu klingen als eine einzelne.
Ohne die Snare im Hintergrund hätte ich beim Hören keinerlei rhythmische Führung.

Bei so schneller Mucke würde ich selbst niemals 4 Spuren nehmen. Zwei müssen da reichen.
Mit mehr Spuren macht man sich nur mehr Arbeit.
Und ein guter Tipp ist, einfach weniger Gain zu nehmen. Je mehr Gitarren im Spiel sind, desto weniger Gain ist meistens nötig.

Manche Gitarristen spielen solche High-Gain-Tracks zusätzlich noch mit einer Westerngitarre (!) ein, um später die perkussiven Anschläge wieder hörbar machen zu können.

.... und, ööhm, vielleicht gibt's in Guitar Rig doch noch einen besseren Sound ... :engel:

der Omnimusicus
 
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der Gainlevel ist schon in Ordnung, weniger geht natürlich auch, aber es kommt auf den Rest des Songs / aller Songs an.
Da sind einfach nur "viel zu starke" Mitten im Sound, allein schon weil a) der Bass fehlt und b) die Gitarren im Verhältnis recht laut sind :)
 
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Ich finds auch zuviel Gain, aber ist Geschmackssache.

Ich hab mal gerade ein bisschen damit rumgespielt: Bei 680Hz 4dB raus und bei 6kHz 4dB rein entschärft das Problem schon deutlich.

Das kommt dann so in diese Richtung

Hab auch mal probiert, etwas Bass dazu zu spielen und dann klingts so:


Hope that helps
 
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Danke erstmal für das ganze Feedback! Ich werd mir aufjedenfall die Hinweise bezüglich Gain und Mitten mal zu Herzen nehmen! Mit dem Gitarrensound bin ich für's erste ganz zufrieden, auch wenn ich weiß, dass da aufjedenfall Luft nach oben ist.

ja und die Snare fehlt auch. Ingesamt sind die Gitarren etwas zu laut und mittig( nicht im Sinne vom Panorama sondern vom Frequenzgang). Guitar Rig ist zwar nicht mein favorisiertes Plugin für Gitarre, aber man kann damit durchaus hörbare Ergebnisse erzielen. Und du solltest dir beim Programmieren von Drums direkt abgewöhnen, alles genau auf die Zählzeiten mit immer derselben Velocity zu programmieren. Das klingt einfach total künstlich.

Eine Snare ist eigentlich drin aber ich hab generell noch nichts am Drumsound gemacht, da ich erstmal den Gitarrensound einigermaßen in den Griff bekommen will! Danke aber auch für den Hinweis bezüglich Zählzeiten und Velocity. Ich schau mir das mal an!

Ich hab mal gerade ein bisschen damit rumgespielt: Bei 680Hz 4dB raus und bei 6kHz 4dB rein entschärft das Problem schon deutlich.

Danke! Das klingt aufjedenfall besser! Kannst Du mir den Schritt einmal genauer erklären bzw. wie ich da genau mit dem EQ vorgehen muss um das gleiche Ergebnis zu erreichen? :)
 
Danke! Das klingt aufjedenfall besser! Kannst Du mir den Schritt einmal genauer erklären bzw. wie ich da genau mit dem EQ vorgehen muss um das gleiche Ergebnis zu erreichen? :)

Nimm einen EQ, stell die Verstärkung deutlich ins Plus und fahre mit dem Frequenz-Regler langsam von tief nach hoch. Du wirst merken, dass es Frequenzen gibt, bei denen es sprunghaft lauter wird und richtig schxxxx klingt. Da bleibst Du stehen und dreht einfach die Verstärkung nach Minus. Auf die gleiche Weise findet man natürlich auch Frequenzen, die tatsächlich Verstärkung vertragen können. Der Rest ist Übung/Erfahrung...
 
Hallo,
in Deinen Samples @901 wird schon deutlich, wie sehr HiGain Gitarren auf den Bass angewiesen sind.
Die sind sonst richtig unvollständig. Gitarristen hören das nicht so gerne.
Grüße
 
Hallo,
in Deinen Samples @901 wird schon deutlich, wie sehr HiGain Gitarren auf den Bass angewiesen sind.
Die sind sonst richtig unvollständig. Gitarristen hören das nicht so gerne.
Grüße

Ist einfach so. Ganz ehrlich, ohne Bass kann man es direkt lassen.

Naja und erschwerend kommt halt auch Guitar rig dazu, da gibt es so tausendfach bessere Lösungen...
 
Und du solltest dir beim Programmieren von Drums direkt abgewöhnen, alles genau auf die Zählzeiten mit immer derselben Velocity zu programmieren. Das klingt einfach total künstlich.

Hier nochmal eine technische Frage: Wie würdest Du das angehen? Ich hab die Drums halt in Guitar Pro programmiert und einfach in EZ Drummer 2 reingeschoben. Ich würde sie sonst alternativ aber mal mit der Pianoroll in Garage Band bauen und dann eben zu den einzelnen Parts je ein Pattern aus 1-2 Takten erstellen und dort dann den ein oder anderen Schlag minimal verschieben und eben in der Velocity verändern. Macht das Sinn oder gibt es da eine einfachere Möglichkeit?

Nimm einen EQ, stell die Verstärkung deutlich ins Plus und fahre mit dem Frequenz-Regler langsam von tief nach hoch. Du wirst merken, dass es Frequenzen gibt, bei denen es sprunghaft lauter wird und richtig schxxxx klingt. Da bleibst Du stehen und dreht einfach die Verstärkung nach Minus. Auf die gleiche Weise findet man natürlich auch Frequenzen, die tatsächlich Verstärkung vertragen können. Der Rest ist Übung/Erfahrung...

https://www.dropbox.com/s/bkul37jv7enksyi/Equalizer.png?dl=0

Also nur nochmal zum Verständnis: Mit "Verstärkung deutlich ins Plus stellen" meinst Du den rechts eingekreisten Pegel-Regler? Und den Frequenz-Regler (auch rot eingekreist) bewege ich dann langsam von oben nach unten und schaue wo es am besten klingt?

Hallo,
in Deinen Samples @901 wird schon deutlich, wie sehr HiGain Gitarren auf den Bass angewiesen sind.
Die sind sonst richtig unvollständig. Gitarristen hören das nicht so gerne.
Grüße

Ich habe jetzt mal einen Bass drüber gelegt und es klingt definitiv schon besser :)

Ist einfach so. Ganz ehrlich, ohne Bass kann man es direkt lassen.

Naja und erschwerend kommt halt auch Guitar rig dazu, da gibt es so tausendfach bessere Lösungen...

Welche Amp Simulationen würdest Du denn empfehlen? Für den Heimgebrauch wäre natürlich ein Kemper sehr geil aber dazu fehlt einfach das Geld.
 
Welche Amp Simulationen würdest Du denn empfehlen? Für den Heimgebrauch wäre natürlich ein Kemper sehr geil aber dazu fehlt einfach das Geld.
http://kazrog.com/products/thermionik/
Guitar Rig ist allerdings nicht grundsätzlich schlecht. Es hilft meist schon, andere Speaker-Simulationen dahinterzuhängen und die eingebauten abzuschalten


Drums müssen nach Gefühl eingespielt oder eingeklickert werden. Da gibts kein Rezept, jeder Schlag hat an seiner speziellen Position im Song "richtige" Velocity-Werte und sitzt fast nie genau auf dem Punkt. Manche "Humanize"-Funktionen helfen da schnell, sind aber auch nie optimal. Die besten Ergebnisse bekommt man mit einem echten Drummer oder mit viel Arbeit beim Editieren der einzelnen Midi-Noten. Da hilft auf Dauer nur Erfahrung und Übung, wie bei allem anderen auch :)
 
Thermionik macht schonmal grundsätzlich Spaß. Ansonsten Tse x50. Le pou Legion oder le456. Sind aber dann auch schonmal genug zum ausprobieren.

Verzerrte Gitarren EQen kann so ein Ding sein. Ich würde dabei eigentlich nie, nur im absoluten Notfall irgendwelche Frequenzen boosten, sondern immer nur weg nehmen. Gitarren bestehen einfach aus zu viel Müll, und wenn man boostet zieht man den wieder mit hoch.

Ich gehe oft her und fahre mit einem schmalen Band, stark geboostet, wo es schlecht klingt und zieh den Kram dann nach Gusto raus.
 
Zum Drums programmieren: Was helfen kann ist, wenn man einfach mal die Funktion ausschaltet die den Schlag oder die Note direkt im Raster einlockt. Wenn man dann nicht zu weit reinzoomt baut man sich selbst ein paar Ungenauigkeiten beim programmieren rein. Unterschiedliche Anschlagsstärken kann man dann noch über eine Humanize Funktion machen oder aber mit entsprechenden Makros. Das hilft schon. Problematisch wird es natürlich bei Rolls und Fills hier muss man sich einfach genau anhören was ich richtiger Drummer so spielt und wie die Betonungen gesetzt werden. Das geht ohne viel Fleißarbeit eigentlich nicht. Oder aber man greift auf fertige MIDI Grooves zurück die mit einem E Drum eingespielt wurden und arbeitet dann die eigenen Änderungen rein.

Zum Frequenz Sweep mit einem EQ: Wonach du vor allem auch Ausschau halten kannst sind Störfrequenzen die permanent bleiben. Das soll heißen, wenn du mit einem schmalbandigen EQ durchwanderst und bei einer bestimmten Frequenz oder bei einem Bereich bleibt eine Störung permanent vorhanden auch wenn sich der gespielte Ton ändert, dann ist die Chance recht groß, dass das nerven könnte. Jetzt gilt es natürlich noch den "Sweetspot" zu finden, das heißt, das Signal an der Stelle soweit zu reduzieren, dass man nicht das Gefühl hat, man würde dem eigentlichen Sound dabei etwas klauen, aber genug, dass die Störung in der Hintergrund gerät. Mit der Zeit fängt man auch an diese Frequenzen im Sound zu hören ohne jedesmal durch das ganze Spektrum wandern zu müssen. Nach so einer "Sweeping" Aktion empfiehlt sich auch den Ohren mal ein paar Minuten Ruhe zu gönnen, sonst hört man irgendwann nur noch nervende Frequenzen ;)
 
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Hier nochmal eine technische Frage: Wie würdest Du das angehen? Ich hab die Drums halt in Guitar Pro programmiert und einfach in EZ Drummer 2 reingeschoben.
ich habs befürchtet:D
Ja drums nicht in Guitar Pro Programmieren, sondern in deiner DAW. Geht viel besser. Dort kannst du eben auch mal nicht direkt auf die Zählzeiten setzen und vor allem genauer die Velocity einstellen als in Guitar Pro.
 
Wenn du die Songs sowieso in Guitar Pro schreibst und da dann auch schon Drums gemacht hast, spricht natürlich nichts dagegen, die dann erst einmal in die DAW zu ziehen. Aber dann halt da noch ordentlich bearbeiten.
 

Ich hab mir jetzt mal die Demo geladen, weil ich mega gespannt auf die Marshall, Mesa und Soldano Kopien war. Blöderweise bekomme ich da aber keinen gescheiten Ton raus :( ich habe jetzt eine halbe Stunde mit allen möglichen Reglern rumprobiert aber entweder es ist viel zu wenig Gain drin, sodass es fast schon clean ist oder das Signal fängt unfassbar schnell an zu kratzen, zu übersteuern und verzerrt total. Das klingt echt grässlich! Mit Guitar Rig klappt es mit dem gleichen Setup wesentlich besser, wobei ich da auch teilweise dieses Problem habe. Zum Beispiel auch wenn ich einen Bass spiele und eine der Plugin-Zerren reinhänge. Dann ist es plötzlich nur noch total fuzzig, kratzt, übersteuert und verzerrt. Hier bekomme ich es auch leider absolut nicht in den Griff.

Irgendwas mach ich doch wahrscheinlich falsch oder?

ich habs befürchtet:D
Ja drums nicht in Guitar Pro Programmieren, sondern in deiner DAW. Geht viel besser. Dort kannst du eben auch mal nicht direkt auf die Zählzeiten setzen und vor allem genauer die Velocity einstellen als in Guitar Pro.

Wenn du die Songs sowieso in Guitar Pro schreibst und da dann auch schon Drums gemacht hast, spricht natürlich nichts dagegen, die dann erst einmal in die DAW zu ziehen. Aber dann halt da noch ordentlich bearbeiten.

Ich hatte tatsächlich die Tabs zum Song für meine Band programmiert. Da war es dann erstmal die einfachste Lösung einfach die fertige Drumspur in meine DAW zu ziehen ;)
 
ich schätz mal, dass dir die Cab-Simulation hinter den Amps fehlt. Gitarrenverstärker ohne passenden Lautsprecher klingen ganz schlimm ;)
Entweder nimmste Recabinet (auch von Kazrog) oder suchst dir was anderes zusammen, zB Reverberate mit irgendwelchen kostenlosen IRs / "Impulses" (= Cab-Sims). Ausprobieren :)
 

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