Gitarren !!! Lage und Durchsetungsvermögen im Mix

von episode666, 10.03.07.

  1. episode666

    episode666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.07   #1
    Grüßt euch,...

    Folgendes Problem.

    Meine Kollegen und ich arbeiten gerade an einer Demo Scheibe und wir haben das Problem, dass die Gitarren im Mix immer sehr "direkt" klingen.

    Ich vergleiche jetzt mal mit einer guten Metal Scheibe, auf der die Rhytmus Gitarren im 3D Bild des Sounds immer ein wenig im Hintergrund stehen aber dennoch den nötigen Bums haben.

    Genau das ist mein Problem. Ich arbeite seit nunmehr fast 10 Jahren hobbymäßig in unserem kleinen Tonstudio, aber dieses Problem tritt immer wieder auf und ich weiß nicht was ich dagegen tun soll...
    Drehe ich die Gitarren auf, ist zwar Druck und Durchsetzungskraft im Sound. Jedoch wirken die Gitarren viel zu direkt und im Klangbild viel zu weit vorne. Wendet man nun den Trick mit dem leichten Hall an, um etwas Raum zu gewinnen, so wird das ganze schnell zu undefiniert und der Hall matscht den Sound kaputt.

    Sollte es gewisse Grundregeln geben, welche ich noch nicht kenne, wäre ich über Hilfe jeglicher Art erfreut.

    Meine Erwartungen in diese Richtung gehen auf die Möglichkeiten des Equalizing, die Lage der beiden (oder sollten es mehr sein?) Rhythmus Gitarren im Stereobild, Kompression und die Aufnahme selbst. Vielleicht mache ich ja schon hier fehler.

    Ich verwende den meiner Meinung nach preisleistungsmäßig besten Amp Modeller der z.Zt. auf dem Markt ist, den V-Amp Pro, und gehe über ein Dynacord 48 Spur Studiomischpult direkt in die Breakout Box des Audiointerfaces.

    Wie gesagt, ich möchte mich selbst auf dem Gebiet des Recordings als "fortgeschritten" bezeichnen. Also haut mir die Fachbegriffe um die Ohren... :D

    Bin über jeden Tipp dankbar...
     
  2. scheissPi-ber[]

    scheissPi-ber[] Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.07   #2
    so aus dem bauch heraus:

    • doppeln (so ca. 2-4x)
    • -> so im stereobild verteilen, dass keine rhytmus-gitarre in der mitte ist.
    • nicht zu viel gain
    • guter room-effekt (hall) (ev. zimlich grosse raum-breite))
    • komprimieren :D
    • spektrale harmonie mit den anderen instrumenten (ev. platz im mix machen für rhytmus-giti)
     
  3. episode666

    episode666 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.07   #3
    Wie gehst du genau vor bei der Spektral Analyse?

    Unter Platz machen meinst du sicher eine saubere Einlagerung im Frequenzbereich, ohne unnötige Überlagerungen der einzelnen Instrumente.
     
  4. scheissPi-ber[]

    scheissPi-ber[] Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.07   #4
    ich bin da sicher auch nicht so der profi
    Ich überlege mir einfach erstmal, welches instrument ich wo will (im stereobild wie auch im spektrum), aber nur so grob... falls etwas bereits aufgenommen wurde sind natürlich die aufnahmen für mich auch referenz. Wenn die gitarre sehr mittig kling, sollte sie dann auch möglichst dort bleiben. Grosses umeqing (hmm irgendwie komisches wort - hoffe du verstehst) reduziert IMO immer recht viel sound und druck.
    Falls ein instrument schlussendlich keinen platzt hat, analysiere ich welches instrument in einem überschneidenden frequenzband was hergeben kann.
     
  5. episode666

    episode666 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.07   #5
    KAnnst du mir ein Programm oder Ähnliches für die optische Analyse einzelner Spuren empfehlen? Oder wie genau machst du die Analyse?

    Ich bin auch der Meinung, dass man am Pult. bzw. in Cubase wenn möglich nicht mehr die Welt am EQ schrauben muss. Also wenn möglich schon alles so aufnehmen wie es sein soll.
     
  6. scheissPi-ber[]

    scheissPi-ber[] Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.07   #6
    hauptsächlich mit den ohren :D Für die optische analyse nehme ich meist Voxengo gerade für die genaue bestimmung von einzelnen peaks sind (meine) ohren nicht in der lage...aber um so enge bereicht geht es meist nicht
     
  7. ambee

    ambee Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 11.03.07   #7
    versuchs mal mit unterschiedlichen pre-delay-einstellungen, das ist der zeitliche unterschied zwischen die ersten reflexionen und dem direktsignal, damit kann man quellen im stereobild nach hinten und vorne drücken. je kürzer das predelay, desto weiter ist die quelle entfernt. predelay wird auch anfangszeitlücke oder ITDG (initial time delay gap) genannt. aber das is ne wissenschaft für sich, das predelay bei effekten gibt eigentlich nur rein die zeit an, in wirklichkeit wird das eindruck von entfernung aber von so vielen dingen im raum beeinflusst, die kann man in einem effektgerät gar nicht alle berücksichtigen
     
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