Gitarrenhals!

von raker87, 20.07.07.

  1. raker87

    raker87 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #1
    Ich hab da mal ne frage!^^
    Was ist besser:
    ein verleimter Hals?
    oder ein verschraubter?
    macht sich das auf das spielen bzw. auf den Klang bemerkbar?
     
  2. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #2
    halli hallo!

    erstmal kann ich dir spaßeshalber diesen beitrag ans herz legen https://www.musiker-board.de/vb/allgemeine-themen/217384-warum-aussagekraeftige-titel.html

    so un zur frage:
    ich persöhnlich finde dass die übertragung der schwingung bei einem geleimten hals besser erfolgt, da dieser ja gewissermaßen "komplett" mit dem korpus verbunden ist, allerdings ist es bei geleimten hälsen im nachhinein nicht mehr möglich den halswinkel einzustellen was einen kleinen nachteil darstellt.
    ein geschraubter hals ist ja nur mit den schrauben fest mit den korpus verbunden und kann somit nur an diesen (meist 4) punkten die schwingung effektiv übertragen. vorteil allerdings ist, dass der halswinkel einfacher eingestellt werden kann.

    das soll jetzt nicht heißen, dass schraubhalsgitarren schlechter klingen als leimhalsgitarren.... halt nur anders ;-) und goth sei dank findet jeder andere sachen schöner oder besser ;-)
     
  3. raker87

    raker87 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #3
    ja sry wuste net genau was ich schreiben sollte als titel *schäm*


    was meinst du mit winkel einstellen?
     
  4. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #4
    naja der hals ist nicht exakt in einer linie mit dem korpus... in der regel ist er um höchsten 5° nach hinten geknickt....das macht sich bei der saitenlage und damit der bespielbarkeit bemerkbar ;-) schau mal hier etwa auf der mitte der seite: http://www.rockinger.com/index.php?page=ROC_Workshop_Setup da is das nen bisl beschrieben und auch so steht da alles da was du zum einstellen von ner gitarre wissen musst ;-)
    jedenfalls kann man bei gschraubten hälsen eben diesen winkel mittels kleiner plätchen verstellen, falls man nicht zufrieden ist ;) bei geleimten nicht.....aber für den anfang ist das eher unwichtig ;-)
     
  5. StrangeDinner

    StrangeDinner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #5
    das stimmt doch alles garnicht.
    primär ist der hals fest mit dem korpus verbunden und es gibt keinen unterschied zwischen fest und fest.
    die frage ist eine ganz andere und zwar zu sehr großen teilen die der verarbeitung.
    eine perfekt gearbeitete halstasche fördert das sustain,egal ob geschraubt oder geleimt.
    ABER ein eingeleimter hals erlaubt es leichte verarbeitungsfehler zu verstecken und somit muss die halstasche nicht so sauber sein wie für einen geschraubten hals um das gleiche sustain zu bekommen.
    dann haben gitarren mit geschraubten hälse oft mehr attack da die schwingung in den schrauben schneller ist,aber es gibt auch ohne weiteres genug gitarren mit geleimten hälsen die viel attack haben.da zeigt es sich eben auch,dass die holzwahl eine große rolle spielt.
    meine ibanez SZ4020 hat einen durchgehenden hals,aber sehr viel attack,warum?
    nun die decke ist aus einer dicken schicht ahorn,wobei die decke nicht so entscheident für as attack ist.der durchgehende hals,aber besteht auch aus drei streifen ahorn und so hat die SZ viel mehr ahorn als mahagoni.
    die mahagoniflügel sind eher dafür da,dass das ding nicht zu höhenreich klingt.

    usw usw
    über dieses thema kann man ewig reden,aber eines steht fest und zwar kann man keiner der beiden konstruktionen definitiv etwas wie sustain oder attack zusprechen.dafür gibt es einfach zu viele wichtige faktoren.
     
  6. raker87

    raker87 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #6
    ahso!
    aber kann es denn sein, das ein Gitarrenhals mal bricht? auch wenn man net wie der teufel mit der Gitarre auf der bühne rumhämmert:-D!
    wäre dann net ein verschraubter besser, weil man den auswechseln könnte?
     
  7. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #7
    ok! asche auf mein haupt! nehm alles zurück^^ man hört zuviel gemunkel hier und dort ;)
     
  8. hilmi01

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    Erstellt: 20.07.07   #8
    Ein Hals kann brechen, bei halbwegs zivilisiertem Umgang mit der Gitarre passiert das jedoch sehr selten.

    Die Servicefreundlichkeit war einer der wesentlichen Gründe, warum Gitarren mit angeschraubten Hälsen erfunden und gebaut wurden. Deshalb ist ein Austausch auch ohne Gitarrenbauer machbar und entsprechend günstig. Ein alleiniges Kaufargument sollte das jedoch nicht sein.

    4 Schrauben, die fest angezogen sind, stellen eine ebenso feste Verbindung wie eine Verleimung her. Übrigens: ein Formel 1 Reifen ist nur mit einer einzigen Schraube am Fahrzeug befestigt. ;)
     
  9. Saitenstechen

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    Erstellt: 21.07.07   #9
    Das wäre aber nicht so gut, wenn die bei der Formel 1 eine Schraube in die Reifen jagen! Das wird doch nicht zu dem Unfall heute geführt haben ;) Du meinst natürlich die Räder.

    Noch ein praktischer Tipp: Subjektiv habe ich bei einem geschraubten Hals ein besseres Gefühl. Sollte er sich einmal lockern, kann ich den Fehler selbst beheben (hatte bei meiner Strat-Kopie schon den ganzen Hals abgeschraubt, um zu schauen, wie er verarbeitet ist). Bei einem geleimten Hals kann ich in einem solchen Fall nichts ausrichten. Da bleibt nur der Gang zum Gitarrenbauer oder die Mülltonne.

    Gruß

    Andreas
     
  10. KotSammler

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    Erstellt: 23.07.07   #10
    hallooo

    eine frage so aus reiner neugier , gibts eigentlich egitarren die aus einem stück geschnitten sind?? :confused:
     
  11. GI Peter Pan

    GI Peter Pan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #11
    müsste es meines wissens nach auch geben.

    was in die richtung geht und am weitesten verbreitet is, is ja die neck through konstruktion. hierbei führt der hals im prinzip bis ans koprus ende und zwei weite korpus teile sind an den hals angleimt.
     
  12. moe8

    moe8 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #12
    Ein Material mit dem das aus einem Stück fertigen machbar wäre ist
    Flaxwood
    schau dir das mal an ist ganz interessant.
    Aber aus einem Stück ist meiner Meinung nach selbst mit Flaxwood sehr aufwändig und deshalb teuer...
    Gruß
    Moritz
     
  13. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #13
    Ja, die Lap Steel Gitarre. :)

    Zu diesem Thema und Fender interessiert Dich vielleicht auch dies: Fender begann seinen Gitarrenbau zunächst mit der Lap Steel Gitarre und entwickelte erst gegen 1949/1950 die heute weit verbreitete "Spanish Neck Guitar" (Esquire und Broadcaster bzw. Telecaster). Ob es letztere auch aus einem Stück Holz gibt, weiß ich zwar nicht - sie hätte jedoch Leo Fender's Vision von der günstigen und wartungsfreundlichen "Volks-Gitarre für Jedermann" widersprochen.
     
  14. S.Tscharles

    S.Tscharles Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.07   #14
    Liebe Leutz, einige der Poster in diesem Thread sollten neben der Suchfunktion für´s Board vielleicht auch mal mit Google neben den deutschen Begriffen "eingeleimter" und "geschraubter" Hals auch nach "set-in-neck" und "bolted neck" suchen. Englisch sollte man dann schon können, im Notfall findet sich aber unter http://www.leo.org eine gute Übersetzungshilfe.

    Soviel Käse (die Sache mit den Schrauben) und Halbwahrheiten habe ich hier schon lange nicht mehr gelesen.

    Ganz kurz: ein Gitarre mit geschraubtem Hals ist in der Herstellung einfacher und billiger, weil der Hals eben einfach an den Gitarrenkorpus angeschraubt wird. Das ist einer der Gründe, warum Fender diese Bauweise einführte, da die dann für die industrielle Fertigung (Stückzahlen) der Gitarren auszuführenden Arbeiten von Anlernkräften erledigt werden konnten.
    Die damaligen Mitbewerber, die ihre Gitarren auf traditionelle Weise in Handarbeit fertigten und die Hälse einleimen ließen, mussten eben Gitarrenbauer beschäftigen, die teurer sind.

    Ein eingeschraubter Hals kann in der Fertigung korrigiert werden, und ist auch bei anfallenden Reparaturen leichter zu handhaben. Ein eingeleimter Hals sitzt nach der Fertigung eben fest in seiner Korpustasche und ist da nicht mehr so einfach herauszukriegen.

    Und gerade für einen eingeleimten Hals muß die Halstasche genau passen, während beim Schraubhals größere Toleranzen aufgrund der Korrekturmöglichkeit akzeptabel sind.

    Grundsätzlich kann man sagen, daß aufgrund der Bauweise eine Gitarre mit geschraubtem Hals knackiger und perkussiver klingt, aber eben nicht so viel Sustain hat wie eine Gitarre mit einem eingeleimten Hals. Die hat dafür mehr Sustain und einen weicheren Ton, bzw. Tonentfaltung.

    Erst danach kommt das Holz bzw. die verschiedenen Kombinationen und deren Klangcharakteristika ins Spiel, wobei die Fertigungsgenauigkeit auch noch eine Rolle spielen.

    Hier dürfte dann auch interessant sein, daß z.B. eine Paula anders klingen wird als eine 335-artige Gitarre, obwohl beide einen eingeleimten Hals haben.

    Entscheidend ist aber die Substanz, die bei einer trocken (ohne Amp) gespielten Gitarre zum Tragen kommt. Nebenbei - hier geht es ja wohl um E-Gitarre, also lässt sich über Tonabnehmer auch noch etwas machen. Und die Modeller-Gitarren können mit Software-Tricks auch noch etwas täuschen, allerdings kann auch die beste Simulation nie das Spielgefühl des jeweiligen Originales ersetzen.

    Und was "neck-through" angeht: hier soll ja auch erstmal das Sustain verlängert werden, was durch den durchgehenden Hals und die großflächig daran angeleimten Seitenteile besser geht als bei der althergebrachten Konstruktion mit eingeleimten Hals.

    Und was den Halsbruch angeht: Gibsonartige Gitarren brechen öfter mal die Kopfplatten ab, daß liegt aber nicht an der Halsverbindung, sondern an der Konstruktion des Hals/Kopfplatten-Überganges und dem eigentlich ausschließlich verwendeten Mahagoni. Bei Fenderartigen Gitarren hat man dieses Problem eigentlich nie, weil der Hals hier grundsätzlich aus Ahorn gefertigt ist, daß härter als Mahagoni ist, dafür aber auch heller klingt.

    Und es hat schon seinen Grund, daß Fender und Gibson für die beiden grundsätzlichen Standardbauweisen und Holzkombinationen im Gitarrenbau stehen. So wie diese zwar von den Mitbewerbern immer wieder kopiert werden, aber eigentlich außer den Parker-Gitarren keine grundsätzlich andere Bauform, bzw. Holzkombination zu finden ist.
     
  15. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.07   #15
    Auch wenn das nur ein Teilaspekt des Threadthemas ist, möchte ich das an dieser Stelle konkretisieren:

    Leo Fender entwickelte die Gitarre mit angeschraubtem Hals (Esquire und Broadcaster) lange bevor überhaupt abzusehen war, dass Gitarristen sog. Solidbody-Gitarren spielen und Gitarren dieser Bauart in die industrielle Großproduktion gehen würde. Auf Grund seiner Erfahrung mit der Wartung von Gitarren kam ihm irgendwann die Idee, eine Gitarre zu bauen, die ohne großen Aufwand (z.B. durch einfachen Austausch des Halses) repariert werden könnte (sogar durch den Musiker selbst) - Anlernkräfte spielten in Fender's Überlegungen jedoch zunächst keine oder nur sehr untergeordnete Rolle.

    Kleine Notiz am Rande: da Fender selbst kein Gitarrist war (er war noch nicht mal Musiker), konnte er nicht wissen, dass die wenigsten Gitarristen einen eingespielten Hals einfach wegschmeißen und gegen einen neuen Hals austauschen würden. So kam es zwar, dass die Schraubhals-Gitarre Weltruhm erlangte, die ursprüngliche Idee des Handels mit Austauschhälsen aber nicht umgesetzt werden konnte.

    Eine weitere Sache ist interessant: trotz des andauernden Strebens nach Verbesserbarkeit aller Produkte, die Fender in die Hand bekam, ist über das Thema "Sustain" wenig im Zusammenhang mit seiner Arbeit bekannt. Fender's Arbeit zeichnete sich jedoch dadurch aus, dass er stets den Kontakt zu Musikern suchte, um deren Ideen und Wünsche an ein Instrument direkt in seinen Entwicklungen umzusetzen. Nun könnte es zwar sein, dass die Musiker der damaligen Zeit "Sustain" zur Beurteilung der Klangeigenschaften einer Gitarre für unwichtig hielten. Auf Grund Fender's Verbesserungsstrebens in allen erdenklichen Bereichen halte ich jedoch folgende Erkenntniss für wahrscheinlicher: es ist für das Sustain einer Gitarre unerheblich, ob ein Hals geleimt oder (fest) verschraubt ist.
     
  16. schalkefreak

    schalkefreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.07   #16
    alta, was hier schon wieder abgeht :-D
     
  17. Guendola

    Guendola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.07   #17
    Ganz kurz zusammengefaßt: Qualitativ ist es kein Unterschied ob der Hals nun geleimt oder geschraubt ist. Klanglich macht es sich bemerkbar. Also ab in den Laden und ausprobieren, was gefällt.

    Bezüglich der "praktischen" Abschraubbarkeit möchte ich noch bemerken, daß das wirklich das kleinste Problem ist, das man beim an- und abnehmen hat.
     
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