Gitarrenlehrer: Halskrümmung wird pfeilgerade eingestellt

von Paulie, 21.07.16.

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  1. Paulie

    Paulie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #1
    Leute, ich wüsste gerne mal Eure Meinung zu dem Thema.

    Ich spiele oft mit einem Musikerkollegen zusammen, der auch schon 25 Jahre Gitarre spielt und selbst Musiklehrer ist.
    Außerdem stellt er seine Gitarren selbst ein und modifiziert sie gerne - jedenfalls habe ich schon einige seiner Gitarren gespielt und sie waren perfekt.

    So:

    Er behauptet seit langem, dass die Halskrümmung exakt kerzengerade einzustellen ist. Also nicht nur rein optisch, was einem ja so vorkommen mag, sondern tatsächlich so, dass alle Bünde beim heranhalten einens Lineals wirklich exakt auf einer Linie sind und die Bünde im 5. und 7. Bund nicht mal einen Zehntelmillimeter tiefer als der Rest sein dürfen.

    Ich kann ihm noch so oft erzählen, dass in jedem Buch zum Thema Gitarrenjustierung/Gitarrenbau, auf den Seiten von Rockinger, etc., in der Einstelleinleitung von Fender für meine Strat, in den Workshops von Gitarre&Bass, hier im Forum, von Leuten, die teilweise noch 2 Jahrzehnte länger spielen als ich/er, immer gelehrt wird:

    Ein 100% kerzengerader Hals kann nicht spielbar sein - eine marginale Krümmung im Bereich 5. - 7. Bund muss da sein.

    Er sagt , das wäre völlig falsch und ist felsenfest überzeugt, dass dies nicht stimmt und offensichtlich von allen Quellen falsch vermittelt wird - seine Gitarren sind immer pfeilgerade, schließlich hat ihm das sein Lehrer damals, Gitarrenbauer und heute "renommierter" Autor bei G&B damals so beigebracht.

    Also ernsthaft... bin ich jetzt bescheuert? Wird tatsächlich weltweit seit Jahrzehnten falsch gelehrt, wie Gitarren einzustellen sind?!
     
  2. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #2
    eine Aussage vom Fachmann

    tja scheint alles mal wieder relativ zu sein. Ich spiele seit 35 Jahren E Gitarre, besitze immer so
    ca 5-6 Gitarren und hab in der ganzen Zeit 3-4 mal an der Krümmung geschraubt ......

    :whistle:
     
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  3. Paulie

    Paulie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #3
    Ich persönlich mache es ja auch nicht mit Lineal oder Wasserwaage, sondern so wenig Krümmung wie möglich, gerade so, dass es sauber klingt, ohne zu schnarren.
    Meine These ist, dass dort eine winzige Krümmung bei ihm sein muss, aber möglicherweise so geringfügig, dass sie nicht sichtbar ist.
     
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  4. stoffl.s

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    Erstellt: 21.07.16   #4
    Ich glaub auch nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Da ist viel individueller Spielraum - wann immer ich mir mal wieder überlege meine Gitarren neu einzustellen (obwohl ich absolut zufrieden bin so wie sie sind) schau ich mir dieses Video an, in dem er in meinen Augen recht schön erklärt worauf man achten sollte - aber letztendlich entscheiden die persönlichen Präferenzen.
     
  5. Michael Burman

    Michael Burman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #5
    Wenn man alle Bünde beginnend mit dem ersten und endend mit dem letzten mit möglichst niedriger Saitenlage und minimalem Schnarren spielen möchte, dann müssen alle Abstände von den Bünden zu den Saiten möglichst klein und gleich sein (evtl. ganz leicht ansteigend - wird an der Brücke / an den Reitern eingestellt), so dass es eben nicht schnarrt, und der Sattel muss auch entsprechend eingestellt sein. Dafür müssen alle Bünde auf einer Ebene liegen, genau wie die Saiten. Also gerade. Die Ebene selbst wäre bei einem Radius des Griffbretts - quer zu den Saiten) kleiner unendlich zwar etwas krumm, in Richtung der Saiten wäre es aber gerader Verlauf. Ein leicht gekrümmter konvexer Hals wäre evtl. was für "Virtuosen", die nicht viel weiter als bis zur Mitte des Halses spielen. Jedenfalls sollten die Abstände zu den Saiten an den letzten Bünden nicht kleiner werden, wenn man auch alle Bünde bespielt.
     
  6. Senchay

    Senchay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #6
    Das kann man so nicht sagen. Jede Gitarre ist anders. Bei manchen kann man einfach nicht gerade stellen ohne das es scheppert (und man nicht den gesamten Abstand höher stellt). Ich hab im Moment 7 Gitarren und bei jeder muss ich anders einstellen. Die einzige bei der ich wirklich beinahe komplett gerade bin ist die Fender 60s Strat. Beim Rest muss ich eine kleine krümmung einstellen damit ich so flach wie möglich bleiben kann.

    Aber jeder hat andere Vorlieben, und manche bestehen halt darauf das ihre Art es zu machen die einzig wahre ist. Ein paar Zehntel krummung sind ganz normal
     
  7. BUTTERKR?M

    BUTTERKR?M Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #7
    Ich kenne hier auch Gitarrenbauer, die die Hälse wirklich ganz gerade einstellen, und da scheppert nichts.
    Ich persönlich schraube auch viel an meinen eigenen Gitarren herum, und ich stelle die Hälse aber immer so ein, daß sie ein ganz klein wenig Krümmung haben.
    Das macht jeder nach seinen Vorlieben. Ich stelle da einfach auch ein anderes Spielgefühl fest! Nur meine Meinung!
     
  8. frama78

    frama78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #8
    §1 a-: Leher (auch Musik/Gitarren/Kochlehrer) haben immer recht!  

    §1 b- Selbst, wenn sie den größten Bockmist verzapfen und eigene Vorlieben/Theorien als Tatsachen verkaufen wollen.  
    Ich darf das sagen! Ich habe während meiner Schulzeit eine Pädagophobie zugezogen:D 

    Die ideale Halskrümmung wäre wohl tatsächlich eine gerade. Allerdings schwingen die Saiten im mittleren Bereich deutlich weiter aus als am Steg oder an der Brücke. Dadurch wäre dann die Saitenlage "vorne und hinten" sehr, sehr hoch um im mittleren Bereich den Kompromiss aus Saitenlage und nicht-Schnarrverhalten zu erreichen.  

    Man könnte das vielleicht über den Halswinkel komensieren, aber ohne Tilt-Neck ist das auch schwierig mal eben on the fly zu testen?  
    Letztendlich ist das alles eine Frage des Geschmacks, des Anspurchs, der Saitenstärke, der Anschlagstärke,...und was weiß ich nicht noch alles. Ich glaube, wir stimmen alle überein wenn ich sage: es gibt keine Regeln (außer §1 ;) 

    ....und wer schon mal eine alte Vintage-Strat mit S-förmigen Hals spielen durfte/musste, der freut sich, wenn er einfach ein nicht schnarrendes Instument hat, auch wenn die Saitenlage nicht ganz perfekt ist :D
     
  9. gesch

    gesch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #9
    Hi,

    ihr habt beide recht!
    Der Hals wird so eingestellt, das alle Bünde mit einem Lineal (Messlineal) exakt gerade sind (alle Bundstäbchen sind auf einer Höhe - Außnahme die Bünde ab dem 12. Bund, die sollten leicht zum Korpus hin abfallend sein). Ab dem 12. Bund wirkt auch der Halsstab nicht mehr.

    ABER!!! WICHTIG!!! Bedeutend dabei ist, dass dies im unbelasteten Zustand geschieht - d.h. die Saiten sind ab. Sollten einzelne Bünde zu hoch oder zu tief sein muss dies, mit entsprechenden Maßnahmen, korrigiert werden.

    Wenn man jetzt die Gitarre besaitet ergibt sich durch den Saitenzug automatisch eine Krümmung, die dann noch individuell (je nach Saitenstärke und Spielweise) mit dem Halsstab eingestellt werden kann.

    Ein kerzengerader, besaiteter Hals ist nur bei sehr hoher Saitenlage schepperfrei bespielbar - allerdings dürfte man dann Intonationsprobleme bekommen, da die Saiten doch stark gedrückt werden müssen - oder man stellt um auf Slidegitarre.:D

    Gruß
     
  10. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 21.07.16   #10
    Ich kann Dich beruhigen: Du bist NICHT bescheuert!! Ein wenig Erfahrung spreche ich mir zu, nach 25 Jahren Service und Bau von 400 Gitarren - Wenn Dein "Fachmann" eine wirklich gute Gitarre hat, ggf. mit kurzer Mensur, und wenig kräftig anschlägt (zupft) dazu eine mäßig flache Saitenlage, dann kann es sein, das er ohne Schnarren spielt. Aber sonst: Frag ihn einmal, ob er auch glaubt, das die Erde eine Scheibe sei!!!
    --- Beiträge zusammengefasst, 21.07.16 ---
    Noch einmal Bilder zur Verdeutlichung, wie die Halskrümmung sein sollte, damit es auch bei kräftigerem Anschlag nicht schnarrt.
    Dazu Folgendes: Wenn die Saite angeschlagen wird, schwingt sie zuerst von E6 Richtung E1, und zurück. Die Saite schwingt aber nicht im Ganzen, sondern in Wellen (Sinus), und beginnt nach mehr oder weniger kurzer Zeit die Richtung der Schwingung zu ändern, bis die von Oben nach Unten schwingt! WIE lange das dauert, hängt ab von der Gitarre, welche Materialien, wie verschraubt und viele andere Dinge. Wenn aber (unglücklicher weise) das schnell geschieht, dann schwingt sie mit dem noch stärksten Ausschlag von Oben nach unten= Sie Schnarrt.
    Schwingt sie aber länger von E6 nach E1, wie beschrieben dann hat sie an Weg etwas verloren, wenn sie auf/ab schwingt. Und kein Schnarren! Ob ich das nun verständlich rüber gebracht
    habe?? Ich hatte schon einige Gitarren, die nach der Fertigstellung solche "Probleme" machten! Da half meist nur Tausch von Korpus oder Hals.
    Nachtrag zu Bild 1: So "gemessen" (gedrückt) soll zwischen Saitenunterkante und Bundoberseite (8. Bund) noch mindestens 0,3 - 0,5mm Luft sein.

    . IMG_2848.jpg IMG_2850.jpg
     
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  11. Paulie

    Paulie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.16   #11
    Vielen Dank für die interessanten und vielfältigen Sichtweisen - da kann man mal sehen, in einem Musiker-board - Thread lernt man an einem Tag glatt mehr, als in über 20 Jahren Praxis :eek:!
     
  12. micharockz

    micharockz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.16   #12
    Da muss ich ein wenig widersprechen. Den weitesten Ausschlag hat eine Saite an dem Punkt, an dem sie angeschlagen wird bzw. an der gespiegelten Stelle am anderen Ende der Saite. Nur wenn man genau in der Mitte der Saite zupft, ist der Ausschlag dort am größten. Und die Mitte hängt zusätzlich noch davon ab, in welchem Bund man greift.

    Es gibt ein interessantes Video, in dem das Schwingungsverhalten von Saiten mit Hilfe von Stroboskoplicht erkennbar gemacht wird:
     
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  13. Günter47

    Günter47 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.16   #13
    Es ist egal an welcher Stelle die Saite angeregt wird, die Auslenkung wird immer in der Mitte der beiden Lagerpunkte am größten sein.
     
  14. micharockz

    micharockz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.16   #14
    Lagerpunkt ist der Begriff, auf den ich nicht gekommen bin.
    Im Plekhaus Berlin ist mir das mit der Auslenkung so erklärt worden wie ich es oben wiedergegeben habe. Bei der Entwicklung der Plek-Technologie wurden die Bewegungen der Saiten genau untersucht.

    Wie auch immer es genau schwingt- der Punkt der größten Auslenkung verändert sich je nach Greifposition und meinem Verständnis nach eben auch nach Anschlagsposition.
    --- Beiträge zusammengefasst, 22.07.16 ---
    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist bei optimaler Abrichtung des Halses eine exakt gerade Einstellung möglich, aber kein Muss.
     
  15. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 22.07.16   #15

    Der Olli von Session M. sabbelt mir zwar zu viel, und macht auch nicht immer alles richtig- aber das Video zeigt, das es nur ganz selten möglich ist mit einem (fast) "pfeilgraden" Hals ohne Scheppern zu spielen! Man kann die Physik nicht überlisten! Für eine normale Spielweise muss mindestens ein leichter Bow vorhanden sein. Egal wer etwas anderes behauptet. Ich kann das auch jeder Zeit jedem Besucher demonstrieren.
    Auf dem Video mit der einen Saite, geschieht genau das, was ich in einem vorigen Post beschrieben habe: Nach einem kurzen Augenblick (nach dem Zupfen) hört man das "Schreng" - wenn die Saite die Schwingungsrichtung geändert hat, und kurz von oben nach unten ausschlägt und den "Boden" berührt. Bei einer Gitarre eben die Bünde.
     
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  16. Frittentheke

    Frittentheke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.16   #16
    Hi murle,

    naja, der Oli ist eben Verkäufer. Dass darf man nie vergessen. ;) Und ich finde den Job macht er gut.

    Ich denke es hat auch viel mit den persönlichen Vorlieben zu tun. Manche Musiker spielen nur mit den Fingern ohne Plektrum. In der Regel ist dann die Saitenlage deutlich höher. Was wiederum bedeutet, dass der Hals gerader sein darf. Und dann kommt es auch noch etwas darauf an wie die Bünde abgerichtet sind. Auch da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

    Grüße
     
  17. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 23.07.16   #17
    Ich will ihn auch nicht angreifen, ist bestimmt ein netter Typ - aber ihn länger anhören, macht mich nervös...
    (Und Spaß: Es gibt Verkäufer, die einem Bauern eine Melkmaschine verkaufen, und die letzte Kuh in Zahlung nehmen...)
     
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  18. Frittentheke

    Frittentheke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.16   #18
    :D Da bist Du nicht alleine. ;)

    Grüße ;)
     
  19. InTune

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    Erstellt: 23.07.16   #19
    Ich denke auch, dass es da kein "Richtig" oder "Falsch" gibt.Es gibt eine Reihe prominenter Befürworter der einen und der anderen Sichtweise. Rickenbacker schreibt z.B. für ihre Gitarren einen kerzengeraden Hals "vor". Der Guitar Tec von Neil Young propagiert genau das gleiche.
    Ich habe lange Frust mit meiner Tele geschoben, weil die (für mich schon logische "Rockinger Theorie") keine zufriedenstellendes Ergebnis lieferte.
    Leider ist es so, dass ein Gitarrenhals auf das Lösen des Halsstab nicht unbedingt mit einer schön symmetrischen Durchbiegung reagiert. Gerade Fender Hälse sind ab dem 15. Bund massive "Latten" dennen die Spannung des Halsspannstab mal völlig "latte" ist. Erst als ich den Hals völlig "durchgestreckt" habe, konnte ich eine richtig gute Bespielbarkeit hinbekommen.
    Ein weiterer Aspekt ist, dass es IMO auch auf die individuelle Spielweise ankommt, mit welcher Halskümmung man besser klar kommt. Leute wie Petrucci spielen angeblich mit Gitarren die von Haus aus erst mal schnarren. Bei hohen Gainpegel macht denen das aber nichts aus, die Saitenlage ist natürlich super flach.
    Daher starte ich beim Gitarrensetup jetzt von völlig gerade und wenn das nicht funktioniert, spendiere ich ein paar Micrometer Durchbiegung. Erlaubt ist, was funktioniert.
     
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  20. murle1

    murle1 RBC-Guitars HCA

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    Erstellt: 23.07.16   #20
    Die allermeisten Kunden möchten eine flache Saitenlage, die auch bei starkem Anschlag nicht scheppert, die Saiten ausschwingen und nicht absterben... Das ist für die allermeisten "Normal".
    Und so stelle ich ein...Nicht immer einfach, aber ohne Bow nicht möglich.
    PS: Über DEN (Billig)halsstab brauchen wir nicht diskutieren?
     
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