Gitarrenröhrentop mit Bass spielen

von flea185, 19.04.08.

  1. flea185

    flea185 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.08   #1
    Hallo,

    ich hätte eine Frage und zwar ob es möglich wäre eine Bassbox mit einem Gitarrenröhrentop zu befeuern und das dann als Bassamp zu benutzen.Ich hab mir andere Threads über dieses Thema durchgelesen und habe mir zusammengereimt dass es doch eigentlich an den Speakern liegt warum Gitarrenamps nicht unbedingt als Bassverstärker zu gebrauchen sind.
    danke schonmal im vorraus...

    Nico
     
  2. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 19.04.08   #2
    Hallo Nico,

    geht! :)

    Längere Antwort: Natürlich kommt es auf die Leistung des Röhren Tops an. Und in größerer Lautstärke wirst Du wohl keine ultra cleanen Sounds fahren können.
    Trotzdem ist es prinzipiell möglich. Kommt auf deinen Soundgeschmack an.

    Ich habe übrigens mal in einer Band Gitarre gespielt, da hat der Bassist über einen 50 Watt Engl plus Bassbox gespielt (weil die gerade im Proberaum rum standen). Hörte sich wirklich gut an.

    Das Non-plus-Ultra ist es aber nicht! Die meisten Bassisten wollen einen anderen Sound und die Bandlautstärke spielt auch eine Rolle. Wer aber zufällig eh ein Röhren Top rumfliegen hat, kann das an einer Bassbox nutzen.
    Nach Möglichkeit die korrekte Impedanz am Top einstellen!

    Gruß
    Andreas
     
  3. Dextra

    Dextra MB-Staatsbürger

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    Erstellt: 19.04.08   #3
    Also ich weiss, dass viele Bassisten Hiwatt-Gitarrentops als Amps benutzt haben bzw. manche immer noch benutzen (der Bassist von The Hives?!). Sollte also prinzipiell gehen, ohne das Top kaputt zu machen, aber nur wenn eine Bassbox benutzt wird. Ob es klingt ist die andere Frage. :)
     
  4. flea185

    flea185 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.08   #4
    Hallo,
    danke erstmal für die schnelle Antwort. Was wäre denn eine gute und angemessene Leistung? Und ab welchen Lautstärken wird das Top keinen clean sound mehr haben?
     
  5. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 19.04.08   #5
    Hallo Nico,

    das kann man so nicht beantworten ...

    Ich hatte ein 100 Watt Marshall Bass Top - und pielte Gitarre darüber. Unser Bassist wollte es nicht mehr haben, weil ihm der Sound nicht gefiel und das Top auch zu schnell anzerrte.
    Es war ein Top wie Hendrix es spielte; also ohne Gain + Master Volume.

    Dir sollte klar sein, dass man für das selbe Geld (die Hälfte / ein Drittel) erstklassige Transistor Bass Amps kriegst! über 90% der Gitarrenamp Linien hören bei 100 Watt auf. Ist ja für Gitarre auch dicke laut genug. Stärker sind nur Bass Röhrenverstärker (und HiWatt Gitarrenamps).

    Es macht keinen Sinn ein 100 Watt Gitarren Röhren-Top zu kaufen um darüber Bass und Gitarre zu spielen. Für die Gitarre sind 100 Watt evtl. viel zuviel, für Bass vielleicht zu wenig. Es ist blöd, wenn man den Volumenregler mit Gitarre nur auf 0,7 bis 0,8 aufdrehen kann. Feinregulierung der Lautstärke ist unmöglich.

    Gruß
    Andreas
     
  6. AK

    AK HCA Bass/Elektronik HCA

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    Erstellt: 19.04.08   #6
    Da kann man noch hinzufügen, daß unkomprimierte Bass-Signale (also ohne vorgeschalteten Kompressor) einen Gitarren-Amp viel schneller in Sättigung sprich Übersteuerung bringen. ABer Wie Cadfael bereits erwähnte, vielleicht magst Du das ja gerade.
    Das liegt generell an der Auslegung der Beschaltung - der kleine Vollröhren Ampeg hat auch "nur" 100W ist aber reine schaltungstechnisch auf Bass-Signale ausgelegt - und geht dafür auch nicht so schnell in Sättigung. Ein gutes Gegenbeispiel ist der von Cadfael in einem sehr schönen Workshop beschriebene Fender Bassman - da gehts fast nicht ohne Verzerrung.

    Wenn Du ein Gitarrentop hast, warum nicht testen - aber extra kaufen? Lass mal.
     
  7. lance murdock

    lance murdock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.08   #7
    Hi Nico,
    habe selbst mal meinen Bass (Preci) mit einem älteren Hiwatt, in Kombination mit einer Fender 2x15er, befeuert. Die Sättigung des Tones war allerdings sehr schnell erreicht ( Mastervolume im letzten drittel und die Vorstufe soweit es halt ging) und der Basssound war als solcher nicht mehr wirklich definierbar. Die Verzerrung die eintrat, erzeugte dann einen mulmigen und drucklosen Klang. Auch wenn man den Master zurücknahm. Erst mit dem absenken der Bässe (- neutral) wurde der Klang deutlicher,
    aber irgendwie fehlte was https://www.musiker-board.de/vb/images/smilies/smile.gif.
    In wie weit nun die einzelne Komponenten auch wiederum ausschlaggebend für diesen Sound waren, kann ich nicht beurteilen. Für mich stellte diese Kombi eine günstige, weil kostenlose, Übergangslösung dar.
    Nur soviel, das man dem Amp mit einer Les Paul und einer 4x12er Marshallbox, eine fette Gitarrenwand entlocken konntehttps://www.musiker-board.de/vb/images/smilies/thumbsup.gif . Aber dafür war der Amp ja auch tonal konstruiert.

    Wenn es dir darum geht, mittels eines Röhrenverstärkers, einen angezerrten, "tragenden" Basssound zu erzielen, kannst Du vielleicht besser auf einen entsprechenden Bassamp zurückgreifen.
    Aber leider ist das ja nicht immer eine Frage der persönlichen Vorlieben (das liebe Geld... oder warum muss immer genau das Equipment so teuer sein, das man gerne haben möchte?)

    Viele Grüße
    Lance
     
  8. flea185

    flea185 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.04.08   #8
    Hallo,

    ich danke euch erstmal für eure Antworten und werd mir jetzt wahrscheinlich doch einfach nur ne PA Endstufe kaufen und kein Vollröhrentop. Also nen PreAmp hab ich schon (Tech21 SansAmp) und da werd ich mir wahrscheinlich einfach noch ne T.Amp ta 1050 dazuholen und ne Box und dann werd ich da hoffentlich nen besseren Sound rauskriegen als aus nem Gitarrenröhrentop. Trotzdem danke für eure Antworten :great:

    Nico
     
  9. Devilsguitarhero

    Devilsguitarhero Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.08   #9
    Joa wir haben mal mein Rack (plus gitarren 4x12 Box) zum recorden als bass amp benutzt
    und viele leute haben uns danach gefragt wieso der bass im verhältniss zu den anderen instrumenten so ultrafett klang.
     
  10. Glühbirne

    Glühbirne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.08   #10
    Also ich hab als Übergang einen Marshall JCM 900 Dual Reverb 50Watt(mit 2xKT88) in eine Hb 410 gespielt.

    Das war auch defenitiv laut genug für eine Metal Band.
    In den Preamp vom Marshall wurde der Sound aber relativ stark ausgedünnt weswegen ich meißtens in den FX Return gegangen bin und vorher noch einen Behringer EQ vorgeschaltet hab.

    Sound war so ähnlich wie bei Trivium-Ember to Inferno

    Also recht stark verzerrt aber es machte dennoch sehr viel Druck und hatte eine sehr angenehme Kompression. Nur musste ich das Horn abklemmen weil es sonst wie eine Kettensäge geklungen hat.

    Also mit einem 100Watt Top das etwas Bassiger als ein Marshall auslegt ist(sprichwort, Engl, Peavey, Mesa etc.) ist es sicher sehr interresant wenn man auf den Sound steht(was ich nicht so tuhe weil Gallien Kruger eher meinen Sound hat)
     
  11. sceneo

    sceneo Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #11
    also um das meiste ist ja schon gesagt, aber um dich noch an meinen erfahrungen teilhaben zu lassen:

    ich spiele normalerweise einen umgebauten mb450h an der mbc410 box. allerdings habe ich ab und zu die möglichkeit, nen jcm800 anzuhängen, und ich würde ganz ehrlich jeder zeit tauschen. der sound ist halt einfach genial, aber das kommt natürlich auch immer auf den geschmack an. prinzipiell machst du nichts kaputt, wenn du s anhängst.
     
  12. Chav3z

    Chav3z Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #12
    Ich hätte eine ähnliche frage, kann etwas kaputt gehen wenn ich ein guitarren fusspedal(Jackel and hyde) an einen bass hängt.
    oder kann was kaputt gehen wenn ein guitarrist über einen bass combo spielt oder umgekehrt?
    mfg
     
  13. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 21.04.08   #13
    Hallo Chav3z,

    eigentlich kann nichts kaputt gehen.
    Falls der Bass Combo einen Hochtöner hat, sollte man evtl. vorsichtig mit der Verzerrung sein.
    Ansonsten kannst Du jedes Gitarren-Pedal auch für den Bass nutzen oder Gitarre über einen Basscombo. Wie sich das anhört ist die andere Frage. Außerdem kappen einige Gitarreneffekte den Bassanteil im Signal. Probieren geht über studieren. Aber solange man sein Hirn nicht auf Standby schaltet und alles "normal" anschließt besteht (so gut wie) keine Gefahr.

    Gruß
    Andreas
     
  14. flea185

    flea185 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #14
    Hi,

    ich weiss ja nicht mehr was ich jetzt glauben soll. Die einen sagen es klingt be....scheiden und die anderen sagen es klingt ultra fett. Gibts vielleicht ein Soundsample wo der Bass mit einem Gitarren Röhrentop verstärkt wird? Also es wär cool wenn mir jemand mal ein Soundsample zeigen könnte. Und ich weiss halt immernoch nicht welche Wattzahlen man bräuchte also meine geplanten watt waren 250 - 350 Transenwatt.

    Nico
     
  15. FO ArmyMan

    FO ArmyMan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #15
    Das kommt wohl doch immer auf das Top speziell an, manche sind wohl besser geeignet als andere. Kann mir dennoch kaum vorstellen, dass Bass an einer Gitarrenbox ultrafett klingen kann :confused:.
    Darf ich Dir dann aber den (ich hab's grad noch gelesen) VW-Golf der Basstops anbieten? Das Hartke 3500. Es wird von vielen (und von mir selbst) als recht laut und druckvoll empfunden. Und es bietet eine Röhrenvorstufe, natürlich kann diese nicht 100% den Klang eines Vollröhrentops wiedergeben. Einfach mal antesten, das Top erfreut sich nicht umsonst großer Beliebtheit!

    Außerdem: Watt ist Watt, egal ob Transe oder Röhre. Der einzige Unterschied ist nur, dass Röhre bei Übersteuerung immernoch gut klingt, wo Transen schon ins Clipping fahren, und man dadurch das Gefühl hat mehr Leistung zu haben.

    Edit: Mit 250-350Watt bist Du auch bei einer Box mit mäßig gutem Wirkungsgrad auf der sicheren Seite.
     
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