Gitarrenständer Nitrolack tauglich machen

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banana--joe
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Ich hatte bisher auf meinem Gitarrenständer (Rockstand 3-Fach Ständer) keine Gitarren mir Nitrolack angelegt, da das von Hersteller auch nicht freigegeben ist, bzw darauf hingewiesen wird, dass der Lack mit der Polsterung des Ständers reagieren könnte.

Ich bin nun auf der Suche nach einer Möglichkeit den Ständer so umzurüsten, dass ich bedenkenlos Nitrolack Gitarren darauf ablegen kann. Das soll aber auch alles halbwegs ehefrau- und wohnzimmertauglich sein, weshalb alte Socken als Idee schon Mal wegfallen:rolleyes:

Ideal wäre irgendein flexibler röhrenförmigen Stoff, den man über die vorhandene Polsterung überstülpen könnte... Oder vielleicht könnte man die Polsterung komplett tauschen gegen etwas was nicht mit Nitrolack reagiert (vielleicht irgendeine Isolierung für Wasserrohre aus dem Baumarkt? Ich befürchte aber, dass diese nicht besser verträglich ist als die originale Polsterung...)?

Hat irgendeiner eine gute Idee oder hat sowas vielleicht schon Mal gemacht?

Danke!
 
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Captain Knaggs
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weshalb alte Socken als Idee schon Mal wegfallen:rolleyes:

...

Hat irgendeiner eine gute Idee oder hat sowas vielleicht schon Mal gemacht?

Neue Socken?:evil:

Ein Stück Stoff röhrenförmig zusammennähen, z.B. Brillenputztuch oder ähnliches

Keiner meiner Gitarrenständer hat je mit Nitro reagiert, allerdigns waren das Hercules. Inzwischen liegt die Gitarre aber meist im Koffer.
 
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banana--joe
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Wenn ich keine bessere Lösung finde, wird es wahrscheinlich auf das bekleben (zusammennähen ist mir zu aufwendig) des polsters hinauslaufen (evtl. würde ich dafür sogar tatsächlich eine neue Polsterung aus der Isolierung für Wasserrohre basteln).

Ich wollte mich aber umhören, ob es für das Problem eine schönere Lösung gibt.
 
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(...) irgendein flexibler röhrenförmigen Stoff (...)

proxy.duckduckgo.com.jpg


Hatte ich auch schon mal auf meinen Gitarrenständern. Funktioniert gut, sieht aber doof aus.
 
G
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1. Apotheke aufsuchen.
2. Farbauswahl an elastischen Verbänden zeigen lassen.
3. Passende Farbe auswählen und käuflich erwerben.

4. Gitarrenständer bandagieren.
5. Gitarren reinstellen.
6. Beruhigt freuen.

... :great:
 
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Keiner meiner Gitarrenständer hat je mit Nitro reagiert

Leider kann es aber auch kein Hersteller garantieren. Von K&M ist mir bekannt, dass sie versucht haben mit Gibson zusammen zu arbeiten, diese aber nicht die Zusammensetzung ihres Nitro raus gegeben haben. Erst dann wäre es nämlich möglich das halbwegs zu garantieren.

Gruß
Martin
 
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Vielen Dank für die Tipps! Das mit dem Verband hört sich günstig und einfach an. Deshalb werde ich das als erstes probieren.

So ein gestrickter Schlauch gefällt mir, da müsste ich aber eher die Schwiegermutter fragen... Ich lass das Mal lieber ;)
 
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Hi,

wenn Du schreibst, dass Du einen 3-fach-Ständer benutzt, klingt das für mich danach, dass Du die nitrolackierte auch gerne auf Dauer dort abstellen willst - Lieblingsgitarren immer spielbereit.

Da möchte ich unabhängig vom Material der Auflage lieber zur Vorsicht mahnen. Ich habe nun schon mehrfach gelesen, dass auch der punktuelle Druck schon auf Dauer für Verfärbungen ausreichen kann, ganz unabhängig vom Material. Ich habe das zwar zum Glück noch nicht selbst erfahren müssen (meine Paula kommt immer in den Koffer), aber es erscheint mir auch nicht abwegig. Nitrolacke enthalten ziemlich reaktionsfreudige Bestandteile, und eine Reaktion kann durch alle möglichen äußeren Umstände ausgelöst werden.

Was ich mir auch vorstellen kann, wäre als Alternativursache ein Ausbleichen des Lacks, das dann aber an den Stellen, wo Hals oder Korpus aufliegen, wieder wegfallen würde. Ich habe selber schon bei Gitarren dunklere Streifen am Hals neben der Kopfplatte gesehen, obwohl der Lack im Übrigen nicht auffällig verändert gewesen ist. Das Resultat ist ähnlich unerfreulich.

Ausbleichen betrifft allerdings auch andere transparent lackierte Gitarren, nicht nur mit Nitrolack. Die gebeizten Blautöne bei älteren PRS sind dafür zB recht anfällig. Es ist also ganz allgemein nicht ohne Risiko, Gitarren den ganzen Tag im Ständer stehen zu lassen, vor allem in Fensternähe.

Gruß, bagotrix
 
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Hab auch die (Baumwoll) Mullbinden-Variante seit ca zwei Jahren im Einsatz. Scheint zu funktionieren, wobei sich die Auflagefläche der Mullbinde langsam verfärbt. Ich schätze aber das ist Schweiss-Dreck vom Hals :)
 
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Mein Verhältnis zu meinen Gitarren ist eher pragmatisch, weshalb ein leichtes verfärben mich nicht so stören würde (zumal die betroffene Gitarre an den Kontaktstellen mit dem Ständer eh schwarz ist, und somit Verfärbungen kaum sichtbar sein sollten). Ist halt ein Gebrauchsgegenstand mit entsprechenden Gebrauchsspuren.

Was ich aber vermeiden möchte, ist dass der Lack sich an den Stellen auflöst oder Bläschen bildet oder so.

Vielleicht mache ich mir da aber auch zu viele Gedanken und ich sollte den Ständer einfach so nutzen wie er ist...
 
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Alle Angaben ohne Gewähr:

Als ich meine erste Gitarre mit Nitro bekommen habe, habe ich den Erbauer auch wegen der Abstellmöglichkeiten gefragt. Er meinte, die Panik sei übertrieben und Defekte seien nur zu erwarten, wenn man die Gitarre wirklich dauerhaft über längere Zeit auf dem Ständer stehen lässt.

Obs stimmt ? Ich weiß es nicht.
Ich habe bis jetzt 2 Nitromodelle auf so einem 9 fach Stand von Thomann seit einigen Monaten stehen. Dabei ist mir noch nichts negatives aufgefallen - obwohl in der Beschreibung steht "nicht für Nitro geeignet". Ich schätze das ist wohl eher ein Disclaimer, für den Fall der Fälle.



Ansonsten finde ich die Idee mit den Mullbinden nicht verkehrt. In schwarz sieht man sie auch kaum.
 
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Warum nicht den umgekehrten Weg gehen - die Gitarre einpacken? Gab es zumindest auf der NAMM 2018 bei Fender als Border Town Mexico Blanket im Custom Shop gebaut von Dennis Galuszka, wo man eine Tele im Poncho präsentierte, sie wurde später für schlappe 9075€ angeboten.

mexico blanket.JPG
 
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Witzig. :-D

Aber im abgebildeten Fall hilft der "Poncho" auch nichts gegen den Kontakt zwischen Wandhalter und Hals. :-D
Ist aber eh keine Nitrolack Gitarre, wie es aussieht. :)

Das beste Ganzkörperkondom für eine Nitrolack Gitarre ist und bleibt wohl ihr Koffer. :)
 
Bassturmator
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Das beste Ganzkörperkondom für eine Nitrolack Gitarre ist und bleibt wohl ihr Koffer. :)

Leider nicht, denn gerade in den Schaumstoffen befinden sich Weichmacher die Nitro angreifen können.

Noch schlimmer ist es wenn man einen Kunstleder-Gitarrengurt mit in den Koffer legt. Vinyl ist der schlimmste Feind von Nitro.
 
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Noch schlimmer ist es wenn man einen Kunstleder-Gitarrengurt mit in den Koffer legt. Vinyl ist der schlimmste Feind von Nitro.

Das ist ne super Info, vielen Dank dafür! :) :) :)

Ansonsten gehe ich davon aus, dass ein Hersteller seinen Koffer doch so wählt / plant / ausgibt, dass die darin gelagerte Nitrolack Gitarre auch gut aufgehoben ist?
Ich meine, gibt es tatsächlich und konkret Hersteller, die ihre Gitarren in für diese schädlichen Koffern ausgeben? :confused1:
 
banana--joe
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Warum nicht den umgekehrten Weg gehen - die Gitarre einpacken? Gab es zumindest auf der NAMM 2018 bei Fender als Border Town Mexico Blanket im Custom Shop gebaut von Dennis Galuszka, wo man eine Tele im Poncho präsentierte, sie wurde später für schlappe 9075€ angeboten.

Anhang anzeigen 655378
Lustig, aber ich glaube da hätte meine Frau was dagegen;)
 
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gibt es tatsächlich und konkret Hersteller, die ihre Gitarren in für diese schädlichen Koffern ausgeben?

Ohne hieraus eine Regel ableiten zu wollen: Google mal "guitar case bleed", man findet ein paar Berichte über Probleme, bspw verfärbte Plastik-Teile und Bindings.
 
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@benny barony

Der Effekt ist mir schon bekannt, ich habe in der Gitarre & Bass dazu mal was über Schlagbretter gelesen, die aus einem Material waren, welches mir jetzt nicht mehr einfällt.
Dieses Material produzierte Ausdünstungen, die dann, wenn die Gitarre lange Zeit im Koffer lag, dazu führte, dass die Metallteile anliefen bzw. oxidierten.

Aber ich meine jetzt tatsächlich, dass der Koffer den Nitrolack angreift.
Ich meine, gibt es wirklich Firmen, die ihre Instrumente mit so einem sensiblen Lack wie Nitro lackieren und dann ein dafür ungeeignetes Behältnis dazu verkaufen?
Es gibt zwar nichts, das es nicht gibt, aber sowas kann ich mir dann doch schwer vorstellen. Was für ein Eigentor wäre das denn?
 

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