Gitarrenstudium eure Story.

von Hendrix-Im-Wachstum, 03.07.16.

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  1. Hendrix-Im-Wachstum

    Hendrix-Im-Wachstum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.16   #1
    Vorweg: Ich habe eigentlich nicht vor Gitarre/Musik/etc zu studieren, aber interessant finde ich es schon.
    Ich versuche das mal zu gliedern.


    Allgemeines:
    -ab wann kann man ein Gitarrenstudium überhaupt beginnen
    - welche Prämissen gibt es
    - welche Verschiedene Berreiche (Rock, Blues, Jazz, Klassik oder alles in einem)
    - wie sieht die Aufnahmeprüfung auf
    - was genau kann man danach alles mit seinem Studium anfangen
    - wie lange dauert es



    Persönliches:

    - wie lange habt ihr vorher gespielt bis ihr mit dem Studium angefangen habt
    - warum habt ihr euch dafür entschieden es zu studieren
    - welche Stücke habt IHR vorgetragen
    - wie weit hat da Studium eure Musikalische Richtung verändert
    - hat es euch enorm weiter gebracht
    - was macht ihr jetzt, nach eurem Studium
    - wie hat es euch gefallen, wie lange habt ihr gebraucht, was bedeutet dieses Studium für euch


    Erzählt eure Storys, bin sehr gespannt.
     
  2. Maxi

    Maxi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.16   #2
    Ich bin nichtmehr 100% up 2 date.

    Allgemeines:
    Sry aber das bekommst du doch eigentlich alles in 10minuten via google beantwortet. :p

    Kurz:
    - Ab wann?
    Dann wenn du möchtest - meist gibt es Vorrausetzungen im Bereich Realschulabschluss/Abitur jenachdem ob Hochschule/Berufsfachschule - selten Altersgrenzen.
    Das ist aber nicht besonders relevant da man durch eine Eingangsprüfung (die etwas schwerer ist) auch ohne Abitur teilnehmen kann. (Schulabschluss wäre von Vorteil)

    - Bereiche:
    Du hast meist Klassik oder Popularmusik (pop/rock/jazz) als Studiengang - gibt aber ausnahmen wie ''weltmusik'' wo anderes oder gerne mal beides zusammen kommt. Ist aber nicht besonders häufig.

    - Aufnahmeprüfung!
    Die Aufnahmeprüfungen umfassen meist grundlegende Musiktheorie und ein Praktisches vorspiel von ''mittelschweren Stücken'' - Das Gehör wird überprüft - Rythmusdiktate/blattsingen von sehr einfachen Stücken. Sowas eben. Es gibt dazu fast bei jedem Institut entsprechende Beispiel Downloads die man sich anschauhen kann. Man wird feststellen das man durch 80% davon einfach durchkommt wenn man sich schon etwas mit Theorie beschäftigt hat.
    Entscheident ist meist das Praktische vorspiel - Also besser als alle anderen sein.

    - Was kannst du mit dem Studium Anfangnen?
    Mit vielen erstmal garnichts - Natürlich berechtigen bestimmte Hochschulstudiengänge (z.b. auch richtig lehramt) zum Musikunterricht an Staatlichen einrichtungen etc. was man ohne Abschluss natürlich nicht machen darf. - Wenn es ums tatsächliche Musikmachen geht, bin ich allerdings noch NIE nach einem Zettel gefragt worden.
    Wie das im Klassichen Bereich ist weiß ich nicht!
    Das größte Plus sind wohl die persönlichen Kontakte die man in dieser Zeit knüpfen kann und sollte - Vorrausetzung zum ausüben des Berufs ist ein Studium keineswegs.

    - Wie Lange?
    Das geht von 2 Jahren Berufsfachschule, über Zusatzkurse in Pädagogik o.ä. - bishin zu ca 4 Jahre Regelstudienzeit + evtl aufbaustudium/master etc.

    Hoffe das hilft dir soweit um einen Einblick zu bekommen.
     
  3. Pie-314

    Pie-314 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.07.16   #3
  4. Hendrix-Im-Wachstum

    Hendrix-Im-Wachstum Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.16   #4
    Ignoriert das allgemeine vielleicht mal, mich Interessiert ja eure Story.



    Was sind denn man Beispiele für mittelschwere Stücke?
     
  5. ginod

    ginod Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.07.16   #5
    Habe Jazz Gitarre studiert.
    Die Idee dazu entstand mit 17 als ich meine erste Ausbildung zum Kaufmann machte (zu dem Zeitpunkt spielte ich gerade mal 2 Jahre Gitarre) und ich merkte, dass das nichts für mich ist und ich nur an Musik denken kann. Mir wurde in dieser Phase klar, dass ich Berufsmusiker werden möchte, habe dann noch mein Fachabi gemacht und dann habe ich mich voll und ganz der Musik verschrieben.
    Aber sowas funktioniert nicht, wenn man jeden Tag ein bisschen Gitarre spielt, man muss schon ein echter Freak sein. Geht gar nicht so darum um die Anzahl der Stunden am Tag die man übt, man muss einfach Besessen sein von seinem Instrument.

    Mit 21 habe ich dann die Aufnahmeprüfung an zwei Hochschule gemacht und wurde auch sofort bei beiden genommen. Bei Jazz hat das wenig mit der schwere eines Stückes zu tun sondern die Art wie man ein Standard spielt.
    Studium ging 4 Jahre und war der Hammer. Nur tolle Musiker um einen rum, super viel Zeit zum üben, Weltmusiker die Workshops geben und deutschlandweit und auch weltweit bekannte Dozenten - einfach ein Traum.

    Nach dem Studium sieht das aber dann anders aus. Bin jetzt nicht mehr der junge aufstrebende Musikstudent, sondern einfach nur ein Freiberufler der Musikunterricht für über 60 Schüler gibt und viel Tanzmukke spielt um ein ordentliches Gehalt vorweisen zu können. Klar spiele ich auch ab und zu Jazzgigs, aber das ist Hobby, weil Jazz kein Geld bringt. Anstatt tolle Inhalte zu unterrichten, unterrichte ich die meiste Zeit irgendwelche Anfänger-Grundlagen.


    Das Studium bringt dir steuerliche Vorteile für deine Unterrichtstätigkeit, aber auch nicht studierte können mit etwas Arbeit diese Vorteile für sich beanspruchen. Man macht so ein Studium eigentlich für sich selber.

    Viele verstehen gar nicht, dass Gitarrenlehrer nicht einfach nur so ein Witz Beruf ist. Richtige Gitarrenlehrer haben ein langes Studium hinter sich, auch in Pädagogischen Inhalten. Leider kann jeder sich Gitarrenlehrer nennen und ohne Qualifikation sofort unterrichten. Dies hat zur Folge, dass unser Beruf wie ein lustiger Nebenjob erscheint. Seit es den Dipl. Musiker nicht mehr gibt kann man auch schlecht mit Begriffen wie Musik oder Gitarrenpädagoge oder Bachelor oder Master of Music werben. So etwas interessiert die Leute nicht, die wollen in den meisten Fällen möglichst wenig Geld für den Unterricht ihrer Kinder ausgeben und suchen sich oft den günstigsten. Meist dann irgend ein Hobbymusiker, der mal ein bisschen Liedbegleitung gelernt hat, aber schön schrullig und lustig rüberkommt (wie Arthur aus King of Queens beim Klavierunterricht).

    Sorry aber was da manchmal bei Youtube auftaucht und sich Gitarrenlehrer nennt ist oftmals grenzwertig. Ich weiß ich tue vielen Freiberuflichen Gitarrenlehrern unrecht, die tolle Arbeit machen und kein Studium abgeschlossen haben. Aber man sollte als Schüler, vor allem als Elternteil oder Anfänger genau hinschauen.
    Das gleiche Problem haben Tätowieren aber auch ;-)
     
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