Grundlagen für Schlagzeuger

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tobi452
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Hi,


bei ner befreundeten Band ist kürzlich der Gitarrist und Schlagzeuger gegangen (Achtung: Der hat hauptsächlich Gitarre gespielt aber auch ab und an Schlagzeug wo dann der andere Schlagzeuger Gitarre gespielt hat). Jetzt haben sie mich gefragt, ob ich quasi sein Nachfolger werden möchte und ich hab gesagt: "Ja, können wir gerne mal versuchen."
Ich bin ja eigentlich Gitarrist, spiele aber auch ein bisschen (nicht sonderlich viel aber es ist OK) Schlagzeug.
Könnt Ihr mir sagen, was so die Grundbeats und auch (theoretischen) Grundalgen sind, die man unbedingt können muss?

Schon mal vielen Dank!
 
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Drummerle
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Ich würde an deiner Stelle folgendes Machen:

- Kauf dir ein Anfänger Schlagzeugbuch, wie Modern Drumming 1 von Herrn Stein.
- Kauf dir ein Technik-Buch, was dir Rudiments, Schlagtechniken u.ä. vorzeigt.
-Such dir für den Anfang einen guten Lehrer, der dir die basics zeigt, und nehm dort min. 10 Stunden -> Am Anfang ist es wichtig, die richtige Schlagtechnik zu lernen - wenn man es sich falsch angewöht hat, wird es sehr schwer sich andere schlagbewegungen einzuprägen. Daher das Technikbuch und den Lehrer. Das technikbuch zum Lernen und für Übungen, und ein Lehrer der Am anfang auf das gelernte schaut und dich bei falscher Technik sofort Korigiert.
 
derMArk
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Da du Gitarrist bist, solltest auf jeden Fall an deinem Timing arbeiten. :D :rolleyes: (war nur ein Spaß!)
Aber so ganz abwegig ist es nicht. Weil du das Metronom der Band bist! Sauber spielen (Timing) ist verdammt wichtig. Noch viel wichtiger als irgendwelche crazy Fills zu spielen.

Drummerle hat recht, egal welches Instrument du spielst eine gute Basis ist unerlässlich. Du kannst alles alleine an Hand des Internets oder Büchern lernen, Rudiments, Beats, was auch immer. Da gibt es genug Informationsmaterial. Allerdings wirst du dich nie selber gut kontrollieren können. Das ist aber enorm wichtig! Wenn es z.B. um Timing geht, dann kannst du dein Metronom nehmen oder ein Gepieltes aufnehmen und selber urteilen, aber bei Grifftechniken und deren Sauberkeit sollte ein erfahrender Musiker daneben sitzen und dich immer wieder ermahnen, wenn etwas schief läuft.

Grundlegende Sachen, wie Notenwerte solltest du natürlich auch haben. Grundbeats oder einfache Rudiments findest du in jedem Anfängerbuch. Da solltest du mal in den Laden gehen und solche Sachen durchblättern und gucken welcher Schreibstil dir besser gefällt.
 
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tobi452
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Was meinst Du mir Grifftechniken? Wie man die Sticks hält? Das hat mir ein Freund, der seit einigen Jahren Schlagzeug spielt, mal gezeigt.
 
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Genau das ist das Problem "mal gezeigt" ist ein Unterschied zu "immer unter Kontrolle". Und ja, damit ist gemeint, wie man die Sticks hält.

Nur mal als kleinen Erfahrungsbericht. Ich habe Jahre lang meine linke Hand nicht genau beobachtet und spiele nicht sauber in der Bewegung des Handgelenkes. Jetzt wo mich ein wenig damit beschäftige merke ich, dass ich Frenchgrip nur sehr schlecht spielen kann, weil ich mein Handgelenk 11 Jahre lang falsch "gehalten" habe. Das wieder wegzubekommen ist verdammt schwer!
 
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Hi,

eine möglichkeit sich zu kontrollieren ist vor einem spiegel zu üben. das funzt aber nur wenn man den bewegungsablauf 100%ig
kennt und seine fehlhaltung selbst erkennt.

bücher sind natürlich eine gute form des lernens wie bei anderen dingen auch, aber ich tendiere immer mehr zu videos,
tommy Igoe macht richtig gute sachen. Lifetime da geht es um handtechnik und hauptsächlich rudiments.
gut wieveilman jetzt davon lernen möchte muss jeder selbst wissen, in meinen augen reichen single - doppel schläge paradiddle
sowie flams und drags (Doppel-Flams ) aus. die restlichen rudiments bauen darauf auf.

die GrooveEssentials 1+2 Videos von tommy Igoe führen dann in die Welt der verschiedenen musikstile und grooves ein.
wobei der 1.teil sich mehr an den anfänger richtet und dabei langsam den schwierigkeitsgrad anhebt.
der 2. teil baut auf dem 1.teil auf und geht die nächste stufe höher. er zeigt auch besentechnik und odd meters als takte
in 7/4 etc.

leider gibt es keine deutsche übersetzung soviel ich weiß. aber es sind gute videos die einen schnell in die groovewelt schritt für schritt einführen.

ok, das ist der eine weg dassman über das erlernen von grooves sich auch technisch weiterentwickelt. der andere weg ist genau umgekehrt.
man erlernt erst die technischen voraussetzungen und geht dann langsam ins grooven über.
übungsmaterial sind da die new breed schulen 1 und 2 oder der video von benny greb language of drumming.

Man kann sich natürlich darüber streiten welches konzept das bessere ist. ich persönlich habe nach dem 2. konzept gelernt und fand es am anfang ziemlich hart und auch nervig aber mit der zeit merkte man schnell die verbesserungen und ist dann auch in der lage schon recht anspruchsvolle grooves zu spielen beim ersten konzept geht man da ja direkt ins grooven was vllt am anfang auch die sache etwas praxisnäher erscheinen lässt.

meistens geht man sowieso den weg mit den der lehrer geht, wenn man ohne lehrer diesen weg geht muss man das füpr sich selbst rausfinden womit man besser zurecht kommt.

Viel Spass

Lg

DT
 
Jürgen K
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Hallo,

wenn man keine Ahnung hat, dann fragt man einen, der sie hat.
Manche nennen es auch Unterricht.

Ein Autodidakt muss selbst wissen, was er tut, was je nach Fähigkeiten mehr oder weniger schnell an Grenzen stößt.
Ein gutes Buch kann helfen, es kann aber auch demotivieren.

Unbedingt können sollte man: Wiener Walzer, Swing, Blast Beat, Bossa Nova etc.
Wenn das zu kompliziert ist, einfach immer Gustav, da freut sich der Gitarrist, dass ihn niemand aus dem Takt bringt.

Grüße
Jürgen
 
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tobi452
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Eine Frage noch: Ich weiß zwar, dass hier jetzt alle wieder rummeckern aber trotzdem: Gibt's irgendwas, was im Grunde relativ einfach zu erlernen ist aber auf nicht-Schlagzeuger ordentlich Eindruck macht?
Hintergrund ist der: Die haben noch nen anderen, richtigen Schlagzeuger gefunden, der auch nebenbei Gitarre spielt und ich soll mit dem battlen. :eck: Da der schon etwas länger spielt brauch ich, na ja, so ne Art Angeberbeat. Also biiiiiiitte jetzt nicht gleich schimpfen. Ich weiß, dass so was eigentlich fürn Arsch ist aber trotzdem. Irgendwas wird's doch geben? :)
 
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drumtheater736
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Hi,

versuch lieber was einfaches zum grooven zu bringen das beeindruckt mehr, als alles andere.
was du vor hast ist kasperle theater, die werden dich dann daran messen und wenn du diesen level nicht halten klannst
bist du sowieso wieder weg und die werden sich dann für den anderen entscheiden.

Versuch das was du spielen kannst sauber zu spielen am besten mit metronom und mach aufnahmen von dem was du spielst
um dich zu kontrollieren.

LG

DT
 
De-loused
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Eine Frage noch: Ich weiß zwar, dass hier jetzt alle wieder rummeckern aber trotzdem: Gibt's irgendwas, was im Grunde relativ einfach zu erlernen ist aber auf nicht-Schlagzeuger ordentlich Eindruck macht?
Ohne in jeglicher Hinsicht zu meckern: natürlich gibt es zig Beats und Drumlicks die Eindruck schinden, ohne sonderlich kompliziert zu sein. Der Nachteil daran ist das man sich auch für diese Sachen erst Grundlagen erarbeiten muss, bei durchschnittlicher Begabung und ein paar Stunden Übung die Woche vielleicht ein paar Monate, bis man die überhaupt hinkriegt. Natürlich sagt dir hier jeder was anderes wenn du hier fragst was "man so können sollte", aber du musst dir selbst über deine Motivation klarwerden und wissen was du lernen willst, sei es nun Wiener Walzer oder Punkrock. An das Schlagzeug kann man nämlich auf zig unterschiedliche Arten herangehen, auch von Beginn an.
 
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tobi452
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Also der Vollständigkeit halber:
Heute war das Battle. Der andere hat angefangen. Da er ein Jahr älter ist als ich und sich immer voll professionell gab dachte ich, der Junge drischt da das Schlagzeug kaputt. :D Als Strategie habe ich mir ausgedacht etwas eher langsames, gefühlvolles zu spielen weil ich ja genau weiß, dass ich gegen nen Profi nicht anstinken kann. Ich stand da, dachte schon: "Tobi, jetzt bist du am Arsch." aber dann hat er losgelegt: Nen einfach Gustav mit einem kleinen Fill am Schluss!!!
Tja, was soll ich sagen :D? Ich bin drinnen und er ist Ersatzdrummer falls ich bei nem Gig mal nicht kann. Und das, wo ich im Gegensatz zu ihm keinen Unterricht habe (bis jetzt) und er auch schon ein Jahr Schlagzeug in ner Band gespielt hat.
Also noch mal danke für Eure Tipp, ich werde sie mir weiterhin zu Herzen nehmen :).
 

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