Grundsatzfrage: Audiosamples live abfeuern

von Keinusername, 02.04.17.

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Casio
  1. Keinusername

    Keinusername Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #1
    Hallo zusammen,

    Ich spiele Keyboard in einer rock coverband. wenn ich bei den Songs mal genau hinhöre, dann fällt mir auf, dass neben der keyboard line noch viel sonstiges im Hintergrund gespielt wird. (z.B. bei Bon Jovi Songs). Ich frage mich was der Aufwand ist solches zeugs zu erstellen und dann live zu verwenden. Wer hat hier mehr Erfahrungen?

    Wie viel Aufwand macht es audiosamples zu erstellen?
    Macht das Spass?
    Haben workstation wie roland fa06 oder yamaha moxf 06 das Zeug schon serienmässig an bord?
     
  2. humtata

    humtata Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #2
    Kommt drauf an, was du unter "Zeugs" verstehst ;-) Geht´s noch etwas genauer? Was für Tasten spielst du zur Zeit?
    Roland FA06 kann über die Pads Loops, One Shot Samples und ganze minutenlange Tracks abfeuern. Keine Multisamples, sprich tonal spielbare Sounds. Ein MOXF mit eingebautem Flash beherrscht Multisamples.
    Ob das Spaß macht, Samples zu erstellen, musst du selber herausfinden. Die Beschäftigung mit Soundprogrammierung und den Möglichkeiten einer DAW lohnt sich mMn immer. Man kann ja auch Sounds kaufen, gerade bei Yamaha soll das Angebot ganz gut sein. Oder nach passenden Gratisangeboten im Netz Ausschau halten. Vieles, was man so mit dem Sammelbegriff "Samples" bezeichnet, lässt sich mit mit ein bisschen Schrauberei auch mit einem Synthesizer (wie z.B. einem FA06) erzeugen.
     
  3. Jean-M.B.

    Jean-M.B. HCA Yamaha Keys / InEar HCA

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    Erstellt: 04.04.17   #3
    Ich denke mal eher, dass bei vielen Songs Zuspielungen in Form von Midi- oder Audiofiles mit ablaufen.
    Samples als solches sind ja eher kurze, oft auch geloopte Audiophrasen.
    Wichtig beim Einsatz solcher Dinge ist immer, dass man irgendwie die Band (oder den Drummer) mit dem Keyboard synchronisiert bekommt.
    Also ein Beispiel für eine solche sichere Anwendung ist eine Zuspielung in Form eines Midi- oder Audiofiles mit einer Klickspur.
    Eine andere Möglichkeit bei kurzen Phrasen (Samples / Arpeggios etc...), der Drummer stellt sich auf seinem Metronom die BPM der Audiophrase ein und der Keyboarder muss dann 100% im Timing das Sample auslösen.

    Audio-Zuspielungen für eine Vielzahl an Songs gibt es in einzelnen Spuren z.B. unter "Individuelle Playbacks" bei Karaoke-Version.de
    Man kann natürlich auch seine Zuspielungen selbst einspielen.
    Der MOXF hat ja einen Sequenzer und auch getrennte und routbare Audioausgänge. Somit kann man da Midi-Zuspielungen abspielen und den Part für die Klickspur auf dem Asignablen Output routen.

    Bei Audiozuspielungen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Rechner mit gutem Audiointerface, Hardware-Audioplayer und manche Keyboards (Korg Kronos) können komplette Audiofiles abspielen.
     
  4. mojkarma

    mojkarma Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #4
    Da mal ganz kurz:
    seinerzeit mit meinem Fantom G hatte ich keine Probleme, mich dem Tempo des Drummers anzupassen. Im Fantom G konnte man die Samples in Echtzeit "stretchen", man passte per Taptempo das richtige Tempo an und schon konnte ich meine Samples durch Tastendruck oder über Pads abfeuern. Hat Riesenspaß gemacht und klingt - moderat benutzt - auch ganz Toll. Die Samples dauerten einen Takt und wurden dann jeweils neu getriggert. Damit vermied ich auch ein eventuelles Auseinanderdriften zwischen Samples und dem Drummer.
    Das Erstellen ging im Fantom G ganz einfach und schnell. Man konnte sogar mehrere Samples als Sampleset abspeichern und wahlweise über Pads oder Tasten abfeuern und die entsprechenden Parameter wie One-Shoot, Gain, Mute-Groups u.ä. waren griffbereit und für diese Art von Spielen ergonomisch schnell abrufbereit angelegt. Das war eins der Dinge die der Fantom G damals der Konkurrenz deutlich voraus hatte.
     
  5. Keinusername

    Keinusername Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #5
    Hallo zusammen,

    Vielen Dank für die Antworten. Vielleicht etwas zur Aufklärung was ich unter dem zeugs verstehe. Bei "its my life" von Bon Jovi kann ich im Hintergrund zu Beginn des Songs ein langes "whuuuuum" hören welches sich irgendwie in eine höhere Tonlage bewegt. Solche Sachen meine ich.
     
  6. humtata

    humtata Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.17   #6
    Meinst du diesen aufsteigenden Ton am Anfang? Den würde ich erstmal versuchen synthetisch nachzubauen. Ein Oszillatorsignal mit viel Rauschen und Filter-Resonanz, dessen Tonhöhe und Cutofffrequenz durch eine Hüllkurve über ein paar Sekunden ca. ein Oktave nach oben moduliert wird, dazu noch bissl Hall&Delay. Am Anfang ist aber noch diverses anderes "Zeug" zu hören ... da muss man schauen, was davon songdienlich ist und was man evt. weglassen könnte. Wichtig sind ja vor allem das Piano und dieser talkboxähnliche "Whaaw-Whaaw!"-Sound.
    Zum MOXF wurde weiter oben ja schon was geschrieben.
    Der FA z.B. hat einen sehr guten VA-Synthesizer an Bord, einen Sequenzer, der auch Samples auslösen kann und einen Sub-Out für den Klick. Nachteil beim FA-Sequenzer ist aber, dass er nur einen Song im Speicher halten kann.
     
  7. Jean-M.B.

    Jean-M.B. HCA Yamaha Keys / InEar HCA

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    Erstellt: 05.04.17   #7
    Den Talkboxsound und den Drumgroove müsste aber schon der Gitarrist und der Drummer machen. Lasst euch nicht immer alles aufhalsen, für was die anderen Kollegen zu faul sind :-D
     
  8. Keinusername

    Keinusername Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.17   #8
    ok. also der gitarrist spielt den verzerrten sound mit dem wah wah. Das ist schon gut

    Mal allgemein: kann es sein, dass viele bands auf den songs auf der cd mehr "zeugs" einspielen als sie live spielen? Ist mir aufgefallen dass einige songs so viele spuren haben sodass man die mit nur einem keyboarder nicht spielen kann.
     
  9. humtata

    humtata Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.17   #9
    Ja, das ist seit der Erfindung der Mehrspurtechnik in den 60er Jahren so. Deswegen klingt es von der Bühne nie genauso nie genau so wie von CD, das wäre ja auch langweilig.
    Im Studio nutzt man natürlich die Möglichkeiten, die sich durch die dort rumstehenden teuren Geräte, DAWs und Plugins eben so ergeben. Es sind einem ja keine Grenzen gesetzt, wieviele Spuren an Gitarren, Vocals, Keyboards, Drums, Soundeffekten etc. man für einen Song aufnimmt.
    Live konzentriert man sich dagegen auf das, was mit den auf der Bühne rumstehenden Musikern machbar ist. Also Konzentration auf songdienliche Parts, dafür werden Studio-Gimmicks weggelassen, für die man 10 weitere Musiker bräuchte. Durch geschicktes Setzen von Splits auf dem Keyboard kannst du ja schon mehrere Parts abdecken.
    Du kannst ja mal auf YT irgendein ein Livekonzert mit der entsprechenden CD vergleichen, da hört man die Unterschiede.
     
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