Grundsatzfrage?

von mini_michi, 02.11.06.

  1. mini_michi

    mini_michi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.06   #1
    Hi Leute,
    ich wollte mir jetzt von euch nochmal hier ein paar Tipps einholen.
    Aktuell bin ich wieder mit Band beim Recorden. Ich mache eben das Technische drumherum und auch die Nachbearbeitung/Mix usw...
    So, als wir vor nem halben jahr mal probeweiße zwei, drei songs aufgenommen haben, hab ich ihnen auch mal demonstriert, wie man die ganze Sache fetter bekommt wenn man Gitarrenriff's doppelt und im Panorama verteilt usw...

    Mittlerweile is unser anderer Gitarrist dem so verfallen, das er die Rythmusspuren am liebsten 4 fach einspielen möchte um es immer fetter werden zu lassen. Halte ich allerdings bei unserer Mucke (Punkrock/Punk'n'Roll) für blödsinn, einfach overkill.
    Zumal ich finde, das man dafür wirklich wirklich tight spielen muss, als Gitarrist. Und da wir beide schonmal ab und an unterschiedliche Anschlagsmuster haben (nur nuancen) wird es mir viel zu indifferenziert. Aber er will unbedingt immer mehr overdubs für Rythmusgitarren usw... Wie gesagt, halte ich nichts davon. Ich sehe es eher so, das man lieber zwei Rythmusgitarrenspuren aufnimmt (eine von mir, eine von ihm) und die dann etwas nach rechts/links schiebt und mein Gitarrensolo noch als Overdub macht, damit das Fundament erhalten bleibt.
    Ab und zu spielen wir beabsichtigt unterschiedliche Gitarrensachen, also z.B. live: Er spielt irgendetwas erweitert/variiert und ich spiel die Basis weiter. Ich würde es dann eben so einspielen, wie wir es live spielen. Er dagegen möchte das einmal ich und einmal er diese Basis über den ganzen Song spielen und das erweiterte dann mittig nochmal auf ner extra Spur kommt. Aber IMHO wird das einfach viel zu überfüllt, es klingt einfach nicht mehr differenziert.
    Deswegen wäre ich eben wie gesagt, das wir beide unsere Spur so einspielen, wie Live, dann kommt halt das erweiterte riff von ihm eben etwas mehr von links (wenn ich seine Spur weiter nach links lege z.B.) und meine spur eben weiter von rechts.

    Hm, ich hoffe ihr versteht was ich damit meine, puh, is etwas schwer zu erklären so ganz ohne beispiele.

    Wie seht ihr das? Seit ihr auch dafür, viele spuren und so viel doppeln wie geht oder lieber zwei gitarrenspuren, so eingespielt wie live mit wenig overdubs (nur z.B. fürs Gitarrensolo) aber dafür mit möglichst geilem sound?


    Gruß, Michi! :-)
     
  2. scheissPi-ber[]

    scheissPi-ber[] Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.06   #2
    ich kann nur sagen wie ich es mache, ob es gut oder schlecht ist.... naja. Ich bin z.Z. an einer Rock'n'Roll, Blues CD bei der ich die Gitarre gar nicht gedoppelt habe und schlussendlich nur 2 gitarren und 1 piano als begleitinstrumente habe. Das funktioniert bei dieser art von musik tiptop.
     
  3. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.11.06   #3
    Tja - nicht unheikel, das Ganze.

    Es gibt ja immer die Tendenz, dass man zu Anfang voll auf Effeke abfährt und immer mehr davon haben möchte. Und erst beim mehrmaligen Hören dadrauf kommt, dass das einfach des Guten zuviel ist. Oder dass einfach der Geschmack unterschiedlich ist und beides funzt - nur eben mit anderem Ergebnis vom sound her.

    Du kannst folgendes machen:
    Mehrere Spuren aufnehmen lassen und zwei Mixe machen: Einen so wie Du denkst und den anderen so wie der Gitarrist denkt. Und den dann in der Band und einer ausgewählten Hörerschar zur Beurteilung geben.
    Das wäre quasi eine Mischung aus (Band-) Demokratie und Zielpublikumsbeurteilung.

    Oder Du sagst als Produzent: Mache ich nicht, macht keiner, macht keinen Sinn, keine Diskussion. Dann berufst Du Dich auf Deine Kompetenz als Produzent/Mischer.

    Je nach Lage der Dinge macht eher das eine Sinn oder eben das andere.

    Viel Erfolg,

    x-Riff
     
  4. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 02.11.06   #4
    Joh, würde ich auch so angehen. :D

    Zu meiner persönlichen Meinung: Ich würde nicht so viele Gitarren einspielen lassen wie das euer Gitarrist vor hat. Der Song würde zunehmend an Transparenz verlieren und wäre nur noch matsch. Andere Elemente würden an Gewicht einsparen, wie Stimmt oder eventuell auch Bass. Maximal 2 Gitarren, wenn das nicht reicht, vielleicht mit Harmonien Arbeiten. Beispiel: Eine Gitarre auf einer Terz spielen lassen (Geschmackssache - könnte ein bißchen nach Metal klingen).

    Bye:great:
     
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