günstig vs. hochwertig - der Widerspruch bleibt

drul

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Hallo Gemeinde,

nur mal so zur Orientierung für andere: ich war eben beim T; zwei günstige Gitarren ausprobieren, die mich als Zweitgitarre gereizt haben:
- Harley Benton Junior SC
- Epiphone Casino Coupe

und ich mus sagen, dass ich einigermaßen enttäuscht nach Hause gegangen bin, obwohl ich eigentlich die Epi schon auserkoren hatte, bietet sie doch Hollowbody, 2 x P90, Gibson-Mensur und die Option, sie mit einem Bigsby auszustatten.
Alles Punkte auf meiner Wunschliste. Die Junior habe ich ausprobiert, weil sie (das Original natürlich) einer meiner all time favourites ist, was das Design angeht.

- Epi: Pickups brummen extrem, sogar in der Mittelposition. Extreme Pfeif-Anfälligkeit (kaum kontrolliertes Feedback möglich). Ein kapitaler Deadspot an der notorischen Stelle auf der G-Saite im 12. Bund. Wäre letzteres nicht, wäre sie zumindest eine gute Basis zum Aufrüsten.
- HB: extrem spitzer, höhenlastiger Ton - keine Ahnung warum, soll sie doch aus Mahagoni gefertigt sein. Dass das alleine am PU liegt, kaum vorstellbar. Ebenfalls Deadspot an der gleichen Stelle. Gewicht etwas hoch aber noch ok.
Eigentlich achte ich immer stark auf den "trockenen" Ton, also ohne Amp. Aber da waren beide für mich echt schwer zu spielen, weil die Griffbretter total stumpf waren (aber vll. waren das auch meine verschwitzten Hände). Ich habe also mehr gekämpft und bin mit beiden auch nach fast einer Stunde nicht warm geworden.

Von der Verarbeitung (Optik) waren sie beiden durchaus o.k. - aber wenn man von einem hochwertigen Level kommt (in meinem Fall meine alte Tokai Les Paul mit V.I.P. Pickups bzw. momentan den Original-Gotoh PAFII, ist das eine andere Welt, was Ton und Bespielbarkeit angeht.

Ich habe mich dann noch kurz nach anderen Alternativen umgesehen: HB Les Pauls, HB Teles. ALLE spottbillig, aber leider sackschwer - weit über 4kg; eher 5. bei den Semis dann halt Ibanez und Konsorten, aber eine ohne Centerblock habe ich nicht sehen können. Wäre sehr schön gewese, eine Gibson ES330 anzuspielen, aber die gibt es ja wohl momentan nicht im aktuellen Gibson-Programm.

Ich dachte, das ist was, was ich mal weitergeben sollte - weil ja so oft, auch in Tests, die günstigen Teile als so sensationell gut dargestellt werden. Klar - man muss es eben in Relation zum Preis sehen, dann mag es gut sein.

So war es einer meiner günstigsten T-Besuche; ich bn mit einem Tütchen Dunlop Picks für 6€ nach Hause gegangen :)

p.s. und hier OT: die angespielten Amps, ein Marshall Origin 50W Combo und einer dieser neuen, der 20W Plexi-Nachfahre, sowie ein Supro Blues Combo, haben mich allesamt nicht vom Hocker gerissen. Es lebe mein JTM45 :) klasse aber mal wieder der Fender Deluxe Reverb RI.
 
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Ich kenne diese stumpfen Griffbretter, aber die kamen bei mir auch schon zB bei Ibanez AZ-Modellen vor. Bei fast allen (unterschiedlich teuren) Gitarren, die ich letztens im Laden in der Hand hatte, war das ebenso der Fall.

Ich mag neue Gitarren deshalb nicht und bilde mir ein, dass sich diese gut spielende Patina auf dem Griffbrett einfach über die Zeit bildet. Da hilft auch noch so viel Ölen nicht. Zumindest war das mein Eindruck bei meiner günstigen Ibanez AS73, die sich mit jedem Monat besser spielen lässt. Bei Ahorngriffbrettern ist mir das übrigens noch nie aufgefallen, die lassen sich meist gut bespielen.

Ich glaube auch, dass in fast allen Läden die Gitarren nicht eingestellt an die Wand gehängt werden. Teilweise sind die Saiten schon tiefschwarz. Wie soll da irgendwas gut klingen oder bespielbar sein? Ich denke bei meinen Stammgitarren auch nie über die Bespielbarkeit nach, bei neuen Schätzen habe ich dafür aber fast immer etwas zu bemängeln.

Das alles ist natürlich nur meine subjektive Wahrnehmung, aber beim potentiellen Neukauf von Gitarren sind mir nur ganz selten welche untergekommen, die ich auch mit gutem Gewissen gekauft hätte.
 
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gesch

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Ich glaube auch, dass in fast allen Läden die Gitarren nicht eingestellt an die Wand gehängt werden.

Das wiederum glaube ich nicht.
Bei hochwertigen Gitarren, wie Gibson oder Fender, werden die Grundeinstellungen schon vom Werk vorgenommen und bei guten Läden wird der Rest vom Fachpersonal des Ladens eingestellt.
Das schließt nicht aus, das es hin und wieder Ausreißer zum Schlechten gibt aber der Standard ist das nicht.
Was aber leider Standard ist - dutzende von Gitarristen fallen in die Läden ein und testen alles was bei 3 nicht im Karton ist.
Und alle lassen ihren Schweiß und den Rest von der Currywurst, die sie kurz vorher gegessen haben, auf dem Griffbrett, den Saiten und überhaupt überall wo man eine Gitarre anfassen kann.
Es gibt sogar Zeitgenossen die ihre mit Nieten bestärkten Lederjacken anlassen und die Instrumente am Boden zerkratzen (wahlweise auch mit einer Gürtelschnalle).

Meißt hat das Verkaufspersonal nicht die Zeit dauernd alle Instrumente erneut zu überprüfen und die Kosten für wöchentliches wechseln der Saiten und reinigen des Griffbretts ist auch nicht ohne.

Also wenn hier wieder mal einer ein Instrument von der Ladenwand nimmt und es flutscht nicht gleich übers Griffbrett oder die Saiten sind verrostet oder die Hardware ist angelaufen etc. pp., dann könnte man ja auch mal zum Personal gehen und Fragen ob man da mal neue Saiten drauf machen kann und nicht in Foren die Instrumente oder gar den Laden schlecht reden.
Vieles liegt genau an denen die in Foren dann lästern wie schlecht doch alles ist.

Wenn man wirklich an einem Instrument interessiert ist und nicht nur mal den Nachmittag in einem Musikladen verbringen will, dann sollten sowieso neue Saiten drauf.


Gruß
 
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drul

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@gesch damit hast Du natürlich auf keinen Fall mich gemeint - stimmts? ;)

Ich hatte mich zum Antesten vorangemeldet. Die Epi wurde dafür aus dem Lager geholt; neue Saiten. die HB war - mit schwarzen Saiten, aber gestimmt und eingestellt - in der Ausstellung.
Kaufinteresse war da - wie beschrieben.

Ansonsten kann ich durchaus differenzieren, wenn ein Instrument nicht genau auf mich eingestellt oder evtl. verschmutzt oder gar verkratzt ist.

Ansonsten tun die Kommentare zum Verhalten einiger unachtsamer Vertreter unserer Spezies ja jetzt eigentlich nichts zum Thema beitragen; nicht wahr?

Aber ich kenne auch diese Leute, die jede Gelegenheit zum Herumnörgeln nutzen... nein nein, Du bist damit nicht hemeint. @gesch
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Die Epi bekommt sicherlich nochmal ne Chance, wenn sie in rot wieder verfügbar ist.
Vielleicht findet sich ja eine mit einem etwas weniger ausgeprägten toten Punkt ...
Nur die Pickups fand ich echt mies.
 
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@drul - Natürlich meine ich nicht Dich. Ich kenne Dich ja gar nicht.

Ich wollte eigendlich nur darauf hinweisen warum ab und an Instrumente in Läden nicht im optimalen Zustand sind.

Gruß
 
drul

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Ja klar. Ich weiss auch nicht, wo die hunderte Menschen alle herkommen, die selbst zu Zeiten, wo andere arbeiten, das Guitarcenter beim Thomann bevölkern.

Fa kann man nicht erwarten, dass jedes Instrument, das in Greif-Reichweite hängt, gut eingestellt und gar neu besaitet ist
 
DH-42

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Fa kann man nicht erwarten, dass jedes Instrument, das in Greif-Reichweite hängt, gut eingestellt und gar neu besaitet ist
Wobei bei meinem letzten Besuch eher die selten gespielten, teuren Gitarren das Problem von alten Saiten hatten. :redface:
 
JesusCrisp

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Hab zwar ehrlich gesagt noch nie eine Harley Benton gespielt, aber meine Erfahrungen mit den oft gelobten Einsteigermodellen haben mich meistens ernüchtert.
Egal wie oft online verklickert wird, wie toll Epiphones nicht seien, für mich fühlen sich Gibsons doch spürbar höherwertig an, ganz zu schweigen der Sound.
Mit Squiers gehts mir ähnlich, wenn auch nicht so extrem bei den VM und CV Serien. Allerdings sind da die besseren Modelle schon mit Preisen unterwegs, wo man (fast) eine gebrauchte Mexico-Fender kriegt. Und für die Preise der richtig guten Mexicomodelle kriegt man heutzutage schon locker gebrauchte amerikanische, aber das ist ein anderes Thema.

Teurer muss aber nicht immer subjektiv "besser" sein. Generell hab ich öfter die Beobachtung gemacht, dass im Laden doch recht wenig hängt, was mich interessiert.

Letztens war mein GAS ziemlich hoch was die Ibanez RGD mit dem Offset Finish anging. Hab sie im Laden probiert und so cool sie auch aussah und mir die Reviews gefielen, ich habe sie nicht einmal einstöpseln müssen, um zu wissen, dass ich nicht mit ihr klarkomme. Die ist preislich auch schon bisschen höher angesiedelt.

Meine letzten 2 Gitarrenkäufe waren gebrauchte über willhaben, beide unter 300€ und aus Fernost (Korea bzw. Indonesien). Man könnte auch beide Impulskäufe mach aussehen nennen.
Beide hatten beim Kauf zwar ihre Makel was Einstellung angeht, aber ich spiele beide immer noch sehr gern und sehr viel neben meiner American Special Strat, die dreimal so viel gekostet hat wie eine der beiden.

Eine meiner Gitarren ist eine Tokai LP Custom Kopie aus Korea. Vielleicht kauf ich mir mal eine gebrauchte japanische, aber die im Laden wären mir jedenfalls auch nicht das Geld wert gewesen.

Alles in allem: Geschmäcker sind verschieden, Qualität hat doch immer noch meistens ihren Preis, was aber nicht heißt, man könnte mit günstigen Gitarren keinen Spaß haben könnte. Absoluten Müll gibt es kaum mehr kommt mir vor, wer aber auf Details achtet oder sich eben gut mit der Materie auskennt, wird immer was finden. Gitarre einstellen und anpassen bleibt auch bei teuren Gitarren nicht erspart. ;)
 
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.... Anmerkung zu Fender Squier: Gerade hier ist die Qualität des Bodys und Halses schon als sehr gut zu beurteilen, Bullet und Affinity AUSGENOMMEN

... dann machst Du ein paar gute Stimmmechaniken rein, gute Original fender Tonabnehmer, dann hast Du eine richtig tolle Strat für ca. € 550!

z,B.
ca. € 300 Standard Stratocaster
ca. € 150 Pure Vitage 65 Fender Pickup
ca. € 75 Fender Locking

Dann hast Du eine echt gut Strat ........
 
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Es wäre ja auch schlimm, wenn die teureren Gitarren nicht besser als die billigen wären, finde ich... Und wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.
 
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...weil ja so oft, auch in Tests, die günstigen Teile als so sensationell gut dargestellt werden...

Das, was Du beschreibst, ist eben allzu menschlich. Psychologie, Wertschätzungswollen und -verhalten: Hey, meine Billigste ist ja so genial. Ebenso, wie dann bei sehr teuren (ist immer relativ) Gitarren auf jedes noch so winzige Fitzelchen geachtet wird und eben sofort schon aus Prinzip Zeter und Mordio geschrien wird, wenn hier was nicht passt: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Mit den billigen Gitarren: Meine indonesische Epiphone musste ich nacharbeiten und immer noch meint einer der Bundstäbe, Schnarren verursachen zu müssen. Muss ich also nochmal ran. Und bei wechselnder Luftfeuchtigkeit verzieht sich ihr Hals gern. Meine koreanische Epiphone, sorgfältiger gefertigt, hat das alles nicht - die steht wie eine Eins. Nehme ich hingegen meine PRS S2 Vela, die kommt ganz ohne jedes Brimborium schlicht und auf den Hundertstelmillimeter genau abgerichtet. Die steht einfach so wie eine Eins; felsenfest wie aus einem Stück gegossen. Die kostet aber eben auch etwas mehr.

Es ist die Aufmerksamkeit, die der Gitarre gewidmet wird, denke ich. Schon das ganze "Drumherum", also eine Gemengelage aus Marketing, Preis, Legenden und Mythen, Herstellernamen, die anscheinend irgendwie in uns eine Art "vorgespannte Haltung" zu diesem Typ Gitarre erzeugt. Und die ist offenbar vollkommen unterschiedlich; schon auch, weil wir Menschen/Käufer eben unterschiedlich veranlagt sind.
 
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@drul:

günstig vs. hochwertig:
du hast hochwertiges Material, testet günstiges Equipment, es stellt sich raus, dass das billige Material nicht an das teure herankommt.
Soweit klar.

Aber wieso ist im Titel von einem "Widerspruch" die Rede?
 
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Aber wieso ist im Titel von einem "Widerspruch" die Rede?
weil meines Erachtens entweder günstig oder hochwertig geht - aber nicht beides zusammen ("Ausnahmen bestätigen die Regel" ;))

ja; ist vielleicht etwas unglücklich formuliert. hätte ich ab "Der ..." auch weglassen können. Damit war gemeint, dass ich schon öfter spontan günstige Modelle beim T angeschaut hatte (einfach weil sie da zuhauf hängen), und mich leider noch nie etwas davon wirklich überzeugt hat. Deshalb das "bleibt". Ich hatte die Erfahrung vorher schon, und sie wurde mit dem Test der beiden Gitarren eben leider wieder bestätigt.
 
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Aber wieso ist im Titel von einem "Widerspruch" die Rede?
der Widerspruch ist wohl der, daß günstigere Modelle auf den ersten Blick okay erscheinen. Wenn man sich aber intensiver damit befasst,
noch zumal mit höherwertigeren Gitarren vergleicht, stellt man fest, das es schon erhebliche Unterschiede bezüglich der Qualität gibt, und daher
auch beim Preis.

Psychologie, Wertschätzungswollen und -verhalten
Es ist die Aufmerksamkeit, die der Gitarre gewidmet wird
ich denke, mit der Erfahrung kommt auch eine gewisse Anspruchshaltung. Spielerische Fähigkeiten und das Hören kommen dazu.
Wie man eine Gitarre beurteilt, ist aber wohl höchst individuell. Letztlich geht es wohl darum, egal, ob günstiges oder hohes Preissegment,
wieviel Spaß einem die Gitarre bringt, übertrieben kritisches Denken kann einem die Sache auch vermiesen:rolleyes:.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
weil meines Erachtens entweder günstig oder hochwertig geht - aber nicht beides zusammen ("Ausnahmen bestätigen die Regel" ;))
wir waren zeitgleich, aber so ist das wohl.
 
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.... Anmerkung zu Fender Squier: Gerade hier ist die Qualität des Bodys und Halses schon als sehr gut zu beurteilen, Bullet und Affinity AUSGENOMMEN

... dann machst Du ein paar gute Stimmmechaniken rein, gute Original fender Tonabnehmer, dann hast Du eine richtig tolle Strat für ca. € 550!

z,B.
ca. € 300 Standard Stratocaster
ca. € 150 Pure Vitage 65 Fender Pickup
ca. € 75 Fender Locking

Dann hast Du eine echt gut Strat ........

Stimmt !

Ich hatte neulich so ein Erlebnis im Musikladen. Nachdem ich enttäuscht einige hochpreisige Gibson und Fender Gitarren ausprobiert hatte fiel mir noch eine Squier CV Strat in die Hand. Das war die beste Gitarre an diesem Tag. Vom Gewicht her leicht, 1A Bundverarbeitung, keine scharfen Bundenden, Riegelahorn Hals (!!!) usw... wenn ich nicht schon eine Start hätte, wäre das eine gute Wahl gewesen.
 
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crazy-iwan

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Es gibt aber neben "billig" und "teuer" auch einen Verarbeitungsstand, der für den Preis angemessen, nicht angemessen, oder auch überragend gut sein kann.

Die Epis gibt es qualitativ von bis.
Bei den Basismodellen finde ich, dass man relativ blind eine brauchbare Gitarre erhalten kann - das war früher anders.

Wenn Du aber den richtigen Feger haben willst, musst Du suchen.
Kannst ne ganze Charge erwischen, die Mist ist, und Dich bei der nächsten Charge gar nicht entscheiden können, weil alle für den Preis echt cool sind.


Meine letzte neue Epi ist ne Riviera die ich ende Mai bekommen habe.
Die Gitarre haut mich in vielen Aspekten nicht um.
Bespielbarkeit ist gut, aber nicht grandios, objektiv beurteilbare Teile vom Ton (Sustain, Deadspots, Durchsetzungsfähigkeit, Feedback) sind auch gut, reißen mich aber auch nicht vom Hocker.

Was die Gitarre mir aber echt sehr gut bietet, ist den Mehrwert einer echten Semi in meiner Sammlung darzustellen.
Die spielt sich und klingt komplett anders, als alles andere, was ich in der Sammlung habe, und das macht die Gitarre sehr gut.


Würde ich mich über eine richtig teure und gute Gitarre freuen? Klar.
Kann ich mit der Epi aber den Signaturesound der Konstruktion reinholen? Definitiv, und das reicht mir an der Stelle auch.

Besser geht immer, aber solange meine Finger das "besser" nicht sinnvoll transportieren, brauche ich das auch nicht.
Und das ist eben dieser individuelle Teil der Equipmentwahl. Wenn Du nicht den teuren Kram brauchst, kannst Dich da gut austauschen, aber wenn Du bestimmte Grundvoraussetzungen brauchst, bringt Dir die beste günstige Gitarre nicht viel :)
 
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HB: extrem spitzer, höhenlastiger Ton - keine Ahnung warum, soll sie doch aus Mahagoni gefertigt sein. Dass das alleine am PU liegt, kaum vorstellbar. Ebenfalls Deadspot an der gleichen Stelle. Gewicht etwas hoch aber noch ok.
Eigentlich achte ich immer stark auf den "trockenen" Ton, also ohne Amp. Aber da waren beide für mich echt schwer zu spielen, weil die Griffbretter total stumpf waren (aber vll. waren das auch meine verschwitzten Hände). Ich habe also mehr gekämpft und bin mit beiden auch nach fast einer Stunde nicht warm geworden.
Also ich hatte schon einige HB daheim und kann das bestätigen. Ich finde die Griffbretter von Werk aus auch sehr stumpf, aber die behandel ich mit Viol und dann ist das meistens ok. Saiten, gut nach dem Kauf kommen die einfach erst mal runter. Und zum spritzigen, höhenreichen Ton. Ich habe mir letztens eine HB Custom Ocean Flame Les Paul gekauft für unterwegs, Urlaub, Gitarrenunterricht usw. Ist mir auch gleich aufgefallen, dass der Ton viel höhenreicher war usw. hatte auch den Gedanken mit Mahagoni... egal, hab mir einen SD SH-5 und DiMarzio AirNorton verbaut und das Problem ist weg, obwohl die Verkabelung und Potis auch noch original sind, die glauben aber demnächst auch dran, musste nur noch was bestellen.. Ansonsten war die Gitarre als B-STock ausgeschrieben, wie gesagt, wollte da was günstiges, aber trotzdem brauchbares. Ich habe keine der beschriebenen Mängel gefunden, sondern eine einwandfrei verarbeitete und arbeitende Gitarre.´
Finde die Gitarre auch trocken sehr gut und kann jetzt für den Preis eh nichts aussetzen. Für mich ist sie eine hochwertige Gitarre mit jetzt gutem Sound. Ich denke, bei Einsteiger- und Mittelklasse Modellen hat man immer Modifikationsmöglichkeiten und viele sehen das auch als Modbasis. Kommt halt drauf an, was man für Ansprüche hat. Letztendlich muss sie gut bespielbar sein und über den Amp klingen. Und das tut sie. Verarbeitung denke ich variiert in dem Preissegment natürlich, allerdings hatte ich in den letzten Jahren null Probleme mit der Verarbeitung, mal von einer Strat abgesehen, wo das Gewinde vom Pickup abgedreht war. Die wurde mir aber anstandslos ersetzt. Und alles andere wie Griffbrett trocken, Gitarreneinstellung, Saiten, schlechte Tuner,.. sind alles so Sachen, die ich auch einkalkuliere, wenn ich mir so eine Gitarre hole und dann auch nicht enttäuscht bin, wenn ich solche behehbbaren "Mängel" habe.
Ich rein persönlich hätte wahrscheinlich an deiner Stelle wahrscheinlich trotzdem zugeschlagen und versucht die Mängel daheim zu beheben. Wenn nicht, Money Back, evtl. mit kleiner Preisreduktion, je nachdem, was du gemacht hast. Aber Thomann ist da rel. großzügig.
 
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drul

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Die Gitarre haut mich in vielen Aspekten nicht um.
Bespielbarkeit ist gut, aber nicht grandios, objektiv beurteilbare Teile vom Ton (Sustain, Deadspots, Durchsetzungsfähigkeit, Feedback) sind auch gut, reißen mich aber auch nicht vom Hocker.

Was die Gitarre mir aber echt sehr gut bietet, ist den Mehrwert einer echten Semi in meiner Sammlung darzustellen.
Die spielt sich und klingt komplett anders, als alles andere, was ich in der Sammlung habe, und das macht die Gitarre sehr gut.


Würde ich mich über eine richtig teure und gute Gitarre freuen? Klar.
Kann ich mit der Epi aber den Signaturesound der Konstruktion reinholen? Definitiv, und das reicht mir an der Stelle auch.

EXAKT so sehe ich es auch. Deshalb bekommt die Epi auch eine zweite Chance, wenn die Cherry Red lieferung in ein paar Wochen da ist. Dann werde ich mir - wenn sie bei T mitspielen - 3 Exemplare aus dem Lager kommen lassen und mir die beste davon aussuchen. Aber nur, wenn die dann nicht alle 3 so einen argen deadspot haben, dass der Ton innerhalb 1 sec praktisch völlig abstirbt... oder zumindest nicht im 12. Bund. 11 oder 13 geht schon eher :)
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@MrMojoRisin666 ich stimme Dir schon zu. Jedoch war ja mein Fokus auf der Hollowbody; die Junior habe ich mehr aus Interesse angespielt. Ich wollte mal sehen, ob man tatsächlich auch Neck-PU artige Sounds erzeugen kann, wenn man mit den Potis experimentiert und weiter in Richtung Neck anschlägt - aber da kam ja nicht mal ein Bridge-PU-Sound zustande ;-)
Wenn es am Ende nur der PU ist, ist sie definitiv ein gutes Teil für den Preis.
 
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rmb

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sankt augustin
hat man immer Modifikationsmöglichkeiten und viele sehen das auch als Modbasis. Kommt halt drauf an, was man für Ansprüche hat.
manchmal wunder ich mich schon, daß das Aufziehen neuer Saiten, als (wenn auch kleines) Problem dargestellt wird und andererseits Veränderungen an Pu`s. Sattel, Bridge usw. als selbstverständlich erachtet werden. Saitenwechsel ist aus meiner Sicht für jeden Gitarristen ein Muss, aber andere Modifikationen vorzunehmen, sind, gerade für Anfänger, nicht jedermanns Sache. Egal, ob günstig oder superteuer, eine Gitarre, muss so, wie sie verkauft wird, bei allen qualitativen Unterschieden, direkt gut bespielbar sein.
An euch Bastler, manche wollen einfach nur Gitarre spielen:rolleyes:.
 
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Pleasure Seeker

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Ich dachte, das ist was, was ich mal weitergeben sollte - weil ja so oft, auch in Tests, die günstigen Teile als so sensationell gut dargestellt werden.

Werden in heutigen Tests nicht sämtliche Gitarren als sensationell gut dargestellt und der Kauf dringend empfohlen? :rolleyes:

Bezüglich der Epi: Alleine die Art der Bundabrichtung sorgt dafür, dass eine Gibson ab Werk die besser bespielbare Gitarre ist. Natürlich wird auch die Hardware benutzt, um einen merklichen Qualitätsunterschied zu erreichen, andere Pickups, auch beliebt: Potis mit anderen Werten bzw. andere Schaltungen, sorgen für anderen Klang.

Bezüglich der HB: Kann man kaufen, man kann sich eine sehr gute raussuchen und man kann sie auch durch bessere Hardware+Pickup(s) deutlich verbessern. Man kann sich das Ganze aber auch ersparen und lieber nach wirklichen Schnäppchen Ausschau halten.
 
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