Guitar Sound Systems: Baby Sumo 600W Class D Endstufe

el murdoque
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Ich möchte hier eine meiner neueren Errungenschaften vorstellen.

Die Guitar Sound Systems Baby Sumo 600W Class-D Endstufe.

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Es handelt sich hier um genau das, was der Name vermuten lässt. Eine Endstufe in Class-D Bauweise, die lt. Hersteller eine Leistung von 600W an 4Ohm (300W an 8 Ohm und 150W an 16Ohm) liefert.

Anschlüsse:
Auf der Vorderseite findet sich eine 6,3mm Klinkenbuchse für den Eingang. Die Eingangsimpedanz beträgt 10kOhm.
Auf der Rückseite befindet sich eine Speakon Buchse für den Lautsprecher - es ist keine Kombibuchse, die auch den Einsatz von Klinkensteckern erlaubt.
Direkt daneben sitzt der Anschluss für ein handelsübliches Kaltgerätekabel.

Bedienelemente:

Auf der Vorderseite sitzt ein großer Drehregler, der für die Lautstärke zuständig ist.
Auf der Rückseite befindet sich der An/Aus Schalter.

Anzeigeelemente:

Der rückseitige Powerschalter leuchtet rot, wenn das Gerät eingeschaltet ist.

Lieferumfang:
-Endstufe
-Kaltgerätekabel
-Transportkoffer

Preis:

Direkt auf der Herstellerwebseite ist die Baby Sumo für €299,- zzgl. Versand zu haben.
http://www.guitarsoundsystems.com/gss-baby-sumo-ampxlite-bass-guitar-power-amp-c2x21844846

Review:

Ein ausführliches Review zu verfassen ist im Grunde schnell gemacht.
Der Amp wirkt optisch und haptisch sehr hochwertig. Die Optik in gebürstetem schwarzem Aluminium lässt mich an HiFi Bausteine aus den 90ern denken.
Der Regler läuft sauber, gleichmäßig und geräuschfrei und die Anschlüsse rasten sauber ein, wenn man die Stecker anbringt.
Das Ding verstärkt das Eingangssignal vom Line Level dergestalt, dass man es über die angeschlossenen Lautsprecher hören kann.
Wenn man den großen Regler auf der Vorderseite weit genug im Uhrzeigersinn dreht, dann kann man es sogar fühlen.
Der Hersteller gibt an, dass das Gerät von 20Hz bis 20kHz mit +-1dB arbeitet - was meine Ohren so bestätigen können.
Die Baby Sumo macht das laut, was man vorne reinfüttert, ohne dem Signal eine eigene Färbung zu verpassen.
Fertig.


Das kleine Teil (13x8x20cm, 1500g) ist damit so simpel wie es praktisch ist, denn für den vielbeschäftigten Bassisten finden sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten:
-Anschluss weiterer Boxen an ein bereits ausgelastetes System (Topteil dass bereits auf der minimalen Ohmzahl läuft, Combo ohne Anschluss für weitere Boxen etc.)
-Betreiben von ungleichen Boxen (z.B. eine 6x10 und eine 1x15, wo man das Topteil an die 6x10 anschließt und die Baby Sumo an die 1x15er, so dass man die Pegel getrennt anpassen kann)
-Weiterverstärkung von Amps, die zwar den Sound liefern, aber zu schwach auf der Brust sind
-Pedalboard-Amp: Wenn das Pedalboard bereits die komplette Soundgestaltung übernommen hat und man nur noch eine Möglichkeit braucht, das Signal zu verstärken, ggf. sogar mit der Montage der Endstufe auf dem Board
-Mal eben schnell aus einer passiven Box eine aktive machen

Ich fragte mich schon länger, warum es für den Bassisten Topteile gibt, die bei der Größe eines Autoradios jede Menge Saft liefern, aber wenn man nur die Endstufeneinheit möchte, man im Grunde auf 19" Geräte angewiesen ist.
Die sind zwar durch Class-D Technik auch in federleicht zu haben, aber dafür riesengroß und nicht besonders ansehlich wenn man sie solo betreibt, ohne sie in ein passendes Rack zu schrauben.
Warum nimmt niemand eine Endstufeneinheit, wie sie in den kleinen Bassamps verbaut ist, und macht daraus eine kleine Endstufe - es muss doch einen Markt für so ein Teil geben?
Eine Recherche im Internet führte mich dann zum französischen Hersteller Guitar Sound Systems. In deren Portfolio finden sich gleich zwei Produkte, die oben genanntes Problem adressieren.
Die Baby Sumo ist, wie der Name es vermuten lässt, die kleine Variante. Der große Bruder lässt das 'Baby' im Namen weg und erreicht eine Spitzenleistung von 1000W, dabei bringt er 500g mehr auf die Waage und ist 6cm länger.

Ich habe das Gerät bereits betrieben, um den Sound meines Pedalboards zu verstärken, einen Passivmonitor zu 'aktivieren' und um einen kleinen Vollröhrenverstärker proberaumtauglich weiterzuverstärken. Alle Aufgaben meisterte der kleine
Würfel ohne Beanstandungen.


Bleibt noch, den hervorragenden Herstellerkontakt zu erwähnen.
Die Person, die auf Mail-anfragen antwortet beherrscht ein sehr gutes Englisch und kennt sämtliche Produkte in- und auswendig, ist zudem sehr hilfsbereit und freundlich.
Der Versand ging wirklich schnell (ein Tag mehr als das große T) und die Bezahlung war per PayPal möglich.
 
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elkulk
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Hi,

danke für das Review dieser interessanten kleinen Kiste
Kannst Du noch technische Daten nachliefern?
Die wären gerade bzgl. der Eingangsempfindlichkeit spannend ;)

Gruß Ulrich
 
MrC
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Hi auch,

erst mal ein Hinweis: wenn ich den Link zum Baby Sumo anklicke, lande ich auf der Seite eines Technologie-Unternehmens ... warum auch immer ...

Na gut, auf der Homepage des Herstellers gegangen und dort die Power Amps ausgewählt: dort gibt man sich wegen technischer Daten / Manual leider sehr zurückhaltend. So wie ich das von den Angaben her verstanden habe, ist die Klinke ein Instrumenteneingang, also kein "klassischer" Endstufen-Eingang. @el murdoque: kannst Du das so bestätigen?

VG

MrC
 
el murdoque
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Sorry für den Tippfehler im Link, aber Cadfael hat den richtigen gepostet.
Die mitgelieferte Anleitung liefert leider auch nicht mehr Daten als die Webseite. Die Eingangsimpedanz ist mit 10kOhm angegeben.
Wenn ich einen Sansamp BDDI vor die Endstufe hänge, und sowohl beim aktiven Bass als auch beim Sansamp den Master auf maximum drehe,
gibt's noch kein Clipping.
 
elkulk
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Hi,

die Eingangsimpedanz von 10 kHz hatte ich gelesen. Sie sagt aber leider nichts über die Empfindlichkeit aus.

Was Du aber über das volle Aufdrehen von Bass und Sansamp sagst, spricht nicht gerade für eine hohe Empfindlichkeit.
Allerdings sagt das Aufdrehen auch nichts über den Pegel, der wirklich rauskommt (in dBu, dBV oder Volt).

Fazit: nix genaues weiß man nicht ...

Gruß Ulrich
 
Tieftonterrorist
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Moin,

Danke für das Review. Ich finde, du hättest auf das Verhalten bei höheren Lautstärken noch etwas eingehen können. Bricht die Leistung irgendwann ein? Fängt die Endstufe an zu komprimieren? Kannst du Vergleiche zu Endstufen anderer Verstärker ziehen?
 
ratking
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Habe die Baby Sumo jetzt auch im Einsatz - davor hängt das Line6 Helix, dahinter die FMC 115HR. Super-praktisch - das mitgelieferte Transportköfferchen ist nice, aber der Poweramp passt auch (in Polsterfolie gewickelt sicherheitshalber) mit in den Line6 Helix Rucksack, sehr fein :great:

Hat sich jetzt in den ersten Proben bewähren müssen - spiele E-Bass in 'ner Thrash / Death Metal Combo und Upright in 'nem Metal'n'Roll Projekt. Also alles andere als dezente Akustikmucke :D Leistungsmäßig schwächelt da die Baby Sumo kein Stück. Hatte davor die Crown XLS 1002 an der FMC - mit der Baby Sumo erreiche ich subjektiv den gleichen Druck, eher schwächeln die Mitmusiker, als dass die Endstufe in die Knie geht :D

Hatte gestern das kleine Biest mal richtig gefordert, bricht nicht ein, bevor man den im 26qm-Proberaum vertretbaren Lautstärke-Bereich verlässt. Die Lautstärke, die ich mich mit der Crown Endstufe zuvor überhaupt getraut hatte abzurufen, liefert der kleine schwarze Ziegelstein erstaunlicherweise auch - trotz der nominell deutlich geringeren Endstufenleistung!
Zur Eingangsempfindlichkeit hab' ich auch keine genaueren Angaben - nur den Vergleich: Um die Crown optimal anzufahren, hatte ich den Output am Helix bei ca. 60%. Bei sonst exakt gleichem Setup hab' ich bei der Baby Sumo das Volume am Helix auf knapp 50% zurück genommen. Am Poweramp hab' ich den Master auf ca. 75% so lässt sich das Ding bis zu exzessiven Lautstärken wunderbar aus- und ansteuern.

Einen merklichen Kompressionseffekt (im Vergleich zur Crown, generell hab ich halt eh schon 'nen Kompressor im Signalweg des Helix) konnte ich auch im WIRKLICH lauten Bereich nicht feststellen.

Alles in allem, ich bin begeistert von dem Teil! OB's für ALLE Anwendungszwecke reicht - das ist immer echt subjektiv, wir spielen alle über Modelling oder mikrofoniert in's Pult, Band-Sound dann über InEar und Monitore im Proberaum (nur Bass direkt über die FMC). Insofern könnt's schon sein, dass manch einer noch mehr Wumms braucht, evtl. auch wenn mehrere Boxen angefahren werden - für die meisten Anwendungsfälle sollte die kleine 600W-Version aber dicke reichen!
 

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