Guter Pickup...schlechter Pickup??

von berniebalboa, 26.11.06.

  1. berniebalboa

    berniebalboa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.06   #1
    Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Pickups, die in sogenannten Billiggitarren drinne sind und denen die in er z.B. Gibson Les Paul?..

    Machen die Magneten oder andere Komponenten den Unterschied ?

    Und was macht diese Komponenten besser als die sogenannten Billigdinger?

    Also so rein technisch betrachtet...

    Find das ist ein sehr interessantes Thema
     
  2. Killamangiro*

    Killamangiro* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.06   #2
    z.b. ob die pickups gewachst sind, sind sie das nicht kann es schnell zu rückkopplungen kommen.
     
  3. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #3
    Rein technisch kann man das nict bewerten, da manche technisch "schlechten" Sachen klangtechnisch als besser empfunden werden.

    Der wichtigste und größte Unterschied ist das pfeiffen - schlechte Pickups neigen dazu bei hoher lautstärke. Nebengeräusche sind ebenfalls ein Thema.

    Output, Klangfarbe etc. werden durch bestimmte Materialmischung/-stärke beim Magneten und beim Wickeldraht erzielt, es gibt ebenfalls konstruktive Unterschiede.
     
  4. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.11.06   #4
    Hier steht einiges über Tonabnehmer:
    http://www.elektronikinfo.de/audio/elektrogitarre.htm#Tonabnehmersound

    Primär wird es wohl die Wahl des Ausgangsmaterials sein, und dann wird neben der Anzahl der Wicklungen auch die Art wie gewickelt wird, Einfluß haben.

    Gewachst oder nicht gewachst ist aber eher kein Qualitätsmerkmal, zumal es Leute gibt, die des Klanges wegen ungewachste bevorzugen.
     
  5. berniebalboa

    berniebalboa Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.06   #5
    kann mir jemand aus erfahrung sagen was es mit den kondensatoren auf sich hat!?!
     
  6. Patzwald

    Patzwald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.06   #6
    damit machst du ne frequenzweiche.

    kondensator in kombination mit wiederstand und oder spule.
     
  7. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 28.11.06   #7
    Kannst Du Deine Frage ein wenig genauer formulieren? So kann man ganze Abhandlungen über den Kondensator im Allgemeinen, Aufzucht und Hege, usw. schreiben. ;)

    @Patzwald: Ich habe auf der ganzen fraglichen Seite keine Frequenzweiche gesehen! Hilf mir doch mal! ;)

    Ulf
     
  8. JPage

    JPage Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.06   #8
    Ah, DerOnkel lebt also auch noch... ;)

    Ich bring das jetzt mal aufn Punkt, oder ich versuch das einfach mal:

    Machen wir uns zunächst klar, woraus ein Tonabnehmer besteht. Spule aus Plastik, Polepieces aus ferromagnetischem Metall (also entweder Eisen, Nickel oder Cobalt bzw. deren Legierungen), ein dünner, lackierter Draht und ein Magnet aus Serienfertigung.
    Ansatzpunkte im Material bietet hier eigentlich nur der Draht. Der Rest dürfte China-Standart sein und von jeder größeren Firma da unten gekauft werden.

    Der Draht.... ja, der Draht. :rolleyes:
    Wie gesagt ist dieser lackiert. Außerdem meistens aus Kupfer. Unterschiede zwischen "billigem" und teurem Draht dürften nur einerlei zu finden sein: Im Material des Drahtes. Ist es reines Kupfer, wird es entsprechend teurer. Verwendet man aber nur eine kupferhaltige Legierung, dementsprechend günstiger.
    Die Lackierung kann man getrost vernachlässigen, mit Verlaub, aber das kann wirklich jeder. ;)

    Jetzt haben wir unseren Draht - der muss aber auf die Spule(n)! Und wie?
    Das wäre doch der zweite Ansatzpunkt: Die "verarbeitung", wenn man es denn so nennen darf.
    Hierzu ein Beispiel: Wickelt man den Draht zu locker, kann er sich insbesondere durch Schwingungseinwirkungen (---> Saitenschwingungen!) bewegen. Das ergibt dann das altbekannte Pfeifen, genannt Feedback. Die Folge: Der PU muss gewachst werden, damit das Pfeifen aufhört. Vermutung: Genau deswegen sind die meisten Fernost-PUs gewachst...

    Aber es gibt andere Dinge in einer Firma, die auch Kosten verursachen - und sich damit auf die Preise der Endprodukte auswirken können, Verwaltung, Qualitätskontrollen etc. Man denke darüber nach... ;)

    Bei den großen Herstellern sitzen allerdings erfahrene Leute hinter den Machinen, die die PUs wickeln. Außerdem gibts eine strenge(re) Qualitätskontrolle (als in Asien) und man kann sich relativ sicher sein, dass Montagsmodelle den richtigen Weg aus der Fabrik finden, nämlich im Müll ;):D

    Also, ich hoffe ich hab etwas verständlich geschrieben....

    MfG
    Pagey

    P.S.: Auch ich freue mich über Bewertungen ;)
     
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  9. _xxx_

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    Erstellt: 28.11.06   #9
    Wäre schön, wenn die Magneten alle aus Chinaproduktion kommen würden, aber das ist leider nicht der Fall :)

    Das Wachsen ist nicht so sehr wegen der Bewegung des Drahtes, sondern viel mehr um die Luftlöcher zu schließen. Beim draht ist außer der Legierung ebenso die Stärke und das Profil wichtig. Das Ganze wird schließlich durch die Geometrie vom Gesamtgebilde auch nochmals gewaltig beeinflußt.
     
  10. JPage

    JPage Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.06   #10
    ARGH, du findest auch immer was, ne?! ;):o

    Naja, so schlimm ist das aber jetzt auch nicht. Wichtig ist eben, dass sich nur die dicken Firmen den teuren Draht leisten etc.

    MfG
    Pagey
     
  11. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.06   #11
    Naja, wollte nur Deinen (guten!) Kommentar vervollständigen :)
     
  12. Miles Smiles

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    Erstellt: 28.11.06   #12
    Das musst du jetzt etwas genauer erklären bitte.
     
  13. JPage

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    Erstellt: 29.11.06   #13

    Ist ja OK, ich nehm Kritik immer gerne an.
    Ach, und danke für die Bewertung! :great::D

    MfG
    Pagey
     
  14. _xxx_

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    Erstellt: 29.11.06   #14
    Kann mich nicht mehr so richtig erinnern (viele Jahre her), glaube aber es verändert das Magnetfeld oder die Störeinflüsse so dass die Mikrofonie entsteht. Müsste aber mal nachschlagen.
     
  15. JPage

    JPage Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.06   #15
    Also ich dachte ja immer, Mikrophonie entsteht durch Schwingen einzelner PU-Bauteile, wie z.B. Draht, Kappe, Magnet etc.

    MfG
    Pagey
     
  16. Miles Smiles

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    Erstellt: 29.11.06   #16
    Ja bitte.
     
  17. _xxx_

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    Erstellt: 29.11.06   #17
    Hmm, hab's wohl doch falsch im Hinterkopf gehabt. Folgendes gefunden:

    Hab das verwechselt, da die Luft die Schwingungen der Windungen zusätzlich mit anregt.
     
  18. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.11.06   #18
    Interessant. Solcherart behandelte Spulen müsste man dann ja gar nicht mehr wachsen. Oder macht man das, um z.B. die Metallkappen bei Humbuckern ruhig zu stellen? Oder werden die meisten PUs nicht mit Lack fixiert?
     
  19. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.06   #19
    Das war mehr aus der Hifi-Ecke, es gibt Verfahren wo die Spule "gebacken" wird, so dass der (spezial-)Lack schmilzt und die Spule fest verklebt. Dann ist kein Wachsen nötig.

     
  20. Werwolf

    Werwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.06   #20
    Wenn ich mal am Rande etwas berichten darf:

    ich spiele eine Ibanez AXS-32 mit den originalen PUs (AH-3 und AH-4). Weil
    ich meine Gitarre etwas aufweten wollte (ich bin der Meinung das das Holz
    wirklich sehr gut ist und äußerst stark schwingt und resoniert) und mir einen
    Tick mehr Definition (vorallem am Steg) ghewünscht habe, habe ich mir
    einen DiMarzio Evolution und einen DiMarzio Paf Pro gekauft und eingelötet.
    Der Evolution war so Mikrophonisch, dass es mir unmöglich war stark verzerrt
    und auf Proberaumlautstärke damit zu spielen und wenn ich den Gitarren Vol.
    Regler so weit runtergedreht habe, dass das Pfeifen aufhört war der Sound
    schon sehr flach und nicht mehr dynamisch und zu wenig verzerrt. Auch wenn
    man an den Rähnchen mit den Fingern gerieben hat kam das Reiben sehr
    laut und deutlich aus den Lautsprechern! Natürlich hat der Evo etwas
    mehr Output als mein alter und auch mehr Höhen, aber das darf doch
    trotzdem nicht so extrem tun!? Ich habe ihn wirklich sogar aufmeinem 5 Watt
    Amp zu Hause zum Pfeifen gebracht!
    Die Leute im Laden und sogar der Gitarrenbauer haben gemeint, dass das in
    einem normalen Rahmen sei, der Gitarrenbauer hat ihn die Gitarre aber auch
    nur an einem kleinen Marshall Kombo getestet und die Verkäufer haben mir
    auch immer nur weismachen wollen wie geil das Ding doch klingt (wohlgemerkt
    ohne zu wissen wie die Gitarre vorher geklungen hat). Ich konnte die PUs dann
    nach langen Gesprächen doch (zum Gebrauchtpreis!) zurückgeben.
    Jetzt sind wieder meine alten drin, und ich glaube die bleiben bis auf Weiteres
    auch drin!
    Ich halte seitdem eher wenig vom Tonabnehmerhype....ich habe zwar keine
    starken Veränderungen am Sound erwartet, sondern nur Nuancen, aber selbst
    das haben beide Tonabnehmer (immerhin 160€) nur unzureichend erfüllt und
    der Evo war zusätzlich auch noch unspielbar auf HighGain was auch ein
    Konstruktionsfehler sein kann, mir aber von allen Seiten versichert wurde,
    dass das normal sei.
     
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