Haben Quantisizer und andere Musiksoftware die Rockmusik ruiniert?

  • Ersteller Plektomanic
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Das Diskussionthema ist nicht neu, im Grunde überflüssig und langweilt. Leute äußern ihre Meinung, mal mehr, mal weniger vehement, in der Regel aber von einem absoluten und eindimensionalen Standpunkt aus. Dabei ist es ganz simpel: machen, nicht machen, brauchen und nicht brauchen.

Wenn es eine Band/eine Musik

- braucht, weil's sonst kacke klingt und man macht es, ist alles gut.
- braucht, weil's sonst kacke klingt und man macht es nicht, klingt's halt kacke.
- nicht braucht, weil's auch ohne gut klingt und man macht es nicht, ist alles gut.
- nicht braucht, weil's auch ohne gut klingt und man macht es, kann es mit besser oder auch schlechter klingen.

Wer trotzdem nicht genug davon hat, findet natürlich immer Reibungspunkte um darüber zu philosophieren, ab wann und wieso eine Grenze zwischen brauchen und nicht brauchen etc pp überschritten wird, in welchem Maß machen oder nicht machen sinnvoll ist.
 
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In meinen Augen ist Rockmusik tatsächlich an zwei Dingen "gestorben" (das Wort natürlich reichlich übertrieben... früher oder später kommt es eh zurück)

1. Der Unkreativität der Musiker und fehlendem Nachwuchs... das Genre wurde einfach über 40-50 Jahre ein wenig durchgespielt

und 2. Tatsächlich der digitalen Aufnahmetechnik bzw. den inzwischen (und auch schon seit längerem) nahezu grenzenlosen Rechenkapazitäten.

Aus meiner Sicht ist es ganz einfach:
Rock/Metal mittels triggern, quantisieren, digitalen Amps usw usf. ergibt oft Signale die so plastisch sind wie bei "elektronischerer Musik" (also techno, house, dub, drum n bass, moderner hiphop etc pp). Komplett synthethisch erzeugte Musik ist aber einfach viel "leichter" zu kontrollieren. Wenn man versucht eine Metalband ähnlich "fett" klingen zu lassen, wie bspw. eine moderne Popproduktion, dann ist das nahezu unmöglich und es kommt einfach nur Mist dabei heraus. Man gerät dabei dann auch schnell in eine Schleife.
Dazu kommt auch noch, dass es sich nahezu keine Rock/Metal-Band mehr leisten kann ein Album aufwendig aufzunehmen... sich über Wochen in einem guten Studio einzuschließen ist wirtschaftlich kaum noch möglich.
 
Interessant war Rockmusik Ende der Sechziger bis Mitte der Siebziger, als sie mit einem allgemeinen Lebensgefühl und subkulturellen Aufbruch einherging. Punk war dann ein Auswuchs, der in die bedeutungslosen Achtziger glitt. Interessant wurde es dann noch mal mit Grunge in den Neunzigern. Nirvana aber auch mit Trip Hop wie Portishead. Seitdem habe ich nichts Neues mehr gehört, das mich berührt hat. Und das lag nicht an der Technik.
 
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Interessant wurde es dann noch mal mit Grunge in den Neunzigern. Nirvana aber auch mit Trip Hop wie Portishead. Seitdem habe ich nichts Neues mehr gehört, das mich berührt hat. Und das lag nicht an der Technik.

Den Gedanken hab ich mir zu Herzen genommen und drüber nachgedacht welche gitarrenlastige Musik mich geprägt hat nach Nirvana und Portishead. (Dinge davor sind für mich historisch...)

Ich hab mir ma ne Stunde Zeit genommen und ne Spotifyplaylist aus meinen Lieblingsrock/metalsongs von ca. 95-2015 gemacht.

Das kam dabei raus: https://open.spotify.com/playlist/3dwOwv7Rod9fesmm5LNxm1?si=N7qxTrmiRwa1m08yxUusrQ (reihenfolge random... ich hoffe man kann die Tracklist auch ohne spotifyaccount immerhin sehen)

In den letzten paar Jahren hab ich außer Black Midi tatsächlich keine Rock-Band gehört die ich iwie spannend fand... die wird es aber wohl geben (?)... bitte unbedingt mitteilen!!!

Erkenntnis die ich beim Durchschauen der Songs nebenbei gewonnen habe... 34 verschiedene Bands... weibliche Musikerinnen (falls ich keine vergessen habe) = 0
 
Hmmm, Mist, sowas zeigt einem das Alter genauer an, als jeder Spiegel.:whistle:
 
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Wenn der Drummer zB die Snare jedes mal an einer anderen Stelle trifft, und in unterschiedlicher Strärke anschlägt, dann wird die Aufnahme zur reiner Bearbeitungs-orgie...

Deshalb könnte man ja im Vorfeld mal den Drummer bitten, ein paar Fotos seiner benutzten Felle zu schicken... :D
 
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