Halslack wieder "matt machen"

von Werwolf, 24.03.06.

  1. Werwolf

    Werwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.06   #1
    Es geht um meine Ibanez AXS-32.
    Als sie neu war hatte sie einen matten Hals, der wunderbar zu bespielen war,
    leider habe ich ihn mit der Zeit beim Spielen mit der Hand unfreiwillig poliert,
    so dass er jetzt aussieht und sich anfühltanfühlt wie ein ganz normaler,
    glänzend lackierter Hals (klebrig, glatt etc.).
    Hat einer eine Idee, wie ich meinen Hals wieder matt bekomme?
    Dass der Lack wieder 100% super aussieht muss nicht unbedingt sein,
    Hauptsache ist, dass das Spielgefühl wieder da ist. Ist ja schließlich nur der
    Hals und den sieht man nicht direkt.

    Wäre feines Schmirgelpapier vielleicht eine Möglichkeit?
     
  2. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.03.06   #2
    sehr feines schmirgelpapier, oder was ich mache, die rauhe seite eines topfschwamms benutzen. danach ist das spielgefühl wieder schöööön :)
     
  3. Joachim1603

    Joachim1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.06   #3
    Ich nehme auch eine Topfschwamm (die rauhe Saite) und reinige jedes Mal nach dem spielen den Hals damit
     
  4. Mr.Mephisto

    Mr.Mephisto Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.06   #4
    oder du besorgst dir im baumarkt stahlwolle in der "körnung" 00 oder 000...also die ganz feine....das sollte besser funktionieren als ein topfschwamm.
     
  5. Werwolf

    Werwolf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.06   #5
    Vielen Dank für die Antworten!
    Der Topfschwamm hatte ziemlich wenig Wirkung, da hab' ich es mit
    Stahlwolle probiert...und zwar auch die zum Töpfe reinigen.
    -> Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach geht und das Spielgeühl ist
    wieder sooo schööön!
    Danke!
     
  6. (Sic)Maggot

    (Sic)Maggot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.06   #6
    Mit diesen Dicken Stahlbällen? O .o
    Damit hätte ich mich nicht getraut an'e Gitarre ranzugehen! :D
     
  7. Mr.Mephisto

    Mr.Mephisto Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.06   #7
    ich hätte allerdings auch keine stahlwolle zum töpfe reinigen genommen. wie gesagt, es gibt im baumarkt stahlwolle, die extra dafür da ist, lackierte oberflächen zu mattieren.
     
  8. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 25.03.06   #8
    Kann das sein, dass ihr da etwas verwechselt? Ob der Lack nun matt oder glänzend ist, ist "grifftechnisch" nicht zu fühlen. Für die Mattierung wird durch Zusätze lediglich die Feinstruktur des Lackes im Bereich der Oberfläche verändert. Diese Veränderung ist mit euren "brutalen Händen" nicht fühlbar. (also, mit meinen "zarten" auch nicht!:))
    Wenn der Hals klebt, ist er dreckig!

    /V_Man

    Stahlwolle (Größe 0) ist übrigens sehr gut zum Feinschleifen geeignet. Aber nach dem Schleifen das Werkstück gut abblasen.
     
  9. LoneLobo

    LoneLobo Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.03.06   #9
    So würd ich das nicht sagen...
    Eine Oberfläche erscheint dann matt, wenn sie ne Diffuse Reflektion hervorruft anstelle von ner spiegelähnlichen, "normalen" Reflektion. Und das hängt damit zusammen, wie rauh und unregelmäßig die Oberfläche ist.

    Nen matten Lack kann man von nem hochglänzenden schon durchs Fühlen unterscheiden.
    Is ja bei Glas ähnlich. Satiniertes Glas oder von mir aus mattiertes Plexiglas etc. fühlt sich anders an als "normales".
    Sind manchmal wirklich nur sehr kleine Unterschiede, aber da sind se.
     
  10. Killamangiro*

    Killamangiro* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.06   #10
    ich würde sagen dass ein rauher hals einfacher zu spielen ist, da die reibungsflächte geringer ist!
     
  11. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 27.03.06   #11
    Hallo LoneLobo,

    Das kann man nun wirklich nicht vergleichen. Die Satinierung bei Glas wir angeätzt, was eine sehr rauhe Oberfläche erzeugt.

    Ich habe mich bei einem Lackierer mal kundig gemacht und der hat mir bestätigt, dass zwischen einem Mattlack (beziehungsweise normaler Glanzlack plus Mattierungszusatz) kein fühlbarer Unterschied besteht bei gleicher Lackbasis. Das täuscht uns wahrscheinlich das subjektive Empfinden. Das Aufbrechen der Oberfläckenstruktur durch das Mattierungsmittel spielt sich im Nano-Bereich ab und so sensible Fingerchen hat keiner von uns, schade eigentlich.
    Ich werde mir das aber nochmal genau erklären lassen, was die Unterschiede in der Griffigkeit ausmacht. Wahrscheinlich liegt das an der grundlegenden Zusammensetzung des Lackes. Ich lasse ihn gerade mal einen Strat-Hals matt lackieren, dann haben wir einen direkten Vergleich. Schließlich wollen wir hier ja alle etwas lernen.:)

    /V_Man
     
  12. Vintage_Man

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    Erstellt: 27.03.06   #12
    @Killamangiro

    Dem würde ich dann entgegensetzen, dass dafür dann der Reibwert höher ist und schon sind wir quitt!

    /V_man
     
  13. LoneLobo

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    Erstellt: 27.03.06   #13

    Tu das mal, interessiert mich auch :)
    Vor allem da ich nicht dachte, dass die Unebenheiten echt so dermassen klein sein dürfen damit man da ne gescheite Diffuse Reflektion hinbekommt.
     
  14. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 28.03.06   #14
    Wird gemacht!
    Stell Dir nur mal vor, wie eine matt lackierte Oberfläche ständig eindrecken würde, wenn sie wirklich rauh (nicht matt!) wäre.
    Aber bald an dieser Stelle genaues!

    /V_Man
     
  15. Werwolf

    Werwolf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.06   #15
    Du meinst also, dass ich meinen Hals nicht "poliert", sondern "verdreckt" habe?
    Also ich weiß nicht, aber wenn er "verdreckt" wäre, dann würde er doch nicht
    anfangen zu glänzen, oder?
    Und dass er sich besser anfühlt wenn er matt ist, als wenn er glänzt, das kann
    ich dir definitiv sagen. Ob das jetzt Schmutz, oder Glanz ist kann ich zwar
    nicht 100%ig sicher sagen, mich irritiert eben nur, dass er mit zunehmender
    "Verschmutzung" auch mehr und mehr glänzt.
    Außerdem kann ich auch definitiv sagen, dass sich mein Hals anders anfühlt,
    als ein glänzend lackierter wie z.B. Gibson, oder ESP/LTD. Eben rauer und
    nicht so klebrig.
     
  16. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 28.03.06   #16
    Hallo?! Das habe ich doch garnicht gesagt. Es liegt doch in der Natur der Sache, dass sich Schmutz eher in Riefen als auf einer glatten Fläche ablagern kann. DAS meine ich.

    Das sich die Lacke unterschiedlicher Instrumente anders anfühlen, kann auch an der unterschiedlichen Struktur der Lacke liegen. Aber wir fragen ja den Fachmann!

    /V_Man
     
  17. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 28.03.06   #17
    So, ich habe mich mal schlau gemacht. Ein Mattlack ist nichts anderes als ein Klarlack, dem ein Mattierungsmittel hinzugefügt wird. Dieses sorgt an der Lackoberfläche für eine unregelmäßige Anordnung der Moleküle, wodurch der Reflexionsgrad der Oberfläche herabgesetzt wird. Die Oberschickt des Lackes bleibt allerdings geschlossen (geschützt). Das geht nicht bei jeden Lack so gut, z.B. läßt sich Acryllack tatsächlich matt ausführen, wobei das bei Nitrolack deutlich schwerer ist.
    Mit geschlossenen Augen kann man durchaus ein Werkstück, das mit Klarlack behandelt ist von einem mit Mattlack unterscheiden. Die minimale Rauhigkeit der Oberfläche ist spürbar.
    Da ist ein Unterschied zu einer angeschliffenen Oberfläche (Stahlwolle), bei der die Oberfläche verletzt wird; Dreck kann leichter eindringen.

    Deswegen bezweifele ich, das mit Mattlack lackierte Hälse besser flutschen als mit Klarlack lackierte, da der Reibwert der Oberfläche eher höher als geringer wird. Ich vermute eher, dass es sich bei diesen Hälsen um gewachste Exemplare handelt, die sich nur schwer von einem mattlackierten unterscheiden lassen, wenn's gut gemacht ist. Dafür ist aber nicht jedes Holz geeignet. Ein anderes Hals-Shaping kann auch dazu beitragen. Vom Anschleifen mit Stahlwolle ist eher abzuraten, da sich dann im Lack eher Schmutzstoffe und Bakterien einnisten können gerade, wenn man ständig dran rumgrapscht.

    Jetzt warte ich noch, bis mein frisch mattlackierter Hals (übringens auch frisch bundiert, falls der Jens mitliest) wieder aus der Kammer kommt, weil ich dann Theorie und Praxis walten lassen kann.

    /V_Man
     
  18. matiko

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    Erstellt: 29.03.06   #18
    Stahlwolle soll auch der totale Killer sein, was Ahornhälse angeht. is man da einmal auf dem holz gelandet, bekommt man den feinen Metallstaub nich mehr aus dem Holz raus. :(
     
  19. confussion-train

    confussion-train Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #19
    Ich denke, das passt hier rein:
    Ich mag das Gefühl lackierter Hälse nicht wirklich, deshalb möchte ich die meiner Gitarren mit deinem Schleifpapier abschleifen, um den klebrigen Lack loszuwerden.
    Frage: Muss ich nachher, und wenn ja, mit was genau, den Hals "verschließen" (->Holzporen)?
    Oder einfach ein wenig abschleifen und dann so lassen?
     
  20. LilyLazer

    LilyLazer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #20
    Ich frag mich warum viele unlackierte Hälse wollen.
    Ich mag nur lackierte => am liebsten in Korpusfarbe.

    Bei ner Zackwylde mit unlackiertem Hals bleibt meine Hand fast kleben, weil
    der hals so stumpf ist. Mag daran liegen, dass meine Hände recht trocken sind.
     
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