Hammond XK-3 mit Reussenzehn

von pauly, 06.01.07.

  1. pauly

    pauly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.07   #1
    :great: Hallo im neuen Jahr,

    habe mir einen Reussenzehn Organ&Groove geleistet und etwas gebastelt. Hoffe, dass auch andere damit etwas anfangen können.

    Alle, die eine XK-3 über Line out und nicht über 11-pin Connector fahren, können hier aufhören zu lesen.

    Meine Bastelei betrifft die Sachlage wenn eine XK-3 über den 11-pin Stecker einen Leslie oder Leslieclone ansteuert. Der Vorteil dabei ist nämlich, dass wenn ein 11-pin Connector mit Steuerspannung (bei allen Leslie sowieso, ansonsten bei Clones mit einer Hilfsschaltung) an die XK-3 angeschlossen wird, wird die interne Lesliesimulation abgeschaltet.

    Aber wie bekommt man nun den Organ&Groove dazwischen so, dass er auch auf das Expression Pedal anspricht. Über den werkseitig eingebauten Send/Return geht es nicht, da das Expression Pedal erst später im Signalweg liegt.

    Ich habe daher die beiden Kabel Nr. 1 und 4 am 11-pin Connector abgelötet und an eine neue Klinkenbuchse angeschlossen. Desweiteren habe ich eine zweite Klinkenbuchse eingebaut und von dieser die Kabel wieder an Pin 1 und 4 angelötet.

    XKk3 innenweb.jpg

    Wenn ich nun ohne O&G über 11-pin spiele muß ich die beiden Buchsen verbinden

    XK3 ohneweb.jpg

    Mit O&G wird dieser einfach über die beiden Buchsen in den Signalweg eingeschleift.

    XK3 mitweb.jpg

    Somit kann ich den Verstärker auf die Orgel stellen, um die Regler im Zugriff zu haben und kann kurze Patchkabel als Verbindung nehmen.

    Hoffe der ein oder andere kann´s gebrauchen.

    Gruß Pauly
     

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  2. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.07   #2
    Mal ne Frage, hat man irgendeinen Vorteil vom 11-Pin im Gegensatz zu Line out-> Reußenzehn-> Leslie und dann Leslie mit dem standard Lesliefußtreter slow/fast schalten ?

    Wie findest du den Reußenzehn ?
     
  3. pauly

    pauly Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.07   #3
    Der Vorteil ist der, dass:

    1. Du nur ein Kabel zwischen Leslie und Orgel verlegst

    2. über einen Fußschalter an der XK-3, einen Halfmoonschalter oder die drei Taster an der Orgel den Leslie schaltest (ohne das Riesengerät von Tretmiene unter der Orgel mit Knack bei jedem Tritt)

    3. Wenn du auch mal ohne leslie spielst und in deinen Presets die lesliesituation mit abgespeichert hast, musst du immer an der Orgel die interne Simulation abschalten, da diese über line out immer mit ausgegeben wird.

    4. Bei Verwendung des 11-pin Anschlusses wird die interne Simulation abgeschaltet, da ja dann über ein echtes Kabinett gespielt wird.

    Ich find´s super, da ich dadurch nie in die Situation komme dass durch z.Bsp. Drücken des Schalters auf dem linken Seitenbrett die interne Simulation noch dazu dudelt.

    Ich denke der Einsatz des Organ&Groove ist eine echte Bereicherung, egal ob nur Röhrenvorverstärkung mit mehr Dynamik im Sound oder angezerrt, stark bruzzelnd bis Totalzerre.

    Pauly
     
  4. Musikalli

    Musikalli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.07   #4
    Der Vorteil besteht darin,wie pauly es schon sagte, dass die interne Lesliesimulation abgeschaltet wird, wenn man den 11poligen Stecker einsteckt, sonst müsstest du bei jedem Preset o.ä. die Simulation abschalten.
     
  5. Tonewheeljunkie

    Tonewheeljunkie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.07   #5
    Hallo,
    Der 11Pin Ausgang ist die absolut authentische Art eine Hammond zu spielen. Und der Signalweg ist definitiv der sauberere.
    Ich habe meine Xk3 an zwei 147er Leslie (alte!) und das Teil hat den mörder-Sound.
    Ich habe Sie neben meinen vintage Hammonmds an gleichen Leslies getestet...dar einzige unterschied der sich feststellen lässt ist, dass die Hammonds(1958er B3 und eine gechopte A100 1961) etwas direkter klingen und beim C3 Vibrato7Chorus etwas weniger Amplitude machen. Alles in allem genügt wirklich ein 122 oder 147er Leslie um mit der XK3 DEN Sound zu erzielen.
    Habe das Teil gekauft weil selbst die im Dennerlein Gehäuse befindliche Console boch 99KG wiegt!
    Aber Leslie muss halt sein, dan brauchste auch kein Groove und Dingeldangel preampgeschisse.
    :great:
     
  6. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.07   #6
    Aha, okay, anscheinend ist bei meiner XK-3 (die heute um ca. 18 kommt) extra ein neuer Mono-Klinken Ausgang eingebaut, der den internen Leslie-Effekt automatisch unterdrückt. Auch nicht schlecht.

    Wie schwer ist ein Röhrenleslie ?
     
  7. andi85

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    Erstellt: 07.01.07   #7
    70kg?
     
  8. Tonewheeljunkie

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    Erstellt: 07.01.07   #8
    Exakt 70KG im Original-Urzustand!
     
  9. stoennes

    stoennes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #9
    @Pauly

    Hast Du die genaue PIN-Belegung des XK-3 11-Pols?

    Ich würde gerne ein Kabel basteln, mit dem ich die XK-3 per 11-Pol and den 9-Pol eines ORT 100 anschließen kann. Kann man einfach ein Kabel basteln, wenn man die Belegung weiß, oder vergesse ich da was?
    Muß da z.B. noch was beachtet werden, damit die XK-3 die interne Lesliessimulation abschaltet oder passiert das automatisch, wenn der 11-Pol drin ist?

    Ich habe mal zwei Bilder angehängt, die die Pinbelegung des ORT wiedergeben.

    Wenn ich das richtig sehe, brauche ich nur PIN 1,2,6 und 7. Aber wo gehen die an den 11-PIN?

    Und, wo bekommt man 11- und 9-Pol Stecker?
     

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  10. Helmut

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    Erstellt: 09.01.07   #10
    stimmt mit den von Dir genannten Röhrenleslies zu 100%. Bei Transistorleslies macht der Reussenzehn durchaus Sinn. Was man bei den ganzen alten Röhrenleslies nicht vergessen darf, für einen Bühneneinsatz wird es mit der Leistung ganz schnell ganz eng.

    Ich spiele die gechoppte B3 über einen O&G am 760er Leslie und finde das klingt auch sehr ordentlich.

    Gruss Helmut
     
  11. Tonewheeljunkie

    Tonewheeljunkie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #11
     
  12. Helmut

    Helmut HCA-Laser HCA

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    Erstellt: 09.01.07   #12
    ja das ist so :great:

    Gruss Helmut
     
  13. JoKey

    JoKey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #13
    Vielleicht kann ich Dir mit folgenden links ein wenig helfen:

    http://www.cs.uidaho.edu/~rinker/msckt.pdf (Interface für XK3 an Motion Sound, sehr detaillierte "Bastelanleitung")
    Hammond-Leslie FAQ: Hammond Production Models (dann links scrollen zum leslie-key)

    Die Stecker sollten erhältlich sein bei Welcome to the Goff Professional web site!, Home Page B3 Guys - Vintage Hammond Organs & Leslie Speakers, MusiFix etc.

    Da solltest Du aber vor dem Anschluß nachmessen (Pinbelegung kann man prüfen!) oder einen Experten ranlassen.:great:
     
  14. JoKey

    JoKey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.07   #14
    @Stoennes

    Habe Musik-Bertram in Freiburg vergessen, ist natürlich auch 1. Wahl. Die Stecker gibt es vermutlich nur als Kabelsatz, ab und an auch bei Ebay, leider nie unter 60 € (Verkäufer häufig "gospelgroove").

    Grüße Jokey
     
  15. pauly

    pauly Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.07   #15
    Hi,
    die Pin Belegung gibt es hier


    Meine Stecker für meine Bastelei eines Adapters 11-pin auf Motion sound hatte ich über den Hammond service (Frau ??? weis nicht mehr, das ist die Frau des verstorbenen Technikers von Hamond deutschland, sehr hilfsbereit ).

    Den link zu Bob Rinker für den Umbaukit zum Motion Sound hast du ja bereits. Du kannst im Prinzip das Schaltbild abwandeln für die Belegung deines ORT

    Pauly
     
  16. Borntob4

    Borntob4 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.07   #16
    Frau Burger

    Gruß
    Borntob4
     
  17. romsom

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    Erstellt: 11.01.07   #17
    Gibts zu dem Organ and Groove eigentlich auch einen Schaltplan?
    Bzw. hat ihn einer von euch?
    Meine kurze Suche bei Google hat verständlicherweise nichts ergeben.
    Als alter Bastler wäre es nämlich für mich nicht ganz uninteressant ;)

    Ich möchte damit weder unverschämt noch egoistisch klingen, weil ich nicht bereit wäre, für die Technik und die Arbeit dahinter zu zahlen. So ist es nämlich nicht, vielmehr kann ich als Schüler nicht so viel Geld investieren.
    Nur um möglichen Missverständnissen vorzubeugen ;)
    Gruß,

    Roman
     
  18. Helmut

    Helmut HCA-Laser HCA

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    Erstellt: 15.01.07   #18
    Hallo Roman,

    ich glaube nicht, dass Reussenzehn seine Stromläufe veröffentlicht. Das besondere an den Reussenzehnprodukten ist, dass keine gedruckten Schaltungen verwendet werden, es ist ein "offener Drahtverhau" (dies meine ich ausdrücklich nicht despektierlich).

    Da Reussenzehn eine "one man show" ist, die Geräte selber entwickelt, zusammenbaut und lötet, kann ich mir nicht vorstellen, dass Schaltunterlagen herausgegeben werden.

    Gruss Helmut
     
  19. romsom

    romsom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.07   #19
    Ja, sowas hab ich schon fast vermutet. Ich würde meine Schaltungen, besonders, wenn sie auch noch Teil eines kommerziellen Produkts sind, ja auch hüten wie die Henne ihre Eier ;)
    Naja, dann muss ich mir wohl selber was einfallen lassen.
    Trotzdem Danke
    Gruß,

    Roman
     
  20. Borntob4

    Borntob4 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.07   #20
    So, Roman, und jetzt überleg mal kurz wie Du das machen würdest, wenn Du mal was entwickelst. Veröffentlichst Du Deine Stromlaufpläne im Netz und läßt Deine Entwicklung von jedem Nachbauen ?

    Nur so als Denkansatz.

    Gruß
    Borntob4
     
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