Harley Benton 8-String: Erfahrungen?

von EAROSonic, 01.01.20.

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  1. EAROSonic

    EAROSonic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.01.20   #1
    Hi,

    wünsche allen ein erfolgreiches, neues Jahr 2020.

    Seit ein paar Wochen macht sich in mir der Wunsch nach dem Test einer 8-String Gitarre breit. Ich will dafür nicht viel Geld ausgeben, weil ich nicht weiß, wie das Experiment ausgehen wird. Daher werde ich mir auch eine Gitarre ordern, die ich bei meinem Scheitern zurückgeben kann. Aus diesem Grund bin ich dann alsbald bei Harley Benton angekommen. Hier stehen vorerst einmal diese Modelle im Fokus:

    [​IMG]

    oder aber auch die

    [​IMG]

    Die Erste konventionell, die Zweite mit Fanfret. Hatte mal ne Harley Benton Fanfret und kam damit ganz gut zurecht. Ich hab da jetzt keine exakten Vorstellungen, was ich damit machen möchte, sondern es einfach nur mal ausprobieren. Wichtig ist mir natürlich, dass sie halbwegs gut klingt (natürlich habe ich den Anschaffungspreis im Hinterkopf und erwarte nicht, dass sie mit meinen hochwertigeren Gitarren mithalten kann. Sie soll einfach nur Spaß machen, ohne groß über Modifikationen nachdenken zu müssen).

    Gibt es hier im Board Erfahrungen zu diesen Modellen? Bietet die Fanfret tatsächlich aktive Benton, wie ich das bei der ein oder anderen TM-Review lesen konnte? Finde aber kein Batterienfach. Vielleicht steckt sie ja im E-Fach. U.a. aus diesem Grund steht mir die konventionelle HB derzeit näher.

    Danke Euch.
     
  2. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.01.20   #2
    Die obere haben wir hier als 7-Saiter...

    Fürs mal ausprobieren reicht es aus, und gebraucht findet man keine für den Preis.
    Aber geil sind die leider nicht. Grad die 7./8. Saite kommen nicht geil rüber.
    Ich hab immerhin festgestellt, dass 7 Saiten mir eine zu viel sind ;)
     
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  3. EAROSonic

    EAROSonic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.20   #3
    Hi @crazy-iwan:
    Danke Dir für Deine Rückmeldung. Ich orderte die Benton bereits letzte Woche. Interessant ist der Umstand, die Aussage seitens Thomann erhalten zu haben, dass sie vor dem Versand erst eingestellt wird. Hörte ich bis weder von der Charvel und Fender, die ich dort bestellte. Aber das ist ja eher prima.

    Bin auch mal gespannt, was ich erhalten werde. Meine Erwartungshaltung ist nicht sonderlich hoch. Auf der anderen Seite besitze ich auch eine 99 €-Epi Les Paul Special, die ich wirklich recht ansprechend finde, optisch wie klanglich.

    Und ich werde wohl zu dem Entschluss kommen, dass 2 Saiten mehr viele zu viel für mich sein werden... :-D
     
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  4. SADIC

    SADIC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.20   #4
    Mal eine Woche ausschließlich mit 7/8 Saiten spielen, dann gewöhnt man sich dran. Es fällt aber immer wieder schwer Lieder zu spielen, die man mit 6 Saiten gelernt hat und i.d.R. auf 6 Saiten spielt. Da verbraucht man dann sehr viel geistige Kompetenz für das Umdenken anstatt sich auf das Lied zu konzentrieren. Man kann natürlich umlernen, aber ich empfehle es dann zu trennen. Z.B. hab ich früher in einer Band 6 und in der anderen mit 7 Saiten gespielt. Funktioniert super, solange man es nicht anders rum versucht.
     
  5. Max1987

    Max1987 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.20   #5
    Ich habe mir letztens die Fanfret-Variante mit 7 Saiten bestellt und muss sagen, dass ich davon schon ganz angetan bin. Ich hatte die Gitarre bestellt, um damit zu Hause zu üben und hin und wieder aufzunehmen. Außerdem habe ich schon von Vornherein eingeplant, die Pickups, die Elektronik und ggf. die Mechaniken zu tauschen.

    Die Gitarre kam tatsächlich schon fast optimal eingestellt bei mir an, das hatte ich anders erwartet. Außerdem finde ich die Verarbeitung für den Preis wirklich gut. Wenn man ganz genau schaut, findet man hier und da ein paar absolute Kleinigkeiten rein kosmetischer Natur. Die Standard-Saiten sind nicht so der Hammer, aber dafür kann die Gitarre ja nichts.

    Die Mechaniken sind nicht so dolle, aber da kann man schon mit arbeiten.

    Die Pickups finde ich tatsächlich auch gar nicht so schlecht wie erwartet. Sie sind zwar ziemlich dumpf, vor allem auf der 7. Saite, aber wenn man etwas beherzter am Presence- und Höhenregler dreht, kommt da schon ein ganz ordentlicher Sound raus. Ich habe sie bisher jedoch nur am PC über die Amp-Sims von Mercuriall gespielt, da spielt dann natürlich u.a. noch die Auswahl der richtigen Impulse Responses rein. Die Pickups sind übrigens passiv.

    An der Bespielbarkeit habe ich absolut nichts auszusetzen, ich komme damit gut klar. Da ich keine andere 7-Saiter habe, habe ich leider keinen direkten Vergleich und ein Vergleich mit meinen 6-Saitern wäre ja unfair.
     
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  6. EAROSonic

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    Erstellt: 07.01.20   #6
    Meine 8 String orderte ich am 03.01. Bis dato wurde sie noch nicht versendet, weil sie sich wie weiter oben von mir beschrieben a) laut Thomann zuerst zum Einstellservice ging und b) gestern auch noch Feiertag bei denen war. Nun hoffe ich, dass sie bald auf die Reise geht.

    Das mit den Stocksaiten las ich recht oft. Aus diesem Grund orderte ich auch gleich mal ein Satz DR-Saiten. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich sie stimmen werden. F# wird mir eventuell zu tief sein. Vielleicht gehe ich 1 - 2 Halbtöne mit ihrer Stimmung hoch.

    Dank Euch für Eure Ausführungen.
     
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  7. Max1987

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    Erstellt: 07.01.20   #7
    Ich hatte sie gegen Mitte Dezember bestellt, also mitten im Weihnachtsgeschäft, Montag oder Dienstag bestellt, Freitag versendet. Ich hatte die Wartezeit auf das Weihnachtsgeschäft geschoben.

    Die Fanfrets kommen mit ziemlich dünnen Saiten, bei der 7-Saiter war es ein 9er-Satz. Diese Stärke ist bei der Zielgruppe für diese Gitarre eher ungewöhnlich und schon Drop-A ist damit kaum möglich.
     
  8. EAROSonic

    EAROSonic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.20   #8
    Viel besser ist es um die Saiten der 8 String auch nicht bestellt: .010 - .074. Mein DR-Satz hat eine .075-F#-Saite. Auch aus dem Grund, weil ich in den Thomann-Bewertungen las, dass eine .080er erst gar nicht durch die Mechanik zu fädeln sei, weil zu dick. Daher wollte ich auf Nummer Sicher gehen.
     
  9. Kluson

    Kluson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.20   #9
    Brauchst du die 8 Saiten um tiefere Tunings ohne Downtuning zu spielen ?
    Ich habe weder 7- noch 8 String noch Bariton gespielt, könnte mir aber vorstellen, dass eine tiefgestimmte Bariton auch nicht verkehrt ist, da bleibt man wenigstens beim gewohnten Griffmuster ...
     
  10. EAROSonic

    EAROSonic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.20   #10
    Mein Gedanke ist quasi mit der 7. & 8. sowas wie das Drop D zu realisieren. Sprich die oberen 7 Saiten spiele ich ganz normal und die 8. wird dann zum "Drop D". In meinem Fall will ich sie erst einmal komplett auf A stimmen, um dann mit der 8. Saite auf G runter zu gehen. So mein Plan, wenn sie endlich geliefert wird.
     
  11. EAROSonic

    EAROSonic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.20   #11
    Hallo,

    hab nun meine Harley Benton R-458 8 String seit ein paar Tagen im Treiben. Optisch konnte ich schon mal keine Mängel feststellen, auch wenn der Sattel so aussieht, als ob er nach der Produktion nicht wirklich "entgratet" wurde. Überall standen noch Kunststoffreste ab.

    Mit den Neck-PU komme ich gut zurecht, hat erst einmal genügend Bass und Höhen. Aber der Bridge-PU hört sich an wie ein hochgetaktetes Moped auf 10.000 U/min :-D. Das Tonepoti hat so gut wie keine Wirkung, reduziert den Höhenanteil nur im µ-Bereich. Lötete jetzt schon mal einen weiteren (denke) .022er-Kondensator ein, aber gebracht hat es mir nicht wirklich was. Orderte jetzt mal einen .047er und hoffe, den Pickups nicht komplett den Saft abzudrehen. Mein erster Gedanke war, einen DiMarzio D Acitvator 8 an der Bridge einzubauen, aber Pustekuchen. Der DiMarzio ist ca. 1 cm zu schmal. Leider hält sich HB an keine Vorgaben, wenn es bei den 8ern überhaupt welche gibt. Abstand von Mitte/Mitte Höhenverstellschrauben ca. 10,6 cm. Ein Austausch des PU´s scheidet wohl leider aus... :oops: Damit wäre ich wohl am Ziel gewesen.

    Da ich sie schon behalten möchte und weil ich sie ja bereits ein wenig "modifiziert" habe, werden ich eventuell die Minipotis gegen hochwertigere mit anderen Werten, die die Höhen etwas kappen austauschen.

    Gibt es, bis auf den Austausch des Pickups noch andere, von mir nicht genannte Möglichkeiten, den Tone etwas herunter zu holen, Kondensator, Potis,...? Natürlich habe ich bereits mit der Höheneinstellung der Humbucker experimentiert, aber substanzielle Änderungen blieben leider aus.

    Danke Euch.
     
  12. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.01.20   #12
    Hals abschrauben und die Kontaktflächen gut abschleifen kann den Ton und das Sustain verbessern.
    Hardware austauschen lohnt bei so einer Gitarre vlt auch grad noch, aber das bringt auch eher Detailverbesserungen.

    Falls Dich der geringere Wiederverkaufswert nicht so stört, für einen ähnlichen Preis wie DiMarzio/Seymour Duncan bauen auch kleine deutsche Hersteller gute Pickups.
    Rübezahl wäre so einer..
    --- Beiträge zusammengefasst, 17.01.20, Datum Originalbeitrag: 17.01.20 ---
    Oh, und bei den Tonabnehmern könnte auch ein Magnetetausch gut was bewegen - wenn Du nichts anderes findest.
     
  13. EAROSonic

    EAROSonic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.20   #13
    Danke Dir für Deinen Input. An einen Neubau vom Harry Häussel, David Barfuss & Co. dachte ich auch bereits nach. Der Pickupbauer könnte bestimmt die Grundplatte und Bobbins wiederverwenden. So wäre gewährleistet, dass der Pickup auch ohne Probleme passt.

    Einen Magnettausch hatte ich auch bereits auf meinem Plan, aber... hab in meiner PRS SE 245 einen Alnico 8-Humbucker an der Bridge am Start und soviel anders, wie meinen Tonerider Generator mit einem Alnico 5 in meiner SE Tremonti Custom empfinde ich den jetzt nicht gerade. Von daher war dieser Test für mich eher ernüchternd. Werde das jedoch mal im Hinterkopf behalten, sollte meine Anfrage nach einem "Neubau" eines Humbucker über das preisliche Ziel hinausschießen. So ein DiMarzio kostet 105 € beim Thomann, das wäre für mich das Sache absolut wert. Weiß nicht, ob das einer der o.g. Hersteller auch für einen ähnlichen Preis hinbekommt. Aber fragen kostet ja nichts :-). Hast Du damit Erfahrungen?
     
  14. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.01.20   #14
    Ich hab selber noch keine, aber ein Bekannter ist wahnsinnig glücklich mit seinen Rübezahls, und hat nicht mehr bezahlt als für die bekannte Markenware.
    Der macht auch alle möglichen Sonderformen, sollte also so oder so kein Problem sein.

    Ne Anfrage kostet nix :)
    Allerdings ist seine Wickelmaschine grad durchgebrannt, könnte also etwas dauern ;)

    Genau, das lohnt nur wenn man bewusst nochmal nachsteuern möchte - finde ich.
    Die ggf. schlechten Drähte und Wicklungen beeinflusst Du damit ja leider auch nicht.
     
  15. EAROSonic

    EAROSonic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.20   #15
    Na, die vorrangige Maßnahme wäre wirklich, die Elektrik neu zu machen. Was kostet so ein Poti bei einer 139 €-Gitarre? Könnte ja auch mal ein Sweetspot-Poti von Acys ausprobieren:

    Aber ich versuch das erst mal mit dem Kondensator, weil auch bereits auf dem Weg zu mir. Damit konnte ich schon öfter was reißen. Mal sehen, ob es mir dieses Mal auch gelingen wird. Im Laufe der nächsten Woche weiß ich mehr und kann dann ggf. weiterplanen.
     
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