AHA ! ... Also gut.
Mein Feedback:
Links durchgegangen und einfach mal rangemacht meine Harps aufzuschrauben. Werkzeug war zum Glück passendes in der Werkstatt aufzusammeln (Muss also kein Tool Kit für 60€ sein).
Erster Eindruck: WOW! Was ein Schmodder! Die Problemkanzellen waren rings um die Stimmzungen ordentlich verklebt. Wovon eigentlich? Ich habe mich immer dran gehalten keine süßen Getränke vor oder wärend dem Spielen zu konsumieren. Ich habe nie direkt nach dem Essen gespielt. Habe vor dem Spielen sogar immer meinen Mund mit klarem Wasser ausgespült. Nur der Sicherheit halber. Nunja, ließ sich nicht vermeiden. Der Dreck muss weg.
Ich habe die Stimmplatten vom Kanzellenkörper abgenommen, damit ich das ganze Ding grundreinigen konnte.
Zu meiner Hilfe kamen Youtube Tutorials von Offical Hohner mit dem Channelnamen "Playhohner" (mit Steve Baker) und diverse andere wie under anderem "Harmonicanotes".
Meine zu behandelnden Instrumente waren eine Hohner Marine Band Crossover und eine Hohner Blues Harp MS.
Was ist mir dabei aufgefallen? Der Kanzellenkörper der wesentlich teureren Marine Band Crossover (Bambus) ist im gegensatz zur Blues MS (Mahagoni) NICHT von innen lackiert. Zur Folge hatte dies, dass sich ein unschöner grüner Schmodder angesiedelt hat, der an Schimmel erinnert. (Kann das sein?) Der Kanzellenkörper der Blues MS hingegen war einwandfrei...
Nun gut, so gut es ging gesäubert und an die Stimmplatten gemacht. Zuerst habe ich es mit warmen Wasser und Wattestäbchen probiert. Der Schmutz ging bis auf die dunklen, fast schwarzen, verklebten Ablagerungen ab. Dann habe ich das Wasser mit etwas Spiritus (Allesreiniger) vermischt. So ganz wie neu sehen die Stimmplatten nun nicht aus. Aber so sehen die ältesten Töpfe und Pfannen in meiner Küche auch aus.
Die Deckelplatten habe ich mit einem Brillenputztuch von beiden Seiten auf Hochglanz poliiert.
Stimmzungen auf Beweglichkeit durchgegangen, ohne groß aufs Stimmen einzugehen und das ganze Gerät wieder zusammengeschraubt.
Resultat:
Unerwartet. Sämtliche Blas- und Ziehtönen lassen sich wieder wie gewohnt ansprechen und liefern den Ton, den sie sollen.
Das Thema Stimmen (Stichpunkt Paddystimmung) habe ich noch nicht in Angriff genommen, werde ich aber noch tun und gerne darüber berichten.
Momentan bin ich aber glücklich, dass ich alle meine Instrumente zur Verfügung habe und "nur" eine Reinigung das Problem behoben hat.
Fragen die aufgekommen sind:
Sollte ich den Kanzellenkörper meiner Crossover ersetzen? Evtl. einen lackierten verwenden, bzw. einen Modelgleichen vor dem Einbau selbst lackieren?
Sehen die Simmplatten nach einem halben bis dreiviertel Jahr bei jedem so schmutzig und verklebt aus oder nur bei mir als Anfänger? Und ab wann wechseln eingespielte Harpspieler diese mal komplett durch?
Weshalb bietet der Cshop von Hohner kein komplettes "Toolkit" an,
Thomann allerdings schon?
Lohnt sich eine Seydel Solist Pro?
Eigentlich ist der Thread schon komplett Offtopic, aber es hilft mir Probleme beim Prozess Harpspielen lernen von der Seele zu schreiben. Danke hierfür.