Der Joyo/Harley Beton Vintage Overdrive ist schon wirklich gut. Für harte Liveeinsätze vielleicht nicht die beste Wahl, weil die Klinkenbuchsen direkt auf die Platine gelötet sind, wenn man aber nicht gerade wie ein Berserker mit dem Pedal umgeht, sollte es keine Probleme geben.
Was für einen originalen Maxon (der eigentliche Hersteller der alten Pedale)/
Ibanez* (die haben damals bei Maxon herstellen lassen) Tubescreamer verlangt wird, ist schon ein Witz. Die Schaltung ist nun wirklich nicht so kompliziert und aufwendig. Aber die Nachfrage ist halt da.
Der Digitech Bad Monkey wird ja nicht mehr hergestellt. Bei Ebay habe ich auch schon einen für 50€ Sofortkauf gesehen. Da versuchen wohl welche aus dem Hype (falls es den wirklich gegeben hat) Kapital zu schlagen. Bei den Kleinanzeigen wollen manche auch schon mehr für gebrauchte Geräte haben, als sie neu gekostet haben.
Die Rectifier werden aber oft zusammen mit einem Tubescreamer gespielt, weil sie schon gerne mal etwas matschig klingen können. Die Rectifier-Schaltung ist mittlerweile auch schon über 20 Jahre alt. Tighte, trockene Djent-Riffs hat damals noch keiner auf dem Schirm gehabt.
Ein Tubescreamer(-Derivat) sollte meiner Meinung sowieso jeder in petto haben. Den kann man immer wieder gebrauchen, selbst vor einem
Marshall* Valvestate, der eigentlich ein Transistoramp ist, verrichtet er gute Dienste.
Ich kann mir gut vorstellen, dass man etwas Zeit mit dem Mjolnir verbringen muss. Wenn der EQ wie bei den echten Mesas funktioniert, sollten sich alle Regler gegenseitig beeinflussen. Ist halt kein
Marshall*, wo der EQ je nach Modell eher fürs Finetuning zuständig ist.
Vielleicht bringt es auch noch mal etwas, die Röhren zu wechseln. Selbst bei Markenamps wird da ja mittlerweile gespart und unselektierte Ware verbaut.