HD24 an Insert oder Direct-Out?

von spiky82, 28.02.07.

  1. spiky82

    spiky82 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #1
    Hallo,
    ich habe mir vor kurzem einen HD24 zugelegt und möchte damit mobil Aufnahmen machen, sowohl Live-Mitschnitte als auch Aufnahmen von Bands in Proberäumen. Dazu habe ich recht günstig ein Allen & Heath WZ3 16:2 bekommen. Nun meine Frage:

    Wie würdet ihr den HD24 anschließen?

    Im Prinzip habe ich ja 2 Möglichkeiten: Entweder nehme ich das Signal direkt hinter dem Preamp auf (Insert) oder schon mit EQ, Kompressor usw. (Direct-Out).

    Welche Vor- und Nachteile haben die beiden Varianten? Was würdet ihr empfehlen?

    Danke,

    Chris
     
  2. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.03.07   #2
    Üblicher weise nimmt man so "trocken" wie möglich auf.

    D.h. so wenig EQ wie möglich
    Kein Compressor usw.

    Topo :cool:
     
  3. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 01.03.07   #3
    beides hat vor und nachteile....

    würde die direct outs nehmen sofern sie denn pre-fader schaltbar sind!


    ich halte es mit den intserts ausch für "umständlich" dann muss man wieder kabelbrücken friemeln, hat n unnötigen spannungsteiler etc....
     
  4. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.03.07   #4
    Also der Wizard3 hat ja das geile Feature, die Direct Outs (per Jumper...?) sehr frei schalten zu können.
    Von daher wäre das natürlich die ideale Lösung.

    Man kann den HD auch in die Insertschleife packen, vorausgesetzt die Signale werden wieder ausgegeben. Dann halt die bearbeitenden Geräte entsprechend "pre/post tape" in den Signalfluss hängen.
     
  5. spiky82

    spiky82 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #5
    Ok, also danke erstmal für die Antworten soweit ...

    Was ist der Vorteil der Direct-Outs gegnüber der trockenen Aufnahme? Oder trete ich mit der Frage jetzt einen Glaubenskrieg los? Die Direct-Outs kann man Pre-Fader jumpern.

    Also die Aufnahme mit den Inserts funktioniert im Prinzip wunderbar, da der HD24 das Signal gleich wieder raus gibt. Nur wollte ich das Ding in der Kiste fest verkabeln und nicht wenn ich nochmal einen Kopressor dazustecke wieder den Signalweg auftrennen und hin und her, da wäre es mir im Prinzip doch lieber die Direct-Outs zu nehmen und den Kompressor z.B. dann am Pult einfach nur in den Insert zu stecken.

    Das Problem, dass ich bei Verwendung der Direct-Outs bekomme ist folgendes: Wenn ich mit einer Band aufnehme und das Aufgenomme abspielen möchte, kommt das Signal vom HD24 über Line in den Mixer und geht über Direct-Out gleich wieder raus. Da bekomm ich doch vermutlich 'ne üble Rückkopplung, oder? Außerdem muss ich dann immer von Hand zwischen Line und Mic Eingang umschalten was auf Dauer vermutlich auch etwas nervig ist ... also wenn dieses Setup nicht einen super Vorteil hat, wird wohl der Insert-Weg meine Wahl sein.

    Im Prinzip läuft alles auf die Frage hinaus: Nehme ich nun das trockene Signal auf oder lieber Post-EQ evtl. schon mit Kompressor?
     
  6. jobi71

    jobi71 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #6
    Erfahrungsberichte, "wie sie das Leben schrieb":

    Standardsituation: Du hast die Aufnahme gemacht, der Drummer sagt: "Die Base hat ja irre viel Kick, bei dem Stück hätt´ ich lieber etwas mehr Bauch!"
    Die Mikrofonierung bekommste nachträglich nicht geändert, aber EQ bei 2-4kHz etwas runter, n bisserl mehr 80-150Hz rauf: Jetzt wummerts...

    Dynamik oder EQ VOR Recorder ist nur selten wirklich gut, weil Du dann eben nicht "in Ruhe" beim Mixdown schrauben kannst. Ist die Dynamik des Basses zB deutlich zu groß, setze einen Kompressor oder Limiter vor den Recorder, damit Du keine Clipps bekommst. Brummt der Bass- oder Gitarren-Verstärker, hol das Brummen mit dem parametrischen EQ vorher raus.
    Aber alle sonstige Bearbeitung geht viel entspannter (und kreativer) nachher beim Mixdown, wo Du den Schnipsel auch immer und immer wieder laufen lassen kannst - bis der unerwünschte Oberton aus den Becken mit dem parametrischen EQ genau rausgeschnitten ist, ohne das Du beim Recorden die Einstellung mühsam suchen musst und dem Drummer Armkraft und Geduld ausgeht.

    Ob Du auf Deine Frage eine Lehrbuchdarstellung findest, an der sich ein Glaubenskrieg entzünden könnte weiß ich nicht. Das tägliche Tun bestimmt hier den richtigen Weg.

    Tipp, wegen dem vielen umstecken: Ptachbays und Patchkabel machen das Leben sehr viel einfacher ;-)
     
  7. spiky82

    spiky82 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #7
    Alles klar, danke!
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.03.07   #8
    Jein. Sofern beides "technisch" eingesetzt wird, ist dagegen nichts einzuwenden, bzw. gibt es sogar gute Gründe, das zu tun. Beispiele:
    - Leichte(!) Vorkompression bei Drums, um gerade bei 16-Bit-Aufnahmen die Dynamik besser nutzen zu können, ohne wegen nötigem Headroom zu niderig auspegeln zu müssen.
    - dito Aufnahmelimiter
    - EQ zum linearisieren etwa eines Basses, bei dem z.B. die E-Saite einen viel höheren Aufnahmepegel liefert als die G-Saite
    - Trittschallfilter bei Gesang
    - Low-Cut bei Overheads, wenn die nur für Becken genutzt werden
    - Entfernen von deutlich hörbaren, störenden Resonanzen, z.B. bei der Snare oder Toms
    - ...

    Die Dinge eben, die man u.U. machen möchte, um überhaupt erstmal ein technisch sauberes, brauchbares Signal zu bekommen.

    Alles, was an Dynamik, EQ und Effekten dann allerdings zur eigentlichen Soundgestaltung beiträgt, eben das Herausarbeiten charakteristischer Frequenzen, das basteln eines "schönen Klangs" - das kommt nach der Aufnahme, um sich nicht schon von vornherein zu sehr festzulegen...
     
  9. jobi71

    jobi71 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #9
    So dachte ich mich in meinem Beitrag formuliert zu haben, danke.
     
  10. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.03.07   #10
    Jetzt, wo ich's nochmal lese :o... Ups :rolleyes:
     
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