Hifi Lautsprecher als Loadbox

von woehrl, 09.11.07.

  1. woehrl

    woehrl Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.10.05
    Zuletzt hier:
    22.05.11
    Beiträge:
    385
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    503
    Erstellt: 09.11.07   #1
    Da mir die meisten Loadboxen die es auf dem markt gibt zu teuer sind wollt ich mal fragen ob ich mir eine eigene Loadbox aus Hifi-Lausprechern bauen kann?

    das ich mir z.B. zwei solche Lautsprecher hole:

    Conrad Mitteltöner (Artikel-Nr: 300236 - 62 )
    oder
    Conrad Hochtöner (Artikel-Nr: 333077 - 62 )

    (Ich währe für den hochtöner da dieser kleiner ist)

    bei diesen das membran entferne und seriell schalte, diese dann in ne kleine box rein und an den 16 Ohm Port meines Röhrenverstärkers stecke?!
    Ich setze sowieso ne Boxensimulation (Palmer PDI-09) dazwischen also sollte das von der Soundqualtität der Lautsprecher her ja egal sein, denke ich.

    Hoffe auf rege antworten ^^

    Gruß,
    Lukas
     
  2. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.08.07
    Zuletzt hier:
    11.09.16
    Beiträge:
    2.192
    Zustimmungen:
    231
    Kekse:
    7.719
    Erstellt: 09.11.07   #2
    Hallo,

    Deine Links gehen zwar nicht (man kann bei Conrad keine Artikel mit C/P verlinken), aber statt eines Lautsprechers würden stinknormale Hochlast-Widerstände als Lautsprecherersatz ausreichen (z.B. bei Conrad die Art.-Nr. 423122 - 62).
    Einen ausgeschlachteten Lautsprecher würde ich wegen der Betriebssicherheit ungern benutzen, schon gar keinen Hochtöner, da deren Belastbarkeit sich nur auf den Betrieb mit Weiche beziehen - brennt der Lautsprecher wegen Überlastung durch, kann der Ausgangstrafo des Verstärkers auch abrauchen.

    Den Ersatzwiderständen fehlt allerdings die typische Lautsprecher-Impedanzkurve (Resonanzspitze, induktiver Impedanzanstieg), was sich klanglich auswirkt, weil ja die Interaktion zwischen Lautsprecher und Endstufe eine andere ist. Sowas könnte man aber durchaus in elektrischer Form nachbauen (Schwingkreis).
     
  3. woehrl

    woehrl Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.10.05
    Zuletzt hier:
    22.05.11
    Beiträge:
    385
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    503
    Erstellt: 10.11.07   #3
    Inwiefern wirkt sich das auf den klang aus? Ich dachte wenn ich ne DI-Box dazwischen schalte und nur mit dieser abnehme is es wurscht was für ne box (Lautsprecher-/Load-Box) dranhängt!?
    Wie stark ist den die "Interaktion zwischen Lautsprecher und Endstufe" am klang beteiligt?

    P.S: hab oben jetzt mal die Artikellnummern hinzugefügt
     
  4. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.08.07
    Zuletzt hier:
    11.09.16
    Beiträge:
    2.192
    Zustimmungen:
    231
    Kekse:
    7.719
    Erstellt: 10.11.07   #4
    Moin,

    zu den beiden Lautsprechern: Vergiss es - vergleicht man mal die Schwingspulen der Teile mit den Drahtwiderständen, die sich in so mancher Power-Brake/-Soak (oder wie auch immer) befinden, wirken die Spulen wie ein Spielzeug.

    Die Redaktion von Gitarre&Bass hat mal eine Reihe von diesen Leistungsfressern getestet und festgestellt, dass durchaus eine Klangbeeinflussumg feststellbar ist, gerade bei einfachen Geräten - bei dieser Anwendung ging es aber auch um Geräte, die zur Leistungsreduktion zwischen Amp und Box hängen.
    Bei Deiner Anwendung geht es zwar um die reine Verwendung als Lastwiderstand (also ohne Box), trotzdem wird es sicherlich eine andere Wechselwirkung zwischen Amp und Lastwiderstand geben, als mit einem Lautsprecher - eine pauschale Aussage kann man nicht treffen, bei dem damaligen Test hat sich herausgestellt, dass die Amps unterschiedlich darauf reagieren.
    Der vergleich wird aber nur sehr schwer möglich sein, denn schließlich ist die Kombination Amp+Box kaum mit der Variante Amp+Lastwiderstand+Speakersimulation+PA in einen Topf zu werfen.

    Mein Vorschlag: Nimm die Lastwiderstände und probier es erstmal aus. Um den induktiven Impedanzanstieg eines Gitarrenlautsprechers vorzutäuschen, könnte man zusätzlich eine Spule in Reihe schalten (Größenordnung zwischen 0,3 und 1mH), wobei diese sehr niederohmig sein muss um nicht zuviel Leistung abzubekommen (gut sind Werte um 0,3Ω oder weniger). Verwendet man eine Kernspule anstelle einer Luftspule, kann man zusätzlich die Lautsprecherkompression simulieren, weil das Kernmaterial gesättigt (magnetisiert) wird. Die Spulen sind nicht teuer, einen Versuch ist es wert.
     
Die Seite wird geladen...

mapping