High Output Humbucker vs Medium Humbucker vs Amp Gain -> Tone und Spielgefühl bei gleicher Zerre

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Hi,
mal ne Frage, da ich 4 Les Pauls besitze und nur High Output Pickups eingebaut habe. Warum? Hab einiges probiert und haben mir die halt am besten gefallen, hab z.B. Bare Knuckle Rebel Yell oder Suhr Doug Aldrich verbaut.
Mich gelüstet es aber immer mal wieder nach klassischeren Humbuckern in einer Les Paul. Jetzt stellt sich mir folgende Frage:

Alles nur reine Theorie und ich weiß ein bisschen orakeln wahrscheinlich. :D

Mich würde halt interessieren, wenn ich einen gleich gevoicten Pickup hätte, der mir gefällt. Einmal mit sagen wir 15 kOhm, der andere mit 7,5 kOhm.
Würde das gleich klingen und sich gleich spielen, wenn ich den 15er am Volume Poti auf ca. 7,5 runterdrehe oder den 7,5er Pickup verwende.

Ebenso könnte ich ja einfach Input/Vorstufen GAin runterdrehen, bis ich ungefähr gleichen Zerrlevel habe wie beim 7,5er.

Auch hier, würde man nen Unterschied vom Sound und oder vom Spielgefühl her erwarten können oder meint ihr, das wäre nahezu identisch dann?

Ich weiß, ne blöde Frage :D
 
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Myxin
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Mich würde halt interessieren, wenn ich einen gleich gevoicten Pickup hätte, der mir gefällt. Einmal mit sagen wir 15 kOhm, der andere mit 7,5 kOhm.
Würde das gleich klingen und sich gleich spielen, wenn ich den 15er am Volume Poti auf ca. 7,5 runterdrehe oder den 7,5er Pickup verwende.

Das funktioniert so nicht, wie du dir das vorstellst.
Also nein.

Ebenso könnte ich ja einfach Input/Vorstufen GAin runterdrehen, bis ich ungefähr gleichen Zerrlevel habe wie beim 7,5er.

Auch das funktioniert so nicht.

Auch hier, würde man nen Unterschied vom Sound und oder vom Spielgefühl her erwarten können oder meint ihr, das wäre nahezu identisch dann?

Unterschied bzgl. Sound und Spielgefühl ja, identisch nicht mal ansatzweise.


Es gibt da leider nur ein "entweder oder".
Sowohl "Vintage PUs" haben ihre Vorzüge als auch modernere Hi Output PUs.
Und selbst innerhalb dieser Sparten gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, wie man den PU zusammenbaut...

Ich habe die letzten Jahre nur Humbucker mit <9k DCR gespielt, wenn ich mich nicht täusche.
Man kann die mit einem TS Derivat noch etwas pushen vor dem Amp - aber es ist nicht das gleiche wie Hi Output PUs zu spielen.
Genau aus dem Grund habe ich mir auch bei Vineham nochmal ein paar solche mit mehr Dampf bestellt und bin da immer noch in der Testphase.
 
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Ich sag mal so, ich habe in drei Les Paul Gitarren drei Pickup Sets drin, von denen ich annahm, dass sie identisch gevoiced sind.
Drei mal Burstbucker Pro.

Alle drei klingen anders, und alle drei verhalten sich unterschiedlich bezüglich Zerrverhalten, im selben Preset meines Racks gespielt.

Jetzt ist die Frage: Gibt es sowas wie "identisch gevoiced"?
Oder machen andere Faktoren / Komponenten an der Gitarre da so viel mehr aus, als man meint? :unsure:
Bei drei überwiegend identisch bestückten Instrumenten gar Tonholz? :oops:

Okay, der letzte Punkt war ironisierend und muss nicht weiter ausdiskutiert werden - Danke! :-D


Nachtrag, worauf ich eigentlich hinaus wollte:

Eigentlich hatte ich gehofft, bei drei weitgehend gleichen Instrumenten mit weitgehend gleicher Hardware und weitgleichenden PUs, möglichst gleiche Sounds zu erzielen.#
So dass der FoH Mann nix zu tun bekommt, wenn ich zwischen den Songs das Instrument wechsle.
Tja, geht aber so nicht.
Außer man macht es so aufwändig mit speziellen EQ Profilen wie Billy Gibbons.
 
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Gibson ändert gerne mal bei "gleichen" PUs die Zutaten, sprich andere Magneten, anderer Draht (und auch da gibts seitens des Herstellers gewisse Toleranzen von Spule zu Spule), dh. die vermeintlich "gleichen" PUs werden nie wirklich identisch klingen.

Erst recht nicht, wenn bei den verschiedenen Exemplaren dann auch noch drei verschiedene Personen jeweils an der Wickelmaschine gesessen sind, wo jede ihre eigene Methode der Drahtführung, variierende Zugspannung etc. hat.

Es ist so gesehen auch eine Kunst, wenn ein "Boutique" PU Winder es schafft, seine guten PUs in gleichbleibender Qualität zu re-produzieren.
Die Chance ist da mMn ungleich höher, wenn das eine One-Man-Show ist.

Ich würde aber beim Vergleich von drei "gleichen" PUs in drei verschiedenen Gitarren die deutlich hörbaren Unterschiede aber auf jeden Fall nicht nur auf die PUs, sondern auf die Gitarren selbst zurückführen.
Selbt mit aktiven EMGs, denen gerne "Gleichmacherei" nachgesagt wird, klingt jede Gitarre anders.
Und auch bei diesen PUs gibt es tatsächlich hörbare Toleranzen, was auch kaum verwunderlich ist, wenn da ein ganzer Preamp drin steckt inkl. der jeweilgen Bauteiltoleranzen.

Wenn man möglichst "gleiche" PUs haben will, dann am besten solche kaufen, die die gleiche Person mit dem gleichen Materialien (alles aus der gleichen Charge, Draht voin der gleichen Spule etc.) in einem Durchgang gewickelt hat.

Und ja ich weiß, man kann die Gitarre auch einfach spielen... :D
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Tja, geht aber so nicht.

Ich habe übrigens auch drei FGN DCs, alle aus dem gleichen Jahr, zwei davon sogar vom gleichen Monat.
Die klingen trotzdem verschieden und der jeweilige Charakter der Gitarre bleibt erhalten, auch wenn ich PU von Gitarre A in Gitarre B einbaue.

Deshalb sag ich auch immer, dass der PU zur Gitarre passen muss.
Man kann da mit etwas Erfahrung schon ganz gut abschätzen, welche PU sinnvoll wäre und welcher weniger.

Ich habe jetzt z.B. auch in eine der DCs, die extrem viele Mitten hat, einfach mal eine Boutique Version eines Super Distortion eingebaut gehabt - mir war eigentlich vorher schon klar, dass das too much sein wird. War es dann auch. In einer Les Paul hingegen, die ein bissche gescoopter klingt dürfte der sehr gut funktionieren.
 
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Ich bin ja froh über eure Anworten. Mir schon klar, dass das rein theoretisch wäre. Aber ich hab mir halt, weil ich derzeit auch mir einige 70iger und klasschischere Rocksachen anschaue, mal ne klasschischere Paula mit klassischeren Pickukps gewünscht. So, jetzt verwende ich das Wort auch nicht mehr ;)

Und wenn ich am Volume Poti mit meinen Steve Stevens Rebel Yell Teilen einfach die Volume runterdrehe und dann vom Spielgefühl dahin käme, dann wärs ja einfach und 0€ Aufwand. Wenn ihr aber sagt, wovon ich auch ausgegangen bin, das sind ganz andere Welten, dann werd ich mich mal dahingehend umschauen und mein Repertoire erweitern wollen :D
 
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Würde das gleich klingen und sich gleich spielen, wenn ich den 15er am Volume Poti auf ca. 7,5 runterdrehe oder den 7,5er Pickup verwende.
Nein. Und nicht nur, weil das Poti sicherlich einen logarithmischen Verlauf hat.

Und wenn ich am Volume Poti mit meinen Steve Stevens Rebel Yell Teilen einfach die Volume runterdrehe und dann vom Spielgefühl dahin käme, dann wärs ja einfach und 0€ Aufwand.
Das ist m.E. der beste Weg. Wenn du den Rebel Yell so schätzt, wäre mein Tipp, erstmal über das Wiring an sich nachzudenken. Dann die Komponenten mal zu betrachten und damit zu experimentieren. Also beispielsweise mit dem Poti an sich und unterschiedliche Formate probieren. Ggfs. eine Dämpfung ans Poti zu löten und so weiter. Das ist nicht nur alles minimalinvasiv, sondern auch preislich überschaubar. Ein hervorragender Pickup, kann mit schlechter Anschlussperipherie (Kabel, Lötstellen, Poti, ...) schwach klingen bzw. eventuell lediglich voll aufgedreht gut klingen und bei den Zwischenpositionen abstinken. Genau so kannst Du einen schwachen Tonabnehmer so ja auch aufwerten. Ich hoffe, das hilft ein wenig und verwirrt nicht zusätzlich.
 
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...Wenn du den Rebel Yell so schätzt, wäre mein Tipp, erstmal über...
Ich schätze ihn ja. Ist in einer Gibson Les Paul Standard. In der Gibson war es das vierte oder fünfte Set, dass ich probiert hatte und dann endlich zufrieden war vor 2 Jahren oder so. Seitdem lieb ich das Teil und würde es ungern ändern. Hab das Wiring damals komplett neu gemacht, da ne Platine verbaut war. 50s Wiring mit Orange Drops. Also das würde ich ungern was ändern wollen um ehrlich zu sein.
 
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Versuch macht "kluch".
Es gibt sie ja, die alten PAF Repliken, die findet man bei Amber, Barfuss, Crazyparts, VIP. Zum Pickuptausch würde ich dann gleichzeitig auch die Poti mit NOS oder historisch korrekter Replik (z. B. VIP) ersetzen.
 
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50s Wiring mit Orange Drops. Also das würde ich ungern was ändern wollen um ehrlich zu sein.
Naja benutzt du denn auch deine Potis ? 50s wiring ist mMn die beste Möglichkeit um andere Sounds
jenseits von beide Potis auf 10 zu finden. Welche Potis hast du damals eingebaut ?
Mit PAFstyle PUs lassen sich jede Menge unterschiedliche Klänge hervorzaubern, wenn man denn beide Potis benutzt.
Das würde ich mit deinen heißeren PUs auch mal intensiv ausprobieren.

Besser funzt das übrigens wenn dein Amp oder dein 1. Zerrpedal sehr gut aufklart beim runterdrehen !!
 
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komm ihc mit Potidrehen and einen Mid Output Humbucker ran oder spielen die sich ganz anders.
Tja da hilft nur ausprobieren und zuhören. Ich glaube schon das da was geht, solange man nicht
extreme Heavy Metal PUs drin hat. Wichtig ist a) das man wirklich beide Potis nutzt zum runterdrehen
und b) das s.o. deine 1. Zerrstufe auch dynamisch genug reagiert auf die Potis, um Soundunterschiede
überhaupt abbilden zu können. Ich hab in meiner LP einen recht leisen und höhenreichen PU drin,
und Tone steht daher meist nur zwischen 5-7. Aber man muss sich da reinfuchsen und genau zuhören !!
Und Göldo Potis sind voll ok.
 
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Du kannst mit einem Nissan 120 fahren und mit einem Mercedes natürlich auch. Das kannst Du auch bei jedem Fahrzeug im 4. oder 5. Gang tun. Ob sich das gleich anfühlt? Finde ich nicht.
 
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Habe auch drei Paulas (die vierte mit P90 lassen wir jetzt mal bei Seite) mit unterschiedlicher Pickupbestückung: Häussel 1959, Lindy Fralin Std'59 und Gibson Burstbucker Pro.
Habe mit den Pickups etwas heumexperimentiert und z.B. die Häussel1959 Pickups, die in der einen Paula etwas zu dünn unten herum klangen, tönen in der anderen Paula sehr mächtig und selbst Metal und dropped C# Sachen klingen damit noch gut.
Die Fralin Std'59 Pickups haben zwar relativ niedrige Impendanzwerte (Hals 6,9 KOhm; Steg 7,8 KOhm), klingen aber trotzdem heißer, moderner und mittiger, als die Häussels (Hals 6,9 KOhm, Steg 8,7 KOhm). Ich finde die Fralins am flexibelsten, die können von zart bis hart, haben bei Zerre eine schöne rauhe Kante - perfekt für 80er Rock und Metal!
Rein zufällig kenne ich auch die Bare Knuckle Rebel Yells; dieser wären für eine moderne Hardrock/ Metal-Paula meine erste Wahl! Ich hatte früher die Rebel Yells in der Paula, in der aktuell die Burstbucker Pro Humbucker drin sind, so daß ich einen direkten Vergleich habe. Ich finde die Rebel Yells wesentlich besser; diese reagieren besser auf den Anschlag und lassen sich bestens mit dem Volumepoti der Gitarre steuern (also die Zerre).

Mich würde halt interessieren, wenn ich einen gleich gevoicten Pickup hätte, der mir gefällt. Einmal mit sagen wir 15 kOhm, der andere mit 7,5 kOhm.
Würde das gleich klingen und sich gleich spielen, wenn ich den 15er am Volume Poti auf ca. 7,5 runterdrehe oder den 7,5er Pickup verwende.
Ich denke, daß der Tonabnehmer mit 7,5 KOhm dynamischer ist; bessere Reaktion auf den Anschlag, bei Zerre weniger Kompression, bei Clean leiser... und ich denke, daß auch der Zerrgrad per Volumepoti der Gitarre besser steuerbar wäre.
Bei High Gain klingen allerdings viele Vintage-Pickups flach und leblos...

... und ein low output Pickup gibt den Charakter der Gitarre besser wieder, low output Pickups klingen in hochwertigen Gitarren gut und in minderwertigen Gitarren scheiße.



Der Bare Knuckle Rebel Yell hat zwar um die 15 KOhm, aber den würde ich trotzdem nicht als typischen high output Humbucker bezeichnen. Der klingt absolut nicht überzüchtet wie z.B. ein DiMarzio Tone Zone oder ein Seymour Duncan Invader, die in jeder Gitarre gleich (scheiße) klingen und absolut keine Dynamik kennen.
Trotzdem klingt der Rebel Yell nicht wir ein klassicher PAF, auch wenn die Verwandschaft erkennbar ist.



Viele Grüße,
Bowhunter

P.S. Habe den Marshall modden lassen, der klingt jetzt richtig geil (y)
 
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Du kannst mit einem Nissan 120 fahren und mit einem Mercedes natürlich auch. Das kannst Du auch bei jedem Fahrzeug im 4. oder 5. Gang tun. Ob sich das gleich anfühlt? Finde ich nicht.
guter Vergleich.

Oder, um bei der Idee mit dem Experiment an sich zu bleiben:
PUs sind in der Kette das Input, damit passiert was, Amp bzw. Gain sind Output.
Dazwischen ist eine blackbox.
-> Input variieren hat nicht das gleiche Ergebnis wie Output variieren.
 
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die Häussel1959 Pickups, die in der einen Paula etwas zu dünn unten herum klangen, tönen in der anderen Paula sehr mächtig
Ich glaub, das ist ein guter Punkt. Man muss immer die gesamte Gitarre betrachten. Ein Pickup allein klingt nie für sich. Immer im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten der Gitarre. Hab die Rebell Yell jetz in einer anderen Gitarre drin, da klingen die richtig dünn und bisschen undefiniert. War nur ein Versuch, ist ne günstigere Harley Benton. Die Gitarre klang auch mit den Roswell dünner, anders aber dünner.

Der Bare Knuckle Rebel Yell hat zwar um die 15 KOhm, aber den würde ich trotzdem nicht als typischen high output Humbucker bezeichnen. Der klingt absolut nicht überzüchtet wie z.B. ein DiMarzio Tone Zone oder ein Seymour Duncan Invader, die in jeder Gitarre gleich (scheiße) klingen und absolut keine Dynamik kennen.
Jap, hat nix mit dem Output zu tun. Das hab ich schon oft festgestellt. Rebel Yell ist ein gutes Beispiel. Aber auch die Slash Pickups. Finde, die fühlen sich nach mehr an trotz ihrer 8.x kOhm. Dynamisch sind die Teile allerdings wieder null.

Insgesamt muss man glaub ich festhalten. Pickuptausch ist ein bisschen Glückssache. Restliche Hardware/Elektrik der Gitarre haben großen Einfluss. Und das Verhalten der Pickups lässt sich nur begrentz vom Widerstandswert ablesen :D

P.S. Habe den Marshall modden lassen, der klingt jetzt richtig geil
Ach das freut mich :D Hast ihn in beim Captain gehabt? Ein bisschen trauer ich dem Amp noch manchmal nach.... :D Naja, nix, was man nicht wieder kaufen könnte :D Viel Spaß weiterhin damit.
 
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Ich kann nur von der Es 335 sprechen, eine Les Paul habe ich nicht. Ich habe low-output PAF-Replicas drin (ungewachst sogar) weil meiner Erfahrung die ist, dass man damit mit etwas Trickserei: Eq-Pedal, Booster, mehr Gain am Amp etc... den High-Output Pickup Sound besser faken kann als andersherum mit einem HIgh-Output Humbucker den offeneren PAF-Sound.

Beides geht ja, wie schon festgestellt, nicht und wenn man es wirklich ganz amtlich will führt jeweils kein Weg dran vorbei. Meiner Erfahrung nach klingt nur mit zunehmenden Gain alles immer gleicher, wurscht ob Pickups Gitarre oder Amp und es wird dem Sound zunehmend "egaler" ob man mit einem Eq-Pedal, Boost oder ähnlichen dort ankommt. Umgekehrt habe ich das Gefühl ist es sehr viel schwerer. Daher für mich der bessere Kompromiss, auch wenn man bedenkt, dass ich die klassischen Sounds viel mehr spiele.

grüße B.B
 
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Ach das freut mich :D Hast ihn in beim Captain gehabt?
Ein Kumpel von mir hat den Amp getunt und die Kanäle überarbeitet + Röhrentausch komplett auf selektierte von TAD;
Beim Captain nochmal Volumeregler für Clean/grün, damit ich unabhängig vom Master die Lautstärke einstellen kann und NFB Negative-Feedback-Mod (auch regelbar). Auch die beiden Mastervolumenpotis ließ ich austauschen; jetzt ist der Amp bei Master 12 Uhr etwa so laut wie davor bei 9 Uhr. Voll aufgedreht ist der Amp genauso laut wie davor, die Endlautstärke ist also gleich geblieben.

Die Gitarre ( Gibson LP Dickey Betts), in der jetzt die Häussel1959 Humbucker drin sind, schiebt unten herum schon ziemlich...das geben die Pickups sehr gut wieder. Ein guter Pickup gibt immer nur das wieder, was die Gitarre hineinpumpt.

Joe Barden hat mal gesagt "Verzerrung ist was für Amps, nicht für Pickups" und da ist was dran.
Klar haben high output Pickups auch ihre Daseinsberechtigung und es gibt auch gute... z.B. den BK Holydiver finde ich auch super... oder einen alten Gibson Dirty Fingers (Habe einen, Bj. 1982), Lindy Fralin High Output humbucker (der Name täuscht, die 13,5 KOhm lassen sich super dynamisch spielen) und der eine oder andere alte SD Jeff Beck (eigentlich Jazzy-bluesy) aus den 80ern war auch richtig klasse. Aber andere widerum nicht...die waren ja handgewickelt und auch nicht alle gleich.

... aber mit den typischen "Distorsionpickups" konnte ich noch nichts anfangen (in meinem vorherigen Beitrag habe ich zwei Kandidaten schon genannt).
 
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Und das Verhalten der Pickups lässt sich nur begrentz vom Widerstandswert ablesen :D

Der Gleichstromwiderstand (Batterie im Meßgerät/ Multimeter) sagt erstmal über den Output eines Tonabnehmers relativ wenig aus. Das hängt von mehreren Faktoren ab wie Drahtmaterial, Drahtstärke, Magnetstärke, Anzahl der Wicklungen... das alles hat erstmal mit Sound nichts zu tun. Bsp. wenn ich einen super-dünnen Draht nehme, ist der Widerstand höher. Die Impendanz (Wechselstromwiderstand, weil ja die Saite hin und her Schwingt, also Wechselstrom erzeugt) ist aber auch noch abhängig von der Frequenz... also in dem Fall Tonhöhe :ROFLMAO:

...oder die Angabe vom Output in mV (Milli-Volt); auch das ist abhängig von der Tonhöhe, Saitenstärke, Saitenmaterial (also Leiter, der sich im Magnetfeld bewegt und eine Spannung erzeugt = Induktion), Abstand zw. Saite und Pickup und Anschlagsstärke (ist ja klar, wenn ich sanft über die Saiten streiche ist der Output geringer als wenn ich hart anschlage); deswegen ist die Angabe vom Output eines Tonabnehmers in mV auch nicht wirklich genau

Ich glaube, am genauestens kann man von der Induktivität (gemessen in Henries) auf den Output schließen... :unsure:
 
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Ich verstehe hier das Problem nicht wirklich.
Wenn die "High Output PU" so klingen, wie sie klingen sollten und man trotz Rumprobieren, immer wieder bei den Wuchtbrummen landet, ist doch alles gut?

Ich könnte jetzt ein kompletten Lobgesang runterbeten, warum ich 6-7 kOhm Humbucker geiler finde, aber "siehe oben"...

Klar kann man den Output auch reduzieren, dafür sind die Potis ja da, doch der PU ändert seine Charakteristik dadurch gewiss nicht in Richtung "Underwound", eher im Gegenteil, es werden idR. immer etwas die Höhen beschnitten, was diese Transparanz und Klarheit, für die Low Output PAFs stehen, eher noch verhindern wird,(...man kann den Höhenverlust mit 50er Wireing oder einem Treblebleed mehr oder weniger kompensieren, aber es bleibt das Voicing).
Entweder man will den Charakter von "vintage"/Old Schoool und verbaut diese PUs, oder läßt man läßt es bleiben, weil es nicht zum Style, Setup,... passt.

Wenn es nur um Gain geht, dann klar, am Amp einstellen! Doch auch hier wird man nicht die Spiel-Dynamik eines Low-Output PAF erreichen. Im relativ "engen" Gain-Bereich zwischen "semi-Clean" und "Crunch" ist ein Pickup, der nur wenig Output hat, der "feinere Pinsel", um die Abstufungen gut zu treffen. Bei zu wenig Output erreicht man wiederum auch zu wenig Dynamik-(Breite).
 
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Diese ganzen Distorsionpickups (so hießen sie früher) wurden entwickelt, um den damaligen Amps in den Arsch zu treten, also um mehr Zerre zu entlocken. Ende der 70er/ Anfang 80er gab es noch keine Hi-Gain Amps, da hat man noch irgendeinen Booster, meistens einen Tubescreamer vorgeschaltet. Die Mutter aller HiGain-Amps (aus meiner Sicht), der Soldano SLO100 betrat erst Anno 1987 die Bühne; der Mesa Rectifier und Co. kamen erst Jahre danach auf den Markt.

Ein DiMarzio Super Distorsion macht vor einem 800er Marshall durchaus Sinn, vor einem Mesa Rectifier aber nicht (meine rein subjektive Meinung!)
Diese damaligen Distorsionpickups wie z.B. SD SH-4 oder Gibson Dirty Fingers hatten natürlich nicht nur Vorteile; sie hatten eine niedrigere Resonanzfrequenz und klangen eher mittig, bei Weitem nicht so offen wie z.B. ein klassicher PAF mit 7,3 KOhm. Für Sound mit ordentlich Zerre waren sie aber - in Verbindung mit den damaligen Amps - perfekt! ;)

Die von mir verwendeten Steg-Humbucker bewegen sich in dem Bereich 7,8 bis 13,2 KOHm, wobei laut Meßgerät mein Häussel 1959 Custom-B Plus (mit 20% mehr Wicklung) gefühlt nicht so heiß wie der Amber Custom Hot60 mit 10 KOhm ist! Der Häussel ist mit dünnerem Draht gewickelt und/oder der Amber hat einfach stärkere Magnete.



Ich glaub, das ist ein guter Punkt. Man muss immer die gesamte Gitarre betrachten. Ein Pickup allein klingt nie für sich. Immer im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten der Gitarre.

Genau das ist der springende Punkt!
Ich spiele zuerst die Gitarre immer trocken an um zu checken, wie die Gitarre klingt, welche Frequenzbereiche werden unter- oder überbetont... und dazu passend suche ich den Tonabnehmer aus. Manchmal liege ich auch daneben (mittlerweile seltener als früher) und der Humbucker passt nicht; dann geht die Suche weiter. Die letzte Instanz die entscheidet ist immernoch das eigene Gehör.
Wenn die Gitarre gesund schwingt und das Holz schon wie 'n Traktor schiebt, klingt ein PAF in meinen Ohren am besten.
Diese High-Output Humbucker mit 16, 17 und mehr KOhm findet man eher in Gitarren, deren Schwingungsverhalten eher suboptimal ist, um die Defizite der Gitarre mit einem hohen Output zu kompensieren; klar gibt es auch Ausnahmen... will jetzt keine Marken oder Namen nennen sonst werde ich vielleicht noch gesteinigt.

Hab die Rebell Yell jetz in einer anderen Gitarre drin, da klingen die richtig dünn und bisschen undefiniert. War nur ein Versuch, ist ne günstigere Harley Benton

Die Pickups sind geil, aber von einer Harley Benton Gitarre sollte man nicht allzu viel erwarten. Das soll jetzt nicht heißen, daß HB-Gitarren schlecht sind; sie haben ein super preis-Leistungs-Verhältnis, aber... Du weißt schon, was ich sagen will.
Wenn Dir die Rebel Yell generell zu dünn klingen sollten, probier doch mal den Holydiver vom selben Hersteller; der Humbucker ist nicht überzüchtet, klingt aber etwas dicker als die Rebell Yell.



Viele Grüße,
Bowhunter
 

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