Hilfe bei GEMA !!!

von Tomboy25, 02.12.08.

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  1. Tomboy25

    Tomboy25 Guest

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    Erstellt: 02.12.08   #1
    Hallo,
    ich möchte gerne nächstes Jahr ein Benefizkonzert veranstalten. Jetzt habe ich Künstler die umsonst auftretten und auch viele Firmen die mir helfen. Jetzt hab ich bei der GEMA nach gefragt und die wollen für dieses Konzert fast 800 € haben, das Konzert findet Open Air statt und ich wollte 10 € Eintritt (Abendkasse 13 €) nehmen. Der gesamte Erlöss soll gespendet werden.

    Kann mir einer sagen wie ich die GEMA umgehen kann ? Z.B dadurch das ich aufs Plakat schreibe: 10 € pro Person*

    *Bei den 10 € pro Person handelt es sich um eine Spende.

    Es wäre nett wenn Ihr mit Triks und Tipps geben könntet.

    Gruß
     
  2. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.12.08   #2
    Bitte darauf achten, dass hier keine individuelle Rechtsberatung vorgenommen wird.

    Man kann das Thema von Benefizkonzerten vs. Gema hier sicherlich allgemein erörtern.


    Topo :cool:
     
  3. Harry

    Harry HCA PA/Mikrofone Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.12.08   #3
    Logo: die GEMA rechnet zunächst gnadenlos ab - xxx Zuschauer, xxx qm Raumgröße, xxx Euro Eintritt - macht xxx Gebühr für die GEMA.
    Hast du das mit dem Benefizkonzert und mit dieser "Spende" ausdrücklich der GEMA gegenüber erläutert?
    Wobei das mit der Spende nicht so einfach funktionieren wird. Eine Spende ist grundsätzlich freiwillig und an keinen Betrag gebunden.
    DU spendest es zwar weiter, aber zunächst verlangst du von jedem Zuhörer ein fixes Eintrittsgeld, und das ist KEINE Spende. Das müsstest du eigentlich sogar noch versteuern.

    Aus der GEMA-Geschichte wirst du daher kaum rauskommen.
    Wenn dir nach Abzug all deiner Kosten noch ein paar Euros übrigbleiben, dann kannst du das gerne weiterspenden und du kannst dafür eine Spendenbescheinigung verlangen, welche DU wiederum steuerlich geltend machen kannst.
    So siehts aus.
     
  4. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.12.08   #4
    Wie wäre es denn grundsätzlich, wenn man z.b. 1 Euro Eintritt und 9,-€ Spende in einem "Kombiticket" (mir fällt kein besserer Name ein) nehmen würde? Oder besser getrennt. Wenn jemand nur 1,- Euro zahlen will, müsste man ihn aber auch für 1,-€ reinlassen.

    Also eine Eintrittkarte für 1,- € und eine Spendenquittung für 9,- €.

    Topo :cool:
     
  5. wuiii

    wuiii Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.08   #5
    Wenn die Zielgruppe nicht gerade 14-18 ist, würde ich freiwillige Spenden "verlangen". Damit haben wir, zumindest bei älterem Publikum, schon sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Ansonsten kannst du die Gebühr noch drücken, indem du alle Freikarten (Bandmitglieder, Helfer, ...) mit angibst und vielleicht auch noch einen ganz billigen Kinderpreis einführst. Hilft zumindest bei der österreichischen AKM ganz gut, solange man es nicht übertreibt und dann die Hälfte der Besucher als Freikarten, und die andere Hälfte als Kinder angibt.
    Kann natürlich bei der Gema wieder ganz anders sein, aber einen Versuch ist es wert.

    Greets
    Wuiii
     
  6. Deltafox

    Deltafox Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.12.08   #6
    was wäre, wenn er das Konzert prinzipiell umsonst anbieten würde, aber es explizit als Benefiz-Konzert ausschreiben und im Laufe des Abends mehrmals um Spenden bitten würde?
    Wobei da eben das Risiko deutlich höher wäre, dass weniger zusammenkommt
     
  7. Harry

    Harry HCA PA/Mikrofone Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.12.08   #7
    Der GEMA ist es zunächst mal wurscht ob Eintritt verlangt wird oder nicht.
    Wenn z.B. auf einem Straßenfest Musik gemacht wird so wird auch kein Eintritt verlangt, aber GEMA-Gebühren sind trotzdem fällig. Oder im Kaufhaus dudelt Hintergrundmusik, kostet auch kein Eintritt - aber GEMA-Gebühren sind fällig (wenn es keine GEMA-freie Musik ist).

    Es geht hier darum, dass die Musik in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert wird - und in diesem Moment bittet die GEMA zur Kasse - und zwar den Veranstalter.

    Unsere Erfahrungen zum Thema Eintritt bzw. "getarnter" Eintritt als Spende:
    wir machen seit Jahren einmal pro Jahr ein großes Konzert mit der Blaskapelle. Das ist mittlerweile eine ziemlich große Nummer. Anfangs haben wir 5 Euro Eintritt verlangt. Seit ca. 3 Jahren haben wir umgestellt auf "Eintritt frei" und vermerken auf dem Plakat und den Einladungen unten kleingedruckt "Um eine Spende wird gebeten" und verwenden dies zur Förderung unseres Nachwuchses (Jugendkapelle).
    Der Moderator spricht das während des Konzertes an und am Ein-/Ausgang stehen unübersehbar 2 große Spendenboxen.
    Die "Einnahmen" durch die Spenden sind bei gleicher Zuschaueranzahl DEUTLICH höher als wie mit Eintrittsgeld.
     
  8. M-Zee

    M-Zee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.08   #8
    Harrys Methode ist die einzig wirksame, die Vergütung zu senken. Spenden, die als Eintrittsgeld zu zahlen sind, sind keine Spenden sondern Eintrittsgeld. Für die Höhe der Vergütung ist entscheidend, wieviel der Teilnehmer zahlen MUSS, um in den Genuss der Musik zu kommen. Somit wird der geldwerte Vorteil aus der Musik der Vergütung zugrunde gelegt.

    Bei Benefizveranstaltungen hat die GEMA die Möglichkeit, Nachlässe zu geben, jedoch sind die i.d.R. nicht höher als 10%. Komplett verzichten darf die GEMA nebenbei sowieso nicht, weil sie sich gegenüber den Berechtigten zur Wahrnehmung der Rechte und zur Inkassierung der Vergütungen verpflichtet hat.

    Was wuiii anführt, funktioniert in D aufgrund der anders gestalteten Tarife der GEMA im Gegensatz zur AKM nicht. Die GEMA legt laut Tarif stets das höchste Eintrittsgeld zugrunde.

    Bei einer Veranstaltung im Freien, die mit einem Eintrittsgeld behaftet ist, geht die GEMA sowieso meist nicht wie bei Stadtfesten etc. von der Besucherzahl, sondern aufgrund der sicherlich abgegrenzten Fläche wie in geschlossenen Räumen von der qm-Größe der Fläche aus. Somit bringt dann auch das Darlegen nichts, wer wieviel oder u.U. gar nichts bezahlt hat.

    Also, wenn Spenden, dann so wie Harry es empfiehlt (dem kann ich mich im Übrigen voll anschließen), ansonsten bringt's bzgl. der GEMA gar nix.

    Grüße
    Marc
     
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