Hilfe bei tonleitern

von Themethalmaster, 15.06.08.

  1. Themethalmaster

    Themethalmaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.08   #1
    Hi leute. Ich melde mich mal wieder mit einem kleinen problem:confused:. Also ich spiele nun schon fast zwei jahre, bin auch schon so weit das ich ein paar stücke von children of bodom spielen kann (metallica, in flames, bullet for my valentine...) und bin grad dabei mein sweeping zu verbessern (dies soll nur mein aktuellen stand beschreiben; es ist kein persönlicher angriff, ala: ":mad:ich spiele jetzt schon X jahre, und kann noch nicht perfekt sweepen oder COB solos spielen, wie sollst du das dann können:mad:..."--:):Dich kann es auch nicht--). Nun ja, trotz allem denk ich das die teorie genauso wichtig wie die praksis ist, und habe mir deshalb schon ein paar pentatonik skalen, dur skalen, etc. angeschaut und gelernt. Aber trotzdem verstehe ich immer noch nicht wie das funktioniert. In wikipedia habe ich auch schon geguckt, verstehe es aber trotzdem nicht.

    Ich bin ein mensch der alles mit logik versucht zu erklären:screwy::(, und wollte euch deshalb bitten mir den aufbau von skalen (tonleitern), akorden, arpeggios,usw. mit klaren deutschen und verstendlichen worten zu erklären.

    PS: Ich hoffe das ist nicht zu viel verlangt, aber ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen, denn ich bin ein autodidakt und das ist meine einzige bildungslücke in sachen musik.:confused:

    PS²: Habe schon bestimmte threads in MB aufgemacht wie:
    "Improvisation lernen durch Verschmelzen von Tonleitern auf Basis Pentatonik" und andere. Die haben mir nicht wirklich weitergeholfen weil ich es ja nicht verstehe.

    Ich freue mich echt über eure antworten.
    Mfg
    Themetalmaster:great:
     
  2. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.06.08   #2
    Hallo!

    Tja, das ist vielleicht ein Problem, ich hatte das schon mal anderer Stelle in einem anderen Fred geschrieben:
    1) Musiktheorie ungleich Mathematik ungleich axiomatisches System
    2) Musiktheorie klassicher indischer Musik ungleich Musiktheorie klassisch japanischer Musik ungleich Musiktheorie klassischer europäischer Musik ungleich Blues
    3) Geht es Dir um den Aufbau (der ist einfach erklärt) oder um "Warum ist das so aufgebaut?", das sind zwei verschiedene Dinge. Mithin gibt es "Konstruktionsnleitungen", die müssen aber nicht unbedingt was damit zu tun haben, was man beim Hören empfindet.
    4) Ich werde bestimmt jetzt nicht Seitenweise eine Harmonielehre abtippen ... :-)

    Fangen wir doch mal von vorne an:
    Bei Wikipedia steht der prinzipielle Aufbau einer Durtonleiter beschrieben:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dur#Durtonleiter
    Wäre das eine Erklärung, mit der Du etwas anfangen kannst?
    Wenn nein: woran hapert's dann? Begriffe? das "Warum"? Oder "Was soll man damit"? Oder "Wie spiele ich das?"

    Grüße
    Roland
     
  3. HëllRÆZØR

    HëllRÆZØR HCA-Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 17.06.08   #3
    Für Children of Bodom brauchst du hauptsächlich reines Moll, Harmonisch Moll, Melodisch Moll und Moll-Pentatonik.

    Reines Moll: 0 2 3 5 7 8 10 12 (z.B. a b c d e f g a)
    Harmonisch Moll: 0 2 3 5 7 8 11 12 (z.B. a b c d e f g# a)
    Melodisch Moll (seltener): 0 2 3 5 7 9 11 12 (z.B. a b c d e f# g# a)
    Moll-Pentatonik: 0 3 5 7 10 12 (z.B. a c d e g a)

    ['b' ist internationale Schreibweise, entspricht also dem deutschen Ton 'h']

    Was Akkorde anbelangt: Im Metal werden am häufigsten sogenannte Power Chords verwendet - Akkorde die aus Grundton, Quinte, und manchmal noch Oktave bestehen, z.B.

    D|---2-5-9
    A|-2-2-3-9
    E|-0-0---7

    Ansonsten sind die Dreiklänge ziehmlich wichtig. Diese werden meistens durch Terzstapelung erzeugt: Der Dur-Dreiklang ist aus einer großen und einer kleinen Terz zusammengesetzt, besteht also aus den Intervallen 1 3 5 (Prime, große Terz, reine Quinte; in Halbtönen: 0 4 7), der Moll-Dreiklang dagegen ist aus einer kleinen und großen Terz zusammengesetzt, also aus den Intervallen 1 b3 5 (Prime, kleine Terz, reine Quinte; in Halbtönen: 0 3 7). Ansonsten gibt es noch verminderte Dreiklänge (2 kleine Terzen, also 1 b3 b5, bzw. 0 3 6) und übermäßige Dreiklänge (2 große Terzen, also 1 3 #5 bzw. 0 4 8). Diese tauchen allerdings eher selten auf, speziell letzterer.

    Die wichtigsten Akkorde lassen sich auf die eben genannten Dreiklänge zurückführen, und sind entweder Erweiterungen, oder Varianten dieser. Akkordtöne tauchen oft allerdings in anderen Oktavlagen auf, der Em (-> E-Moll-Dreiklang) z.B. besteht aus den Intervallen 1 5 8 b10 12 15, also in Halbtönen: 0 7 12 15 19 24. Verschiebt man die Töne in der Oktavlage, so ergibt sich allerdings nichts anderes als 0 7 0 3 7 0 (in Halbtönen), also 0 3 7 in anderer Reihenfolge und um ein oder zwei Oktavlagen verschoben. ;)

    Arpeggien sind nichts anderes als Akkorde, deren Töne nicht gleichzeitig, sondern schnell nacheinander gespielt werden, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Arpeggio.
     
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